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Pflanzenkunde (Fach) / Straßenbäume (Lektion)
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- Aesculus hippocastanum Gewöhnliche Rosskastanie Familie: Sapindaceae Herkunft: Nordgriechenland, Albanien, Ostbulgarien, in feuchten Gebirgswäldern auf nähr- stoffreichen, tiefgründigen Sand- und Lehmböden. Seit dem 16. Jhd. in Mitteleuropa eingebürgert. Wuchs: Höhe 25 (bis 30) m, Breite 20 (bis 25) m. Großer Baum mit breiter bis hochgewölbter, dicht geschlossener Krone, untere Zweigpartien im Alter malerisch überhängend. raschwüchsig Blüte: Weiß, gelbrot gefleckt, in 20 bis 30 cm langen, aufrechten Rispen, interessant ist der Farbwechsel der Blüte, die Saftmale sind zuerst gelb, am 2. Tag ziegelrot, dann karminrot, Mai. Früchte: Groß, stachelig, mit 1 bis 2 glänzend dunkelbraunen Samen (Kastanien). Blätter: Sommergrün, gegenständig, Blattstiel und Spreite je 10 bis 20 cm lang, handförmig, 5- bis 7teilig, dunkelgrün, Herbstfärbung leuchtend gelb bis braun. Rinde/Borke: Triebe graubraun bis 2 cm dick, im Alter dunkelgraue Schuppenborke. Wurzel: Herzwurzelsystem, tiefgehend und weitstreichend, mit hohem Anteil von Feinwurzeln, aber auch stärkeren Seitenwurzeln im oberen Bereich. Standort: Sonnig bis absonnig. Boden: Keine besonderen Ansprüche, liebt frische bis feuchte, tiefgründige, nährstoffreiche Böden, schwach sauer bis alkalisch, kalkverträglich, empfindlich gegen Oberflächenverdichtung. Schädlinge und Krankheiten: Kastanienmoniermotte, die Larven der Motten verursachen durch Fraßschäden einen vorzeitigen Blattfall. Bemerkungen: Sehr frosthart, empfindlich gegen Immissionen und Salz, Kastanienblüten produzieren viel Nektar, sehr gute Bienenweide.
- Alnus glutinosa Schwarzerle Familie: Betulaceae Herkunft: heimisch; Auen (Weichholzauen) und feuchte Niederungen in ganz Europa, Sibirien aber auch Nordafrika Wuchs: Stamm bis in die Krone gerade; lockerer Wuchs; bis 30m hoch Blüte: März bis April, Kätzchen Früchte: gestielt, schmal geflügelte Nuß in verholzten Zapfen Blätter: verkehrt eirund, ungleichmäßig gesägt, an der Basis keilig, Spitze stumpf oder ausgerandet; mit 5 bis 8 Nervenpaaren, jung klebrig, oberseits dunkelgrün, oft glänzend, kahl, unterseits wenig heller, rostgelb achselbärtig, bis zum Frost grün Rinde/Borke: stark längsrissig; schwarzbraun Wurzel: haben Knöllchenbakterien und können Luftstickstoff binden Standort: Pioniergehölz; verträgt viel Bodennässe aber keine längeren Überflutungen; hohe Rauchverträglichkeit Boden: kalkarm, nährstoff- und basenreich Verwendung: Kippenbegrünung; Renaturierung von Gewässerrandstreifen, kann auf den Stock gesetzt werden und bildet dann mehrstämmige, große Sträucher
- Betula pendula Hängebirke Familie: Betulaceae Herkunft: europäische Art, bis Asien vorkommend; Verbreitungsschwerpunkt Rußland und Skandinavien (boreale Zone; z.T. landschaftsprägend); in Zentraleuropa mit Waldkiefer und Stieleiche vergesellschaftet; lichte Laub- und Nadelwälder, Waldränder, Heiden und Brachflächen Wuchs: Höhe ca. 20-30 m; Breite ca. 6 m; großer Baum mit schlanker, aufrechter Krone; Äste dünn, aufrecht, meist spitzwinklig ansteigend; Zweige waagerecht abstehend, später überhängend; raschwachsend Blüte: März - April; gelbgrün; nur männliche Kätzchen auffallend, 5 - 10 cm lang, bereits im Spätsommer des Vorjahres sichtbar; weibliche Kätzchen aufrecht, schlank, 2 - 4 cm lang, grün Früchte: 3mm lange, dünn geflügelte Nuss; versamen sich stark Blätter: dreieckig bis rautenförmig, 3 - 7 cm lang; im Austrieb hellgrün, später frisch grün bis dunkelgrün; lang zugespitzt; am Rand doppelt gesägt, kahl, anfangs oft klebrig; Stiel kahl; früher Austrieb; Herbstfärbung gelb Triebe: fühlen sich oft etwas klebrig an, da mit vielen warzigen Harzdrüsen besetzt Rinde/Borke: glänzend weiß, mit dunklen quergestellten Korkwarzen, blättert mit feinen papierartigen Querstreifen ab; Borke schwärzlich, hart, tief längsrissig (Streifenmuster); Stamm im Alter am Grund dunkel Wurzel: flach ausgebreitet, oberflächennah, durch viele Feinwurzeln verfilzend; mäßig tief aber intensiv wurzelnd Standort: sonnig bis absonnig; Lichtbaumart; von der Ebene bis in die subalpine Stufe; aus- gesprochen frosthart, rauchhart Boden: anspruchslos; gedeiht noch auf sehr trockenen, nährstoffarmen, sauren bis neutralen Sandböden, verträgt aber auch hohe Bodenfeuchtigkeit (sauer und staunaß; in Wasserbereichen mit saurem pH-Wert (Hochmoore) ersetzen Birken oft Erlen); lockerer Boden (steinig, sandig, flachgründig), auch Trümmerschuttböden Pflege: zehren den Boden stark aus und brauchen viel Wasser, daher von vornherein auf richtigen Standort achten; Rückschnitt wird nur schlecht vertragen Verwendung: Einzel- oder Gruppengehölz zur schnellen Begrünung neuer Anlagen; best.Sorten auch für kleinere Gärten; als flachwurzelnde Bäume mit dichtem Wurzelfilz unter der Oberfläche schlecht für Unterpflanzung geeignet; Pioniergehölz, Windschutzpflanzung, Straßenbaum; auch als Stadtbaum zu pflanzen (bes. Schuttböden); geeignet als Alleebaum; Freistand notwendig Bemerkung: setzen viel Wasser um, obwohl z.T. auf trockenen Standorten vorkommend; werden nur bis zu 120 Jahre alt (Vorwaldbaumart, die nachfolgenden Bäumen Boden "vorbereitet"; z.B. ersetzt durch Eichen und Kiefern, da konkurrenzschwache Art)
