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IO and Competition Policy (Fach) / Basics of Strategy 2 (Lektion)

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  • Theorem 1 Der gewinnmaximierende Output des Kartells Der gewinnmaximierende Output des Kartells ergibt sich durch Gleichsetzen der Grenzkosten jedes Kartellmitglieds mit dem Grenzerlös, ausgewertet an der Stelle des Gesamtoutputs  Da alle Betriebe die gleiche Kostenfunktion und damit auch die selbe Grenzkostenfunk- tion haben, die zudem strikt monoton ist, muss für die Lo ̈sung der Bedingungen erster Ordnung gelten, dass y1 = y2 = . . . = yn = y  die einzige Lösung des Problems ist symme- trisch.  Wenn n = 1 gilt, dann sind die Menge und der Preis des Kartells gleich der Menge und dem Preis eines Monopols.  Mit der Zahl der Kartellmitglieder fällt sowohl der Output jeder Firma als auch der Marktpreis des Kartells gleich der Menge und dem Preis eines Monopols. 
  • Kartellbildung und wiederholte Interaktionen Y = y1 + y2. , p(Y ) = 1 − Y = 1 − y1 − y2  1. Kooperatives Verhalten Wir nehmen nun an, dass die Firmen ein Kartell bilden, wie wir es bereits analysiert haben. Diese Outputmengen werden als niedrige (L) Outputmengen bezeichnet.  In einem solchen Fall werden sie sich wie ein Monopol verhalten: Grenzerlös gleich Grenzkosten, d.h., MR(Y) = MC l π1 = π2 = 1/8.  2. Nichtkooperatives Verhalten Jede der beiden Firmen maximiert ihren Gewinn als Outputmengen im Cournot–Nash Gleichgewicht Dieser Output wird als mittlerer Output (M) bezeichnet. Die Gewinne in diesem Fall betragen π1 = π2 = 1/9.  3. Abweichen vom Kartell Angenommen, die Firma 2 hält sich an die Kartellvereinbarung und produziert den Kartelloutput y2 = 1/4. In diesem Fall könnte die andere Firma ihren Gewinn erhöhen, wenn sie von der Kartellvereinbarung abweicht.  Gewinn ist hier π1 = 9/64 und π2 = 3/32.  Dieser Output wird als hoher (H) Output bezeichnet.  
  • Das unendlich oft wiederholte Spiel Natürlich ist die Zukunft fu ̈r eine Firma nicht genauso wichtig wie die Gegenwart, sie wird also zukünftige Gewinne diskontieren.  Wenn der Zinssatz steigt, wird ρ geringer und die 1+r Zukunft bekommt ein geringeres Gewicht. Es kann gezeigt werden, dass es im unendlich oft wiederholten Spiel andere Gleichgewichte geben kann, als die Wiederholung des eindeutigen Cournot–Nash Gleichgewichts aus dem One-shot game.
  • Trigger Strategie Eine Trigger–Strategie ist wie folgt gegeben: Eine Firma wählt den kooperativen Out- put yi(τ) = L in jeder Periode τ Hat jedoch eine der Firmen in irgendeiner Periode t ∈ {0, 1, 2, . . . , τ − 1} etwas anderes H als den kooperativen Output L gewählt, dann wird sie für die gesamte Zukunft den nichtkooperativen Duopol–Output M wählen  Hängt ab von der Höhe des Diskontfaktors bei kleinem Diskontfaktor d.h. hoher Zins In diesem Fall lohnt es sich für eine Firma von der Kartellvereinbarung abzuweichen, um heute einen kurzfristigen Gewinn aus einer Abweichung zu machen und sich in der (diskontierten) Zukunft mit dem Cournot–Gewinn zufrieden zu geben.   Trigger-Strategien bilden ein teilspielperfektes Nash–Gleichgewicht bei kleinen Zins l großem Diskontfaktor
  • Theorem 4: Horizontale Zusammenschlüsse l Cournot-Modell Wohlfahrt Cournot–Modell: Wohlfahrt nimmt ab, wenn die Zahl der Firmen sinkt.  Theorem 4 Im Rahmen des Cournot–Modells impliziert eine Erhöhung der Konzentration durch den Zusammenschluss von Unternehmen nicht notwendigerweise eine Verringerung der gesellschaftlichen Wohlfahrt. ABER: Der Zusammenschluss einer Firma mit hohen Kosten mit einer mit niedrigen Kosten zu einer Erhöhung der Wohlfahrt, auch wenn die Konzentration steigt. Grund:  Trade off zwischen dem Gewinn an Produktionseffizienz einerseits und den Kosten der Monopolbildung andererseits  - Im Fall, in dem die Differenz der Produktionskosten hoch ist, wird die durch ein geringeres Angebot und einen höheren Preis verringerte Konsumentenrente durch den Gewinn an Produktionseffizienz überkompensiert. 
