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Psychologie (Fach) / Klinische 2 (Lektion)

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Diese Lektion wurde von camicatze erstellt.

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  • Was beinhaltet die Klinische Psychologie? Ätiologie (Bedingungsanalyse) Klassifikation Diagnostik Epidemiologie Intervention: Prävention, Psychotherapie, Reha, Gesundheitsversorgung, Evaluation Phrenologie
  • Wie wird Psychotherapie definiert? Teilgebiet d. KP bewusster + geplanter interaktionaler Prozess zur Beeinflussung v. Verhaltensstörungen + Leidenszuständen, die für behandlungsbedürftig gehalten werden mit psychologischen Mitteln in Richtung eines definierten Ziels
  • Wie lauten die Perspektiven v. Gesundheit? - der Zustand vollkommenen körp., seel. + soz. Wohlbefindens- der Zustand optimaler Leistungsfähigkeit eines Individuums für die wirksame Erfüllung - der Rollen + Aufgaben, für die es sozialisiert worden ist- die leistungsfähige Person, diejenige die ihren normalen Rollenerwartungen optimal nachkommt die die Alltagsanforderungen zu bewältigen vermag der nicht die besondere Rolle des Kranken zugeschrieben werden muss - funktionale Aspekte: subjektives Wohlbefinden Funktionieren in Rollenbereichen Ausmaß erfolgreichen Copings Lebensqualität
  • Wie lauten die Perspektiven v. Krankheit? biologisch veränderter Zustand des Körpers Erleben v. Unwohlsein o. Beeinträchtigung zugeschriebene Krankenrolle mit Ansprüchen + Privilegien Diagnose
  • Was besagt das traditionelle medizinische Modell? Beschwerden, Abweichungen körp. + seel. Funktionen + Verhaltensauffälligkeiten sind auf 1 primäre Störung im Sinne eines spezifizierbaren Defekts zurückzuführen Defekt ist in der Person gelegen + bildet eigentliche Krankheit Defekt ist zurückzuführen auf eindeutige Ursache bzw. wiederkehrendes Muster v. Ursachen → Ursache v. Krankheit ist grundsätzlich körperlicher Art (Substrat)
  • Was kennzeichnet dimensionale Störungskonzepte? Annahme der Kontinuität von normal zu unnormal (Skala) psychische Störungen = extreme Abweichungen normaler psychischer Prozesse oft keine eindeutigen „natürlichen“ Grenzen, die gesund v. krank klar trennen Aussage über den Schweregrad einer Störung → trotzdem Überführung in kategoriale Modelle möglich zur Definition v. Krankheiten sind meist Konventionen + Zusatzannahmen nötig
  • Was kennzeichnet die Störung als Abweichung von einer Norm? - Beobachtung einer Abweichung - Bewertung anhand von Normen: statistische: Häufigkeitsverteilungen + Kriterienwerte funktionale soziale: Normverletzung → Toleranz, Übersehen, etc. vs. Etikettierung/Stigmatisierung/Rolleneinnahme als Antwort auf Stigmatisierung Idealnorm = gesellschaftlich definierte Verhaltensnorm Expertennorm - subjektive: Maßstab ist eigene Befindlichkeit o. subjektive Einschätzung durch andere Nicht-Übereinstimmung zw. Selbst- u. Fremddefinition Bewertung bzgl. Änderungsbedürftigkeit (DSM)
  • Wie lauten die Schritte des diagnostischen Vorgehens? ·       Beziehungsaufbau + allgemeiner Eindruck ·       klassifikatorische/kategoriale Diagnose ·       somatische Diagnostik ·       Analyse des Interaktionsverhaltens ·       Analyse des Problemverhaltens ·       biographische Anamnese ·       weitere diagn. Maßnahmen vor + während der Therapie
  • Was kennzeichnet frühere klassifikatorische Diagnostik? ·       relativ breiter Interpretationsspielraum in Terminologie ·       wenig explizite Definitionen ·       enthielten viele ungeprüfte theoretische Annahmen ·       Folgen: Unzuverlässigkeit (geringe Reliabilität) keine/geringe Validität keine Übereinstimmung zw. Diagnosen unterschiedlicher „Schulen“ + Länder hohe Stigmatisierungsgefahr keine sinnvolle Sprache für alle an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen
  • Wie lauten Ursachen d. mangelnden Reliabilität + Validität der DSM-III-Vorläufer? mangelnde o. fehlende Operationalisierungen der diagnostischen Kategorien unsystematische Verwendung versch. theoretischer Begriffe aus versch. theoretischen Orientierungen ungenaue o. fehlende Beschreibung der Dauer, Schwere + anderer assoziierter Merkmale von Syndromen Fehlen zuverlässiger Zuordnungsregeln auf der Syndromebene Überschneidungen bei den diagnostischen Kriterien fehlende Anwendungsregeln für das Gesamtsystem
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  • Wie lauten die Merkmale des DSM? deskriptiver Ansatz (Deskription statt Interpretation): Störungsdefinition durch klinische Merkmale Darstellung klinischer Merkmale auf möglichst niedrigem Niveau von Schlussfolgerungen Gliederung von Störungen ohne bekannte Ätiologie aufgrund gemeinsamer klinischer Merkmale Klassifikation von Störungen, nicht von Individuen Operationalisierung: Einführung spezifischer inhaltlicher + zeitlicher Diagnosekriterien Betonung offen erfassbarer Verhaltensweisen detaillierte + systematische Beschreibung der einzelnen diagnostischen Kategorien Konzept multipler Diagnosen statt Störungshierarchie (Komorbidität) Konzept der Multiaxialität
  • Was sind Symptome? ·       Zeichen einer Störung ·       objektiv beobachtbar o. subjektiv erlebbar ·       meist über psychometrische Skalen quantifizierbar
  • Was ist ein Syndrom? ·       überzufällig häufige o. typische Muster v. Symptomen ·       kategorial o. typologisch definiert ·       zusammengesetzt aus obligaten o. fakultativen Symptomen
  • Was ist eine Diagnose? Zusammensetzung aus Symptomen, Syndromen + Zusatzkriterien definiert als eigentliche Krankheitsbezeichnung enthält Zusatzannahmen: Zeitdauer, Verlaufskriterien, Schweregradkriterien, ätiologische Merkmale Differentialdiagnose: enthält Ausschluss- u. Hierarchieregeln
  • Was versteht man klassifikatorisch unter einer psych. Störung? ·       eine Reihe von miteinander korrelierten Symptomen ·       Symptome treten über bestimmten Zeitraum auf ·       Symptome führen zu Beeinträchtigung + Leid ·       Symptome treten auf versch. Ebenen auf: physiologisch kognitiv: Veränderung der Infoverarbeitung + der Inhalte im Verhalten