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Klinische Psychologie 1 (Fach) / Psychotherapieforschung (Lektion)
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- Deskription Prozessforschung (Was passiert bei der Psychotherapieforschung?)
- Evaluation Outcomeforschung (Ergebnisermittlung; Erforschung von Ergebnissen durch eine Intervention)
- Explanation Prozess-Outcomeforschung (Welche Wirkungen werden erzielt? Eine Verbindung zwischen Prozessen und Wirkung finden)
- Was war der Ansatz von Eysenck's Kritik an der Psychotherapieforsdchung? Und das Ergebnis? Vergleich berichteter Erfolgszahlen psychotherapeutisch-/psychoanalytischer Behandlungen mit „Spontanremission“ (24 Studien) Ergebnis: Innerhalb von 5 Jahren legen sich bei 90% der Patienten die Beschwerden auch von alleinPsychotherapie kann diesen Prozess zwar etwas beschleunigen, aber erhöht diese Rate nicht.Eysenck‘s Schlussfolgerung: „Die therapeutischen Wirkung ist klein oder existiert nicht!“
- Was war der Grund für Unterschiede im Behandlungserfolg in den 50er/60ern? Patientenmerkmale
- Was war der Grund für die Unterschiede im Behandlungserfolg in den 60ern/70ern? Therapeutenvariablen (GT) & Therapietechnik (VT) → nicht nur Therapiemethoden mit unbehandelten Gruppen vergleichen, sondern Therapiemethoden untereinander: Welche Methode wirkt besser? Smith, Glass & Miller (1980): erstmals Effektstärke berechnet
- Ab wann ist eine Effektstärke nach Cohen klein, mittel bzw. groß? klein: .20 - .50 mittel: .50 - .80 groß: > .80
- Effektstärkemaß für standarsisierte Mittelwertsunterschiede zwischen 2 Gruppen (Mittelwert der EG - Mittelwert der KG) / Standardabweichung + die Effektstärke ist unabhängig von der Stichprobengröße
- Uniformitätsmythen nach Kiesler, 1966 (70er/80er) "es gibt nicht den Patienten, den Therapeuten, die Therapie, den Outcome ‐ denn das alles sind Variablen mit Varianz"
- Fragestellungen in den 70er/80ern Uniformitätsmythen (Kiesler, 1966): es gibt nicht den Patienten, den Therapeuten, die Therapie, den Outcome ‐ denn das alles sind Variablen mit Varianz Gründe für Unterschiede im Behandlungserfolg = Interaktionen der einzelnen o.g. Variablen (Bausteine) Trend: unabhängig von Therapieschulen nach relevanten Merkmalen suchen und deren Interaktion erforschen Frage: Welche Therapie, durch wen angewandt, bewirkt unter welchen Bedingungen bei welchen Patienten welche Effekte? Erste Versuche, empirisch gesicherte Kriterien für die differenzielle Indikationsstellung herauszuarbeiten
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- Fragestellungen in den 80ern/90ern Viele Kombinationsmöglichkeiten, uneinheitliche Methodik und theoretische Basis der Studien machen die Befundlage unübersichtlich Vorschlag: Man sollte zuerst besser verstehen (durch eine verbesserte zugrundeliegende Theorie), warum etwas wirkt, bevor man es wirklich verbessert. Warum wirkt Psychotherapie ? Outcomeforschung alleine reicht nicht Prozessforschung alleine reicht auch nicht getrennte Traditionen von Prozess‐ und Outcomeforschung müssen zueinander in Beziehung gesetzt werden
- Wo geht es jetzt hin? wisschenschaftliche fundierte Ansätze Kosten/Nutzen-Analysen Überwindung schulenspezifischer Ansätze hin zu einer wissenschaftlich – fundierten Therapie Nicht Konkurrenz, sondern Berücksichtigung sowohl störungsspezifischer als auch allgemein‐psychotherapeutischer Aspekte Berücksichtigung individueller Aspekte und Problemkonstellationen (persönliche Wünsche der Pat. an Therapie) Berücksichtigung gesundheitspolitischer und ökonomischer Aspekte (Orientierung an Krankheitsbegriff; Therapiedauer; Optimierung von Kosten‐ Nutzen‐Relation etc.)
