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STEX 2015 (Fach) / Neurologie (Lektion)

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  • Einteilung SHT Leichtes SHT = GCS-Score 13-15Mittelschweres SHT = GCS-Score 9-12Schweres SHT = GCS-Score ≤ 8 Indikation zur endotrachealen Intubation: Bei Werten ≤ 8 zur Sicherung der Atemwege und Gewährleistung einer suffizienten Beatmung
  • Epidurales Hämatom Meist ausgehend von rupturierter A. meningea media nach Schädel-Hirn-Trauma Postoperativ (nach intrakraniellen Eingriffen) im MRT/CT bikonvex kann sich sofort oder nach symptomfreien Intervall präsentieren Th: Sofortige Entlastung!
  • SDH Ass. mit: Hohen Alter Gerinnungshemmung Symptome können sich direkt nach dem Trauma oder langsam über mehrere Wochen entwickeln Akuter Verlauf Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Beeinträchtigung der Vigilanz (somnolent bis komatös) Häufig ipsilaterale Mydriasis (auch beidseitig möglich)  und kontralaterale Herdsymptomatik/Hemiparese  Subakuter oder chronischer Verlauf auch über einen Zeitraum von mehreren Wochen möglich: Kopfdruck, psychomotorische Verlangsamung und mnestische Funktionseinschränkungen
  • Therapie SDH kleine SDH ->konseravtiv große SDH->Entlastung
  • SAB - Prodromi Warnblutung ("warning leak")⇒ Heftiges Kopfschmerzereignis Tage bis Wochen zuvor durch sogenannte Warnblutung mit sehr hoher Gefahr einer RezidivblutungWird oft vom Patienten nicht ernst genommen und/oder vom Arzt nicht erkanntAugenmuskelparesen ⇒ Durch Druck des wachsenden Aneurysmas auf die motorischen Augenmuskelnerven
  • Vasospasmusprophylaxe SAB Calciumantagonisten, z.B. Nimodipin i.v. bei Diagnosesicherung
  • SAB - Komplikationen Rezidivblutung (20% der Fälle) innerhalb der ersten 2 Wochen Die Gefahr ist 24h nach der Blutung am höchsten. 25% rezidivieren innerhalb des ersten Monats, 50% innerhalb des ersten halben JahresHydrocephalus (ca. 20% der Patienten) aresorptivus/communicans occlusus Vasospasmus (30% der Fälle) ab dem 4. Tag bis 2 Wochen danach Daraus entsteht in einem Drittel der Fälle ein ischämischer HirninfarktTägliche transkranielle Dopplersonographie dient zur Erkennung und Beurteilung des Verlaufs von Vasospasmen HirnödemHyponatriämie Glaskörperblutung, auch Terson-Syndrom genannt (ca. 20% der Fälle) Epileptische AnfälleKardiale Komplikationen: Herzrhythmusstörungen, Myokardeinblutungen und -ischämien
  • Pseudotumor cerebri - Epidemiologie Betrifft vor allem deutlich übergewichtige, junge Frauen zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr
  • Diffuse Kopfschmerzen, durch beidseitige Stauungspapille (selten einseitig) Visusminderung bis zur Erblindung, Schwindel und Tinnitus, deutlich adipöse 30 jährige Frau. V.D.? Pseudotumor cerebri
  • Therapie Pseudotumor cerebri Immer Gewichtsreduktion wdh. Liquorpunktionen Azetazolamid (hemmt Liquorproduktion) kann über eine begrenzte Zeit oral gegeben werden 10-20% bleibende Visusstörung!
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  • Hakim-Trias (Normaldruckhydrocephalus) Demenz Inkontinenz und kleinschrittiger breitbasiger Gangstörung
  • Ophthalmoplegia interna Bei leichter Druckschädigung des N. oculomotorius werden zunächst die parasympathischen Fasern geschädigt, was zu einer weiten, lichtstarren Pupille und gestörter Nah-Akkommodation bei erhaltener Augenmotilität führt
  • Ophthalmoplegia externa erhaltene autonome Innervation Ptosis (M. levator palpebrae), und Augenberwegungsstörungen
  • Syndrom der Fissura orbitalis superior Alle 3 Nerven für die Okulomotorik betroffen: N. oculomotorius (N. III), N. trochlearis (N. IV), N. abducens (N. VI) N. ophthalmicus = 1. Ast des N. trigeminus (N.V) → Hirnnerven-Syndrome
  • Keilbeinflügel-Syndrom Ursache: Keilbeinflügel-MeningeomKlinik Unilateraler, temporaler oder orbitaler KopfschmerzNicht-pulsierender ExophthalmusParese der durch die Fissura orbitalis superior ziehenden Hirnnerve
  • Sinus cavernosus Syndrom Schädigung aller Strukturen die durch den Sinus cavernosus laufen Alle Hirnnerven für die Okulomotorik: N. oculomotorius (N. III), N. trochlearis (N. IV), N. abducens (N. VI)N. ophthalmicus (V1) und Nervus maxillaris (V2) aus dem N. trigeminus (N. V) Sinus cavernosus Thrombose, A. carotis-Sinus-cavernosus-Fistel
  • Klinik: Foramen-jugulare-Syndrom Nervus glossopharyngeus (N. IX) Nervus vagus (N. X) Nervus accessorius (N. XI)
  • Foramen rotundum N. maxillaris (2. Ast des Nervus trigeminus) → Trigeminusparese
  • Foramen stylomastoideum Schädigung des N. facialis → Periphere Fazialisparese
  • Foramen ovale Schädigung des N. mandibularis (3. Ast des Nervus trigeminus) → Trigeminusparese
  • Spinaler Schock - Definition Definition: Akute Phase eines kompletten Querschnittsyndroms (potenziell reversibel) mit Läsion der gesamten afferenten und efferenten Leitungsbahnen des Rückenmarks
  • Hirntumoren - Klinik Frühsymptom sind psychische Veränderungen diffuse Kopfschmernzen Vigilanzstörungen, Hirndruckzeichen 15-20% epileptische Anfälle Erbrechen und Nauesa
  • Primärtumore bei Hirnmetastasen Primärtumor: Lungenkarzinom Mammakarzinom Malignes Melanom
  • Mantelkantensyndrom Ursache: meistens parasagittales Meningeom spastische Paraparese der Beine (initial Fußheberschwäche) und unkontrollierte Blasenentleerung
  • Meningeom - Ätiologie Zumeist solitäres Auftreten ohne erkennbare Ursache (auch hier findet sich in 60% der Fälle eine Mutation im NF2 Gen) Ionisierende Strahlung: Hochdosis (Atombomben, Schädelbestrahlung), aber auch Röntgenaufnahmen des Kopfes (z.B. für zahnärztliche Diagnostik) Multiples Auftreten bei Neurofibromatose Typ II
  • Visusstörung durch Druck auf den N. opticus, Exophthalmus. V.D.? Meningeom
  • Vestibularisschwannom - Klinik Zunehmende einseitige Schwerhörigkeit (Hochtonschwerhörigkeit) ist oft das erste Symptom Gangunsicherheit Schwindel, vor allem bei Belastung Tinnitus Spontannystagmus Hörsturz Spätsymptome Periphere Fazialislähmung Hypästhesie im 1. und 2. Trigeminusast