  • Horizontale Zusammenschlüsse im Rahmen des Bertrand Modells Die Argumentation ist dann nicht korrekt, wenn keine Cournot– Marktstruktur vorliegt, sondern z.B. Bertrand–Wettbewerb. In diesem Fall würde die ineffiziente Firma nicht produzieren. 
  • Das Merger Paradox im Cournot–Duopol. Betrachten wir den gemeinsamen Output dieser beiden Unterneh- men. Ursprünglich produzierten diese Unternehmen zwei Drittel des gesamten Outputs in der Industrie mit drei Firmen. Nach der Fusion wird jedoch ihr gemeinsamer Output aus den folgenden Gründen deutlich geringer sein. 1. Als fusionierte Firma in einem Duopol produzieren die früheren zwei Firmen nur noch die Hälfte des Outputs und nicht mehr zwei Drittel. 2. Der Gesamtoutput der Industrie ist nach der Fusion zurückgegangen.  Insgesamt produzieren die fusionierten Unternehmen also einen geringeren Teil des ge- ringer gewordenen gesamten Outputs der Industrie. Zwar ist die Preis–Kosten Marge gestiegen, aber das ist nicht ausreichend, um diese Reduktion des Outputs zu kompen- sieren.  Der eigentliche Gewinner der Fusion ist das dritte Unternehmen, das nicht an der Fusion teilgenommen hat.
  • Theorem 5: Das Merger Paradox im Cournot–Duopol. Die Gesamtmenge der fusionierten Unternehmen sinkt so stark, dass sie trotz des ho ̈heren Preises einen niedrigeren Gewinn machen.  Das nicht an der Fusion teilnehmende Unternehmen wird eine gro ̈ßere Menge produzieren und zu einem ho ̈heren Preis verkaufen. Daher wird nur das unbeteiligte dritte Unternehmen durch die Fusion profitieren. 
  • Welchen Aspekt realer Fusionen haben wir in unserem einfachen Cournot–Modell nicht erfasst? Bzw. welcher Aspekt des Cournot–Modells ist die Ursache für das Ergebnis, das mit der Realität nicht u ̈bereinzustimmen scheint? Das Paradox resultiert nicht aus der Annahme des Mengenwettbewerbs. Ersetzt man den Mengenwettbewerb durch einen Bertrand–Preiswettbewerb, bleibt das Paradox bestehen. Im Bertrand Modell setzten die Firmen Preis gleich Grenzkosten – wenn die Firmen nicht zu einem Monopol fusionieren, werden die Gewinne nicht steigen, denn solange es mehr als eine Firma gibt, erho ̈ht eine Fusion die Gewinne nicht – sie bleiben gleich null!  Man kann zeigen, dass das Cournot–Ergebnis auch fu ̈r eine Reihe von Modellen mit Preissetzung gilt. Die Annahme, dass die Firmen sich in einem Mengenwettbewerb befinden ist also nicht sehr restriktiv.  Wenn im Cournot–Modell Firmen fusionieren, dann verha ̈lt sich das neue, fusio- nierte Unternehmen genau wie eine Firma, die nicht fusioniert hat. Wenn sich also zwei Firmen in einer drei–Firmen–Industrie zusammenschließen, dann wird sich die neue Firma als Duopolist verhalten. Die nichtfusionierte Firma hat nach der Fusion den gleichen Status wie die fusionierte Firma. Dies gilt trotz der Tatsache, dass sich die nichtfusionierten Firma der vereinten Kraft seiner beiden fru ̈heren Konkurrenten gegenu ̈bersieht.  Mit anderen Worten, die fusionierte Firma verfu ̈gt u ̈ber keine gro ̈ßere Marktmacht als die nicht fusionierten unternehmen, obwohl wir das Streben nach Marktmacht als Motivation fu ̈r Fusionen identifiziert haben. Was beim einfachen Cournot– Modell also fehlt ist eine Annahme daru ̈ber, in welcher Weise die fusionierte Firma u ̈ber mehr Mo ̈glichkeiten verfu ̈gt, als die kleineren Firmen. Es stellt sich als die Frage, inwieweit ein Mechanismus existiert, der es der gro ̈ßeren Firma erlaubt, ihre Gro ̈ße so einzusetzen, dass eine Fusion profitabel wird. Um dies zu modellieren, mu ̈ssen wir den Rahmen des einfachen Cournot–Modells verlassen. 
