Psychotherapie (Fach) / Begriffe (Lektion)

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Begriffe und Definitionen, die in den Prüfungen zum PP vorkommen

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Lektion lernen

  • Chaining schrittweises Erlernen einer komplexen Verhaltensweise durch Erlernen der einzelnen Schritte nacheinander (backward chaining = rückwärts), vorwärts=shaping
  • Echokinese (Echopraxie) wiederholte unwillkürliche Bewegungen
  • Efficacy studies Studien unter kontrollierten Bedingungen
  • Euthyme Therapie Förderung individueller Ressourcen in der Therapie
  • externe Validität Maß, wie sehr das Ergebnis generalisiert werden kann
  • graduierte Exposition gestufte Reizkonfrontation ohne Entspannung
  • Habit revearsal (Azrin, Nunn) Reaktionsumkehr; Training zum Abbau nervöser Verhaltensgewohnheiten; Selbstwahrnehmung, Unterbrechung der Verhaltenskette, konkurrierende Verhaltensweise einsetzen
  • informed consent Einwilligung nach erfolgter Aufklärung
  • intermittierende Verstärkung Gelegentliche Verstärkung des gewünschten Verhaltens, wodurch das erwünschte Verhalten langsamer und weniger stabil aufgebaut wird
  • interne Validität das Maß, das angibt, wie stark eine Veränderung der AV auf die Veränderung der UV zurückgeführt werden kann
  • Kohärenz ein Gedankengang, der in sich logisch und nachvollziehbar ist
  • Kopropraxie Zeigen unwillkürlicher obszöner Gesten (Zunge rausstrecken, Masturbationsbewegung, Mittelfinger)
  • Labeling Etikettierung; erst durch die Interpretation wird pathologisches Verhalten als Abweichung wahrgenommen
  • Negative Verstärkung Zunahme des Problemverhaltens durch Verminderung eines aversiven Reizes
  • Paraphrasieren mit eigenen Worten die Worte des Kommunikationspartners wiederholen
  • Parentifizierung Rollenübernahme einer Partner- oder Elternfunktion
  • Prägung (Imprinting) Lernen aufgrund frühkindlicher Milieueinwirkungen (familiär, zeitgeschichtlich, gesellschaftlich)
  • Premack-Prinzip häufige Verhaltensweisen werden zur Verstärkung seltener Verhaltensweisen eingesetzt
  • Preparedness (Seligman) Hypothese, dass bestimmte Reize evolutionär bedingt leichter konditionierbar sind als andere
  • Primärer Krankheitsgewinn Entlastung, die dadurch erlangt wird, dass noch unangenehmere Stimuli /Situationen durch eine Krankheit vermieden werden können PA: Entlastung, indem durch neurotische Symptome innere Konflikte vom Bewusstsein ...
  • Prompting Hilfestellung des Psychotherapeuten, durch den die Aufmerksamkeit auf die zu verstärkende Verhaltensweise gelenkt wird
  • Reaktionsbildung Abwehrmechanismus, bei dem aggressive Impulse nicht bewusst oder verhaltenswirksam werden, sondern stattdessen entgegengesetztes Verhalten gezeigt wird
  • Reframing Inhalte in neuen Kontext bringen und ihnen dadurch eine andere Bedeutung zuweisen (nach Watzlawick)
  • Reizdiskriminationstraining Lernen, nur noch auf den eigentlichen Reiz zu reagieren, d.h. Ausschaltung von Reizgeneralisierung
  • Reizgeneralisierung Reaktion auch auf ähnliche Reize
  • Reliabilität Zuverlässigkeit; Maß, wie sehr ein Test störanfällig ist
  • Resilienz günstige Entwicklung trotz vorhandener Risikofaktoren
  • Schlüsselreiz Reizmuster, auf das ohne zuvor erlerntes Verhalten sinnvoll reagiert werden kann
  • Sekundärer Krankheitsgewinn Vorteile, die sich während oder durch eine Erkrankung ergeben
  • Shaping Problemverhaltensweisen werden in Einzelschritte zerlegt und das gewünschte Verhalten schrittweise aufgebaut
  • Somnolenz Benommenheit, Schläfrigkeit, leichte Form der Bewusstseinstrübung
  • Sopor (Torpor); Tiefer Schlaf; nahezu keine Möglichkeit des Weckens, Vorstufe zum Koma
  • Spiegelstadium (Lacan) Zeit zwischen 6. und 18. LM, indem die Entwicklung des Ich stattfindet
  • Stimuluskontrolle Beeinflussung des Verhaltens durch geplantes Vermeiden, Aufsuchen oder Verändern von Reizbedingungen
  • Subsidiarität Förderung von Selbstbestimmung, Eigenverantowrtlichkeit
  • Systematische Desensibilisierung (Wolpe) schrittweise Reizkonfrontation in sensu mit Entspannung Annahme, dass durch Entspannung reziproke Hemmung der Angst entsteht
  • time-out Erziehungsmethode, die auf operantem Lernen beruht; Reizentzug nach sozial unangepasstem Verhalten
  • Überlernen Fortsetzen von Übungen, obwohl das Ziel erreicht ist
  • Übertragung alte Gefühle, Affekte und Erwartungen werden auf neue Beziehungen übertragen; zentrales Element in der PA
  • Validität Gültigkeit; Maß, wie sehr das gemessen wird, was gemessen werden soll
  • verdeckte Sensibilisierung (Cautela) unerwünschtes Verhalten wird imaginativ an aversive Szenen gekoppelt und somit abgebaut
  • Zwangsprozess in der Partnerschaft wird der Partner durch Bestrafung (z.B. Liebesentzug) zu einem erwünschten Verhalten gezwungen; dies wird umgekehrt schließlich genauso gehandhabt
  • somatosensorische Verstärkung (Barsky) katastrophisierende Bewertung von körperlichen Missempfindungen und die daraus resultierende Aufschaukelung mit erhöhter Aufmerksamkeit
  • somatosensorische Amplifikation = somatosensorische Verstärkung
  • Alexithymie aus Psychoanalyse Gefühlsblindheit; Unfähigkeit, die eigenen Gefühle adäquat wahrzunehmen und mit Worten zu beschreiben Grund: fehlende Symbolisierungsfähigkeit
  • Aggravieren gesundheitliche Beschwerden übermäßig darstellen
  • Expressed Emotion Theorie über den Einfluss von feindseligen Emotionen gegenüber Erkrankten auf den Verlauf einer Schizophrenie
  • Pharmakodynamik die Lehre, wie Medikamente wirken
  • Pharmakokinetik Gesamtheit aller Prozesse, denen ein Wirkstoff im Körper unterliegt Aufnahme, Verarbeitung und Ausscheidung des Stoffes
  • Restitution vollständige Heilung