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MedienKE (Fach) / Ke_3.1 (Lektion)

Ke_3.1

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  • Struktur und Funktion des menschlichen Gedächtnisses: Modales Modell Sensorischer Input⇓Sensorisches Gedächtnis⇓                              Kurzzeitgedächtnis ⇒ ⇒⇒ ⇒ Reaktion⇓Langzeitgedächtnis
  • Begrenzung des Aufmerksamkeitsfokus (des Embedded Processing Model of Working Memory von Cowan) Kapazität 4±1 wird durch viele Befunde nahegelegt Ikonisches Gedächtnis: Grenze für Ganzlistenreport Maximale Clustergröße beim freien Abruf Subitizing (Simultanerfassung einer kleinen Anzahl von Items) Multiobject Tracking Obergrenze beim Absoluturteil Optimum beim Memorieren und Tippen von Zahlen Zeit Vigilanzdekrement
  • Begrenzung der Aktivierung (des Embedded Processing Model of Working Memory von Cowan) Kapazität: vermutlich unbegrenzt Zeit: plausibel, aber empirisch sehr schwer eindeutig zu belegen
  • Ein Wort zu Gedächtnissystemen: was ist unkontrovers, was ist schwieriger Unkontrovers: Langzeitgedächtnis vs. Arbeitsgedächtnis vs. Fokus der Aufmerksamkeit Schwieriger: Unterteilung in verschiedene Subsysteme für spezifische Stimuluskategorien
  • Gedächtnissystemen werden unterteilt in Deskriptive Ebene Funktionale Ebene Neuronale Ebene
  • Deskriptive Ebene: Unterscheidung der Gedächtnissysteme... Aufgrund unterschiedlicher Anforderungen der Gedächtnisaufgabe oder des zu verarbeitenden Materials Prinzipiell beliebige Formen von Gedächtnis unterscheidbar: Gedächtnis für Telefonnummern Implizites Gedächtnis ....
  • Implizites Gedächtnis ist... Rein deskriptiv, kein eigenes „Gedächtnissystem“ nur eine Art von Test
  • Implizites Gedächtnis -- Prüfverfahren Täuschungsorientierte Prüfverfahren Berühmtheitsurteile Präferenzurteile Wahrheitsurteile Lautheitsurteile Objektentscheidung Buchstabieraufgaben Perzeptuelle Identifikation Leistungsorientierte Prüfverfahren Wortstammergänzung Wortfragmentergänzung Wissensfragen Freie Assoziation Wortassoziation Kategorienassoziation Ersparnismethode
  • Implizites Gedächtnis -- Ebbinghaus unterscheidtet: bewusstes, willentliches Erinnern bewusstes, unwillentliches Erinnern unbewusstes, unwillentliches Erinnern
  • Implizites Gedächtnis • Zentral für Werbung, weil... Zentral für Werbung, weil meist die Erfahrung mit Werbung einer inzidentellen Lernsituation und der Effekt von Werbung einer impliziten Testsituation (der Verhaltensbeeinflussung) entspricht
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  • Implizites Gedächtnis: Aktivation von Konzepten Exposition: Warten in einem „Warteraum“ mit „Radioreportage“• Gruppe 1: „Nierenspende“• Gruppe 2: „Schreckliche Gräueltat“ Test: Gruppe 1 spielt kooperativer als Gruppe 2 im  Prisoner Dilemma Game Exposition: Personen lösen Puzzles mit in einer Buchstabenmatrix „eingebetteten“ Automarken, die gefunden werden sollen Die Autos sind extrem oder mäßig billig oder teuer Test: In einem scheinbar ganz anderen Experiment soll der Preis eines unbekannten Wagens in einer Anzeige beurteilt werden klare Ergebnisse nur bei Leuten, die sich mit Autos auskennen extrem bilig o teuer: Kontrasteffekt : Auto wird relativ teuer o relativ billig geschätzt mäßig billig o teuer: Assimilation : Auto wird auch relativ billig  o als teuer eingeschätzt
  • Funktionale Ebene Unterscheidung aufgrund unterschiedlicher Funktionsweisen Standardmethode, aber problematisch: Einfache und doppelte Dissoziationen Beispiel: Episodisches versus semantisches Gedächtnis
  • Falsche Erinnerungen -- Studie InsgesamtErinnern mit Details (Aussprache, Lautheit,...)Wissen ohne Details aus der Lernphase y-Achse: Wiederkannt in % xAchse: 2 min vs 24 h, jeweills für Gehörte Wörter, Kritisches, nicht gehörtes Wort und Distraktoren Die falschen „Erinnerungen“ weisen alle Charakteristika echter Erinnerungen auf; hier wird also nicht einfach nur geraten
  • Klassische Erklärung für falsche Erinnerungen Aktivation durch benachbarte Konzepte im semantischen Gedächtnis
  • Episodisches versus semantisches Gedächtnis ? kritisch Gedächtnistest fordert die Erinnerung an eine bestimmte Lernepisode, also das „episodische Gedächtnis“ Aktivation geschieht im „semantischen Gedächtnis“ Wieso zeigen sich massive Effekte des „semantischen Gedächtnisses“ im „episodischen Gedächtnis“, wenn es sich um funktional verschiedene Systeme handelt?
  • Neuronale Ebene Unterscheidung aufgrund unterschiedlicher beteiligter Hirnstrukturen Kann von funktionaler Ebene vollkommen unabhängig sein, wird aber oft gleichgesetzt Beispiel: Gedächtnis für Gesichter
  • Funktionaler, prozessorientierter Ansatz Verarbeitungstiefe Transfer-angemessene Verarbeitung
  • Transfer-angemessene Verarbeitung je eher die Prozesse der Lernphase in der Testphase ablaufen, desto besser die Leistung
  • Transferangemessene Verarbeitung -- Variante: je mehr Information aus der Enkodierphase beim Abruf präsent ist, desto besser die Leistung
  • Transferangemessene Verarbeitung -- Empirisch: Kontexteffekte Taucherstudie Godden & Baddeley (1975, 1980)
  • Transfer-angemessene Verarbeitung: Es kann genügen,... sich den Kontext vorzustellen (wichtig für Zeugenaussagen) y.Achse: Abruf im LernraumAbruf in anderem Raum, denke an Lernraum + FotosAbruf in anderem Raum, denke an LernraumAbruf in anderem RaumAbruf in anderem Raum, denke an Raum zuhause x-Achse: Anzahl korrekt erinnert
  • Tiefe versus Transfer-Angemessenheit Natürlich gibt es Kontext-Effekte (positive Effekte Transfer-angemessener Verarbeitung) Aber semantische Verarbeitung führt zu bester Leistung bei vorhandener Transfer-Angemessenheit
  • Transfer-angemessene Verarbeitung -- Warum ist semantisch besser? häufiger relevant erleichtert Organisation erleichtert Elaboration
  • Wissensstrukturen Kategorien vs Skripts Kategorien Abstraktion von Prototypen Beurteilung von Exemplaren nach Ähnlichkeit zu Prototypen Skripts Kategorien mit zeitlicher Dimension