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Nutztier Hauptstdudium (Fach) / Schwein (Lektion)

Geburtsmanagement Hygiene

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  • Welche Länder sind die 3 mit den meisten Schweinen: weltweit in der EU weltweit: China; USA;  Deutschland EU: Deutschland. 28 mio, Spanien27 mio, Frankreich 13.7 mio
  • Wie hoch ist der Bioanteil bei Schweinefleisch? 1,2%
  • Was sind die wirtschaftlichen Nachteile bei ökologischer Schweinehaltung? Arbeitsmehraufwand (füttern, ausmisten, einstreuen) vergleichsweise niedriges Produktionsniveau wegen erhöhten Platzbedarf höhere Futtermittelkosten senken Betriebswirtschaftlichkeit fehlende Zielvorgaben (bessere Qualität möglich, aber keine Kennzeichnung)
  • Was sind wirtschaftliche Nachteile von Öko bezogen auf die Ferkelerzeugung? Säugezeit mindestens 40 Tage, oft freiwillig länger -> weniger Würfe im Jahr erschwerte Geburtsüberwachen und Versetzen der Ferkel, da keine hormonelle Einleitung der Geburt erlaubt ist Erdrückungsgefahr höher, weil Sauen frei abferkeln können Einschränkung des Antibiotikaeinsatzes Einschränkung in der Fütterung (synthetische Aminosäuren sind nicht zugelassen etc.) insgesamt höhere Ferkelverluste schlechtere Leistung
  • Was sind die wirtschaftlichen Nachteile bezogen auf die Schweinemast? Stallhygiene erschwert (kein rein-raus-Verfahren) meist kleinere Bestände, aber je größer ein Bestand ist, desto automatisiert ist der Stall, was weinger Arbeitsstunden bedeutet geringe Bestandsgröße, mangelnde Spezialisierung der Tierbetreuer
  • Zielvorgaben für den Gesundheitsstatus in der ökologischen Schweinehaltung Totgeburten: max.4% Verluste vor dem Absetzen: max. 12% Verluste nach dem Absetzten: max 4% Verlust in der Mast: max 2% anatomisch-pathologische Befunde in der Lunge.: 0% hochgradig, 5% mittelgradig und 15% geringgradig anatomisch-pathologisch: maximal 10% verworfene Leber
  • Welche Parameter sind bedeutend für die Wirtschaftlichkeit von Zuchtsauen- bzw. Ferkelerzeugungsbetriebe? Anzahl aufgezogener Ferkel pro Sau und Jahr Verkaufsgewicht und Qualität der Ferkel Arbeitszeitbedarf pro Sau und Jahr Futterkosten pro Sau und Jahr
  • Was sind die Wichtigsten Leistungsmerkmalen in der Schweinemast Mastleistung (Zuwachs und Futterverbrauch) Schlachtleistung (Schlachtgewicht, Qualität und Handelsklasse)
  • Was sind Eigenschaften einer normalen Geburt meist Nachmittags oder am Abend Nestbauverhalten anschwellende Scharmlippe und pralles Gesäuge Milchsekretion Seitenlage erste Wehe -> Rudern maximal 30 min. zwischen den Ferkel Geburtsende: Sau steht auf, kotet und frisst Nachgeburt spätestens 4 Stunden nach Geburt Bei Geburtsstockung -> Geburtshilfe
  • Warum Geburtsüberwachung? Wie stellt man eine problemlose Abferkelung sicher? Erstickung verhindern durch entfernen der Fruchtblase am die Rüsselscheibe Auskühlung verhindern durch abtrocknen und legen unter die Wärmelampe Eingreifen bei verzögerten Abferkelvorgang stellt ausreichend Kolostrumaufnahme sicher ABER: Das Eingreifen kann der Prozess verzögern und Infektionen begünstigen! kein zu frühes Eingreifen Gründliche Reinigung der Hände und Arme und Verwendung langer Einmalhandschuhe ausreichend Bewegungsraum für die Sau vor und nach der Geburt ruhige und ungestörte Umgebung für die Sau Raufuttergabe und Stroh