- Carpinus betulus Hainbuche Familie: Betulaceae Herkunft: Laubmischwälder, Gebüsche und Hecken des Tief- und Hügellandes in Europa, Kleinasien und im Kaukasus Wuchs: Höhe bis 25 m, Breite bis 10 m; mittelgroßer kurzstämmiger Baum mit sehr variabler Form; Krone breit kegelförmig; Hauptäste straff aufrecht, Zweige breit ausladend, später überhängend; Stamm drehwüchsig, kurze spindelförmige Knospen Blüte: Mai; grünlich gelb in hängenden Kätzchen; einhäusig verteilt; männliche Kätzchen an vorjährigen Trieben; die weiblichen endständig an diesjährigen Trieben; Windbestäubung Früchte: dreilappige Frucht mit Nüßchen, oval, etwas zusammengedrückt, gerippt Blätter: frischgrün; oval bis breit lanzettlich; eilänglich; 5 - 11 cm lang; doppelt gesägt, kahl; 10 - 12 Paar Seitennerven zum Blattrand hin nicht oder selten verzweigt, deutlich herausgehoben (gefältelt wirkend); Stiel oft rötlich; Herbstfärbung gelb bis braun, lange anhaftend Rinde: glatt, grau, netzartig gemustert; später leicht rissig; kaum Borkenbildung; Stamm „spannrückig“ (mit spiraligen Längswülsten und Furchen durch den Drehwuchs) Wurzel: herzförmig ausgebreitet, hoher Anteil an Feinwurzeln, Symbiose mit Mykorrhiza- Pilzen Standort: sonnig bis absonnig, schattenverträglich; rauchhart und Stadtklima vertragend, frosthart Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich (humos), tiefgründig, feinerdig, lehmig, sauer bis alkalisch; trockene Sandböden sind ungeeignet, verträgt Staunässe Verwendung: Einzelstellung, Gruppen; Gebüsche, Heckenpflanzung, da gut schnittverträglich; Bodenfestiger, ganzjährig Windschutz, Vogelschutz, Sichtschutz (altes, trockenes Laub wird größtenteils erst abgeworfen, wenn Neuaustrieb erscheint) Pflege: im Alter radikale Verjüngung vertragend, da über Stockausschläge und Wurzelausläufer schnell regenerierend; auch bei überalterten Hecken möglich Schädlinge und Krankheiten: verschiedene Raupen, Blattläuse, Spinnmilben, Gallmilben; Rotpustelkrankheit Bemerkung: schwerstes Holz unter den einheimischen Baumarten; äußerst elastisch, fest; Spezialholz für Gebrauchsgegenstände, die mechanisch stark belastet werden; sehr schnittverträglich; hohes Stockausschlagsvermögen; Höchstalter 150 Jahre; verrottetes Laub gibt wertvollen Laubkompost und wirkt in hohem Maß bodenverbessernd Sorten: `Fastigiata‘, säulenförmiger Wuchs `Pendula‘, Trauerform `Purpurea`, rote Blätter
- Corylus colurna Baum-Hasel Familie: Betulaceae Herkunft: Von Istrien, Bosnien, Südosteuropa über Kleinasien, den Kaukasus bis zum Himalaja, als Einzelbaum, aber auch bestandsbildend in Wäldern auftretend. Wuchs: Höhe 15 – 20 m, Breite 8 – 12 m. Stattlicher, mittelgroßer bis großer Baum mit regelmäßiger, breit kegelförmiger Krone und meist sehr geradem, bis zum Wipfel durchgehendem Stamm. Blüte: Männliche Blütenkätzchen grüngelb, bis 12 cm lang, zu mehreren vereint, Blütezeit ist sehr früh, manchmal schon im Februar, normal März/April. Früchte: Nüsse sitzen in Büscheln, umgeben von einer tief zerschlitzten, drüsigen Hülle, eßbar. Blätter: Sommergrün, wechselständig, breit eiförmig, 8 – 12 cm lang, doppelt gesägt, auch kurz gelappt, dunkelgrün, Herbstfärbung goldgelb. Rinde: Triebe grau bis hellgelblichgrau, alte Borke hellgrau bis bräunlich, korkig, längsrissig. Wurzel: Herzwurzelsystem, Hauptwurzeln tiefgehend, Feinwurzeln oberflächennah. Standort: Sonne bis Halbschatten Boden: Liebt tiefgründigen, anlehmigen kalkhaltigen Boden, ist aber andererseits sehr anpassungsfähig, auch was den pH-Wert betrifft, und gedeiht noch gut auf trockenen, schwach sauren Standorten. Verwendung: Einzelstellung, Gruppen; Gebüsche, Heckenpflanzung, da gut schnittverträglich; Bodenfestiger, ganzjährig Windschutz, Vogelschutz, Sichtschutz (altes, trockenes Laub wird größtenteils erst abgeworfen, wenn Neuaustrieb erscheint) Bemerkung: Wärmeliebend, extrem hitzetolerant, trockenresistent, stadtklimafest, ziemlich frei von Krankheiten und Insektenbefall
