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Hauptstudiumsmodul (Fach) / Geflügel (Lektion)

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  • Wie hoch ist der Ökoanteil bei Legehennen, Junghennen, Masthähnchen, Enten, Gänse, Puten und Konsumeierproduktion? Legehennen: 8,8% Junghennen: 8,3 Masthähnchen: 0,8 Enten:1.0 Gänse: 6.0 Puten: 2,2 Konsumeierproduktion: 8,2%
  • 2014: Wie viel % der Tiere wurden in käfighaltung Bodenhaltung Freilandhaltung Bio gehalten Käfighaltung: 11%Bodenhaltung: 64%Freilandhaltung: 17% Biohaltung: 9%
  • Käfighaltung: Wie viel Platz pro Tier? Gruppengröße Wie viel Bewegungsfläche Troglänge Wie groß soll die Nest- und Scharrfläche sein? Mindesthöhe des Käfiges? Sontiges? 800cm² und 12 cm Troglänge bei Tieren < 2 kg 900cm²  und 14,5 cm Troglänge bei Tieren > 2 kg min. 2,5m² Bewegungsfläche, also mindestens 30 Tiere pro Gruppe Nest- und Scharrfläche: 900cm² bei 10 Tieren 60cm muss der Käfig hoch sein, am trog mindestens 50 cm Sitzstangen müssen auf zwei Ebenen angebracht sein
  • Bodenhatung: Alle Besonderheiten: 6 Tiere pro m², bei Volierenhaltung (meherere Ebenen) 18 Tiere pro m² maximal 6000 Tiere pro Stall 1/3 des Bodens muss Streu sein
  • Freilandhaltung besonderheiten Tagsüber uneingeschränkt Zugang zu Freiland (außer morgens, Ausnahme: tierseuchenrechtlich max. 12 Wochen) 4m² Auslauf pro Huhn 9 Tiere pro m² im Stall
  • Bio besonderheiten statt nur 15 cm 18 cm Sitzstange maximal 3000 Tiere pro Stall (auch Freiland sind es bis zu 6000) 83 Hennen pro m² Nestfläche 95% Futter aus ökologischer Erzeugung
  • Vergleich Bio und Knovi statt 9 bzw. 18 Henne pro m² nur 6 pro m² Stallfläche statt 15 cm Sitzstange 18 cm  Auslauf bei Freilandhaltung und Bio gleich: 4m² pro Huhn statt 6000 Hennen im Stall nur 3000 statt 120 Hennen pro m² Stallfläche 83 Biofütterung (bis Ende 2017 sogar 100%!)
  • Was kennzeichnet die ökologische Geflügelhaltung aus (10 Punkte nennen) Verbot der flächenunabhängigne Tierhaltung (Kooperation möglich) Beschränkung des Tierbesatzes (170 kg N pro ha) Geflügel mindestens 20% des Futters Betriebseigen Futter mindestens 95 % ökologische, GVO frei, nicht bestrahlt, Beschränkung von Antibiotika und allopathische Medikamente Freilandzugang Doppelte Wartezeit bei allopathischen Medikamente, mindestens jedoch 48 Stunden maximal 3 Behandllungen im Jahr zulässig, außer Impfung oder Parasitenbehandlung oder vorgeschribene Behandlungen Positiv Futterliste: keine synthetischen Aminosäuren etc. Einstreu im Stall Raufutter
  • Besonderheiten bei der Haltung von Öko Masthähnchen Besatzdichte maximal 21 kg pro m² langsamer Wachsend
  • Was ist Federpicken? Bepicken, Herausziehen und fressen der Feder Nicht aggressiv motiviert Fehlgeleitetes Futtersuch und Aufnahmeverhalten Entwickelt sich schon während der Aufzucht
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  • Was ist Kannibalismus? Picken, Ziehen an der Haut und dem darunter liegenden Gewebe Federpicken tritt auf als - folge von Federpicken                                                                                                           - Kloakenkannibalismus                                                                                                           - Zehenkannibalismus Nicht aggressiv motiviert Aufzucht beeinflusst Entwicklung                                              
  • Welches sind die wichtigen Impfungen bei Junghennen? Vorgeschrieben: Salmonellose am 1.-2. Tag und New Castle Kokzidiose, Mareksche Krankheit, infektiöse Buritis, infektiöse Bronchitis....