  • Die fusionierte Firma als Stackelberg–Führer – Ein zweites Paradox + Vermeidung des Merger Paradox Ursache der Überlegenheit des Stackelberg– Führers:  Führer in der Lage ist, sich an einen Output zu bin- den, bevor die anderen Unternehmen über ihren Output entscheiden.  Dies erlaubt dem Führer, seine Produktionsmenge derart zu wählen, dass die Reaktionen der Folger schon berücksichtigt sind.  Das neue Unternehmen verfügt ja über die doppelte Kapazita ̈t ihrer Konkurrenten, daher ko ̈nnte man sich vorstellen, dass dieses Unternehmen in der Lage ist, sich als Stackelberg– Fu ̈hrer zu verhalten. Damit ein Zusammenschluss sich lohnt, muss der Gewinn des fusionierten Unternehmens gro ̈ßer sein als die Summe der Gewinne, die die beiden Unternehmen vor dem Zusam- menschluss erzielt haben.  Lösung: Wenn sich zwei Unternehmen zusammenschließen und die Rolle des Stackelberg– Führers übernehmen, dann wir diese Fusion ihren Gewinn erho ̈hen, vorausgesetzt, es gibt mehr als 3 Firmen in der Industrie.  Unser Modell, in dem das fusionierte Unternehmen als Stackelberg–Fu ̈hrer agiert, hat also das Merger Paradox vermieden: In diesem Modell ist ein Unternehmenszusam- menschluss profitabel. 
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  • Wohlfahrtswirkungen Stachelbeere-Führer Zusammenschluss Wenn es vier oder mehr Unterneh- men in der Industrie gibt, dann führt ein Zusammenschluss von zwei Unternehmen, die die Rolle des Stackelberg–Führers u ̈bernehmen dazu, dass sich die Gewinne der nichtfussionierten Unternehmen verringern. Preis–Kosten Marge aufgrund einer Fusion abnimmt  Jeder Zusammenschluss zweier Unternehmen, in dem das fusionierte Un- ternehmen Stackelberg–Fu ̈hrer ist, erho ̈ht nicht nur den Gewinn der fusionierten Unter- nehmen, sondern erho ̈ht auch die Wohlfahrt der Konsumenten, vorausgesetzt, es ist kein Zusammenschluss zum Monopol. (Merger Paradox 2) Man kann sich also eine Folge von l Zusammenschlüssen von je zwei Firmen vorstel- len, die zu einer Gruppe von l fusionierten unternehmen fu ̈hrt, die als Stackelberg–Führer agieren.  Man beachte, dass der Gesamtoutput gro ̈ßer ist, als wenn die n Unternehmen sich in einem simultanen Cournot–Wettbewerb befinden wu ̈rden.  Die Stackelberg–Folger sind also aus zwei Gru ̈nden negativ betroffen. 1. Die Ausbringungsmenge der Stackelberg–Folger wird verringert Der Marktpreis fällt.  Diese Effekte erschweren die Situation für einen Stackelberg–Folger. Deshalb erho ̈ht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen fusionieren, um ihren Folger-Status aufzugeben. Beginnt man mit einer beliebigen Konfiguration von Führern und Folgern, werden zwei weitere Folger sich immer zusammenschließen wollen.  Das dargestellte Modell vermeidet das erste Merger Paradox 
  • Das erste Merger Paradox 1. Die Gesamtmenge der fusionierten Unternehmen sinkt so stark, dass sie trotz des ho ̈heren Preises einen niedrigeren Gewinn machen. 2. Das nicht an der Fusion teilnehmende Unternehmen wird eine gro ̈ßere Menge produzieren und zu einem ho ̈heren Preis verkaufen. Daher wird nur das unbeteiligte dritte Unternehmen durch die Fusion profitieren.  Warum beobachtet man dennoch so viele Fusionen?