- Cercidiphyllum japonicum Lebkuchenbaum Familie: Cercidiphyllaceae Herkunft: Japan, West- und Mittelchina Wuchs: kleiner, oft mehrstämmig wachsender Baum oder Großstrauch mit zunächst trichterförmiger, im Alter breitkegelförmiger, rundlicher und zuletzt auch schirmförmiger, malerischer Krone Wuchshöhe: 8-10 m und 4,5-7 m breit, im Alter meist breiter als hoch Blüte: Pflanze ist zweihäusig, männliche Blüten einzeln oder in Köpfchen, weibliche Blüten mit sehr dekorativen, leuchtend purpurroten Narbensäumen, vor Laubaustrieb Früchte: 15-22 mm lang, leicht gebogene Hülsen Blätter: sommergrün, meist gegenständig, breitrund, kerbig gesägt, bis 8 cm lang, frischgrün bis bläulich, Blattstiel rot gezeichnet, früher karminroter Austrieb, Herbstfärbung orangerot, begleitet von einem Duft nach Zimt und Karamel. Rinde/Borke: graubraun, längsrissig, Triebe rotbraun glänzend, mit roten hellen Lentizellen Wurzel: Herzwurzel mit hohem Feinwurzelanteil im oberen Bodenbereich Standort: sonnig bis absonnig Boden: bevorzugt tiefgründige, frische, nährstoffreiche, saure bis alkalische Böden Verwendung: Solitärbaum in großen Garten- oder Parkanlagen
- Fagus sylvatica Rotbuche Familie: Fagaceae Herkunft: Laub- und Nadelmischwälder in Europa und Nordafrika; Tieflagen bis in die montane Stufe, in Südeuropa nur im Gebirge; ursprünglich weite Teile Mittel- und Westeuropas bedeckend; in Mitteleuropa die bestimmende Waldbaumart, da sehr konkurrenzstark, fehlt nur auf sehr trockenen und sehr feuchten Standorten Wuchs: Höhe bis 40 m, Breite bis 25 m; großer heimischer Baum; Stamm durchgehend bis weit in die Krone; Hauptäste dick und stark verzweigt; Zweige im Alter stark überhängend; Krone breit ausladend, hochgewölbt, dicht; lange spindelförmige Knospen Blüte: Mai; grüngelb, unauffällig; einhäusig verteilt; männliche in langgestielten, kugeligen hängenden Kätzchen, weibliche zu je zwei in aufrechten filzigen Köpfchen (weichstacheliger Fruchtbecher); Windbestäubung Früchte: ab September; je 2 scharf dreikantige, 1 - 2 cm lange Nüsse (Bucheckern) in einem verholzten, stacheligen Fruchtbecher, der sich zur Reifezeit mit vier Klappen öffnet; Becherfrüchtler, da weiblicher Blütenstand von einem becherförmigen, im Zuge der Reife verholzenden Fruchtbecher mehr oder weniger umschlossen (ebenso Eiche und Edelkasta- nie), fruchten nur in manchen Jahren besonders reichlich Blätter: sommergrün; oval, ei-elliptisch; 5 - 10 cm lang; ganzrandig, am Rand leicht wellig, anfangs seidig behaart, verkahlend; glatt; oberseits lebhaft grün, glänzend, unterseits hell- grün; Herbstfärbung gelb bis rotbraun; lange anhaftend, zum Teil bis zum Frühjahr; Sonnen- blätter hartlaubig, dunkler, rot; Schattenblätter groß, weich, grün-rot Rinde: grausilbrig, glänzend, bis ins hohe Alter glatt, kaum Borkenbildung Wurzel: dichtverzweigt, oberflächennah, weit ausgebreitet, hoher Anteil an Feinwurzeln; tiefwurzelnd Standort: schattig bis halbschattig, auch sonnig; Schattenbaumart; lichtempfindliche Stämme; rauchhart; vertragen innerstädtisches Klima nicht so gut; spätfrostempfindlich Boden: schwach sauer bis alkalisch; frisch bis feucht, aber durchlässig; nährstoffreich; ideal sind mittel- bis tiefgründige, gut durchlüftete, nährstoff- und basenreiche Lehmböden mit guter Wasserversorgung; empfindlich gegen Wechselfeuchte, Staunässe und Trockenheit sowie gegen Bodenverdichtung Verwendung: in weitläufigen Gärten oder Parks, Einzelstellung, Gruppen, freiwachsende und geschnittene Hecken, Sicht- und Windschutz, Waldbaum; Sorten auch in kleineren Gärten zu verwenden; wegen dichter Durchwurzelung des Oberbodens und des starken Schattenwur- fes kaum zum Unterpflanzen geeignet Schädlinge und Krankheiten: Blattläuse, Gallmücken, Buchenblatt-Baumlaus, Buchen- Wollschildlaus, Buchenspringrüßler Bemerkung: Buchenlaub verrottet schwer, daher möglichst nur zerkleinert und in kleinen Mengen auf den Kompost; angewelkt und gehäckselt gut zum Mulchen geeignet; häufigster und wirtschaftlich wichtigster Laubbaum, jedoch viele Buchenwälder zugunsten der Land- wirtschaft gerodet oder in Erwartung höherer Erträge in Fichtenwälder umgewandelt Konkurrenzvorteil als Schattenbaumart gegenüber lichtbedürftigeren Arten (z.B. Eichen, Eschen); Alter bis zu 300 Jahren; Stammdurchmesser bis 1,5 m; Holz ist schlicht rötlich-weiß, im Alter gelegentlich rötbrauner Farbkern; hart, schwer, fest, gut bearbeitbar; Bautischlerei, Herstellung von Möbeln, Eisenbahnschwellen, Haus- und Küchengeräten, Spielzeug und Zell- stoff; hoher Brennwert Sorten: über 200 Sorten, da Art sehr mutationsfreudig ‘Atropunicea’ (Blutbuche), metallisch glänzende, schwarzrote Belaubung, Höhe 20-30 m ‘Dawyckii’ oder ‘Fastigiata’ (Säulenbuche), straff säulenförmig bis schmal kegelförmig, Höhe 25 m ‘Pendula’ (Hängebuche), waagerecht abstehende Äste mit Zweigen bis zum Boden, Höhe 15-20 m ‘Purpurea Pendula’ (Trauerblutbuche, Rote Hängebuche), hängend mit rotem Laub
