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Ernährungspsychologische Grundlagen (Fach) / Kohlenhydrate (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Aura2007 erstellt.

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  • Was sind Kohlenhydrate? organische Verbindungen aus Kohlenstoff C, Wasserstoff H und Sauerstoff O
  • Welche Kohlenhydrate werden unterschieden? nach chemischer Struktur in Mono-, Di-, Oligo und Polysaccharide
  • Was sind Monosaccharide? = Einfachzucker mit drei bis neun Kohlenstoffatomen gut wasserlöslich, diffundieren (durchtreten) Zellwände, werden ohne weiteren Abbau aus dem Darm in die Blutbahn aufgenommen
  • Welches sind die wichtigsten Monosaccharide? Glucose = Dextrose = Traubenzucker: freier Form in allen Trauben und Honig, kann unverändert die Darmwand passieren und ins Blut aufgenommen werden, rascher Kraft- und Energiespender Fructose (Lävulose)= Fruchtzucker: Bestandteil von Rohr- und Rübenzucker und als Hauptkohlenhydrat in vielen Früchten enthalten für den süßen Geschmack Galactose = Schleimzucker: Bestandteil Milchzucker
  • Was sind Disaccharide? Entstehen durch Zusammenlagerung zweier gleicher oder auch unterschiedlicher Monosaccharid-Moleküle unter Abspaltung eines Moleküls Wassers. (Zweifachzucker)
  • Wichtige Disaccharide Saccharose (Rohr- und Rübenzücker) = Glucose + Fructose Maltose (Malzzucker) = Glucose + Glucose; geringen Mengen in Honig, Zuckerrüben und keimendem Getriede Lactose (Milchzucker) = Glucose + Galactose; Kohlenhydrat der Milch, wird aus der süßen Molke gewonnen
  • Merkmale Disaccharide leicht in Wasser löslich werden durch Enzyme zu Einfachzucker zerlegt Rohr- und Rübenzucker ist das wichtigste Doppelzucker Reservestoff in Früchten, Knollen und anderen Pflanzenteilen, Haushaltszucker
  • Was sind Oligosaccharide? setzen sich aus 3-10 Einzelbausteine zusammen Stachyose (Vierfachzucker) Verbascose (Fünffachzucker) viele reagieren mit Blähungen darauf, weil die menschlichen Verdauungsenzyme den Zucker unvollständig in verwertbare Einheiten abbaut
  • Was sind Polysaccharide? Vielfach- oder Mehrfachzucker Verbindungen von mehr als 10 Monosacchariden = komplexe oder langkettige Kohlenhydrate schmecken nicht süß, nicht löslich aber quellbar können durch Hydrolyse (durch Enzyme oder mit Säuren) in ihre Bausteine zerlegt werden
  • Welche Zucker gehören zu den Polysaccharide? Glykogen (Tierische Stärke): Reservekohlenhydrat, wird in Leber gebildet und gespeichert in geringer Menge auch als Speicherung in der Muskulatur. Bei Bedarf wird Glykogen zu Glucose abgebaut als Energiequell Amylum (pflanzliche Stärke): Reservestoff in Pflanzen, kann mit Enzymen zerlegt und dem Zellhaushalt zugeführt werden, oder der Energiegewinnung und dem Aufbau anderen Stoffgruppen wie zum Beispiel Fette dienen wird in unterirdischen Pflanzenteilen, Samen und Früchten gespeichert, besonders reich sind Getriedekörner, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Knollen tropischer Pflanzen gute Verwerbarkeit und Verfügbarkeit, daher ist Stärke wichtigsten Kohlenhydrat Cellulose: Gerüstsubstanz pflanzlicher Zellwände, unlöslich, für den Menschen unverdaulich, da sie nicht abgebaut werden kann daher kein Nährstoff, trotzdem wichtig da sie als Ballaststoff die Darmperistaltik (Bewegung) anregt
