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Datenerhebung (Fach) / VL 1 (Lektion)
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- Basis der Alltagspsychologie - Limitationen unserer Wahrnehmung - Übergeneralisierungen von einzelnen Erfahrungen/zufälligen Ereignissen (statistische Fehlschlüsse) - „Bauchgefühl“ (siehe auch: Übertriebene Selbstsicherheit) - Hörensagen, Sprichwörter, populäre Darstellungen; Vorurteile, Stereotype - Autoritäten - Keine Überprüfung; häufig kritikresistent „Ich bin ein Bauchmensch. Ich verlasse mich auf meine Instinkte.“ (George W. Bush) --> Selektive Suche nach Bestätigung; Nichtbeachtung widerspr. Evidenz
- 5 Fehler der Altagspsychologie: - Wahrnehmungsverzerrungen - Limitation unserer Wahrnehungsfähigkeiten - Wahrnehmung von Ordnung bei zufälligen Ereignissen -Verzerrungseffekt durch nachträgliche Einsicht Hindsightbias o. Rückschaufehler: Tendenz, nach dem Eintreten eines Ereignisses zu glauben, man hätte es vorhersehen können -> Fehleranfälligkeit intuitiver Erkenntnis Die Tatsache, dass Menschen von der Richtigkeit einer Aussage irgendwie überzeugt sind, ist keine starke Rechtfertigung ihrer objektiven Richtigkeit! Autoritäten, 80 Millionen Deutsche oder 7 Milliarden Menschen können kollektiv irren Wahrheitsfragen können nicht nach Mehrheitsprinzip entschieden werden 5. - Übertirebene Selbstsicherheit
- 4 Funktionen der Alltagspsychologie • Schnelle Entscheidungshilfe → Handlungs- und Zeitdruck • Gefühl der Sicherheit/Bewältigung (erklären/begreifen = etwas im Griff haben) → Mythologie • Sozial: Integration in soziale Gruppe • Selbstbestätigung, Selbsterhöhung
- Alltagspsychologie und wissenschaftliche Psychologie Wissenschaftliche Psychologie Komplexe Beziehung zur Alltagspsychologie • Gegenseitige Wechselwirkung - Alltagspsychologie generiert wissenschaftliche Fragen - Rückwirkung der wissenschaftl. Psy. auf Alltag (vgl. Bindungstheorie) Jedoch: auch häufig im Widerspruch zu „Alltagspsychologien“/ vorwissenschaftlichen Ansätzen • Astrologie: Zusammenhang von Persönlichkeit und Gestirnkonstellationen • (Psychologische) Homöopathie • Graphologie; Esoterik; Geistheilung etc. etc. → Vertreter: häufig keine Ausbildung und Kenntnisse in wiss. Psychologie ⇒ Keine systematische Prüfung der Annahmen und Behauptungen
- Was ist Wissenschaft? Definition: Wissenschaft bedeutet methodisch gewonnenes und in ein System gebrachtes Wissen sowie die Formulierung von Aussagen über einen Bereich der Wirklichkeit. 1. Methodisch: Wissenschaft nutzt bestimmte/anerkannte Methoden 2. Systematik: Integration von Wissen in ein kohärentes (logisch widerspruchsfreies) theoretisches Gedankengebäude (Theorien) 3. Formulierung von Aussagen: a) Wissenschaft ist sprachlich fundiert; b) Aussagen über zukünftige Ereignisse (Hypothesen) als Prüfstein der Theorien 4. Objektiv: Intersubjektiv nachprüfbar
- Was ist Psychologie? Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten der Menschen
- Was sind die 4 Aufgaben der wissenschaftichen Psychologie? Beschreibung Erklärung Vorhersage Modifikation
- Methodenlehre / Methodologie. Definition? Wissenschaften zeichnen sich durch bestimmte Methoden der Wissensgewinnung aus. → Methodenlehre/Methodologie: Wissenschaftliche Beschäftigung mit den Prinzipien und Verfahren, die die Psychologie zur Gewinnung ihrer Erkenntnisse verwendet
- Psychologie zwischen Geistes- und Naturwissenschaft Wilhelm Wundt differenziert zwei Zugänge/Gebiete Nenne und erkläre diese! 1) Allgemeine/Physiologische Psychologie Untersuchung der Sinneswahrnehmung, Aufmerksamkeit, Bewusstsein Vor allem experimentelles Vorgehen, genaue Messungen (Reaktionszeiten, physiologische Messungen) 2) Völkerpsychologie Entwicklung des Denkens, der Sprache, der Phantasie, der Moral, der Religion als Themen Methodologische Basis: Interpretation/ Hermeneutik Differenzierung Geistes-/Naturwissenschaft großes Thema zu Beginn des 20. Jhdt
- Psychologie zwischen Geistes- und Naturwissenschaft Naturwissenschaftlicher Zugang. Basis, Erkenntnis durch.., Erkentnisinteresse? Naturwissenschaftlicher Zugang (Historische) Basis: Mathematik, Physik Strenge Methodenkritik Quantifizierende Methoden, Datenreduktion Messtheorie Erkenntnis durch „Erklären“ Suche nach allgemeinen Gesetzmäßigkeiten → Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge Erkenntnisinteresse: Bildung allgemeingültiger Theorien; technisch-instrumentelles Interesse
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- Psychologie zwischen Geistes- und Naturwissenschaft Geisteswissenschaftlicher Zugang Basis: Hermeneutik, Literaturwissenschaft Breites Methodenspektrum Explikation, „Dichte Beschreibungen“ Interpretationslehre Erkenntnis durch „Verstehen“ Nachvollzug des Sinns, der qualitativen Zusammenhänge → Zielbezogenheit menschl. Handelns (<-> Natur) Erkenntnisinteresse: eher verständigungsorientiert