- Fraxinus excelsior Familie: Oleaceae Herkunft: Laubmisch-, Au- und Schluchtwälder in Europa und Vorderasien; Ebene bis mittle- re Berglagen, im Gebirge bis 1500 m hoch vorkommend; entlang von Flüssen und Bächen (auf nährstoffreicheren Böden der Hartholzauen, hier mit Ulmen vergesellschaftet; bilden den reichsten laubabwerfenden Wald, heute nur noch in Resten vorhanden) Wuchs: Höhe bis 40 m, Breite bis 15 m; großer Baum mit runder bis breitpyramidaler Krone; Stamm bis weit in die Krone durchgehend; Hauptäste regelmäßig verteilt, in der Jugend bogig aufrecht, später breit ausladend; locker verzweigt; Krone licht; schwarze, kegelförmige Knospen Blüte: April - Mai; gelblich grün; in seitenständigen, abstehenden bis überhängenden Rispen; Staubblätter braunrot bis violett; entweder nur männliche, nur weibliche (zweihäusig) oder aber männliche und weibliche (einhäusig) sowie auch zwittrige Blüten tragend (ungewöhn- lich!), Häufigkeit der Blütentypen von Baum zu Baum unterschiedlich; Blüte relativ unschein- bar durch Fehlen von Kelch und Krone; vor dem Laubaustrieb; Windbestäubung Früchte: ab August; Nußfrüchte; 3 - 4 cm lang; zungenförmig einseitig geflügelt; länglich; lange anhaftend, teilweise bis zum nächsten Frühjahr; in dichten Rispen herabhängend Blätter: sommergrün; gegenständig; unpaarig gefiedert; bis 30 cm lang; Blättchen eilänglich zugespitzt (lanzettlich oder oval), zu 7 bis 13 Teilblättern; 5 - 10 cm lang; oberseits dunkel- grün, unterseits hellgrün; am Grund und auf den Blattnerven weißlich behaart; Teilblättchen bis auf das Endblättchen ungestielt; am Rand fein gesägt; Laubaustrieb im späten Frühjahr; Herbstfärbung leuchtend gelb Rinde/Borke: graugrün, später grau, lange Zeit glatt; Borke dicht längsrissig Wurzel: herzförmig angeordnet, Pfahlwurzeln bildend (tiefwurzelnd), hoher Anteil an Feinwurzeln Standort: sonnig bis halbschattig; jung Halbschattenbaumart, im Alter Lichtbaumart; windgeschützt (Haus oder Bäume), da windbruchgefährdet, einige Sorten weniger anfällig für Windbruch; rauchhart, aber für Stadtklima nur bedingt geeignet; sehr frostempfindlich (treibt am spätesten aus von allen heimischen Bäumen), etwas wärmeliebend Boden: sauer bis stark alkalisch; kalkliebend (auch auf flachgründigen Kalkstandorten); frisch bis feucht (toleriert kurzzeitige Überflutung); tiefgründig; sehr nährstoff- und feinerdereich; empfindlich für Oberflächenverdichtung; höchste Ansprüche an Wasser- und Nährstoffversorgung Pflege: regelmäßiges Entfernen der Wildtriebe, die aus dem Boden sprießen; Schnitt sollte unterbleiben Verwendung: für weitläufige Gärten oder Parks; Einzelstellung, Gruppen; Schutzpflanzung; Straßenbaum; Ufer- und Böschungsbefestigung Schädlinge und Krankheiten: Gallmilben, Schildläuse, Eschenblattfloh Bemerkung: wird bis zu 300 Jahre alt; Pioniergehölz; höchster und mächtigster Baum in un- serem Verbreitungsgebiet; früher sehr weit verbreitet; dann Verbreitung sehr eingeschränkt, da die notwendigen fruchtbaren Böden in Äcker umgewandelt wurden; deshalb geringe forstwirtschaftliche Bedeutung; früher wurde Laub als Viehfutter genutzt, da weniger Gerbsäure enthaltend als Eichenlaub (Schnitt als „Kopfeschen“); sehr schnittverträglich;sehr hartes, schweres Holz, entweder einfarbig hell oder im Kern bräunlich; als Vollholz oder Furnier in der Möbelherstellung oder im Innenausbau; wegen hoher Festigkeit und Zähigkeit zur Herstellung von Leitern, Sportgeräten und Werkzeugstielen;in der nordischen Mythologie als heiliger Baum verehrt, die Weltesche Yggdrasil war nach Vorstellung der alten Germanen untrennbar mit dem Schicksal der Erde verbunden Sorten: ‘Atlas’: Krone schmal-kegelförmig, Äste spitzwinkelig ansteigend, weniger windbruchge- fährdet, Höhe 15-20 m ‘Pendula’, Hänge-Esche, Trauer-Esche, lockere, schirmartige Krone, Zweige bis auf den Boden hängend, Höhe bis 8 m ‘Westhofs Glorie`, schmalerer Kronenaufbau, gut geeignet als Straßenbaum
