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Schulpädagogik (Fach) / Heterogenität und Inklusion (Lektion)

Fragen+Antworten

Diese Lektion wurde von Claudio1 erstellt.

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  • Was ist unter ›sozialer Benachteiligung‹ zu verstehen? -Systematischer Mangel der mit den drei Kaptitalsorten (ökon.,kult.,soz.) einhergehenden Ressourcen -Für viele Merkmale von Heterogenität ein Ausgangspunkt
  • Entlang welcher Merkmale unterscheiden sich Schülerinnen und Schüler in einer heterogenen Lerngruppe? hinsichtlich kognitiver Voraussetzungen hinsichtlich sprachlicher Voraussetzungen hinsichtlich sozialer Voraussetzungen hinsichtlich Interessen, Bedürfnisse, Neigungen hinsichtlich Einstellungen, Haltungen, Überzeugungen hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Leistungsmotivation hinsichtlich Geschlecht hinsichtlich Alter hinsichtlich Kultur, Herkunft, Tradition, Werte und Normen hinsichtlich Physis, Belastbarkeit und Gesundheit
  • Was ist gemeint, wenn Lehrpersonen Heterogenität als ›Berufserschwernis‹ wahrnehmen? Unterschied zwischen Können (Fähigkeiten) und Wollen(Einstellungen) im Blick auf den Umgang mit Heterogenität  Homogenisierungsdenken bei Lehrkräften – Heterogenität wird trotz Vorselektion als Berufserschwernis wahrgenommen
  • Was ist unter ›Äußerer Differenzierung‹ zu verstehen und welche Probleme verbinden sich mit ihr? bezeichnet die Ordnung von Heterogenität im Sinne übergreifender organisatorischer Art auf dem Hintergrund bildungspolitischer Vorgaben ( z.B. Schularten und Jahrgangsklassen) homogene Lerngruppen (innerhalb einzelnerSchularten) zeigen hohe Streuung (gleicher Stand)
  • Was ist unter ›Innerer Differenzierung‹ zu verstehen und wie unterscheidet sich diese von ›Äußerer Differenzierung‹? Alle Zeitlich befristete oder dauerhaften Formen der Auflösung der Lerngruppe auf Unterrichtsebene Berücksichtigt indivudelle Lebensapekte (an Biographien ansetzen) Unterschied: Äußere ⇒ organisatorisch von außen (Schulart), Innere ⇒ zeitlich befristete Auflösungen von Lernverbänden (Schüler/Individuum steht im Mittelpunkt)
  • Welche Spannung gibt es zwischen dem Prinzip gleichstellender Gerechtigkeit und ›Innerer Differenzierung‹? Prinzip der gleichsetzenden/gleichstellenden Gerechtigkeit Maxime: ≫Allen das Gleiche≪ Prinzip der unterscheidenden Gerechtigkeit Maxime: ≫Jedem das Seine≪ Innere Differenzierung setzt voraus, dass man sich mit den Individuen speziell und auf sie ausgerichtet auseinandersetzt, was bei gleichsetzender Gerechtigkeit nicht der Fall ist. Unmöglichkeit Leistungshomogene Gruppen zu errichten.
  • Worin besteht der Unterschied zwischen individualisiertem und differenziertem Unterricht? Differenzierung: Bezieht sich auf Merkmalsbezogene Gruppierung in der Lerngruppe Individualisierung: Auf Individuen bezogen, aber nur dann sinnvoll, wenn Schüler selbstständig arbeiten können
  • Inwiefern lässt sich der ›Index für Inklusion‹ kritisch betrachten? Index für Inklusion (inklusive Strukturen/Praktiken etablieren) ist häufig Ausgangspunkt für inklusive Organisationsentwicklung Indexsetzt Maßnahmen a priori als gut/erstrebenswert voraus. Die Begründung genau dieser postulierten Maßnahmen für alle Schuler ist nicht hinreichend sondern gleicht einer Setzung
  • Welche empirischen Ergebnisse zeigen sich im Kern bei der Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit individuellem Förderbedarf in einer Regelschule? Inklusive Unterrichtsentwicklung: Effizienz (Regelbeschulung vs. Sonderbeschulung) Lernstörungen und Leistungsentwicklung: Leichte bis mittlere Vorteile von Schülern mit SEN Geistige Behinderung und Sprachentwicklung: Mindestens vergleichbar, kein Bremseffekt Körperbehinderung und Leistungsentwicklung: vergleichbar Sozialer/emotionaler Förderbedarf und Leistungsentwicklung: gleich Nachschulische Entwicklung (Ausbildungszugang): Vorteile inkludierter Schuler mit SEN
  • Unterscheidet sich Unterricht in ›inklusiven Klassen‹ von differenzierendem Unterricht in ›nicht-inklusiven‹ Klassen? Kein prinzipieller Unterschied von Unterricht an inklusiven und nicht-inklusiven Schulen verteiltes Üben und Wiederholen Zerlegen der Aufgaben in Teilschritte regelmäßige Leistungskontrolle häufiges informationshaltiges Feedback ⇒Realisierung von Inklusion im Unterricht bedeutet adäquat mit Heterogenität umzugehen 
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  • Wie lässt sich der "Referenzgruppeneffekt" erklären? Schülerleistung: die eher starken profitieren nicht "automatisch" im selben Maße; die eher schwachen Schüler profitieren tendenziell →insgesamt stärkere Schülerleistung Schülerleistung: die insgesamt eher schwachen Schüler haben keinen Anregungsgehalt! →insgesamt schwache Schülerleistung Konsequenz: Leistungsstarke Schüler_innen sind wichtig für leistungsschwache Schüler_innen →Organisation des Unterrichts?, Spezifische Angebote? starke Schüler trotzdem fördern (Zusatzaufgaben geben,...) →Sensibilität der Lehrkräfte ist hierfür sehr wichtig! wenn Differenz zu groß ist, ist es kontraproduktiv ("so gut wie du werde ich sowieso nie") →Interferenzgruppen positiv nutzen ("so gut wie du will ich auch werden")