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  • In was werden Kohlenhydrate zerlegt bei der Verdauung? Monosaccharide, vorrangig Glucose
  • Aufgaben Kohlenhydrate Energiequelle für Körpergerwebe und Organe, können Nervenzellen und Gehinr aus Kohlenhydrate Energie gewinnen Energievorrat in Speicherform Glykogen Grundsubstanz für Synthesen (Umbau in Fett) Aufbau bestimmter Körperstoffe wie Knorpel, Knochen, Schleimstoffe
  • Welche Kohlenhydrate sind schnell im Körper verfügbar? Monosaccharide (Glucose, Galactose, Fructose), können unverändert aus dem Darm ins Blut abgegeben werden Disaccharide, werden zur Resportion (Aufnahme) nur durch Enzyme auf den Darmzotten (Disaccharidasen) gespaltet
  • Welche Kohlenhydrate können erst später verwertet werden? Glykogen und Stärke haben einen langen Verdauungsprozess Amylasen in Speichel und Pankreassaft spalten die komplexen Kohlenhydrate erst in Disaccharide, bevor sie durch eine weitere Spaltung als Einfachzucker aufgenommen werden können. Durch die langsamere Aufnahme der Zuckermoleküle ins Blut, ist die ausgeschüttete Menge an Insulin geringer, damit der Blutzuckerspiegel reguliert werden muss
  • Was ist Diabetes mellitus? Zuckerkrankheit, ist Kohlenhydratstoffwechsel gestört, weil die Insulbildung unzureichen ist (Typ I) oder der Organisumus nur noch beschränkt auf das Insulin reagiert (Typ II).  Typ II: vollwertige Ernährung und körperliche Aktivität besonders wichtig. 
  • Wie wirkt sich Bewegung auf den Blutzuckerspiegel aus? senkt den akut erhöhten Blutzucker und verbessert langfristig die diabetische Stoffwechselsituation vollwertige Kost verhindert außergewöhnliche Stoßbelastung des Stoffwechsels
  • Wie viel Prozent Körpermasse besteht aus Kohlenhydraten? 1 % bei einem Körpergewicht von 60 bis 70 Kilogramm (=600 bis 700 g) davon 300 g in Verbindung mit Eiweißstoffen beim Aufbau von Körpersubstanz (Skelett, Knorpel, Speichel) 300 - 400 g als Energiereserve in Speicherform Glykogen in Muskel und Leber Einfachzucker in Gewebe und Blut 5-6 g pro Kilogramm Körpergewicht am Tag sollte man essen
  • Wann kommt es zur Übersäuerung des Organismus? Fette können nur im Feuer der Kohlenhydrte vollständig abgebaut werden, wenn dem Körper über längerem Zeitraum Kohlenhydrate vorenthalten werden, dann bildet der Körper Glucose au s den mit der Nahrung aufgenommen Aminosäuren, körpereigenen Proteinen und dem Glyerin die dabei freiwerdenen Fettsäuren können nur zum Teil verwertet werden. Rest wird von Leber in gut wasserlösliche Ketonkörper umgebaut und ans Blut abgegeben. Diese dienen in kohlenhydratarmer Zeit als Energiequelle. Sammeln sich aber ungenutzt Ketonkörper im  Blut, verschiebt sich der ph-WEert in den sauren Bereich - Störungen im Stoffwechsel
  • Was bewirken zu viele Kohlenhydrate im Körper? wichtige Eiweißstoffe und Fette werden nur noch ungenügend aufgenommen, Körper wird übergewichtig, größte Teil wird zu Fett umgewandelt und als Fettdepots gespeichert Kohlenhydratzufuhr sollte nicht über 65% (2/3) liegen
  • Welche Kohlenhydrate sollten bevorzugt aufgenommen werden? langkettige Kohlenhydrate sättigen, schonen die Zähne, Inusulinausschüttung wird besser reguliert