- Was waren die Gründe für die Unterschiede im Behandlungserfolg in den 70ern/80ern? Interaktion der einzelnen Variablen: Patient, Therapeut, Therapie, Outcome
- 4 grundlegende psychotherapeutische Wirkprinzipien nach Grawe (1998) Bewältigungskompetenz motivationale Klärung Problemaktualisierung Ressourcenaktivierung
- Was sind die Merkmale von störungsspezifischen Therapien? Trend zur Spezialisierung durch Verbesserung der klassifikatorischen Diagnostik Therapieverfahren für spezifische Störungen bessere Einbindung störungsbezogenen Wissens gibt es bisher so noch nicht
- Was sind Merkmale von "Manualisierung von Therapien"? Kriterien und Materialien für die konkrete Durchführung von Therapien (d.h. Darzulegen, was man macht → Therapieverfahren sind lehrbar!)
- Merkmale von "Personalisierung von Therapien" „Tailored treatment“ (maßgeschneidert) für spez. Problemstellungen innerhalb eines Störungsbildes (z.B. Therapie für eine Schmerzstörung auf individuellen Beschwerden)
- Merkmale von „Evidence Based Medicine“ Kriterien zur Beurteilung der Wirksamkeit von bestimmten Behandlungen
- Was sind die Trends zu den ökonomischen Anforderungen in der Therapieforschung? Trend zu kürzeren, preiswerteren, aber dennoch belegbar wirksamen Therapien (z.B. spezielle kognitiv‐verhaltenstherapeutische oder psychodynamische Kurztherapien)
- Nehmen wir einmal an, ich möchte die Wirksamkeit einer Psychotherapieform nachweisen. Was müsste ich beachten ? Verfahren muss beschreibbar, vermittelbar, sicher und risikoarm sein. Es muss verlässlich replizierbar sein (unterschiedliche Therapeuten). Einsatzbereich (Störungs‐/Patientenmerkmale) muss erkennbar sein. Die Veränderung muss messbar sein im Vergleich zu (a) Personen ohne diese Intervention, (b) Personen mit anderen Verfahren. Es sollte ökonomische Vorteile bieten.
- Was sind mögliche Desings, um die Wirksamkeit einer Psychotherapie zu erforschen? Fallstudien (eher: hypothesengenerierende Form der Evaluation, Machbarkeit) Kontrollierte Fallstudien (aufschlussreicher, Schlussfolgerungen durch N=1 begrenzt) Prä-Post Gruppenstudien (eher: Qualitätssicherungsmaßnahme) Warteliste- oder Therapie-Kontrollstudien (Guter Standard, aber Zuteilung kann bias enthalten) Randomisierte Kontrollgruppenstudien = RCT ((Randomized Controlled Trial), zufällige Zuteilung auf Gruppen (Goldstandard)) zu (z.B. ist die Flugexpostion bei Flugangst machbar → einen Patienten in ein Flugzeug nach Signapur setzen? → eher nicht machbar) - geschichtlich oftmals die frühe Forschung zur Evaluation gewesen - ich überlege mir eine Behandlung und wende sie am Patienten an und stelle fest: „Wow, da ist ganz viel passiert“ und beschreibe dies systematisch und veröffentliche das in einer Fachzeitschrift (Freud: erst esystematische Fallstudien) - durchaus schon experimentelle Ansatzweise, einzelne Designs, die systematische Messphasen haben (z.B. A-B-A-B-Designs)- Messstrecken werden vorher überlegt- wir nutzen diese Strategie oft in der Therapie selbst mit den Patienten (wir vermitteln dem Patienten eine Technik und sagen dem Patienten, dass er selbst beobachten/testen soll, wie die Technik bei ihm wirkt) wir setzen Evidenzbasierte Therapie ein und überprüfen, ob diese Therapie in der Ambulanz auch wirkt. Bsp.: Innerhalb einer Klinik wird überprüft: Nimmt die Angstsymptomatik ab in einem bestimmten Zeitraum in der Ambulanz? Intervention in Klinik A, keine in Klinik B (Aber: ist die Intervention wirklich nur auf die Intervention zurückzuführen?) → sind die Patieten in Klinik A vergleichbar mit Klinik B? (systematische Verzerung)
