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bilanzen (Fach) / D1 Grundzüge der Rechn.legun eines Konzerns (Lektion)

Aufstellungspflicht und Konsolidierungskreis

Diese Lektion wurde von LEJ2010 erstellt.

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  • Begriff Konzern Zusammenschluss rechtlich selbständiger Unternehmen zu einer wirtschaftlichen Einheit, die dem herrschenden Einfluss des Mutterunternehmens unterstellt ist
  • Merkmale eines Konzerns wirtschaftliche Einheit ohne eigene Rechtspersönlichkeit ohne eigenständige Konzernorgane kein Steuersubjekt keine Haftungseinheit
  • Konzern Unterscheidung in... Holdingkonzerne Stammhauskonzerne
  • Holdingkonzern Mutterunternehmen beschränkt sich auf den Erwerb und die Verwaltung von auf Dauer angelegten Unternehmensbeteiligungen geeignet für große Konzerne (Größenvorteil)
  • Vorteile Holdingkonzern Instrument zur Verschaffung von Steuervorteilen leichte Integration von akquirierten Unternehmen
  • Nachteile Holdingkonzern allgm. Abhängigkeit Blindheit ggü. den Zielen des Gesamtkonzerns hoher administrativer Aufwand
  • Stammhauskonzern Mutterunternehmen ist selbst produzierend tätig und zugleich ein wirtschaftlich dominantes Unternehmen im Konzern geeignet für kleine Konzerne mit wenigen Tochtergesellschaften
  • Vorteile Stammhauskonzern Effizienzvorteile uniforme Konzernkultur große Marktnähe
  • Nachteile Stammhauskonzern Demotivation von Führungskräften und Mitarbeitern in den Tochtergesellschaften keine weitreichende Flexibilität
  • Aufstellungspflicht eines Konzernabschlüssen, wenn ein beherrschender Einfluss des Mutterunternehmens besteht: Mehrheit der Gesellschafterstimmrecht bei Mutterkonzern Mutterkonzern mit dem Recht auf die Bestellung der Mehrheit der Mitglieder der die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmenden Entscheidungsträger Mutterunternehmen kann durch Beherrschungsvertrag oder Satzungsbestimmung Geschäftspolitik bestimmen Mutterunternehmen trägt bei wirtschaftlicher Betrachtung die Mehrheit der Chancen und Risiken eines zweckbestimmten Unternehmens dt. Konzernabschluss soll den Einzelabschluss nicht ersetzen, sondern ein zusätzliches Informationsinstrument darstellen ist kein Gegensatz zum Einzelabschluss, keine Ausschüttungsgrundlage oder Steuerbemessungsgrundlage ist keine grundlage für Gläubigeransprüche, da der Konzern keine Rechtsperson ist
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  • Notwendigkeit einer besonderen Rechnungslegung Einzelabschlüsse reichen nicht aus, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Konzerns zu beurteilen Konzernunternehmen sind nicht unabhängig von den Interessen und Entscheidungen des Mutterunternehmens wirtschaftliche Entwicklung des Einzelunternehmens ist vom Konzern abhängig einfache Addition der Posten der Einzelabschlüsse führt zu Doppelerfassungen Manipulationsmöglichkeiten der Einzelabschlüsse, z.B. durch Gewinnverlagerungen oder Gewinnabschöpfungen
  • Grundsätzlich hat der Konzernabschluss zu enthalten: das Mutterunternehmen und alle in- und ausländischen Tochter- und Enkelunternehmen die unter der einheitlichen Leitung oder Kontrolle des Mutterunternehmens stehen, auch wenn es indirekt erfolgt
  • Konzernrechnungslegung alle Handlungen und organisatorische Maßnahmen zur Aufstellung und Offenlegung eines Konzernabschlusses nach allgemein anerkannten Rechnungslegungsvorschriften Grund: Zunahme der Zusammenschlüsse von Unternehmen seit Mitte des 20. Jahrhunderts Regelungen im HGB und PublG