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  • Wie sollte das Geburtsgewicht sein? Was tun, wenn Ferkel leichter sind? unter 1000g "Intensivpatienten" um Auskühlung zu verhindern: Trockenreiben und Massieren Ansetzten oder Spritzer ins Maul melken ältere Geschwister für 2-3 Stunden ins Ferkelnest setzen Vitamincocktail Wursausgleich: so früh wie möglich, aber erst nach der Kolostrumaufnahme und möglichst die stärksten Tiere versetzen
  • Was ist genau der Wurfsausgleich und was muss man beachten? Anzahl der Ferkel anpassen an die Anzahl vorhandener funktionstüchtiger Zitzen Ferkelgewicht ausgleichen Aufzuchtergebnisse verbessern so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig möglichst alle Zitzen der Sau sollen stimuliert werden, um einen möglichst hohe Milchleitung zu erreichen Jungsau soll als Richtwert 12 Ferkel haben
  • Wie sollte das Ferkelnest sein? mindestens 30 grad keine Stufen oder Schwellen Mikroklima schaffen durch Lamellen und Vorhänge Nähe zum Gesäuge weiche, verformbare Unterlage etwa 1m²
  • Welche Maßnahmen sind im Abferkelstall nach der Geburt zu machen? Nachgeburt entfernen Kot entfernen (um orale Aufnahme zu verhindern, welches zu Durchfall führen kann) Stall und Auslauf trocken halten Nach Ausstallung gründlich reinigen und desinfizieren
  • Welche Maßnahmen sind in der ertsen und zweiten Lebendswoche zu erledigen? erste Lebenswoche: Eisenversorgung bis zum 3. Tag Schutzimpfung (3.-7. Tag): Mycoplasmen etc. Ohrmarken setzen zweite Lebenswoche (ohne Nakose): kopieren eines Teil des Schwanzes -> nicht BIO!!! Abschliefen der Eckzähne -> nicht BIO!!! Kastration -> bei Bio nur unter Betäubung und Schmerzmittelgabe vom Tierarzt
  • Maßnahen um Ferkelverluste zu minimieren Kolostrumaufnahme jeden Ferkels sicherstellen (Problem z.B. bei zu großen Würfen) keine kalte Umgebung, sonst liegen die Ferkel nah bei der Mutter Ferkelnest, Abweisbretter und Abweisbügel, um Ferkel vor dem Erdrücken zu bewahren Sauen sollte nicht zu schwer sein oder schwach auf den Beinen -> Erdrückung gut strukurierte Abferkelbucht 2,2m x 2,2m mindestens Geburtsüberwachung Geburt nicht stören Wurfausgleich Zur Nachzucht gute Sauen nehmen (viele Ferkel und wenig Verluste)
  • Was bedeutet 1. Sterilisation 2. Desinfektion 3. Konservierung Sterilisation = Abtötung aller Keime und Sporen für OP-Instrumente/Injektionslösung Desinfektion = dauerhafte Schädigung der Keime, Vermehrung nicht mehr möglich (nicht mehr Infektiös) Konservieren = Keimreduzierung: Pasteurisieren: Erhitzen bei 74°C; Tyndallisation: Mehrfaches Abkochen bei 100°C ; Sterilfiltration: Ausfiltern aller Keime, die an Partikel gebunden sind
  • Welche biologischen, chemischen und physikalischen Verfahren gibt es bei der Pathogenbekämpfung? Biologische Verfahren: Kompostierung: z.B. von Stallmist (Dung), durch mikrobielle Selbsterhitzung bei der Lagerung kommt es zu einer Erhitzung auf 55°C Sonnenlicht: Abtöten der Keime durch UV-Strahlung Physikalische Verfahren: Hitze: offene Flamme, Heißluft, Feuchter Dampf, kochendes Wasser Bestrahlung: Ultralviolettes Licht, Ionisierend Chemische Verfahren: Alkohl Aldehyde Chlor Phenol/Kresole (v.a. gegen Wurmeier) Säuren und Laugen Peroxide ....
  • Was sind die Einflussfaktoren auf die Wirksamkeit des Desinfeektionsmittel? Art/Menge/Einwirkzeit Luftfeuchte und Abtrockung Wasserhärte Umgebungstemperatur: Kältefehler Reinheitsgrad: Eiweißfehhler, ph- Wert und Beschaffenheit der Fläche
  • Wie kann man bei Gülle die Geruchsbildung reduzieren? Biologisch: Belüftung, Flüssigkompostierung, Biogaserzeugung thermisch: natürliche/künstliche Trocknung, Abdampfen im Vakuum Mechanisch: Zentrifugation, Filtration, Homogenisierung chemisch Elektrochemisch: oligolyse, Elektro-M Verfahren