29

Nutztier Hauptstdudium (Fach) / Schwein 2 (Lektion)

Schweinekrankheiten

Diese Lektion wurde von Vendeen erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Was gibt es für Ursachen bei Durchfallerkrankungen bei Schweinen? Viren:Endoparasiten: Kokzidien, Kryptosporidien, Strongyliden Rotavirus, Coronavirus, TGE, VW... Endoparasiten: Kokzidien, Kryptosporidien, Strongyliden Fütterungsbedingt: Futterumstellung, Qualitätsmangel umwelt- und haltungsbedingt Bakterien: Escherichia Coli, Clostridien, PIA (Lawsonia), Salmonellen (meldepflichtig!)
  • Was sind die häufigsten Gründe bei Durchfall von SAugferkel, Absatzferkel und Mastschweinen/Sauen? Kokzidiose Rotavirus E.Coli Strongyloides Fütterung E.Coli Dystenterie E.V.E. Spiochaeten Diarrhoe PIA Salmonellose E.S.P. Fütterung E.V.D. Dystenterie PIA E.S.P. alle: TGE und EVG!!
  • Thearpiemaßnahmen bei Bakterien, Viren und Parasiten Bakterien: wirksame Antibiose, prohylaktisch impfen Viren: Antibiotika immer wirkungslos!!, Heilung nur durch eigenes Imunsystem -> Unterstützende Maßnahmen, prophylaktisch Impfen Parasiten: wirksame Antiparasitika nach Kotuntersuchung oder Hautgeschabsel, bei Kokzidien: Antibiose
  • was sind begelitende Maßnahmen und Prohylaxe bei Erregern? begleitende Maßnahmen: Erregerreduzierung durch Reinigung und Desifektion (Rein-Raus) tägliche Kotbeseitigung Stallklima und Belegdichte verbessern erkrankte Tiere separieren und überwachen ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte bereit stellen Prophylaxe: Hygiene, Haltung, Klima und Management verbessern regelmäßig entwurmen termingerecht Impfen Tiere nur aus einer Herkunft zukaufen wenig Personenverkehr Schwarz-weiß-Schleusen
  • Coli-Ruhr und Ödemkrankheit Erreger: Escherchilla Coli Wer?: Meist Saug und Absatzferkel Sympotome: wässriger Durchfall, übelriechend; bei Ödemkrankheit: Toxine->Lähmung, Ödeme, Schreie-> in 24 Std. tot Therapie: frühzeitige Antinbiose (Problem: Multiresistent) Prophylaxe: Impfung der Sau, Biestmilchversorgung, Hygiene Besonderheit: Erreger überall, aufgenommene Erregermenge bestimmt die Schwere des Krankheitsverlauf
  • Clostridien Erreger: Clostridium perfringes Wer erkrankt?: Nur Saugferkel Symptome: wässrig-gelber, bis blutiger Kot, hohe Todesrate Theapie: kaum erfolgreich wegen starker Schleimhautschäden Besonderheiten: Toxine! Sofortiger Wechsel zur Altsau kann Ferkel noch retten!
  • Endoparasiten Erreger: Saugferkel v.a. Kokzidien, Kryptosporidien, Strongyliden; Mastschweine Ascarsi suum (Schweinespuhlwurm) Wer erkrankt?: alle Therapie: gut möglich Prophylaxe: angepasste Entwurmung, Reinigung und Desifektion, Rein-Raus-Prinzip, Auslaufwechel Besonderheiten: Eier extrem wiederstandsfähig in Umwelt
  • Coronaviren EVD VW-Krankkeit TGE Erreger: verschiedene Stämme von Coraviren Wer erkrankt?: EVD -> Mastschweine; VW und TGE ->Saug- und Absatzferkel Symptome: gelblich-grüner Durchfall mit starken Flüssigkeitsverlus, Erbrechen, hohe Todesrate; v.a. bei VW: Nerven werden Befallen, aufgeweckte Ferkel brechen sofort Therapie: keine, Elektrolyttränke anbieten Prohylaxe: keine Impfung verfügbar; wenig Personenverkehr; hohe Temperaturen Besonderheiten: Erreger überleben jahrelang kälte und Frost, bricht meist bei Kältewechsel aus, TGE ist meldepflichtig
