Geowissenschaft (Fach) / Geophysik - Wärmestrom- und Temperaturfeld (Lektion)

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  • Welche Wärmetransportmechanismen in der Erde sind von Bedeutung? – Wärmeleitung– Wärmestrahlung– Konvektion
  • Wie wird die Wärmestromdichte in Oberflächennähe gemessen? Welcher Gesteinsparameter ist dabei wichtig? – Wärmeflussdichte wird an der Oberfläche durch Wärmeproduktion im Gestein die Wärmeleitfähigkeitbestimmt
  • Durch welche Vorgänge wird in Gesteinen Wärme erzeugt? – Restwärme aus der Erdentstehung– Wärmeproduktion durch radioaktiven Zerfall (kontinental)– Wärme aus der abkühlenden Litosphäre und aus dem Mantel (ozeanisch)
  • Was lässt sich über die Temperatur in der Asthenosphäre und im äußeren Erdkern aussagen? – im Erdinneren (flüssiger Kern/plastische Asthenosphäre) v.a. Konvektionströme– d.h, vor allem interne Wärme– in der Erdkruste (oberster Bereich der Litosphäre) v.a. Wärmeleitung– externe Wärme z.B. Sonne– Asthenosphäre ca. 1500°C– äußerer Erdkern ca 2900°C
  • Welche Schlüsse lassen sich aus der Tatsache schließen, dass die Wärmestromdichte auf Kontinenten und Ozean im Mittel gleich ist? – kontinentale Kruste: ca. 57mW/m²– ozeanische Kruste: ca. 100 mW/m²
  • wissenswertes: – der Wärmefluss ist direkt am MOR am größten, weil dort ständig neues Magma nach fließt– somit wird neue Kruste gebildet (→ jüngstes Gestein hier)– je weiter man sich von einem MOR wegbewegt, desto geringer wird der Wärmefluss, weil das Gestein mitder zunehmenden Entfernung zur nach fliessenden Magma immer mehr abkühlt (älter werdendesGestein)– Dadurch, dass immer neues Krustenmaterial gebildet wird, verdrängt das neue das alte Material– erklärt weshalb im Mittel der Wärmestromdichte gleich ist– ozeanische Kruste ist noch „jung“, deshalb noch warm
  • Beschreiben Sie die vertikale Temperaturverteilung der obersten 100m der Erdkruste! Nennen Sie Ursachen der auftretenden Temperatur-Gradienten. – Geothermischer Gradient → 3K/100m– oberflächennah stärkere Gradienten infolge jahreszeitabhängigen Temperaturfluss