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13. Organsysteme und deren Erkrankungen (Fach) / 13.3 Herz (Lektion)

Aufbau, Funktion, Blutkreislauf, EKG

Diese Lektion wurde von KristinaStuntebeck erstellt.

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  • Herzaufbau Herz als kräftiger großer Hohlmuskel Herzscheidewand teilt in zwei Hälften mit je einem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel) Verhinderung des Rückstromes durch 4 Klappen: Segelklappen und Taschenklappen Herzmuskel selbser wird durch die Herzkranzgefäße (Koronoargefäße) mit Blut versorgt. 
  • Herztätigkeit in 2 Phasen 1. Muskulatur der beiden Vorhöfe zieht sich zusammen, Blut wird in die erschlaffen Herzkammern gedrückt.  2. Muskulatur der Herzkammern zieht sich zusammen, Blut wird aus den Herzkammern in die Arterien gedrückt.  Linke Herzkammer ausgehend: Blut in die Körperarterie Rechten Herzkammer ausgehend: Blut in die Lungenarterie Sinusknoten = Taktgeber des Herzens (Regulation der Herztätigkeit, hier entstehen elektrische Erregungen)
  • Der Blut- und der Lungenkreislauf (doppelter, geschlossener Blutkreislauf) Körperkreislauf: linke Herzkammer, über Körperarterie und Körperkapillaren (hier: Stoffaustausch zwischen Blut und Köperhzellen) in die Körpervenen und von dort aus zur rechten Vorkammer. Lungenkreislauf: rechte Herzkammer, über Lungenarterie und Lugenkapillaren (hier: Kohlendioxid an die Lungenbläschen abgegeben und Suaerstoff in das Blut aufgenommen), sauerstoffreiche Blut durch die Lungenvenen in die linke Vorkammer und von dort aus in die linke Herzkammer.  
  • Herzleistung Schlagvolumen: in Ruhe ca. 70ml in der Systole in die Arterie ausgeworfene Blutvolumen Herzvolumen: pro Minute vom Herzen geförderte Blutmenge (in Ruhe 5 Liter) Herzfrequenz: Anzahl der Schläge pro Minute (in Ruhe ca. 70) Gefäßwiderstand: Strömungswiderstand, den das Gefäßsystem dem Herzen entgegensetzt
  • EKG: Elektro-Kardio-Gramm Elektrische Spannungsänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche messen. Das EKG misst die Herzfrequenz und -rhtythmus und es ergibt sich ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion.  P-Welle = Vorhoferregung (durch Sinusknoten) QRS-Komplex = Kammererregung T-Welle = Erregungsrückbildung in der Kammer
  • Blutdruckmessung Der systolische arterielle Druck = maximale Kontraktion des Herzmuskels = Indikator für die Auswurfleistung des Herzens (sobald sich das Herz entspannt, sinkt der arterielle Wert auf den zweiten) Der diastolische arterielle Druck = dem Dauerdruck im arteriellen Gefäßsystem (Gefäßablagerungen => Veränderung der Widerstandsverhältnisse => Anstieg arterieller Druck)
  • Blutdruckmessung nach Riva-Rocci Manschette drückt die Oberarmarterie ab, dann langsames Absenken des Drucks => Hören, wann der systolische Druck den Manschettendruck überwindet (Strömungsdruck): das ist der systolische Wert. Wenn kein Strömungsgeräusch mehr zu hören ist, ist der Druck unter den diastolischen Druck gefallen.  Normal: 120/80 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule)
  • KH: Metabolisches Syndrom ("Das tödliche Quartett") Hypertonie Diabetis mellitus, Typ II Adipositas (insbesondere Bauchfett) Fettstoffwechselstörung
  • KH: Bluthochdruck (Hypertonie) > 140/90 mm Hg => erhöhtes Risiko für Schlaganfälle und Herinfarkte
  • KH: Koronare Herzkrankheiten (KHK bzw. ischämische Herzkrankheiten) fortschreitende Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronararterien), meist aufgrund arterioskleroser Veränderungen, häufigste Todesursache in den Industrienationen
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  • KH: Arteriosklerose Arterienverkalkung Riskikofaktoren: Hypertonie, Diabetis, Alkohol, Stress, Bewegungsmangel, Alter 
  • KH: Angina Pectoris Hauptsymptom der KHK und häufig Vorbote des Herzinfarktes Symptome: Schmerzen in der Herzgegend oft mit Ausstrahlung in den Arm, Engegefühl, Atemnot insbesondere bei körperlicher Erkrankung (Cave: bei Frauen unspezifische Symptome) aufgrund der Einengung einer oder mehrerer Koronararterien
  • KH: Herzinfarkt Nekrose in einem umschriebenen Herzmuskelbereich, ausgelöst durch einen plötzlichen Verschluss eienr oder mehrerer Koronararterien Symptome: Vernichtungsschmerz hinter dem Brustbein, Schwächegefühl, Angst, Unruhe, Übelkeit
  • KH: Schock medizinisch das globale Kreislaufversagen, gekennzeichnet durch ein Missverhältnis zwischen der Pumpleistung des Herzens und dem Bedarf der Organe, wodruch es zu aktuten Minderdurchblutung lebenswichtiger Organe kommt.  Symptome: rascher Puls bei niedrigem Blutdruck Ursachen: z.B. Blutverlust, allergische Reaktion, Herzerkrankung, Diabetis
  • KH: Herzrhythmusstörung auffällige Veränderung des Herzschlages, welche vollkommen ungefährlich, aber auch aktur lebensbedrohlich sein können.  Symptome: Tachykardie (> 100 Schläge/Minute) Arrhythmie (Unregelmäßigkeiten)
  • KH: Vasovagale Synkope (neurokardiogene Synkope) biphasige psychosomatische Reaktion, bei der es in der esten Phase zu seiner durch sympathische Aktivierung (z.B. Erregung, Angst) zu beschleunigtem Puls und gesteigertem Blutdruck kommt.  Zur Verhinderung einer zu starken Arbeit des Herzens wir din der Folge durch einen Reflex, vermittelt über den Vagus-Nerv, eine überschießende Gegenreaktion ausgelöst => während der 2.Phase kommt es so zu einer Abnahme der Herzfrequenz oder zu einer Erweiterung der Herzgefäße (Vasodilitation) oder zu beidem.  => Blutdruckabfall und nachfolgende Bewusstlosigkeit
  • DD zu Panikattacken und hypochondrischen Herzängsten Bei Angina Pectoris sind Herzschmerzen meist mittig,  Bei Angsterkrankungen eher linksseitig, Bei Herzerkrankungen sind die Symptome eher an körperliche Aktivitäten gebunden