- Ginkgo biloba Familie: Ginkgoaceae Herkunft: China; Bergwälder der Provinzen Tschekiang und Szetschuan Wuchs: steif und steil nach oben ragende Äste (Nadelbaum-Habitus); mit zunehmendem Alter neigen sich die Astenden und breiten sich fächerförmig aus; 20 bis 25 m hoch Blüte: zweihäusig, unauffällig Früchte: gelbfleischige Samenschalen riechen nach Buttersäure, wenn sie überreif geworden sind; Kern ist hart und eßbar Blätter: entenfußartig, reingelbe Herbstfärbung; sommergrün Rinde/Borke: grau, an alten Stämmen tief gefurcht Standort: anspruchslos, außerordentlich stadtklimaresistent Boden: feuchte, gut wasserdurchlässige, tiefgründige, nährstoffreiche Böden Verwendung: Straßenbaum; Parkbaum Schädlinge und Krankheiten: nicht anfällig Besonderheiten: in China und Japan wegen Seltenheit und später auch wegen der medizinischen Bedeutung gepflanzt; in Europa ist aus Ginkgoblättern ein Extrakt gegen Durchblutungsstörungen entwickelt worden; in China wurden die gerösteten Kerne zu alkoholischen Getränken verarbeitet; 1730 erstes Exemplar in Europa charakteristische Kurztriebe; `Lebendes Fossil` (Ginkgo und sehr nah verwandte Formen waren im Erdmittelalter auf der Nordhemisphäre sehr weit verbreitet); Nacktsamer; erreicht ein hohes Alter Sorten: ‘Sentry‘ in Amerika gezogener besonders schlanker Straßenbaum, männlich; ‘Autumn Gold‘: männlich, breitkegelförmig mit auffallend leuchtend goldgelber Herbst- färbung ‘Pendula‘ hängende Äste ‘Fastigiata‘ säulenförmiger Wuchs
- Gleditsia triacanthos Amerikanische Gleditschie Familie: Leguminosae Herkunft: Nordamerika, in Mischwäldern Wuchs: Höhe 10 bis 25 m, Breite 8 bis 15 m. Großer Baum mit unregelmäßigem, offenem und lockerem Kronenaufbau, Hauptäste nur in der Jugend schräg aufwärtsstrebend, später waagerecht ausgebreitet, im Alter oft eine außergewöhnlich malerische Schirmkrone bildend. Blüte: Hellgrün, in 5 bis 7 langen Trauben, unauffällig, eingeschlechtig, duftend, honigreich, Blütezeit Juni/Juli. Früchte: Flach verdrehte, dunkelbraun glänzende, bis 40 cm lange, ledrige Hülse, die bis weit in den Winter am Baum bleiben, sehr auffallender Fruchtschmuck. Blätter: Sommergrün, wechselständig, einfach oder doppelt gefiedert, Fiederblätter mit 20 bis 30 länglich-lanzettlichen, bis 3 cm langen Blättchen, doppelt gefiederte Blätter mit 8 bis 14 Fiedern, hellgrün, im Herbst goldgelb, Färbung tritt sehr zeitig ein. Rinde/Borke: Triebe rotbraun, später olivbraun und grau, Dornen einfach oder verzweigt, an Ästen bis 8 cm lang, am Stamm bis 20 cm; Borke alter Stämme graubraun, oft auch schwärz- lich, in langen, schmalen tiefgefurchten schuppenartigen Platten sich ablösend, Borkenbild sehr dekorativ. Wurzeln: Dicke, fleischige, nur wenig verzweigte, sehr tiefgehende, weitstreichende Wurzeln, Kein Stickstoffsammler. Standort: Sonnige, windgeschützte Plätze. Boden: Insgesamt sehr bodentolerant und versagt selbst auf ärmeren Sandstandorten nicht. Bevorzugt werden gleichmäßig feuchte, nährstoffreiche Standorte. Verwendung: Straßenbaum; Parkbaum Bemerkungen: Leicht verpflanzbar, stadtklimafest, strahlungsfest, trockenresistent, salztole- rant, Holz etwas brüchig (Windbruchgefahr auf exponierten Standorten und Böden mit zu starker N-Versorgung) Sorten: ‘Sunburst‘ goldgelbe Blätter, dornenlos ‘Shademaster‘ es werden kaum Früchte angesetzt, dornenlos
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- Gymnocladus dioica Geweihbaum Familie: Leguminosae Herkunft: Nordamerika, auf feuchten, tiefgründigen Böden in Tälern und Flussniederungen Wuchs: mittelhoher Baum mit kurzem Stamm und ovaler Krone, später breit auseinander- strebend, im Alter auffallend dicht und kurz beastet, Triebe dick und knorrig Wuchshöhe: 12-15 m, 6-10 m breit Blüte: polygam oder eingeschlechtig, meist zweihäusig verteilt, weißlich, klein, am einjährigen Holz in endständigen, breitpyramidalen Rispen, weibliche Blütenstände bis 25 cm lang, männliche bedeutend kleiner, Juni Früchte: rotbraune Samen in 10-15 cm langen, braunen, bereiften Hülsen, giftig Blätter: sommergrün, wechselständig, doppelt gefiedert, außerordentlich groß, bis 80 cm lang und 50 cm breit mit 3-7 Fiederpaaren, Blättchen kurz gestielt, Ausstrieb rosa überlaufen, sehr spät, im Sommer blaugrün, im Herbst bei einigen Bäumen prachtvoll gelb Rinde/Borke: graubraun bis dunkelgrau, rau und tiefgefurcht, in schmalen Streifen abblätternd Wurzel: Hauptwurzel kräftig, tiefgehend und sehr weitstreichend, weinig verzweigt Standort: vollsonnig Boden: tiefgründig, nahrhaft, sehr anpassungsfähig, auch auf trockeneren Böden, schwach sauer bis stark alkalisch Verwendung: prachtvoller Einzelbaum, der mit seinen außergewöhnlich großen Fiederblättern eine beinahe tropische Atmosphäre verbreitet, als Solitär in großen Gärten und Parks zu verwenden