  • Merger Paradox 2: Ein Modell mit mehreren Stackelberg–Führern und –Folgern "Diese Gleichung besagt, dass die Preis–Kosten Marge aufgrund einer Fusion abnimmt, wenn die Industrie vor der Fusion aus drei oder mehr Unternehmen besteht. Anders ausgedru ̈ckt: Jeder Zusammenschluss zweier Unternehmen, in dem das fusionierte Un- ternehmen Stackelberg–Fu ̈hrer ist, erho ̈ht nicht nur den Gewinn der fusionierten Unter- nehmen, sondern erho ̈ht auch die Wohlfahrt der Konsumenten, vorausgesetzt, es ist kein Zusammenschluss zum Monopol. " Wir können nämlich nicht erklären, warum Wettbewerbsbehörden jemals Interesse haben sollten, einen Zusammenschluss zu untersagen, da er stets zu niedrigeren Preisen für die Konsumenten und damit zu einer größeren Konsumentenrente führt. Insofern spiegelt auch dieses Modell offenbar die Realität nur unvollkommen wider. 
  • Lösung Merger Paradox 2: Ein Modell mit mehreren Stackelbergführern und –folgern 1. In der ersten Stufe wa ̈hlen die fusionierten Unternehmen, d. h. die Stackelberg–Führer, ihre jeweiligen Produktionsmengen im Rahmen eines Cournot–Wettbewerbs. Dies führt zu einem aggregierten Output der Firmen in Höhe von Y L = 􏰃li=1 yi. 2. In der zweiten Stufe wählen die Unternehmen in der Gruppe der Stackelberg–Folger ihre Produktionsmengen ebenfalls im Rahmen eines Cournot–Wettbewerbs unter Berück- sichtigung des aggregierten Outputs der Führer-Gruppe.  Ein Zusammenschluss von zwei Firmen, der die Zahl der Stackelberg–Fu ̈hrer erho ̈ht, fu ̈hrt zu einer Zunahme des Gesamtoutputs und zu einer Preissenkung, vorausgesetzt, die Gruppe der Stackelberg–Fu ̈hrer umfasst weniger als ein Drittel der Gesamtzahl der Firmen in der Industrie.  nders ausgedru ̈ckt: Einige Fusionen sind zumindest fu ̈r die Konsumenten nachteilig. Sobald die Zahl der Fu ̈hrer gro ̈ßer oder gleich einem Drittel der Anzahl der Firmen in der Industrie ist, fu ̈hren weitere Fusionen zu einer Outputreduktion und zu einer Preiserho ̈hung. Darüberhinaus hat die Analyse deutlich gemacht, dass eine Fusion fu ̈r zwei Firmen immer attraktiv ist, so dass immer ein Anreiz besteht, solche wohlfahrtsverringernden Fusionen durchzufu ̈hren. Dies erklärt, warum eine Kartellbeho ̈rden Vorbehalte hinsichtlich Fusionen hat, die die Konzentration in einer Industrie signifikant erho ̈hen, und dass sie dagegen Maßnahmen ergreifen muss. 
  • Theorem 5: Vertikale Zusammenschlüsse Theorem 5: Ein Zusammenschluss einer upstream und einer downstream Firma erh ̈oht den Output der fusionierten Firma und reduziert den Output der downstream Firma, die nicht fusioniert.  Theorem 6 1: Die Gewinne der fusionierten Unternehmen nehmen zu. 2. Der Zusammenschluss eines upstream und eines downstream Unternehmens fu ̈hrt nicht notwendig zu einem Ausschluss des nicht fusionierten downstream Unternehmens vom Markt, sondern zu einer Reduktion seines Gewinns.  Daruber hinaus betrachten viele O ̈konomen einen vertikalen Zusammenschluss als eine Zunahme an Effizienz, da mehrere Produktionsstufen unter einem Dach vereinigt sind. 