- Wie nennt man die RCT-Studien noch? Efficacy Studien, da wir mit den RCT-Sudien die Wirksamkeit einer Therapie erforschen wollen
- Phasen der Therapieforschung (Phasen 1,2,3,4) Einzelfallstudien → Wirkungsbeobachtungen, Hypothesentesten Prä-Post-Designs → Haupteffekt, potentielle Nebenwirkungen (größere Gruppen) RCTs (Therapiestudien mit experimentellen Design (Randomisiert-kontrollierte Studien); Vergleichsstudien ("efficacy") Evaluation im natürlichen Setting unter "Routinebedingungen" ("effectiveness")
- Warum sind RCT-Studien so wichtig? um verzerrende Einflussfaktoren zu kontrollieren
- Ergebnisse der Studie von Ioannidis (2005, JAMA) zur Stabilität von Ergebnissen aus Therapiestudien in Abhängigkeit vom Design, die über 1000x zitiert wurde Bei 9 von 39 RCTs musste das Ergebnis in Nachfolgestudien korrigiert werden Bei 5 von 6 Non‐RCTs, aber hochwertigen Gruppenvergleichsstudien musste das Ergebnis in Nachfolgestudien revidiert werden Fazit: RCTs erbringen die verlässlicheren Aussagen zur Wirksamkeit von Interventionen
- 1. Wie kann man sich eine Plazebo-Therapie verstehen? 2. Was wird dabei kontrolliert? Patient soll etwas machen in der Therapie, aber nicht das bekommen, was für die Veränderung bedeutsam ist • Erwartungseffekte• Aufmerksamkeitszuwendungen• Rahmenbedingungen einer Untersuchung• Freundlichkeiten gegenüber den Behandlern• Zustimmungstendenzen• Einschlussbias• Spontanbesserungen• anderen unspezifischen Aspekten einer Intervention
- Welche typischen Beispiele von plazebo-ähnlichen Untersuchungsdesigns gibt es? Bibliotherapien (Broschüren, Selbsthilfebücher, Ton‐ , Videobänder, CDs) Vorträge mit Diskussionsrunden (oft mit Broschüren und Medien) Gruppentreffen (soziale Begegnung und Austausch gleichermaßenBetroffener, Anwesenheit eines Gruppenleiters) Entspannungsverfahren (als unspezifische, psychohygienische Maßnahme) Klinische Routine, Kurzkontakte (Arztkontakte, Visiten, klinisches Managementmit festgelegten erlaubten Interventionen) Übliche und bewährte Routinebehandlung (Standard)
- Metaanalyse von Lambert und Bergin (1994) zu Effektstärken von Plazebo in der Psychotherapieforschung: 1. Wo liegt die durchschnittliche Effektstärke für jegliche Formen spezifischer Psychotherapie im Vergleich zu keiner Behandlung? 2. Wo liegt die Wirksamkeit der Plazebobedingung für Psychotherapie im Vergleich zu keiner Behandlung? jegliche Form von Psychotherapie ↔ keine Behandlung: d = 0.82 (großer Effekt) Placebo ↔ keine Behandlung: d = 0.42 (kleiner Effekt)
- Was ist neu bei den Ebenen von Messvariablen in der Therapieforschung? dass die Nebenwirkungen einer Therapie mit berücksichtigt werden
- Was sind die Ebenen der Messvariablen in der Therapieforschung? Ursasche, Defekt, Prozess Symptomatik Folgen der Erkrankung (z.B. Einschränkungen bei der Arbeit,...) Nebenwirkungen (NEU) (irgendwelche aversiven Ereignisse)
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- Was ist die Researcher Allegiance (RA)? Die Überzeugung des Forschers von der Überlegenheit einer Therapieform
- Wie groß ist die researcher allegiance (RA) auf Ergebnisse der Psychotherapieforschung? (Metaanalyse von Munder et al. (2013). Und : wie kann der Einfluss vermieden werden? Der mittlere Zusammenhang zwischen RA und Therapieeffekt mit r=.26 signifikant. RA klärt im Mittel 6,9% der Varianz auf. Es handelt sich um einen robusten und substantiellen Zusammenhang. Forscher sollten den RA‐Bias vermeiden, z.B. durch die Durchführung von Vergleichsstudien in gemischten Forscherteams, in denen konkurrierende Verfahren gleichermaßen gewissenhaft umgesetzt werden sollten