- Luiquidambar styraciflua Familie: Altingiaceae Herkunft: südöstliches Nordamerika, auf feuchten Böden in Tälern, Uferwäldern, auf Hängen in Laubmisch-Wäldern und als Pioniergehölz auf alten, nicht mehr bewirtschafteten Lände- reien Wuchs: mittelgroßer stattlicher Baum mit geradem, durchgehendem Stamm, in der Jugend kegelförmiger Kronenaufbau, später mehr rundliche, zuletzt offene Krone mit einzelnen starken, ausgebreiteten Hauptästen, Triebe grün bis bräunlich, später graubraun und mehr oder weniger mit Korkleisten besetzt Wuchshöhe: 10-20 m, 6-12 m breit Blüte: einhäusig, männliche Blüten in grünen endständigen und aufrechten, 5-7 cm langen Ähren, weibliche Blüten in hängenden langgestielten, kugeligen Köpfen, Mai Früchte: kugelig, aus vielen verhölzten Kapseln bestehend, 2,5-3 cm dick, an langen Stielen, ähnlich denen der Platane, haften oft noch lange am Baum Blätter: sommergrün, wechselständig, ahornähnlich, 5-7-lappig 12-15 cm breit, oberseits dunkelgrün, etwas glänzend, unterseits mattgrün, Adernwinkel bärtig behaart, Herbstfär- bung tiefpurpur, violettbraun, gelborange, scharlach oder weinrot Rinde/Borke: graubraun, Korkleisten Wurzel: herzförmig angeordnet, sehr weitstreichend, benötigt zur Ausdehnung viel Raum Standort: vollsonnig (wichtig zum Ausreifen und für eine attraktive Herbstfärbung), wärme- liebend, bedingt stadtklimafest Boden: frische bis feuchte, nahrhafte, durchlässige Böden, sauer bis neutral, kalkmeidend, ansonsten chlorotisch Verwendung: Einzelstellung, Gruppen; Allee- und Parkbaum
- Liriodendron tulipifera Tulpenbaum Familie: Magnoliaceae Herkunft: Östliches Nordamerika, auf feuchten gut durchlässigen Böden, in Tälern und an sickerfeuchten Hängen, in Mischwäldern, häufig aber auch in Reinbeständen Wuchs: hoher Baum mit schlanken, geradem Stamm und pyramidaler Krone, Hauptäste im Alter mehr auseinanderstrebend, im unteren Bereich oft malerisch herabhängend, Zweige im unteren Kronenbereich bis zum Boden überhangend, Wuchsformen können sehr unter- schiedlich sein, gelegentlich auch mit unregelmäßig ansetzenden, mächtigen, ausladenden Seitenästen Wuchshöhe: 25-35 m, 15-20 m breit Blüte: in Form und Größe einer Tulpenblüte sehr ähnlich, Grundfarbe schwefelgelb bis gelb- grün, innen an der Basis der Kronblätter orangefarbene Saftmale, Ende Mai bis Ende Juni Früchte: in aufrechten, spindelartigen, 6-7 cm langen Zapfen Blätter: sommergrün, wechselständig, auffallende, ungewöhnliche Blattform, im Umriss fast viereckig, mit jeweils einem sattelförmigen Mittellappen und zwei großen, geschwungenen Seitenlappen, frischgrün, Herbstfärbung prachtvoll goldgelb Rinde/Borke: grau, gefurcht Wurzel: Herzwurzel, fleischig, weit ausgebreitet, liebt ähnlich großen Wurzelraum wie Liquidambar Standort: sonnig Boden: nährstoffreich, tiefgründig, frisch bis feucht, sauer bis neutral (leicht alkalisch) Verwendung: große Garten- und Parkanlagen, bedingt für Stadtklima geeignet
- Parrotia persica Eisenholzbaum Familie: Hamamelidaceae Herkunft: Vorderasien, Nordiran, im kaspischen Urwald, Niederungswälder Wuchs: Großstrauch oder kleiner Baum, oft mehrstämmig, Hauptäste breit trichterförmig aufrecht, Seitenäste, weit ausladend, Triebe olivbraun, kahl, mit hellen Lentizellen Wuchshöhe: 6-10 m, im Alter wesentlich breiter als hoch bei bis zu 15 m, 30 m hoch und breit am Naturstandort Blüte: in kleinen Köpfchen, Staubgefäße leuchtend rot auf filzigen, sternförmigen Hochblättern, Blütenblätter fehlend, vor dem Ausstrieb im März Früchte: zweiklappige Kapseln, unscheinbar Blätter: sommergrün, wechselständig, verkehrt eiförmig, bis 10 cm lang und 6 cm breit, etwas ledrig, glänzend, dunkelgrün, unterseits hellgrün, im Ausstrieb rot gerandet, Herbstfärbung gelb oder orangerot bis hin zum violett überlaufenen scharlachrot, oft mehrfarbig und lange anhaltend Rinde/Borke: bräunlich, im Alter oft vielfarbig, dekorativ (platanenartig) abblätternd Wurzel: eher Flachwurzler Standort: sonnig (bis leicht absonnig), beste Färbung nur in voller Sonne Boden: anpassungsfähig, gedeiht auf allen kultivierten, nicht zu armen, durchlässigen Gartenböden, bevorzugt tiefgründige, frische bis feuchte Lehmböden, eher sauer Verwendung: Gärten, Park, Hecke, wärmeliebend, stadtklimafest, nicht krankheitsanfällig
- Platanus x hispanica Synonyme: Platanus x acerifolia, Platanus x hybrida Familie: Platanaceae Herkunft: wahrscheinlich Bastard zwischen P. orientalis und P. occidentalis Wuchshöhe: 20 m bis 35 m Wuchsbreite: 15 m bis 25 m Wuchskraft: schnellwüchsig Schnitt: vertragend Habitus: baumartig, breitkronig Wuchsformen: breit, abstehend, ausladend, durchgehender Stamm Blätter: grün, sommergrün, Herbstfärbung: gelb, Blattspreite: handförmig, spitzahornartig Blüten: A. Mai bis E. Mai, grün, gelb, eingeschlechtig, langgestielte, hängende Stände Früchte: A. August bis E. September, kugelig, haften bis ins Frühjahr Rinde: gefeldert, grau bis hellbraun, plattenartig sich ablösend Wurzeln: Flachwurzler, Herzwurzler, weitreichendes Wurzelsystem Standort: robust und anspruchslos, vollsonnig bis absonnig Boden: trocken bis frisch, Bodenstruktur: normal bis locker, pH-Wert: mäßig sauer bis alkalisch, Nährstoffgehalt: normal bis hoch, hitzeverträglich, wärmeliebend Verwendung: Pionierbesiedler, Uferbefestigung, Lärmschutzgehölz, Windschutzgehölz, Öffentliches Grün, Parkpflanzung, Stadtgebiet, Straßenraum, Parkplätze, Fußgängerzone, Formgehölz, agressive Wurzeln, Solitär, Hainpflanzung, Baumreihe, Teichufer Eigenschaften: Stadtklima: Resistent, Industrie: Resistent Zierfunktionen: Frucht zierend, Rinde zierend Bemerkung: schnittverträglich, läßt sich auch als größeres Exemplar gut verpflanzen
