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Tierpfleger (Fach) / Allgemeines (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Lissy1994 erstellt.
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- Abschnitte des Wiederkäuermagens 1. Pansen 2. Netzmagen 3. Blättermagen 4. Labmagen
- Abschnitte des "einfachen Magensystems" * Magen* Dünndarm* Dickdarm (mit Blinddarm und Enddarm)
- Abschnitte des "einfachen Magensystems mit funktionellem Blinddarm" (-> Blinddarmvergärer/Dickdarmverdauer) * Magen* Dünndarm* Dickdarm (mit Blinddarm mit mikrobieller Verdauung und Enddarm)
- Abschnitte des "multiplen Magensystems" -> Wiederkäuer* Pansen* Netzmagen* Blättermagen* Labmagen* Dünndarm* Dickdarm (mit Blinddarm und Enddarm)
- Abschnitte des "aviären Magensystems" * Kropf* Drüsenmagen* Muskelmagen* Dünndarm* Dickdarm (mit rechtem und linken Blinddarm)* Kloake (gemeinsame Ausscheidung von Kot und Urin)
- Tiere mit "einfachem Magensystem" * Mensch* Schwein* Hund* Katze
- Tiere mit "einfachem Magensystem mit funktionellem Blinddarm) * Pferd* Kaninchen* Ratte
- Tiere mit "multiplem Magensystem" * Rind* Schaf* Ziege
- Tiere mit "aviärem Magensystem" * Huhn* Pute* Ente
- Funktion des Magens * Nahrung vorübergehend speichern und in kleinen Mengen an den Darm abgeben (ermöglicht es, den Nahrungsbedarf mit wenigen größeren Mahlzeiten abzudecken) * Eiweiße werden vorverdaut* Fette und KH passieren den Magen größtenteils ungehindert* Magensaft verhindert Überleben der meisten Bakterien: schützt vor Infektionen* Muskelbewegungen durchmischen den Speisebrei und befördern ihn anschließend in den Darm
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- Aufbau und Funktion des Dünndarms * besteht aus drei Abschnitten (Zwölffingerdarm, Leerdarm, Krummdarm)* Hauptort der Verdauung und Aufnahme der Nährstoffe: Eiweiße -> AS, KH -> Einfachzucker, Fette)* Entzug von 80% des Wassers: Nahrungsbrei wird eingedickt* rhythmische Bewegungen sorgen für Durchmischung und Weitertransport des Nahrungsbreis
- Funktion des Blinddarms -> bei vielen Tieren, die sich ausschließlich vegetarisch ernähren und ihre zellulosehaltige Nahrung nicht wiederkauend aufbereiten ist der Blinddarm sackartig verlängert: Umsetzen von nicht spaltbaren organischen (zum belebten Teil der Umwelt gehörenden) Nährstoffe mit Hilfe von MO in anorganische (aufnehmbare) NS // Blinddarmvergärer* Immunitätsvorgänge (Vgl. Mandeln)
- Funktion des Dickdarms * Entzug von Wasser: Eindickung des Nahrungsbreis* Absonderung von Schleim* Weitertransport von Stuhlgang
- Abschnitte des Dickdarms * Blinddarm* Enddarm
- Funktion des Enddarms * Speicherung von Stuhlgang (bis zu fünf Tage)
- Lage und Volumen des Pansens * linke Bauchseite* nimmt bis zu 75-80% des gesamten Magenvolumens ein* Kuh: 100-150l* Schaf: 10-15l
- Funktion des Pansens * Vermischung der Nahrung mit dem Pansensaft durch Kontraktion der Pansenwände* Spaltung von KH (Zellulose) und Eiweißen -> hat Gärungscharakter* Aufnahme von Fettsäuren, die bei der Spaltung von KH und Eiweißen entstehen
- Funktion des Netzmagens * Sortierfunktion: - grobe Teile werden in Futterklöse zum Wiederkauen in die Mundhöhle befördert - kleine Teile werden in den Blättermagen befördert
- Lage und Volumen des Netzmagens * liegt vor dem Pansen* Kuh ca. 8l
- Funktion des Blättermagens * Resorption (Aufnahme) von Wasser und NS: Eindicken des Nahrungsbreis
- Funktion des Labmagens -> eigentlicher Magen: in ihm laufen die gleichen Vorgänge ab, wie im Magen eines Nicht-Wiederkäuers: * Absenkung des PH-Bereichs in den sauren Bereich * Salzsäure löst noch vorhandene Strukturen des Nahrungsbreis auf * ResteiweißspaltungKalb: Verdauung der aufgenommenen Milch
- Volumen des Labmagens * Kuh ca. 15l* Kalb: 50% des Magensystems -> bildet sich allmählich zurück