  • Wann sollten Junghennen spätestens eingesatllt werden? Mit 17 Wochen
  • Wie lange ist die übliche Nutzungsdauer bei Legehennen etwa 70 Wochen (gutes Jahr)
  • Was kennzeichnet die natürliche Mauser? Was sind die Folgen? bei abnehmeder Tageslichlänge Rückgnag Futteraufnahme Einstellung Legen Rückbildung der Reproduktionsorgane Gewichtsreduktion um 20% Federwechsel Nach der Mauser: Gewichtszunahme, Wiederbeginn der Legetätigkeit, bessere Eiweiß und Eischalenqualität, größere Eier, vollständiges Gefieder
  • Was für Methoden gibt es bei der künstlich induzierten Mauser? 1. BIst zu 14 Tage Futterentzug 2. andere Mineralstoffgehalte (mehr Zink...) 3. Wasserentzug 4. Lichtentzug oder Reduzierung
  • Wie lange dauert eine künstlich induzierte Mauser und wie lange geht die darrauffolgende Legeperiode? Dauer: 3-4 Wochen Mauser Legeperiode: 6-8 Monate
  • Was ist bei der künstlich induzierten Mauser problematisch? durch Futterentzug: Unruhe, sterotypes Verhalten, Federpicken, Kannibalismus, Aggressivität und Mortalität steigen, Anteil an Samonelleninfektion steigt an Laut Tierschutz-NUtztierverordung müssen die Tiere täglichen Zugang zu frischem Wasser und Futter haben, außerdem Licht
  • Was ist die Haugh - Einheit Maß für Eifrische, abgängig von der Größe des Eiweißes
  • Wann muss eine Impfung bei Hühner gegen samonella enterditis nicht erfolgen? Wenn die Prävalenz unter 10% liegt (muss nachgewiesen werden!)
  • Welche Pflanzen eigenen sich gut, welche überhaupt nicht für den Hühnerauslauf? + Heckenpflanzen: Heckenrose, Haselnuss, Felsenbirne, Holunder, Schlehe + Obstgehölz: Holunder, Himbeere + Energiegehölz: Weide, Pappel, Ahorn + Kulturpflanzen: Mais, Sonnenblume, Hanf (für die Laufkorridore) - Steinklee (Cumarin kann zu innerlichen Verblutungen führen) - Kreuzblüter (Sinapin führt zu Stinkeiern) - Buchweizen und Platterbse (Fagopyrin führt zur Lichtempfindlichkeit)
  • Was für Vorteile haben die "hochgezüchteten" Masthybriden? 1. sehr gute Futterverwertung 2. hoher Effizienz -> Reduziert den CO2 Fußabdruck 3. schnelle Reaktionsfähigkeit an Marktanfoderungen 4. hoher Antgeil erwünschter Fleischteile (Brust), mageres und zartes Fleisch 5. großer ökonomischer Erfolg
  • Welche zulässigen Tötungsmethoden gibt es bei mänlichen Eintagsküken? 1. Zerkleinerung: Apparat mit schnell rotierenden, mechanisch angetriebenen Messern oder Polystyrennoppen; Küken sowie Brutrückstände dem Apparat so zuzuführen, dass jedes zugeführteTier sofort getötet wird.  2. Stumpfer Schlag auf dem Kopf: zur Betäubung von Küken und nicht schlupffähigen Küken nur bei nicht mehr als 50 Tieren je Betrieb und Tag. 3. Kohlendioxid: Eingebracht in Kohlendioxidkonzentration von mindestens 80 Volumenprozent, die aus einer Quelle 100 %igen Kohlendioxids erzeugt wird, darin bis zum Eintritt ihres Todes, mindestens jedoch 10 minuten darin, verbleiben. Vor dem Einbringen der Tiere muss die Gaskonzentration überprüft werden. Lebendige Tiere dürfen nicht übereinander liegend eeingebracht werden.                       
  • Welche Ansätze zur Vermeidung der Kükentötung gibt es? 1. Geschlechtsbestimmung im Ei 2. Verlängerung der Nutzungsdauer der Hennen 3. Mast der männlichen Tiere der Legelinie 4. Zucht und Einsatz einer Zweinutzungsrassen oder- kreuzung 5. Zucht und Nutzung von Zweinutzungshybride
  • Welche vernünftigen Gründe gibt es bei der Tötung von Eintagsküken? 1. Getötete Tiere werden zum großen Teil als Tierfutter verwendet, würde zum Teil durch Mäusezucht ersetzt werden. 2. Effizienz des Einsatzes von Hochleistungslinien (ökonomisch und Entstehung von Treibhausgasen) -> männliche Leger baruchen 4,3kg Futter für 1 kg Lebendgewicht, Mastlinien nur 1,5kg-2kg!
