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angewandte pädagogische Psychologie. (Fach) / Depressionsprävention (Lektion)
Depression - Übersicht über die Störung und das Präventionsprogramm Lars und Lisa
Diese Lektion wurde von Anakazie erstellt.
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- bei Kindern problematisch anderes Erscheinungsbild häufig unterschätzt 3/4 bleiben unbehandelt, Rest oft erst nach Versagen
- Relevanz für das Gesundheitssystem bis 2020 auf Platz 2 (hinter Herz-Kreislauf-Erkrankungen) WHO 11 17 Mrd. Euro /Jahr in Dtl.
- MDE Klassifikation DSM5 A) mind. 2 Wochen 5 Kernsymptome: depressive VErstimmung, Anhedonie, Energieverlust (ICD 10) SPD-GST: SPD treffen im GaST B) Leiden C) keine Substanz D) nix anderes
- Zusatzcodierungen von Depression einzeln vs. rezidivierend (nach mind. zwei aufeinanderfolgenden symptomfreien Monaten)leicht, mittelgradig, schwermit psychotischen Merkmalenteil-, vollremittiert
- 7 Spezifizierungen von Depression mit Angst, gemischten Merkmalen, melancholischen Merkmalen, stimmungs(in)kongruenten psychotischen Merkmalen, Katatonie, peripartalem Beginn, saisonalem Muster
- Dysthymie nach DSM5 A) depressive Verstimmung mind. 50 % d. Tage über 2 Jahre B) mindestens 2/6: HASKES C) nie mehr als 2 Monate nix D) Kriterien für eine MDE können permanent erfüllt sein E) nie manisch, hypomanisch F) nix anderes
- Zusatzspezifizierungen zur Dysthymie früher (vor 21. Lj.) vs. später (21. Lj. oder später) Beginnreines dysthymes Syndrom (keine Major Depression in letzten 2 Jahren)persistierende Major Depression (Kriterium D.)intermittierende Major Depression mit / ohne aktuelle Episode (mind. 8 Wochen Major Depression nicht erfüllt) => nahezu Analog zur MDE
- Disruptive Affektregulationsstörung - keine Überdiagnose und –behandlung von bipolaren Störungen bei Kindern - anhaltende Irritierbarkeit und häufige und extreme mangelnde Verhaltenskontrolle - Hauptmerkmal: wiederholte Wutausbrüche, welche nicht episodisch verlaufen (anders als etwa bei der Bipolaren Störung)
- Depression Störungsbeginn 4 Punkte - in KA selten vollständiges Syndrom - in KA keine Geschlechtsunterschiede - Anstieg der Prävalenz von 13 bis 18 (10 VPr) - im JA eine der häufigsten und schwerwiegendsten psy. Erkr. w>m = 2:1
- Depression Verlauf - unbehandelt -> meist chronisch-rezidivierend: 40-90 % mind. 1 weitere Episode - unabhängig von irgendwelchen Faktoren, außer: schneller Rückfall bei frühem Ausbruch und Dysthymie - erhöht Risiken für andere psychische Störungen später
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- Depression Komorbiditäten allgemein - Verschlimmern alles noch mehr - 40-70 % aller KiJu mindestens 1 weitere Störung - am Häufigsten: Angst, Externalisierungsstörungen (ADHS, SSV)
- Depression Komorbiditäten bei Jugendlichen Bei depressiven Jugendlichen - Angststörung (soz. Phobie, general. Angststörung) - Störungen durch Substanzkonsum - Essstörungen Geschlechtsunterschiede: - Mädchen: Angst- und Essstörungen, - Jungen: Externalisierungsstörungen, ADHS und Substanzkonsum
- Ätiologie von Angststörungen als Komorbiditäte von Depression i.d.R vor erster depressiver Episode - Symptomüberlappunge: wg. dysfunktionale Emotionsregulation / negative Affektivität als gemeinsame Fehlanpassung / Persönlichkeitsdisposition => physiologische, verhaltensbezogene, kognitive & soziale Beeinträchtigungen -> unangemessene Regulation/ Bewältigung negativer Erfahrungen/ Gefühle=> je nach Entwicklungsstand: Angst, Depression oder Mischung als primärer Ausdruck dysfunktionaler Emotionsregulation=> Angststörungen entwicklungsgemäß früher; Depression erst später (kognitive Entwicklung)
