10

7. Diagnostische Grundlagen (Fach) / 7.3 Grundbegriffe der Diagnostik (Lektion)

s.o.

Diese Lektion wurde von KristinaStuntebeck erstellt.

Lektion lernen

  • Diagnose, Klassifiktion, Selektion, Screening Diagenose: Unterscheidende Bestimmung einer Erkrankung durch die sie kennzeichnenden Merkmale Klassifikation: Auftteilung von Elementen in Klassen anhand gemeinsamer Merkmale Selektion: Auswahl eienr Zahl von Personen aus einer Grundgesamtheit Screening: Siebetest
  • Formen und Arten von Diagnostik (3+3) Diagnostik kann Hintgergründe / Kontexte syptomatischen Erlebens mitberücksichtigen:  Funtionale Diagnostik: z.B. in Form der funktionalen Bedinungsanalyse der SORCK-Analyse Ätiologische Diagnostik: lebensgeschichtliche Entstehungsbedingungen Dekriptive Diagnostik: Orientierung an beobachtbaren Symptomen  Aber auch die Art der Diagnostik kann verschieden sein:  Klassifikatorische Diagnostik: "Vom Symptom zum Syndrom"-Diagnose Kategoriale Diagnostik: Schubladenbildung Dimennsionale Diagnostik: mehr oder weniger Modell (Einordnung auf einer zweipoligen Skala)
  • Dianoseformen Lebenszeitdiagnose: berücksichtigt Vorgeschichte mit allen Störungsepisoden Querschnittsdiagnose: berücksichtigt nur die akute Episode und vernachlässigt den Verlauf Differenzialdianose: Zuordnung von Symptomen zu einem Störungsbild bei gleichzeitiger Abgrenzung gegen einen anderen Verdachts- oder Aufnahmediagnose: im Gegensatz zur gesicherten Diagenose
  • Indikation regelgeleitete Zuordnung zwischen Therapeut, Patient und Methode - differenzielle = Indikation vor Therapiebeginn - adaptive = Anpassung während des laufenden Therapieprozesses 
  • Prognose Voraussage des zu erwartenden Therapieergebnisses.  Indikatoren für eine gute Prognose sind Leidensdruck Veränderungsbereitschaft Introspektionsfähigkeit Frustrationstolernz erhaltene Ich-Grenzen verhandene Ressourcen fehlende Chronifizierung präziser Auftrag
  • Therapiebeendigung wenn das Ziel erreicht oder als nicht erreichbar anerkannat wurde 
  • Leitlinien Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) Empfehlung für die hinsichtlich der Diagnostik und Therapie Notwendige, Nützliche und Obsolete
  • Diagnostische Methoden in der Reihenfolge ihrer Güte Eigen- und Fremdanamnese Testverfahren (Leistungs- und Persönlichkeitstest / psychometrische und projektive Test / standartisiete und nicht standartisierte Test) Fragebögen (Selbst oder Fremdeinschätzung / störungsspezifisch oder störungsübergreifend) Interviewverfahren (standartisiert / strukturiert oder halb standartisiert / unstandartisiert) Verhaltensbeobachtung (Selbst vs. Fremdbeobachtung / systemische Beobachtung / Teilenehmende oder nicht teilnehmende Beobachtung / Quantitative oder qualitative Beobachtung) Apparative Verfahren (weitestgehend objektjive Erhebung dianostischer Maße) 
  • Gütekriterien diagnostischer Verfahren: Die 3 Hauptgütekriterien OBJEKTIVITÄT (Interpretationsobjektivität) Wenn ich eine Tafel Schokolade auf eine Waage lege und diese 100 Gramm anzeigt, solten sowohl ein PA als ein VT übereinstimmend zu dem Schluss kommen, dass die Tagel 100 Gramm wiegt  RELIABILATÄT (Grad der Genauigkeit und Zuverlässigkeit einer Messung) Wenn ich meine Tafel zweimal hintereinander auf die Waage lege, sollte sie immer 100 Gramm anzeigen, wenn meine Waage eine gute ist und ich nicht genacht habe (Retest-Reliabilität) Retest-Reliabiliätt: wiederholte Messungen zum gleichen Ergebnis Interrater-Reliabilität: verschiedener Beurteiler zum gleichen Ergebnis  RELIABILITÄT ist durch systematische Minimierung von Messfehlern zu erhöhen.  VALIDITÄT (Grad der Gültigkeit einer Messung)  Selbst wenn meine Waage objektiv und zuverlässig eine 100 anzeigt, wenn ich die Schokoladentafel drauflege, ist dies kein valides Verfahren, um das theoretische Konstrukt "Geschmack" zu erfassen (Inhaltsvalidität) INHATLSVALIDITÄT: Worum geht´s? liegt vor, wenn der Test die bestmögliche Operationalsierung des zu messenden Merkmals darstellt und dies in alen Facetten abbildet lässt sich nicht objektiv messen, sondern wird durch ein Expertenrating ermittelt KONSTRUKTVALIDITÄT: Wie aufgebaut? Messdaten von Verfahren, dies dasselbe Konstrkut (z.B. Depressivität) erfassen, müsen hoch miteinander korrelieren (konvergente Validität) Messdaten von Verfahren, die verschiedene Konstrukte erfassen (z.B. Depressivität und Intelligenz) sollten nur niedrig miteinander korrelieren (diskriminante Validität) KRITERIUMSVALIDITÄT: Nach welchen Kriterien? Grad der Übereinstimmung von Messergebnissen mit einem empirischen, praxisrelevanten Außenkriterium (z.B. Übereinstimmung des Ergebnisses eines Assessment-Centers mit späterem beruflichen Erfolg). Wird dieses Kriterium zeitlich erhoben spricht man von konkurrenter Validität, liegt es in der Zukunft (vgl. Assessment) spricht man von prognostischer Validität.  Es gitl die Regel: Ohne Obektivität keine Reliabilität, ohne Reliabilität keine Validität. Neben diesen drei Hauptgütekriterien existieren noch Nebengütekriterien:  Testfairness Zumutbarkeit Testökonomie Normierung Nützlichkeit
  • Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler (10) HALO-Effekt: hinterhältige Fragen haben Fehler zur Folge PRIMACY-Effekt: die ersten angenommenen Informationen werden stärker gewichtet RECENCY-Effekt: die letzten aufgenommenen Informationnen (dto.) SOZIALE ERWÜNSCHTHEIT TENDENZ ZUR MITTE TENDENZ ZUR MILDE / HÄRTE (Extremwerte) AKQUIESZENZ: inhaltsunabhängige Zustimmungstendenz RECALL-Effekt: in Erinnerung erscheinen Dinge deutlich positiver/negativer ROSENTHAL-Effekt (Versuchsleiter-Effekt): self-fulfilling-prophecy ÄHHNLICHKEITSFEHLER: Fremdzuschreibung eigener Eigenschaften
Anzeige