  • Was sind die Besonderheiten bei Zweinutzungshühnern? - geringere Eierleistung - geringere Zunahme - schlechtere Futterverwertung - weniger Brustfleischanteil - anderer Geschmack und Fleischbeschaffenheit -> spezielle Vermarktung notwendig
  • Was sind die Konsequenzen bei einer hohen Legeleistung? 1. Tötung der männlichen Leger 2. starke Osteoporose, was zu Knochenbrüchen führen kann 3. Überforderung der Anpassungsfähigkeit bei erhöhten Anforderungen durch Freilandauslauf? 4. Geringer Wert des Schlachtkörpers
  • Brustbeinschäden: ursachen, Grundproblem, wo am meisten verbreitet? Wichtige Faktoren Ursachen:  alte Knochenbrüche, Knochenverformung durch Druckeinwirkung Grundproblem: Osteoporose durch Kalziumentzug und Bewegungsmangel, beginnt mit der Geschlechtsreife und schreitet im Laufe der Legeperiode fort erhebliche Schmerzen Anteil der Brustbeinveränderung am höhsten bei Bodenhaltung: dann absteigend: Freilandhaltung, ausgestattete Käfige, konventionelle Käfige in alternativen Haltungssystemen häufiger Brustnbeinveränderung, da höhere Unfallgefahr Wichtige Faktoren: 1. Fütterung, 2. Genetik, 3. Aktivität, 4. Sitzstangenangebot (Design, Anordnung, Verfügbarkeit), 5. Besatzdichte, 6.  Aufzucht
  • Was sind die Konsequenzen schnellen Wachstums und hoher Brustmuskelanteil? 1. starke Beschränkung des natürlichen Verhaltens 2. erhöhtes Erkrankungsrisiko: Beinprobleme, Kreislaufversagen, Aszites, Brustblase auf Sitzstangen 3. Hungerprobleme bei Elterntiere (auch hohe Mortalität, extensives Trinken, Verhaltensstörungen)
  • Grundlagen zu den Ansprüchen an die Nährwertversorgung 1. hohe Anforderungen an den Eiweißgehalt und an deren Aminosäurenzusammensetzung 2. die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Lysin sind erstlimitierende Futternährstoffe 3. die Nährstoffe müssen in einem bestimmten Verhältnis zu einander angeboten werden 4. andauernde Imbalance der Nährstoffe führt zu Beeinträchtigung des Tierwohls 5. je kleiner der Verddauungsstrakt, desto größer sind die Ansprüche an die Futterqualität, der Nährstoffkonzentration und die Verdaulichkeit der Nährstoffe
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  • Vorgaben an die Fütterung von EU Bio 1. Sicherung der Nährstoffbedürfnisse 2. kein Einsatz von Gentechnik 3. kein Einsatz von künstlichen Aminosäuren 4. keine Wachstumsförderer 5. keine künstliche Dotterfarbe 6. täglich frisches, getrocknetes oder siliertes Raufutterangebot 7. mindestens 20 % des Futters muss vom eigenen Betrieb bzw. einem Kooperationsbetrieb stammen! 8. Bis ende 2017 dürfen Monogastrier 5% Eiweißfuttermittel aus konventioneller Herkunft bekommen
  • grober klassischer Aufbau von Geflügelfutter 50-55 % Getreide 10-15 % Körnerleguminosen 0-4 % Grünmehl 30-32 % Ölkuchen (Raps, Soja, Sesam, Sonnenblume) 2-10 % Mineralstoffe etc
  • Welche Körnerleguminosen haben welche Stoffe die sich negativ auswirken? Kann man diese deaktivieren, wenn ja, wie? 1. Alkaloide: in Lupinen (Bitterlupine deutlich mehr als in Süßlupine) 2. Tannine: in allen Körnerleguminosen 3. Trypsininhibitoren: Soja -> durch Hitzebehandlung kann man diese deaktivieren 4. Vicin und Vonvicin: Ackerbohne (sortenabhängig) -> Einsatzmenge begrenzen 5. Lectine: Ackerbohne und Erbse -> Einsatzmenge begrenzen
  • Wie setzt sich Tierwohl zusammen? körperlicher Zustand Gefühle natürliches Verhalten
