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Psychologie (Fach) / Klinische 2 5 (Lektion)
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- Was kennzeichnet die Panikstörung ohne Agoraphobie? Reihe von körperlichen Symptomen wie Palpitationen, Schwindel, Schwitzen, Zittern, etc. UND Furcht zu sterben und/oder Furcht verrückt zu werden und/oder Furcht die Kontrolle zu verlieren Attacken treten unvermittelt o. situationsbezogen auf geringer Unterschied zw. Jahres- u. Lebenszeitprävalenz deutet auf meist chronischen Verlauf Frauen erkranken doppelt so häufig wie Männer Auftreten meist im frühen Erwachsenenalter Erstmanifestation: in 1. 30 Jahren bei Frauen; bei Männern 2. Gipfel nach 40. LJ ca. 90% der Patienten entwickeln Angst- o. depressive Störung
- Wie lauten Diagnosekriterien der Panikstörung ohne Agoraphobie? mind. 2 unerwartete Panikattacken bei mind. 1 Attacke folgte mind. 1 Monat mind. eines der Symptome:- anhaltende Besorgnis über das Auftreten weiterer Panikanfälle- Sorgen über Bedeutung der Anfälle o. ihrer Konsequenzen- deutliche Verhaltensänderung infolge der Attacke
- Was besagt das integrative lerntheoretische Modell der Panikstörung? Annahme: Panikstörung entsteht aus Konditionierung v. Angst mit internen o. externen Reizen Angst = antizipatorischer emotionaler Zustand, der häufig durch somatische Symptome charakterisiert ist→ bereitet Individuum auf mögliche Panikanfälle vor Vulnerabilitätsfaktoren: biologische Vulnerabilität (unspezifisch): biologische Prädisposition (genetisch vermittelte Trait-Angst) auf neg. Ereignisse mit Emotionalität, neg. Affektivität + falschem Alarm (Panikanfällen) zu reagieren→ Stress führt zu Ausbildung einer Panikstörung psychologische Vulnerabilität (unspezifisch): z.B. Überbehütung, frühe Erfahrung von Unkontrollierbarkeit/Unvorhersagbarkeit spezifische Lernerfahrungen:- werden über operantes + Modellernen vermittelt- frühe Anzeichen von panikartigen Körpersymptomen triggern die Panikattacken- antizipatorische Angst begünstigt zukünftige Panikattacken → Teufelskreis der Angst: Angstsystem triggert Furchtsystem
- Welche Risikofaktoren kennt die Panikstörung? genetische Faktoren: 40 % Anlage, 60 % Umwelt behavioral inhibition Angstsensitivität- biologische Faktoren: überhöhte Noradrenalinaktivität- kognitive Verzerrungen: Interpretationsbias: Neigung angstrelevante Reize als bedrohlich zu interpretieren Aufmerksamkeitsbias: selektive Aufmerksamkeit auf bedrohliche Reize Gedächtnisbias: Fähigkeit bedrohliche Reize besser zu erinnern
- Was kennzeichnet die Agoraphobie? Diagnosekriterien: Furcht vor Situationen, in denen eine Flucht schwierig o. peinlich sein könnte starkes Vermeidungsverhalten der Situationen
- Was kennzeichnet die Agoraphobie? Diagnosekriterien: Furcht vor Situationen, in denen eine Flucht schwierig o. peinlich sein könnte starkes Vermeidungsverhalten der Situationen Geschlechtereffekt noch stärker als bei Panikstörung o.A.