- Ätiologie von Externalisierungsstörungen als Komorbidität von Depression - 4 Möglichkeiten „larvierte“ Depression - Somatisiert - jüngere Kinder agieren Traurigkeit & Niedergeschlagenheit in aggressiven Verhaltensweisen aus (APA, 2000) neu: DSM-5: Disruptive Affektregulationsstörung (eigene Ätiopathogenese & nosologie) Depression als Folge der Externalisierungsstörung (Ablehnung -> Depr.)Depression erhöht Risiko für Externalisierungsstörungen: Depr -> red. sicherheitsbedürfnis, Gleichgültigkeit, Ablehnung, Rückzug von prosozialen -> Agressiv & Delinquent -> Cliquen
- Substanzmissbrauch: Ätiologie als Klomorbidität von Depression 1. Selbstmedikation 2. Substanzmissbrauch -> negative Begleiterscheinungen (sozial, finanziell) oder biologische Mediationswege
- psychosoziale Beeinträchtigung als Komorbidität von Depression Entwicklungsbeeinträchtigung: emotional und kognitiv (Folge oder Ursache?) kann auch Ursache für Rückfall sein
- Suizidalität und Depression immer problematsich, besonders bei Jugendlichen mit 12 % nach Verkehrsunfällen bei Jugendlichen häufigste Todesursache >90 % der Selbstmorde im JA im Zusammenhang mit Psychischen Störungen, >50 % mit depressiven v.a. männlich, zusätzlich Substanz oder Sozialverhalten
- Schwierigkeiten bei der Diagnose einer Depression im KA zentrale Elemente: Erleben (selbstreflexion, sprachliche Fähigkeiten, Achtung kinder und betroffenheit) => andere Quellen Vermeidungs/Verleugnungstendenz => andere Quellen untypische Symptome
- Kognitive Störungsmodelle Depression allgemein berücksichtigen Risiko- und Schutzfaktoren KVT am effektivsten ursprünglich für Erwachsene, aber Gültigkeit belegt
- Kognitive Modelle der Depression Beck's kognitive Triade Abramson's Hoffnungslosigkeitsmodell Lewinsohns's multifaktorielles Modell
- Beck's kognitive Triade kognitive Fehler: Minimierung, Maximierung, Übergeneralisierung... kognitive Triade: Negatives Selbst, Interpretaion der Umwelt, Erwartungen an Zukunft automatische negative Gedanken
- Abramsohns's Hoffnungslosigkeitsmodell Attributionsstil: global, internal, stabil und/oder schreckliche Konsequenz und/oder Negativer Schluss auf eigenes Selbst
- Lewinsohn's multifaktorielles Modell: 1 Besonderheit Selbstaufmerksamkeit nach innen!
- Intervention bei Depression: allgemein niedrigschwelligst Pharma + Psycho unter Umständen (teil)stationär
- KVT bei Depression mindestens 3 Module: - positive Aktivitäten - Kompetenztraining - Kognitive Umstrukturierung => mit am effektivsten!
- Reattributionstraining - Bezüge zu? Heider, Kelley, Weiner
- Reattributionstraioning: Ziel Destabilisierung des dysfunktionalen Selbstbewertungssystems ( kognitive Umstrukturierung)
- Reattributionstraining - Annahmen Attributionen sind subjektivAttributionen sind handlungsrelevantAttributionen sind erlernbar
- Reattributionstraining Zahlen Ziegler und Heller 231 GymnasiastInnen mit ungünstigem Attributionsstil12 Trainingsklassen und 14 Kontrollklassen Trainingsdauer 12 Wochen
- Reattributionstraining: vor Beginn Training der Lehrer -> Einführung in Attributionstheorie, Einüben von attributionalen Rückmeldungen (attributionales Feedback)
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- Attributionales Feedback bei Erfolg Begabung Anstrengung Konsistenz (dich kann man immer fragen!) Konsensus (nur wenige!)