  • Marktschranken l Warum führt Wettbewerb nicht dazu, dass die Preise soweit fallen, bis die Firmen nur noch Null–Gewinne machen? Eintrittsbarrieren als ein wichtiges strukturelles Merkmal eines Marktes.  Mögliche Eintrittsbarrieren: 1. absolute Kostenvorteile der etablierten Firmen; 2. zunehmende Skalenerträge; 3. Vorteile durch Produktdifferenzierung, Reputationseffekte. Darüber hinaus werden noch die folgenden Begründungen gegeben: Unterstützung etablierter Firmen durch Regierungen und Politiker Lernerfahrung der etablierten Firma; Konsumentenloyalitat; Leichterer Zugang zu Finanzierungen.  Technologien & Fixkosten
  • Theorem 7: Irreversible Kosten und Eintrittsbarrieren im Bertrand-modell mit homogenen Produkten irreversiblen Kosten oder sunk costs versteht man fixe Kosten, die nicht durch Wiederverkauf der Investition bzw. anderweitige Verwendung wieder zuru ̈ckge- holt werden können   Wenn nach dem Eintritt ein Bertrand–Wettbewerb stattfindet, dann wu ̈rden bei einem Eintritt von B beide Unternehmen Preis gleich Grenzkosten setzen und daher einen negativen Gewinn von −ǫ machen. Unternehmen B wird daher nicht in den Markt  Theorem 7 Für jede Höhe der irreversiblen Eintrittskosten zwischen 0 und πM, gibt es ein eindeutiges (teilspielperfektes) Gleichgewicht, in dem Unternehmen A ein Monopolist ist und einen Gewinn von πA = πM − ǫ erzielt und Firma B nicht in den Markt eintritt. 
  • Irreversible Kosten und Eintrittsbarrieren l differentiated products in Bertrand Model Daher ist es wahrscheinlich, dass in der beschriebenen Situation das eintretende Unter- nehmen versuchen wird, Produktdifferenzierung zu betreiben. Wir hatten gesehen, dass in diesem Fall beide Unternehmen positive Gewinne erwirtschaften. Dadurch wäre eine Markteintritt für B profitabel, so lange die sunk costs nicht über dem Gewinn liegen, die im Bertrand Wettbewerb mit differenzierten Produkten erzielbar sind. 
  • Irreversible Kosten und Eintrittsbarrieren l differentiated products in Bertrand Model Bei Eintrittsbarrieren > wahrscheinlich, dass in der beschriebenen Situation das eintretende Unternehmen versuchen wird, Produktdifferenzierung zu betreiben. In diesem Fall positive Gewinne für beie UN  Dadurch wäre eine Markteintritt für B profitabel, so lange die sunk costs nicht über dem Gewinn liegen, die im Bertrand Wettbewerb mit differenzierten Produkten erzielbar sind. 
  • Strategischen Eintrittsbarrieren l Limit Pricing + Überschusskapazitäten Nach Bain kann Eintrittsabschreckung wie folgt klassifiziert werden: Blockierter Eintritt: Das etablierte Unternehmen wird nicht durch Markteintritt bedroht; kein Unternehmen findet es profitabel, in den Markt einzutreten, sogar wenn das etablierte Unternehmen die Monopolmenge produziert. abgeschreckter Eintritt: Das etablierte Unternehmen ändert sein Verhalten (z. B. durch Preissenkung oder erhöhte Kapazita ̈t), um einen Eintritt abzuschrecken; wenn die Preise gesenkt werden, spricht man von limit pricing. zugelassener Eintritt: Eintritt findet statt und das etablierte Unternehmen ändert sein Verhalten, um den Eintritt zu berücksichtigen. 