  • PIA Erreger: Lawsonia intracellularis Wer erkrankt?: Mastschweine Syptome: blasse Tiere, Wachstumsstillstand, Teerkot Therapie: wenig erfolgreich. Entweder es heilt nach 4-6 Wochen oder das Tier stirbt Besonderheiten: Hirnwindungsartige Darmschleimhautverdickung
  • Dysenterie Wer erkrankt?: Mastschweine Sympotome: erst blutig-kakaofarbender, später Zementartiger Kot, hohler Bauch, aufgezogener Rücken Thearpie: gut möglich Prohylaxe: trockene, saubere Ställe, Nippeltränken und häufiges Misten Besonderheiten: häufig bei Bodenfütterung und Festmist- und Strohställen
  • Anzeige
  • Was sind die möglichen Ursachen bei Fruchtbarkeitsstörungen bei der Sau Viren: PRRS, SMEDI Bakterien: MMA, Listerien, Chlamydien, Leptospiren umwelt- und haltungsbedingt: Kältestress und Rangordungskämpfe Fütterungsbedingt: Schimmelpilze und Mangelversorgung
  • MMA Faktorenerkrankung Erreger: hauptsächlich: E.Coli Wer erkrankt?: Sauen Symptome: hohes Fieber (12-48 Stunden nach der Geburt), durch Mastitis wenig Milch -> hugrige, kühle Ferkel, Gebärmutterentzündung -> Scheidenausfluss; Spätfolge: Fruchtbarkeitsstörung der Sau Therapie: Antibiose und Entzündungshemmer Prophylaxe: Hygiene, Rohfaserreiche Ernährung und Bewegung Besonderheiten: Erreger gelangt durch Verstopfung und Darmträgheit durch die Darmwand in den Blutkreislauf und besiedeln Gebärmutter und Gesäuge, aufsteigene Infektion bei mangelnder Geburtshygiene
  • Wie kann man MMA vorbeugen? rohfaserreiche Fütterung vor der Geburt reichliche Wasserversorgung Abferkelställe nach Rein-Raus-Verfahren belegen gründliche Reinigung und Desinfektion nach jeder Räumung Stress vermeiden Frühzeitiges Verbringen der Sauen im Abferkelstall Refelmäßig Bewegung: Darmtätigkeit anregen gutes Stallklima: keine Zugluft, Temperaturen: 18-20°C Schutzimpfung gegen Coliruhr
  • PRRS Seuchenhafte Spätabort Erreger: PRRS Virus Wer erkrankt?: Sauen, Mastschweine nur sehr selten Symptome: Aborte und Frühgeburten, anfangs blaurote Ohrenverfärbung, Ohrrandnekrosen, Umrauschen, Lebendsschwacher Ferkel,  Mumien, Mastschweine haben milde, aber lang anhaltende Atemwegssymptome Therapie: keine Prophylaxe: Impfung (verringert Symptomatik aber nicht die Infektion!) Besonderheiten: Einschleppung durch Zukauf oder Wildtiere
  • SMEDI Stillbirth-mumification-embyonicdeath-infility Erreger: Porzines Parvovirus Wer erkrankt?: Sauen Symptome: unauffällige Fruchtabsorption -> Umrauschen, Aborte und Mumien Besonderheiten: EInschleppen über Sperma und Zukauf von Ebern und Zuchtsauen, 70-80% Durchseuchung
  • Ursachen für Atmenwegserkrankungen Viren: PRRS, Influenza Endoparasiten: Schweinespuhlwurm (Larvenwanderung durch Lunge), Zwergfadenwurm Fütterungsbedingt: Staubentwicklung, Allergien umwelt- und haltungsbedingt: Ammoniakbelastung, CO2, Schwefelwasserstoff, Zuluft, Tag und Nachtschwankungen Bakterien: Mykoplasmen, APP, Rhitinis athrophicans
  • Mykoplasmen Ferkelgrippe, Enzootische Pneumonie Bakterium Wer erkrankt?: alle Symptome: Husten, starkes Auseinanderwachsen, im Endstadium: Hundesitz und starkes pumpende Haltung Theapie: gut möglich Prophylaxe: Ferkel und Sau impfen Besonderheiten: unaufföllig bei gutem Stallklima, vor allem wirtschaftliche Bedeutung, 50% der Schweine im Schlachthof haben Lungenveränderung durch Mykoplasmen!