- Populus nigra 'italica' Familie: Salicaceae Herkunft: Züchtung, um 1750 in Italien entdeckt; Art in Europa bis Zentralasien Wuchshöhe: 25 m bis 30 m Wuchsbreite: 2 m bis 3 m Wuchskraft: schnellwüchsig Schnitt: vertragend Habitus: baumartig, säulenförmig, kegelförmig Wuchsformen: schmal, straff, aufgerichtet, durchgehender Stamm Blätter: grün, sommergrün, Herbstfärbung: gelb, Blattspreite: herzförmig Blüten: A. März bis E. April; männl. Kätzchen anfangs purpurrot, weibl. Kätzchen mit gelben Fruchtknoten; Pflanze ist zweihäusig Früchte: A. Mai bis E. Juni, gelb Borke: längsfurchig, schwarz Wurzel: Flachwurzler, Herzwurzler, weitreichendes Wurzelsystem Standort: sonnig bis absonnig, warm bis normal Boden: frisch bis naß, Bodenstruktur: fest bis luftig, Verdichtung: Gefährdet, Humusgehalt: mittel bis hoch, pH-Wert: neutral bis alkalisch, Nährstoffgehalt: normal bis hoch Verwendung: Pionierbesiedler, Haldenbegrünung, Uferbefestigung, Hangbefestigung, Windschutzgehölz, Öffentliches Grün, Parkpflanzung, Stadtgebiet, Straßenraum, Parkplätze, Privates Grün, sehr hohe Ansprüche, Pumpendes Gehölz, Windbruch, agressive Wurzeln, Pollen(Allergie), Solitär, Hainpflanzung, Baumreihe, Teichufer, Bachrand Eigenschaften: Stadtklima: Resistent, Industrie: Resistent, Streusalz: Resistent Zierfunktionen: Habitus zierend Bemerkung: wird nicht sehr alt (ca. 30 Jahre), es werden meist männliche Exemplare gepflanzt, weil weibliche breiter wachsen
- Prunus avium Vogelkirsche Familie: Rosaceae Herkunft: Eruopa bis Kleinasien, Kaukasus bis Westsibirien, auch in Deutschland sehr verbreitet Wuchs: mittelgroßer Baum mit eirundlicher Krone und geradem, weit in die Krone durchgehendem Stamm, Äste auffallend quirlig gestellt Wuchshöhe: 15-20 m, gelegentlich bis 25 m, Kronenbreite 10-15 m Blüte: weiß, zu mehreren in Büscheln, Einzelblüten bis 2,5 cm breit, erscheinen kurz vor dem Laubaustrieb im April/Mai Früchte: ab Juli süße bis bittersüße, schwarzrote, etwa 1 cm große Kirschen, essbar Blätter: sommergrün, wechselständig, eilänglich, grob und unregelmäßig gesägt, bis 15 cm lang, dunkelgrün, Herbstfärbung prächtig gelborange bis scharlachrot Rinde/Borke: Zweige braunrot, später glänzende Ringelborke Wurzel: flaches Herzwurzelsystem, die Hauptseitenwurzeln sind sehr stark, häufig sogar brettartig ausgebildet, vertikal gerichtete Wurzeln nur mäßig entwickelt Standort: sonnig bis leicht halbschattig Boden: insgesamt anspruchslos, bevorzugt aber tiefgründige, nährstoffreiche, frische bis mäßig feuchte Lehmböden, neutral bis stark alkalisch, kalkliebend Verwendung: Landschaftspflanzungen, Parkanlagen und offene Grünflächen
- Robinia pseudoacacia Robinie Familie: Leguminosae Verbreitung: Östliches Nordamerika. In Laubmischwäldern. Wuchs: Höhe ca. 20 bis 25 m, Breite ca. 12 bis 18 m. Mittlerer bis großer Baum mit rundli- cher Krone, Äste unregelmäßig, waagerecht ansetzend, oft drehwüchsig, aufrecht oder weit ausladend, Krone im Alter malerisch schirmförmig, häufig Totholz, in der Jugend sehr stark- wüchsig. Rinde: Triebe rotbraun, kantig, stark dornig, Dornen bis 3 cm lang, alte Borke dunkelbraun bis dunkelgrau, tief netzfurchig. Blätter: Sommergrün, wechselständig, unpaarig gefiedert, 20 bis 30 cm lang, Blättchen zu 9 bis 19, elliptisch, 3 bis 4 cm lang, dunkelgrün bis blaugrün, unterseits hellgrün, spät austrei- bend, Herbstfärbung spät, gelblich, Blätter sind giftig. Blüte: Weiß, in 10 bis 25 cm langen, hängenden Trauben an jungen Trieben; stark süßlich duftend, Ende Mai/Anfang Juni. Früchte: Braune 4- bis 10samige Hülsen, oft den Winter über am Baum, giftig. Wurzel: In der Jugend Pfahlwurzel, später Senkerwurzelsystem. Standort: Vollsonnig. Boden: Insgesamt anspruchslos, optimal auf nährstoffreichen, frischen bis mäßig trockenen, lockeren Lehmböden, gedeiht aber auch gut auf armen, trockenen Sand- und Kiesböden, schwach sauer bis alkalisch, meidet ausgesprochene Kalkböden. Versagt auf schweren, un- durchlässigen, nassen und sauerstoffarmen Substraten. Bemerkungen: Frosthart, hitze- und dürrefest, stadtklimafest, industriefest, salzresistent, lichthungrig, Stickstoffsammler, Bienenweide. Pflanze giftig.