  • Rhythmusabfolge Mast Puten 1. Tag: Anlieferung der Küken 2. 5.-6- Woche: Ende der Aufzuchtsphase 3. 15.-17. Woche: Ende der Mast der Hennen 4. 19.-22- Woche: Ende der Mast bei Hähnen
  • EU Ökoverordnung Puten: Mindestschalchtalter Besatzdichte Außenklimabereich maximale Tierzahl Beschäftigung Licht Hähne: 140 Tage, Hennen 100 Tage 21 Kg pro m², 10 Tiere pro m² 10 m², 1/3 des Lebens maximal 2500 Tiere 1/3 des Stalles muss eingestreut werden, außerdem Raufuttergabe Tageslicht, mindestens 8 Stunden dunkel
  • Welche Probleme treten bei der KONVENTIONELLEN Putenhaltung auf? 1. Federpicken, Kannibalismus, Schnabelkürzen 2. Beinprobleme, Lahmheit 3. Fußballen und Fesenhöckerveränderung 4. Brustblase 5. infektiöse Erkrankungen
  • Welche Probleme können in der ÖKOLOGISCHEN Putenhaltung auftreten? 1. Verwendung von schnell Wachsenden Linien mit entsprechenden Tierschutzproblemen 2. Deckung des hohen Eiweißbedarfs, besonders während der Aufzucht 3. Federpicken, Kannibalismus 4. Fußballen und Brustbeinschäden 5. Infektiöse Erkrankung 6. Hohe Verluste, insbesondere während der Aufzucht
  • Gänse: Wie heißen die 3 verbreitesten Mastformen und was kennzeichnet diese? Wie viele Gänse werden in Deutschland im Jahr etwa geschlachtet? 1. Schnellmast, Frühmast: 9-10 Wochen Mastdauer, vor der ersten Mauser, Stallhaltung 4,5 kg Schalchtgewicht, 2. Intensivmast, Junggänsemast, Wirtschaftsmast: 16 Wochen Mastdauer, vor der zweiten Mauser, reduzierte Weide, Ausmast meist im Stall. 5,5-6 kg Schlachtgewicht 3. Weidemast, Langmast, Spätmast, Fettmast: 23.-32. Woche, vor 3.-4. Mauser, Ausmast im Stall (etwa 4 Wochen), 6-7 kg Schlachtgewicht 600.000 Gänse werden in Deutschland im Jahr etwa geschlachtet
  • Was ist der Unterschied zwischen Pekingente und Barbarieente? Wie heißt die Kreuzung dieser beiden Arten? Pekingente stammt von der Stockente ab Barbarieente stammt von der Moschusente ab Mularde
  • Welche Problembereiche gibt es im Tierschutz bei Gänsen und Enten? 1. Fettleberproduktion: nach Weidemast bei Enten 12-15 Tage, bei Gänsen 15-18 Tage manuelles oder maschinelles Stopfen 2. Lebendrupf: ab 11.-12. Woche: alle 7 Wochen; Federertrag: Mastgänse: 70-100 g Altgänse: 100-120 g Schalchtrupfen: 150-200 g 3. Enten: intensive Haltung, extrem reizarme Umgebung 4. Federpicken, Kanniballismus, Krallen- und Schnabelkürzen bei Barbarieente 5. Badewasserangebot
  • Welche Massnahmen können gegen Federrupfen und Kannibalismus eingesetz werden? 1. Abdunkeln der Ställe, Lichtprogramm, blaues oder rotes Licht (allgemeine Verhaltensunterdrückung, Deprivation) 2. Schnabel und Krallenkürzen bis 15. Tag (Schmerzen, Deprivation)
  • Welche Tränkeformen gibt es und welche Vor- und Nachteile weisen diese auf? 1. Nippeltränke: + Wasserhygiene und Arbeitsaufwand; - Artgerechtes Trinken, Baden, Beschäftigungsmöglichkeit 2. Nippeltränken mit Cup: + artgerechtes Trinken und Beschäftigungsmöglichkeit; - Arbeitsaufwand, Wasserhygiene, Baden 3. Rundtränke: + artgemäßes Trinken, Beschäftigungsmöglichkeit; - Arbeitsaufwand, Wasserhygiene, Baden 4. Rinnentränke: + artgemäßes Trinken, Kopf ins Wasser halten: unvollständiges Baden möglich; - Arbeitsaufwand und Wasserhygiene 5. Duschen: + Wasserhygiene, Wasser für die Gefiederpflege und Arbeitsaufwand; - Baden 6. Flachbecken: + artgemäßes Trinken, Baden, Beschäftigungsmöglichkeit und Arbeitsaufwand; - Wasserhygiene und Wasserverbrauch 7. Baderinne: + artgemäßes Trinken, Baden, Beschäftigungsmöglichkeit und Wasserhygiene; - Arbeitsaufwand, Wasserverbrauch, Finanzielle Aufwand