- Funktion des Kropfs * vorübergehende Speicherung des Futters, wenn der Magen gefüllt ist* Quellung des Futters-> Kontraktionen befördern die Nahrung in den Drüsenmagen
- Funktion des Drüsenmagens * Beginn der Verdauung* NS werden begonnen zersetzt zu werden-> enthält vor allem eiweißspaltende Enzyme
- Funktion des Muskelmagens -> da Vögel keine Zähne haben, werden kleine Steine mit der Nahrung aufgenommen, welche im Muskelmagen gesammelt werden: * Futter wird zermahlen * Zerkleinerung der Nahrung
- Funktion des Blinddarms (beim aviären Magensystem) * Bakterien schließen Faserstoffe auf und machen sie für die Verdauung zugänglich
- Allgemeines zur Verdauung von Fleischfressern * aufgenommene Nahrung: gut verdaulich* Fleischfresser nehmen durch den Verzehr von Beutetieren (= Pflanzenfresser) Gemüse und Vitamine auf* größtes Problem: Beutetier zu erlegen
- Allgemeines zur Verdauung von Blinddarmvergärern/Dickdarmverdauer * Magen: ähnlich wie bei Fleischfressern -> Unterschied: Magen ist nie vollkommen leer * viel Zellulosehaltige Nahrung: wird nicht im Magen abgebaut, sondern im Dickdarm
- Allgemeines zur Verdauung von Wiederkäuern * größtes Problem: starke Pflanzenzellwand aus Zellulose aufbrechen, diese ist unverdaulich -> Inhalt der Pflanzenzelle ist hochverdaulich, enthält aber wenig NS -> MO zersetzen die Zellulose durch Gärung und verwandeln sie in wertvolle NS* Wiederkauen: Vergrößerung der Oberfläche des Futters -> MO können Futter effizienter verwerten
- Allgemeines zur Verdauung von Geflügel * keine Kauwerkzeuge: Zerreißen der Nahrung* Vögel: hoher Stoffwechsel -> müssten "immer" fressen, deshalb wird Futter im Kropf zwischengespeichert
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- Schneidezähne (Funktion, Eigenschaften, Lage) * Abreißen der Nahrung* relativ scharf* liegen im vorderen Bereich des Kiefers
- Eckzahn (andere Bezeichnung) Canini, "Reißzahn"
- Vordere Backenzähne (andere Bezeichnung, Funktion) * Prämolare* Zermahlen und Zerkleinern von Nahrung, Kaufläche
- Hintere Backenzähne (andere Bezeichnung, Funktion) * Molare* Zermahlen von Kaufläche, größte Kaufläche
- Weißheitszähne * ursprünglich als Mahlzähne* verspätetes Wachstum führt oft zu Zahnverschiebungen
- Besonderheiten des Säugetiergebisses * heterodontes Gebiss (Vorhandensein verschiedener Zahngruppen)* meiste Säugetiere: einmaliger Zahnwechsel
- Heterodontie Vorhandensein verschiedener Zahngruppen
- Pflanzenfressergebiss Schneidezähne: fehlen bei einigen Arten im OK, dafür feste Hornplatte; Abtrennen von Gräsern etc. Eckzähne: fehlen Backenzähne: kräftig, rau, breit; raspeln und zermahlen -> seitliche Kaubewegung ("mahlen")-> Zahnlücke zwischen Front- und Backenzähnen: ermöglicht Abreißen von Pflanzenbüscheln
- Fleischfressergebiss Schneidezähne: sehr klein; Abreißen von Fleischstücken oder Sehnen an Knochen Eckzähne = Fangzähne: überragen alle anderen Zähne; spitz; festhalten und töten Backenzähne: scharfkantig; Reißzähne: groß, gezackt; Fleisch zerteilen, Knochen brechen -> geschlossene Zahnreihe: keine Lücken
- Tiere mit Pflanzenfressergebiss * Schaf* Ziege* Rind* Pferd
- Tiere mit Fleischfressergebiss * Hund* Katze
- Nagetiergebiss Schneidezähne = Nagezähne: wachsen lebenslänglich nach; Aufbrechen von hartschaliger Nahrung Eckzähne: fehlen Backenzähne: wachsen bei den meisten Arten nicht nach
- Tiere mit Nagetiergebiss * Ratte* Maus* Meerschweinchen
- Allesfressergebiss Schneidezähne Eckzähne: auch zum Imponieren (Eber) vordere Backenzähne: scharfkantig; für Fleischzerkleinerunghintere Backenzähne: höckrig; für Pflanzenzermahlung
- Tiere mit Allesfressergebiss * Schwein
- Besonderheit beim Gebiss von Hasen Hasen besitzen kein Nagetiergebiss: hinter den Nagezähnen im OK befinden sich Stiftzähne
- Zahnformel Ratte/Maus 10031003 -> 16 Zähne
- Zahnformel Kaninchen 20331023 -> 28 Zähne
- Zahnformel Meerschweinchen 10131013 -> 20 Zähne
- Zahnformel Schaf/Ziege/Rind 00333133 -> 32 Zähne