- Probleme bei vergleichender Psychotherapieforschung hinreichende Teststärke (Power), um einen (den erwarteten) Unterschied auch nachweisen zu können Vergleichbarkeit der Samples Vergleichbarkeit der Settings Vergleichbarkeit des Anteils spezifischer und unspezifischer Wirkfaktoren Manual‐Präzision Manualtreue der Therapeuten/‐innen, „treatment integrity“/ „treatment fidelity“ Erfahrung der Therapeuten/‐innen Persönliches Überzeugtheit der Therapeuten; Bias der Studienleiter, „researcher allegiance“ Glaubhaftigkeit des Treatments; „Modetrends“
- Was sind die sog. CONSORT-Kriterien? Was alles berichtet werden muss, wenn eine Studie gemacht wird CONSORT = Consolidated Standards of Reporting Trials statement (dt. = Stellungnahme zu konsolidierten/vereinbarten Standards für den Bericht von Studien/Experimenten)
- Wofür ist die Dropout-Rate-Angabe wichtig bei den CONSORT-Kriterien? um zu sehen wie akzeptabel eine Behandlung ist. (Vielleicht ist die Behandluung zwar wirksam, aber nur ganz wenige Patienten halten sie bis zum Ende durch)
- Was ist Evidenzbasierte Medizin (EbM)? Der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten.
- Die drei Säulen der EbM (Evidenz basierten Medizin) individuelle klinische Erfahrung Werte/ Wünsche des Patienten aktueller Stand der klinischen Forschung
- Was sind die 8 Hauptbereiche nach denen kontrollierte Psychotherapiestudien ausgewertet werden? (nach der Metaanalyse von Grawe et al., 1994). Klinische Relevanz Interne Validität Güte der Information (Vollständigkeit: Bsp.werden auch SD und nicht nur Mittelwert berichtet?) Vorsicht bei der Interpretation Reichhaltigkeit der Messung Güte und Reichhaltigkeit der Auswertung Reichhaltigkeit der Ergebnisse
- Kriterien für wissenschaftlich fundierte Psychotherapien nach APA I. Mindestens zwei fundierte Gruppenuntersuchungen, die von verschiedenen Forschern bzw. Forschergruppen durchgeführt wurden und die Wirksamkeit der Therapie durch mindestens einen der folgenden Nachweise belegen: Therapieform ist anderer Therapieform oder Placebo überlegen In Studien mit adäquater statistischer Power (N>30 pro Gruppe) wird Vergleichbarkeit mit einer gesicherten Therapie nachgewiesen II. Eine große Anzahl von Einzelfallstudien, welche die Wirksamkeit der Therapie belegen. Die Studien müssen: einen experimentellen Versuchsplan haben die Wirksamkeit mit einer anderen Therapieform vergleichen Weitere Kriterien für I und II: Die untersuchten Therapien müssen auf Behandlungsmanualen basieren Charakteristika der jeweiligen Stichproben müssen klar beschrieben sein
- Was sind Kriterien für „Probably efficacious treatments“? Therapie in ≥ 2 Studien effektiver als Warte‐KG oder in 1 Studie Überlegenheit gegenüber Plazebo/gleich etablierte Therapie
- Ziele der CC (Cochrane Collaboration) Hochwertige, systematische Reviews zu sämtlichen therapeutischen Fragestellungen in der Medizin erstellen diese durch leichte Zugänglichkeit zu verbreiten diese regelmäßig zu aktualisieren (mind. alle 5 Jahre)
- Was ist die Cochrane Collaboration (CC)? Cochrane ist ein globales unabhängiges Netzwerk von Ärzten, Wissenschaftlern und Patientenvertretern. Ziel ist es, aktuelle medizinische Informationen und Evidenz zu therapeutischen Fragen allgemein verfügbar zu machen und damit allen Akteuren im Gesundheitswesen Entscheidungen über Behandlungsmöglichkeiten zu erleichtern und Patienten aufzuklären und zu beraten.