- Was kennzeichnet das operante Lernmodell? Verstärkung Typ 1: angenehmer Reiz wird hinzugefügt Verstärkung Typ 2: unangenehmer Reiz wird entfernt Bestrafung Typ 1: unangenehmer Reiz wird hinzugefügt Bestrafung Typ 2: angenehmer Reiz wird entfernt → negative Verstärkung trägt am meisten zur Aufrechterhaltung von Vermeidungsverhalten bei→ hat klinisch die größte Bedeutung Löschung: Ausbleiben v. angenehmen + unangenehmen Reizen → funktioniert in Praxis nicht wg. Aufrechterhaltung durch Selbstverstärkung
- Welche Aspekte der operanten Lerntheorie spielen eine Rolle beim Biofeedback? · Belohnung durch positive Verstärkung · Bestrafung durch positive o. negative Verstärkung
- Was kennzeichnet die GAS? häufigste Störung bei 55-85-Jährigen kann in allen Altersgruppen erstmalig auftreten Frauen : Männer = 2 : 1 häufig langsamer + schleichender Beginn geringer Unterschied zw. Jahres- u. Lebenszeitprävalenz deutet auf meist chronischen Verlauf sign. Effekte bei: Familienstand + sozioökonomischem Status höchste Komorbiditätsraten für affektive Störungen (71,6%) → MD (60,9%) Kardinalsymptom: übermäßige + unkontrollierbare Sorgen
- Wie lauten Diagnosekriterien der GAS? mind. über 6 Monate … Ruhelosigkeit Reizbarkeit Anspannung Muskelspannung leichte Ermüdbarkeit Konzentrationsschwierigkeiten o. Leere im Kopf Schlafstörungen Vermeidung Rückversicherung
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- Wie lauten neurobiologische Erklärungen zur GAS? zentrales autonomes NS wird von GABA-Interneuronen kontrolliert bei GAS-Patienten fehlt Inhibition → kaum Unterschied in der Aktivierung v. Furcht- u. Nicht-Furcht-Reiz→ Patienten können Aufmerksamkeit nicht mehr flexibel von Furchtreizen abziehen→ Daueraufmerksamkeit auf alle Reize→ Anspannung sinkt nicht (Daueranspannung) + eingeschränkte Variabilität der Herzrate
- Wie lauten psychologische Erklärungen zur GAS? bedrohliche, negative Lebensereignisse ängstlich-protektives o. ablehnendes Erziehungsverhalten→ selbstunsicher-vermeidendes Bindungsmuster relevanter Risikofaktor: Kombi aus Überbehütung mit starken Tendenzen zu Kritik + Zurückweisung Studie: Mütter ängstlicher Kinder haben viel mehr/schneller geholfen bei Aufgabenbearbeitung
- Wie lauten Funktionsmodelle der GAS? geringe Unsicherheitstoleranz Aufmerksamkeitsbias Interpretationsbias Gedächtnisbias geringe Problemorientierung:- geringes Vertrauen in Problemlösung- geringe wahrgenommene persönliche Kontrolle inadäquate Problemlösung:- längere Entscheidungsprozesse- umfangreicheres Sammeln v. Beweisen- mehr abstraktes im Vergleich zu konkreten Problemelaborationen
- Welche Arten von Sorgen gibt es? Typ 1: Alltagssorgen, betreffen alltägliche Ereignisse Typ 2: beziehen sich aufs Sorgen über die Sorgen begleitet von negativen Annahmen positiv:- ohne mich zu sorgen, würde ich oberflächlich, eingebildet & rücksichtslos werden- Sich-Sorgen hilft mir bei der Problemlösung- geschieht etwas Schlimmes, über das ich mich vorher nicht gesorgt habe, fühle ich mich verantwortlich negativ:- ohne Kontrolle über meine Gedanken würde ich verrückt werden- meine Gedanken stören meine Konzentration- ich wäre eine stärkere Persönlichkeit, wenn ich mich weniger sorgte
- Was kennzeichnet das kognitive Modell der GAS aus? Sorgenhäufigkeit hängt v.a. mit Metakognitionen zusammen→ zentraler Aspekt: metakognitive Überzeugungen positive Metakognitionen negative Metakognitionen erst mit negativen Metakognitionen entsteht die Psychopathologie der GAS
- Warum vermeiden GAS-Patienten das Sorgen nicht? Sorgen als Problemlöseverhalten: Sich-Sorgen wird aktiv als Strategie zur Bewältigung befürchteter Gefahren + Bedrohungen eingesetzt Sorgen als Vermeidung der Befürchtung: Sorgen reduziert physiologische Aktivierung → negative Verstärkung des Sorgenprozesses Sorgen als Vermeidung von Unsicherheit:2 unmittelbare Reaktionen in bedrohlichen Situationen:- Erleben von Unsicherheit→ Intoleranz v. Unsicherheit (Angst vor Gefahr)→ verstärkte Wachsamkeit (Vigilanz) durch Ausrichtung auf bedrohliche Infos = Abschätzen aller Eventualitäten- Wahrnehmung körperlicher Erregung→ Intoleranz von Erregung (Angst vor der Angst→ kognitive Vermeidung (Regression) durch Abwenden von bedrohlichen Situationen
- Was unterscheidet die GAS von der MD? GAS Sorgen auf Zukunft gerichtet Sorgeninhalt: Gefahr + Bedrohung MD Sorgen auf Vergangenheit gerichtet Sorgeninhalt: Verlust + Versagen