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Psychologie (Fach) / Klinische 2 10 (Lektion)
- Was versteht man unter Sensitisierung? auch Sensitivierung o. Sensibilisierung verstärkte Rezeptorbildung o. -veränderungen in best. Teilen des ZNS→ Zunahme der Reaktion auf 1 Droge mit wdh. Applikation relevant zu Beginn der Entwicklung einer Abhängigkeit Tierversuch: Mobilitätserhöhung bei wdh. Gabe von z.B. Amphetaminen Cannabis: gewünschte Effekte setzen erst nach wdh. Konsum ein evtl. Teil des Suchtgedächtnisses→ aber im Tiermodell keine Unterschiede zw. Süchtigen vs. Nicht-Süchtigen
- Wie wirken Drogen an der Synapse? erhöhen Verfügbarkeit von Dopamin→ (über-) aktivieren Belohnungssystem bei chron. Gebrauch verlieren natürliche Verstärker (Essen, Wasser, Sex) ihre Wirkung Thalamus: reduzierte Schmerzweiterleitung zum Kortex Kokain: Dopamin-Wiederaufnahmehemmung Amphetamine:- Dopamin-Wiederaufnahmehemmung- direkte Erhöhung der Dopaminausschüttung THC: Blockierung von GABA → Erhöhung von Dopamin Opiate: Blockierung von GABA → Erhöhung von Dopamin
- Wie wirkt Alkohol neurophysiologisch? keine Alkoholrezeptoren im Hirn stimuliert Dopaminausschüttung im Nucleus accumbens dennoch zentraler Wirkmechanismus: Aktivierung des dopaminergen Belohnungssystems Glutamat:- hemmt Glutamatwirkung → Sedierung → kompensatorische Bildung neuer Glutamatrezeptoren → kompensatorische Aktivierung → extreme Aktivierung im Entzug→ kognitive Beeinträchtigung, reduzierte Gedächtnisfunktion GABA:- erhöht hemmende GABA-Funktion → Entspannung + Angstlösung- chron. Konsum reduziert Empfindlichkeit der GABA-Rezeptoren → Toleranzbildung + Übererregung im Entzug Endorphine:- aktiviert Endorphinsystem →schmerzstillende + euphorisierende Wirkung- chron. Konsum vermindert Endorphinausschüttung → Toleranzentwicklung → Konsumsteigerung Serotonin + Noradrenalin: reduziert Ausschüttung → begünstigt Aggressivität + Depression
- Wie wird Alkohol absorbiert? v.a. im Zwölffingerdarm Aufnahmerate sehr variabel höchste Blutalkoholkonzentration hängt ab von:- Menge + Alkoholkonzentration- Trinkgeschwindigkeit- Menge + Zusammensetzung von Essen- Geschwindigkeit der Magenentleerung + des Magenmetabolismus- Lebereffektivität Exkretion max. 5 % über Urin, Atem, Schweiß
- Welche genetischen Variationen kennt der Alkohol-Metabolismus? 15 % der US-Schwarzen weisen ADH2*3-Allel auf → erhöhte Alkoholabbaurate 50 % der Asiaten weisen ALDH2*2-Allel auf → verminderte Alkoholabbaurate + „Alkoholflush“
- Welche Effekte hat Alkohol auf die Leistungsfähigkeit? ab 0,3 ‰:- Aufmerksamkeitsdefizite- schlechtere Abschätzung von Entfernungen ab 0,5 ‰:- verlangsamte Reaktionszeit- Rotlichtschwäche- verzögerte hell-dunkel-Adaption- verringerte Umstellungsbereitschaft ab 0,8 ‰: Einengung des Blickfeldes (Tunnelblick)
- Welche Effekte hat Alkohol aufs Sozialverhalten? · Enthemmung + Kontrollverlust · verringerte Motivation sich an Sicherheitsvorschriften zu halten · veränderte Interpretation von Vorschriften · erhöhte Risikobereitschaft · Verlust sozialer Verhaltensweisen · Zunahme aggressiver Verhaltensweisen · Abnahme der Kritikfähigkeit
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