- Styphnolobium japonicum Japanischer Schnurbaum Familie: Leguminosae Herkunft: China, Korea, in Japan nur durch Kultur verbreitet Wuchs: mittelgroßer Baum mit rundlicher, später breit gewölbter, sehr lockerer und lichter Krone, Stamm meist kruz, in der Jugend schlank, Hauptäste unregelmäßig, schräg aufsteigend, untere Astpartien beinahe waagerecht, breit auseinanderstrebend Wuchshöhe: 15-20 m hoch und 12-18 m breit Blüte: geblichweiße Schmetterlingsblüten in endständigen, lockeren, bis zu 20 cm langen Trauben, Ende Juli bis August, erscheinen nur bei älteren Exemplaren Früchte: hängende, rundwandige Hülsen, perlschnurartig gefiedert, werden nur in warmen Sommern ausgebildet Blätter: sommergrün, wechselständig, unpaarig gefiedert, bis 25 cm lang, Blättchen 7 bis 17, elliptisch bis eiförmig, bis 5 cm lang, grün, schach glänzend oder matt, unterseits graugrün, leicht behaart, spät austreibend, lange haftend, meist nur schwachgelbe Herbstfärbung Rinde/Borke: dunkelgrün mit hellbraunen Lentizellen, später grau Wurzel: weit ausgebreitet, stark verzweigt Standort: sonnig Boden: gut durchlässige, trockene bis frische Böden, schwach sauer bis stark alkalisch, insgesamt anspruchslos und auch auf armen Standorten zuverlässig Verwendung: Park- und Straßenbaum, hitzeverträglich, industriefest, salzverträglich, unempfindlich gegenüber Trockenheit
- Erkennung Tilia gelbliche, zwittrige, langgestielte Blüten; Stiele jedes Blütenstandes zur Hälfte mit einem hellgrünen, zungenförmigen Hochblatt verwachsen; intensiv duftend (Bienenweide) kleine runde Nußfrüchte, die immer vom Hochblatt beschirmt werden ungeteilte wechselständige Blätter; mehr oder weniger herzförmig; meist asymmetrisch; zweizeilig angeordnet; behaart oder kahl; Herbstfärbung gelb; lange anhaftend
- Tilia cordata Familie: Malvaceae Herkunft: Europa (in Edellaubholzwäldern) Wuchs: Höhe 20 bis 30 m, Blüte: Juni-Juli, gelblich Blätter: ungeteilte wechselständige Blätter, zweizeilig angeordnet, gestielt; 6 - 10 cm lang; rundlich bis herzförmig, asymmetrisch, gesägt; oberseits dunkelgrün, unterseits hellgrün; im Herbst goldgelb Rinde/Borke: grün, später grau bis schwarz, Borke längsrissig Wurzel: kräftig, herzförmig angeordnet, dicht verzweigt, flach ausgebreitet, hoher Anteil an Feinwurzeln Standort: sonnig; rauchhart, Stadtklima vertragend Boden: nährstoff- und kalkreiche Lehmböden; frisch bis mäßig trocken, unempfindlicher gegen Sommertrockenheit Verwendung: Einzelstellung, Gruppen; Allee- und Parkbaum Problem: Honigtauabsonderung Sorten: ’Erecta’ kegelförmig, dunkle Blätter ’Greenspire’ widerstandsfähig gegen Krankheiten, Wuchs oval, gut geeigneter Straßen- baum ’Rancho’ wie vorige, nur schmaler und kleiner (9-12m), gut geeigneter Straßenbaum
- Tilia platyphyllos Familie: Malvaceae Herkunft: Europa, höhere an Wasser- und Nähstoffansprüche als T. cordata, selten in Nord- deutschland Wuchs: Höhe bis 30 m, Breite bis 20 m; großer Baum, Stamm konisch; Krone regelmäßig, breit kegelig; Hauptäste steil und schmal aufrecht; Seitenäste bogig überhängend, dicht verzweigt; rasch wachsend; Jungtriebe grau-filzig Blüte: Juni, gelblich Früchte: Nüßchen spitz-eiförmig; graugrün; bis 1 cm lang; warzig und leicht fünfrippig Blätter: dunkelgrün, unten heller und auf den Nerven dicht behaart. Die Blättergröße ist sehr veränderlich (etwa 6 bis 15 cm), in der Regel aber größer als bei T. cordata. Im Herbst gold- gelb. Rinde/Borke: grün, später grau bis schwarz, Borke längsrissig Wurzel: kräftig, herzförmig angeordnet, dicht verzweigt, flach ausgebreitet, hoher Anteil an Feinwurzeln Standort: sonnig; rauchhart, Stadtklima vertragend, empfindlich gegen Verdichtung Boden: nährstoff- und kalkreiche Lehmböden; frisch bis mäßig trocken, Verwendung: Einzelstellung, Parkbaum, weniger als Straßenbaum Sorten: ‘Rubra’ mit aufrechter Kronenform, Triebe intensiv rot, empfindlich gegen Verdichtung
- Tilia tomentosa Familie: Malvaceae Herkunft: submediterrane Laufbwälder in Südosteuropa und Kleinasien Wuchs: Höhe bis 30 m, Breite bis 20 m; großer Baum, Stamm konisch; Krone regelmäßig, breit kegelig; Hauptäste steil und schmal aufrecht; Seitenäste bogig überhängend, dicht ver- zweigt; rasch wachsend; Jungtriebe grau-filzig Blüte: Juli (4 Wochen nach T. platyphyllos, 2 Wochen nach T. cordata); gelblich; zu 7 - 10 in hängenden Trugdolden Früchte: Nüßchen spitz-eiförmig; graugrün; bis 1 cm lang; warzig und leicht fünfrippig Blätter: ungeteilte wechselständige Blätter, zweizeilig angeordnet, gestielt; 6 - 10 cm lang; rundlich bis herzförmig, asymmetrisch, gesägt; oberseits dunkelgrün, unterseits dicht weiß- filzig behaart; im Herbst goldgelb Rinde/Borke: grün, später grau bis schwarz, Borke längsrissig Wurzel: kräftig, herzförmig angeordnet, dicht verzweigt, flach ausgebreitet, hoher Anteil an Feinwurzeln Standort: sonnig; rauchhart, Stadtklima vertragend Boden: nährstoff- und kalkreiche Lehmböden; frisch bis mäßig trocken, unempfindlicher gegen Sommertrockenheit Verwendung: Einzelstellung, Gruppen; Allee- und Parkbaum Schädlinge und Krankheiten: Blattläuse, Spinnmilben, Gallmilben, Raupen des Mondflecks; Blattfleckenkrankheit Sorten: ‘Brabant’, 25-30 m hoch, Krone dicht und kegelförmig ‘Petiolaris’, Baum mit überhängenden Zweigen und hängenden, langgestielten Blättern