- Evidenzstufen: Agency for Health Care Policy and and Research (u.a. Basis für Cochrane‐Reviews) Ia Evidenz aufgrund von Metaanalysen randomisierter kontrollierter Studien Ib Evidenz aufgrund mindestens einer randomisierten kontrollierten Studie IIa Evidenz aufgrund mindestens einer gut angelegten kontrollierten Studie ohne Randomisierung IIb Evidenz aufgrund mindestens einer gut angelegten, quasi‐experimentellen Studie III Evidenz aufgrund gut angelegter, nicht‐experimenteller deskriptiver Studien (z.B. Fall‐Kontroll‐Studien) IV Evidenz aufgrund von Berichten/Meinungen von Expertenkreisen, Konsensus‐Konferenzen und/oder klinischer Erfahrung anerkannter Autoritäten
- Was sind Therapie-Leitlinen? Leitlinien sind systematisch entwickelte Aussagen, die den gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand wiedergeben, um die Entscheidungsfindung von Ärzten und Patienten für eine angemessene Versorgung bei spezifischen Gesundheitsproblemen zu unterstützen. Ihr vorrangiges Ziel ist die Verbesserung der medizinischen Versorgung durch die Vermittlung von aktuellem Wissen. Leitlinien formulieren klare Handlungsempfehlungen, in die auch eine klinische Wertung der Aussagekraft und Anwendbarkeit von Studienergebnissen eingeht. Leitlinien sind als „Handlungs‐ und Entscheidungskorridore“ zu verstehen. Die Anwendbarkeit einer Leitlinie oder einzelner Leitlinienempfehlungen muss in der individuellen Situation geprüft werden nach dem Prinzip der Indikationsstellung, Beratung, Präferenzermittlung und partizipativen Entscheidungsfindung.
- Was ist die "number needed to treat"? Ein Indikator, um zu sagen, wie viele Personen an einer Behandlung teilnehmen müssen, um am Ende das definierte relevante klinische Kriterium zu erreichen.
- Nenne die Evidenzgrade der Therapie-Leitlinien S3: evidenz- und konsensbasierte Leitlinien S2k: evidenzbasierte Leitlinie S2e: konsensbasierte Leitlinie S1: Handlungsempfehlungen von Expertengruppen zu repräsentatives Gremium, systematische Recherche, Auswahl und Bewertung der Literatur, strukturierte Konsensfindung systematische Recherche, Auswahl und Bewertung der Literatur repräsentatives Gremium, strukturierte Konsensfindung Konsensfindung in einem informellen Verfahren
- Was bedeutet eine Control Event Rate von 0.78 (CER = 0.78)? (wichtig bei der Interpretation von Effektgrößen bei Cochrance Reviews) 78% der Patienten aus Plazebogruppe sind nicht remittiert (remittieren = vorübergehend nachlassen)
- Was bedeutet eine Experimental Event Rate von 0.55 (EER = 0.55)? (wichtig bei der Interpretation der Effektgrößen von Cochrance Reviews) 55% der Patienten aus Experimental‐Gruppe sind nicht remittiert (die das treatment bekommen haben)
- Was bedeutet eine Relative Risk Reduction von 0.29 (RRR = (CER-EER)/CER =0.29)? (wichtig bei der Interpretation der Effektgrößen von Cochrance Reviews) Im Vergleich zur Placebogruppe konnte durch das treatment das Persistieren der Symptomatik um 29% gesenkt werden.
- Was bedeutet eine Absolute Risk Reduction von 0.23 (ARR = CER-EER=0.23)? (wichtig bei der Interpretation der Effektgrößen von Cochrance Reviews) Durch das treatment wird das Persistieren um 23% Punkte gesenkt (d.h. bei 23 von 100 behandelten Patienten).