  • APP Bakterium Wer erkrankt?: Mastschweine Symptome: Husten, hohes Fieber (42°C), beschleunigte Atmung, perakut: Tod: innerhalb von 4.24 Stunden durch Blutvergiftung; chronisch: Kümmerer Therapie: gut möglich Prophylaxe: Schutzimpfung Besonderheiten: es erkranken 20-60%
  • Rhintitis atrophicans Schnüffelkrankheit Wer erkrankt?: alle Symptome: Nasenbluten, Niesen, Nasenmuscheldeformation, Brillenbildung, Nasenfalte, verkürzter Oberkiefer Therapie: nur im Anfangsstadium möglich Prophylaxe: Klima und Haltung verbessern Besonderheiten: Toxine der Erreger verantwortlich über die Schwere der Schäden, Faktorenkrankheit! Vorschädigung durch schlechtes Stallklima ermöglicht den Ausbruch der Krankheit
  • Ursachen: Erkrankung des Bewegungsapparates Fütterungsbedingt: Mangelversorgung umwelt. und haltungsbedingt: Technopathien/Verletzungen Bakterien: Hämophilus parasuis (Glässer'sche Krankheit) Genetik: Akute Rückenmuskelnekrose (Bananenkrankheit); Beinschwäche-Syndrom
  • Hämophilus parasuis Glässcher'sche Krankheit Wer erkrankt?: alle Symptome: Gelenks- und Schleimbeutelentzündung bei Jungtieren, später Buachfell-,Herz- und Hirnhautentzündung Theapie: langwierig, nur bei rechtzeitigen Beginn Prophylaxe: Sauen und Ferkelimpfung, verhindert klinische Symptome Besonderheiten: subklinisch weit verbreitet, Ausbruch bei Immunschwäche (Faktorenkrankheit)
  • Akute Rückenmuskelnekrose Bananenkrankheit, Belastungsmyopathie, erbliche Stressempfindlichkeit Wer erkrankt?: fleischreiche Mastschweine der Rasse Pietrain, DL und Belgische Landrasse Symptome: einseitig geschwollener, schmerzhaft aufgebogener Rücken, Kreislaufstörung bis zum Schock Therapie: wenig Stress, Wasserduschen, Schmerzmittel Prophylaxe: Stressvermeidung und Zucht mit stressresistenten Tieren Besonderheiten: erschwerte O2 Diffussion in die Muskelzelle ->Energiedefizit -> anaerober Glucoseabbau-> Milchsäureproduktion -> Muskel- und Kreislaufschäden bei ungenügendem Abbau der Milchsäure
  • Ursachen von Hauterkrankungen Ektoparasiten: Milben und Schweinelaus Fütterungsbedingt: Mangelversorgung umwelt- und haltungsbedingt: Kontaktallergien, Verätzung, Sonnenbrand Bakterien: Ferkelruß: Staphyloccocus hycus Viren: meist Allgemeinerkrankung, die Hautveränderungen verursachen (Schweinepestviren, Cicoviren)
  • Ferkelruß Pechräude, Nässendes Exzem Wer erkrankt?: einzelne Saugferkel Symptome: dünnbraun-schmieriger Hautbelag, später dunkle Kruste (Panzernbildung), starker Juckreiz Therapie: möglich (unterschiedliche Resistenzen) Prohylaxe: Verlezungen verhindern, leistungsgerechte Sauenfütterung und MMA-Prophylaxe, stallspezifischer Impfstoff Besonderheiten: Selbstheilung nach 3 Wochen -> Folge: Kümmerer
  • Ursachen für Allgemeinerkrankung? Fütterungsbedingt: Vergiftung durch Pilztoxine, Kochsalz etc. Bakterien: Streptococcus suis, Rotlauf Viren: Circovirus, MKS (meldepflichtig!), Aujeszcy (meldepflichtig!)
  • Circovirus wer erkrankt?: Absatzferkel Symptome: unspezifisch, blasse Kümmerer, 60% Pneumonien (Entzündung des Lungengewebes), Durchfall, Nierenschädigung, 20% Aborte, Hautveränderungen (ähnlich wie bein Mycotoxinvergiftung) Nachweis: nur sicher mit Probeentnahme/Sektion Therapie: Aussichtslos, Heiliung selten Prophylaxe: Impfung (Sau und Ferkel) Besonderheiten: Infektion schon im Mutterleib möglich, Kümmerer sind ein Reservoir; Risikofaktoren: Stress, Haltungsdichte, mangelnde Hygiene
  • Streptokokken-Mengitis Erreger: Streptococcus suis Wer erkrankt?: Saug- und Absatzferkel Symptome: Hirnhautentzündung (Kopfschiefhaltung, Zittern), Gelenksentzündung, Lungenentzündung, plötzlicher Tod Therapie: gut heilbar bei frühem Eingriff Prophylaxe: Hygiene, stallspezifische Impfung, Waschen der Sauen vor dem Einstallen Besonderheiten: Zoonose! Schleichende Infektion
  • Rotlauf Wer erkrankt?: Mastschweine Symptome: perakute Form: plötzlicher Tod; Hautform: Backsteinblattern; Gelenksform: Gelenksknorpelzerstörung;  chronische Form: Herzklappenrotlauf, Lungenödem, blasss bis blau (Zyanose) Therapie: gute Heilungschancen bei rechtzeitigen Eingrif Prophylaxe: Impfen, Reinigen und Desinfektion Besonderheiten: Zoonose! Erreger bleibt monatelang im Einstreu infektiös (v.a. Stroh)
  • Welche Impfungen gibt es bei Schweinen? SMEDI/Rotlauf (Sau) PRRS (Sau) Cico (Ferkel) Mycoplasmen (Ferkel) Influenza (Ferkel) PIA (Ferkel) Rhintitis (Ferkel) Clostridien/E.Coli (Sau) APP (Absatzferkel)