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Landespflege (Fach) / Naturschutzstrategien (Lektion)
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- Ökologie nicht-wertende Naturwissenschaft, die sich mit Arten, Populationen, Lebensgemeinschaften und Ökosystemen auseinandersetzt
- Naturschutz interdisziplinär, handlungsorientiert, normativ; Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung aller wildlebenden Organismenarten, Ökosysteme und charakteristischen Prozesse
- Umweltschutz Umweltschäden im Vorfeld verhindern und die durch Menschen hervorgerufenen Schäden und Belastungen beseitigen oder minimieren
- Landschaftspflege Maßnahmen zur Sicherung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft
- Anthropozentrismus Begründung mit menschlichen Bedürfnissen und Nutzungsansprüchen (ethisches Modell)
- Biozentrismus Allen Lebewesen wird ein Selbstwert (intrinsischer Wert) zugeordnet → Schutz um ihrer selbst willen (ethisches Modell)
- BNatSchG § 1 (seit 2002): Ziele des Naturschutz und der Landespflege: Natur und Landschaft sind auf Grund ihres eigenen Wertes und als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen auch in Verantwortung für die künftigen Generationen im besiedelten und unbesiedelten Bereich zu schützen
- Argumente der Naturschutzethik - natürliche Ressourcen menschliche Lebensgrundlage, Erhalt der Heimat- Recht auf naturästhetische Erfahrung, Verantwortung gegenüber künftigen Generationen- Mitleid und Mitgefühl, Biosphäre funktioniert nur als Ganzes
- Argumente des Utilitarismus - Ernährungsgrundlage, Genressourcen (angesichts stark reduzierter genetischer Variabilität heutiger Kultursorten wichtig), pharmazeutischer Nutzen, Rohstoffquelle - anatomischer und physiologischer Erkenntnisgewinn- Indikator und Beobachtungsfunktion- 90.000 Arten v. Gefäßpflanzen essbar, nur 150 werden kultiviert, 5 liefern 50 % des Weltertrags
- Archäophyt mithilfe des Menschen vor 1492 eingewandert: Mohn, Kornblume
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- Neophyt nach 1492 eingeschleppt: 1-j. Berufkraut, Kanad. Goldrute, Franzosenkraut
- Ausbreitung von Kulturpflanzen nach Norden oder Süden nur über kürzere Entfernungen und nach längerer Anpassungszeit möglich, weil eine erbmäßig festgelegte Beziehung zwischen Tageslänge und Ertrag besteht
- Vielfalt durch Züchtung; Züchtungsverfahren Auslese- und Kombinationszüchtung, Hybridzüchtung (Heterosis-Effekt), Einkreuzung von Wildpflanzen (Introgressionslinien), Mutationszüchtung, Gentechnik
- Herausforderungen für den Naturschutz Dynamik zwischen Natur und Kultur, evolutionäre Prozesse, räumliche Beschränkung von Schutzmaßnahmen, Erfassung und Definition von Arten und Sippen, unterschiedliche Schutzstrategien notwendig
- Beispiel: Wildkaffee in Äthiopien Kultivierungsstufen: Wildsammlung, (Semi-)Waldkaffeesystem, Semi-Waldkaffeeplantage
- Fazit - enge Verknüpfung von natürlicher Vielfalt und durch menschliche Nutzung hervorgegangene Vielfalt- Pflege genetischer Ressourcen erfordert viele Kapazitäten- Artenschutz auf vielen Ebenen notwendig: genetische Vielfalt im ursprünglichen Habitat und in bewirtschafteten Wäldern; Erhalt in und ex situ notwendig- Arten-, Habitat- und Ökosystemschutz müssen ineinander greifen