- attributionales Feedback bei Misserfolg mangelnde Anstrengung Konsensus (nur wenige habens geschafft) Zufall
- Ergebnis des Reattributionstrainings Reduktion unerwünschter Attributionen Motivation Leistung Noten
- Depression: 4 Take Home Therapiemodule an Erwachsenen ausgerichtet -> nicht genug Berücksichtigung fast keine KVT Effektivitätsstudien bei Kindern kaum Untersuchung der Kombi KVT + Pharma bei Kindern Effektivität therapeutischer Intervention bei Komorbiditäten fast nicht untersucht
- Lars und Lisa name und Autoren Lust an realistischer Sichtweise und Leichtigkeit im Sozialen Alltag Pössel, Horn, Seemann & Hautzinger
- Lars und Lisa - Alter, Organisation 12-16 universelle Prävention von Depression 2 Trainer 12 bis max. 24 Teilnehmer, geschlechtshomogen empfehlenswert
- Lars und Lisa 4 Ziele Aufbau funktionaler KognitionenFörderung sozialer KompetenzenFörderung allgemeiner LebenskompetenzenVerringerung der Häufigkeit emotionaler Beeinträchtigung und affektiver Störungen = Ressourcen für Pubertät
- Lars und Lisa zentrale Lern- und Handlungsfelder Selbstregulation von Gedanken, Emotionen und Handlungen Ressourcenorientiert denken und Probleme lösen Wertschätzend kommunizieren und handeln Lösungsorientiert Konflikte und Stress bewältigen Kontakte und Beziehungen aufbauen und halten
- Ansatzpunkt von Lars und Lisa Modell von Dodge: Enkodieren (Wahrnehmungsverzerrung) -> Mentale Repräsentation (Attribution, kogn. Triade)-> Vorbereitung der Reaktion (gespeicherte Alternativen) -> Evaluation der Reaktion (Beurteilung) -> Umsetzung
- Bausteine von Lars und Lisa 5, bis auf erste immer Doppelstunden 1. Find your aims 2. Magische Spirale -> Kognition, Verhalten, Emotion Zusammenhang 3. THINK -> dysfunktionale Kognitionen 4. Just do it -> Selbstsicherheit 5. Get in Touch -> soziale Kompetenzen
- Ablauf einer Doppelstunde bei Lars und Lisa: grob 5 Punkte Sitzkreis, Rückgabe des Wissenstests neue Aufgaben Wissenstest Praxisrelevanz Evaluation
- Magische Spirale bei Lars und Lisa - 1 Doppelstunde Zusammenhänge von Gedanken, Gefühlen, verhalten: physiologisch, Unterschiede etc. Runterzieher und Aufbauer Arbeitsblätter, Emotionsscharade (danach Geschichten dazu überlegen), Beispielgeschichten Alltagsbezug: Runterzieher im Alltag erkennen
- Evaluation von Lars und Lisa - Bewertung von kognitiv und sozialem Bereich: 2 - Positive Berichte auf selbsterlebte Depressivität - Jugendliche mit geringer SWE profitieren + Positive Effekte auf SW und Aggression
- Vorteile universeller Prävention geringere Drop-outs stärkere Jugendliche als modell keine Stigmatisierung Umfeld verändern statt Abgrenzen von Gefährdeten
- Positiv an Lars und Lisa universell Methodenvielfalt Alltagsbezug Interaktivität Wiederholung, Verknüpfung
- Negativ an Lars und Lisa -> 6 Punkte Wissenstest -> schulisch aufwendig Rollenspiele nicht für alle nötig/geeignet schwierige Thematik für Gruppenprävention einsitig auf Soziale Interaktion abhängig vom kognitiven Entwicklungsalter (unterschiede in Klasse!)