  • Theorem 8: Überschusskapazitäten Theorem 8 Die etablierte Firma kann durch Investition in U ̈berkapazit ̈at einen Markteintritt nicht abschrecken. Überschusskapazit ̈at ist kein Instrument zur Ein- trittsabschreckung.  Dieses Resultat ist besonders stark, da die Kapitalkosten in der ersten Periode gleich null sind. Dennoch kann Firma 1 nicht von einer Investition in eine Kapazita ̈t k ̄3 profitieren, denn nach einem Eintritt ist die beste Antwort von Firma 1 ein Output von y1 = k ̄2 < k ̄3. Die eintretende Firma überlegt sich, dass Firma 1 im Cournot–Gleichgewicht ihren Output beschränken wird, um (wie in jedem Cournot–Gleichgewicht) einen Preisverfall zu verhindern. 
  • Limit Pricing Annahme 1 Wenn in der zweiten Periode Eintritt stattfindet, spielen beide Firmen ein Cournot–Spiel (Price Fix). Findet kein Eintritt statt, produziert Firma 1 den Monopoloutput.  Theorem 9 Eine etablierte Firma mit niedrigen Grenzkosten produziert die Menge y1 = 5, 83 und in Periode t = 2 findet kein Markteintritt statt, d. h., sie betreibt limit–pricing (durch U ̈berproduktion), um einen Eintritt abzuschrecken.  Die folgenden zwei Beispiele zeigen, dass limit-pricing als Strategie zur Eintrittsab- schreckung Verwendung findet l DuPont
  • Unilaterale Effekte – Marktbeherrschung Traditioneller Marktbeherrschungstest stellt insbesondere auf strukturelle Faktoren ab (Marktanteile, HHI, Eintrittsbarrieren)  • Marktanteile sind Indikator dafür, wie stark Unternehmen seine Wettbewerber beschränkt • Annahme: Mengenverluste bei Preiserhöhung verteilen sich proportional zu Marktanteilen auf Wettbewerber • Annahme trifft zu bei homogenen Produkten ohne Kundenpräferenzen und Kapazitätsbeschränkungen • Aber: Wettbewerbsbeschränkung auch denkbar, wenn der Zusammenschluss nicht zu Marktführerschaft führt, aber besonders enge Wettbewerber betrifft 
  • Koordinierte Effekte Wettbewerber entschließen sich, nicht aggressiv in Wettbewerb zu treten, und setzen so höhere Preise durch • Entscheidung fällt ohne ausdrücklichen Kontakt zwischen Wettbewerbern – Resultat individuell rationalen Verhaltens • Erforderlich: Wettbewerber müssen in der Lage sein, ein stillschweigendes Einvernehmen herzustellen  und dieses aufrechtzuerhalten (Aufdeckung & Vergeltung bei Abweichung)  Außenseiterreaktionen dürfen Aufrechterhaltung nicht unmöglich machen  Risiko koordinierter Effekte u.a. abhängig von • Ähnlichen Anreizen der Wettbewerber (hinsichtlich Kostenstrukturen, Kapazitäten etc) • Geringer Komplexität (u.a.: Markt statisch, homogen) • Transparenz (Zahl der Teilnehmer; Verfügbarkeit von Informationen über Verhalten der Wettbewerber) • Struktur der Nachfrage (inelastische Nachfrage reduziert Cheating- Anreize; Nachfragemacht wirkt destabilisierend) • Geringem Außenseiterwettbewerb (Eintrittsbarrieren) 
  • Wo der Einzelmarktbeherrschungstest an seine Grenzen gerät Praxis wäre daher vor allem in Fällen zu erwarten, in denen der Einzelmarktbeherrschungstest an seine Grenzen gerät • heterogene Produkte starken Kundenpräferenzen  • Parteien sind gemeinsam nicht größter Player, aber besonders enge Wettbewerber  Strukturelle Indikatoren haben geringere Bedeutung • „ The Agencies rely much more on the value of diverted sales than on the level of the HHI for diagnosing unilateral price effects in markets with differentiated products.“  
  • Indikatoren für Bedenken bei Zusammenschluss von Produkten A und B UPP (Farrell/Shapiro) • DAB*MB>EA  DAB : Diversion Ratio A-B MB : Bruttomarge B EA : Grenzkosteneffizienzen A • GUPPI --> ähnlich UPP, aber ohne Berücksichtigung von Effizienzen • IPR -> benötigt Annahmen über die Nachfragefunktion, liefert Aussage über erwartete Preiserhöhung