  • Ziele des Konzernabschlusses vermitteln eines realistischen Überblicks über das Gesamtunternehmen Unterstellung, dass das Mutterunternehmen und seine rechtlich selbständigen Tochterunternehmen ein einziges Unternehmen sind herausrechnen der Umsätze, Forderungen und Schulden zwischen den Konzernunternehmen (Konsolidierung) JA der einzelnen Unternehmen mit geringem Informationswert, Konzern als Einheit beurteilen Informationsfunktion im Vordergrund (weder Ausschüttungsbemessung noch Grundlage für die Ertragsbesteuerung)
  • Inhalt Konzernabschluss K-bilanz K-GuV K-anhang K-lagebericht zusätzlich im Anhang kapitalmarktorientierter Mutterunternehmen: Kapitalflussrechnung Segmentsberichterstattung Eigenkapitalveränderung
  • IFRS International Financial Reporting Standards
  • Aufgaben des Konzernabschlusses nach IFRS Informationszwecke der Kapitalmarktteilnehmer gilt für an der Börse geahndelte Unternehmen: Konzernabschluss nach den IFSR - Regeln (von der EU aufgestellte Rechnungslegungsstandards) Information Dokumentation Rechenschaftsabgabe
  • BilMoG Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts Inkrafttreten: 29.05.2009 Deregulierung und Kostensenkung für KMU Verbesserung der Aussagekraft des Jahresabschlusses Anwednung der Vorschriften ab dem Geschäftsjahr, die nach dem 31.12.2009 beginnen (Übergangsregelungen)
  • Konsolidierung Zusammenfassung der Einzelabschlüsse der Konzernunternehmen unter gegenseitiger Verrechnung der konzerninternen Vorgänge
  • Ziel der Konsolidierung Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der einbezogenen Unternehmen, also ob diese Unternehmen insgesamt nur ein einziges Unternehmen werden
  • Konsolidierungskreis = die Gruppe der in den Konzernabschluss vollständig einbezogenen Unternehmen Tochterunternehmen des Konsolidierungskreises im engeren Sinn werden durch das Mutterunternehmen direkt oder indirekt beherrscht Vereinheitlichung der Abschlüsse der Konzernunternehmen
  • Vollkonsolidierung Einbezug aller VG und Schulden werden in den Konzernabschluss einbezogen (=Einheitsfiktion) zunächst alle Einzelabschlüsse (Handelsbilanz II) des Mutterunternehmens und der Töchter in einem Summenabschluss aufsummieren anschließende Konsolidierung der Bilanz
  • Aufstellung Konzernabschluss Vereinheitlichung und Anpassung der Einzelabschlüsse (die resultierenden Zwischenstufen werden Handelsbilanz II genannt) ggf. Währungsumrechnungen der Einzelabschlüsse von Auslandsunternehmen Summierung der Handelsbilanzen II und der GuV II (Summenabschluss = Addition aller Aktiva und Passiva und aller Erträge und Aufwendungen) Konsolidierung, d.h. Aufrechnung konzerninterner Verflechtungen
  • Konsolidierung der Bilanz Kapitalkonsolidierung Schuldenkonsolidierung Zwischenergebniseliminierung Aufwands- und Ertragskonsolidierung Anpassung der latenten Steuern
  • Konsolidierung der GuV Zusammenfassung der Erträge und Aufwendungen Gliederung der konsolidierten GuV
  • Konzernanhang (Vollkonsolidierung) Erläuterung der Konzernbilanz und Konzern GuV Aufstellung über den Anteilsbesitz
  • Segmentsberichterstattung (Vollkonsolidierung) Beschreibung der Segmente sowie Erläuterung der angewendeten Merkmale zur Abgrenzung und Zusammenfassung
  • Eigenkapitalspiegel Eigenkapitalveränderungsrechnung systematische Darstellung der Entwicklung des nach seinen wesentlichen Bestandteilen gegliederten Konzerneigenkapitals differenziert nach Gruppen von verursachenden Vorgängen eine Darstellung des Konzerngesamtergebnisses
  • Konsolidierungsgrundsätze true and fair view Vollständigkeit Einheitsfiktion Stetigkeitsgebot einheitliche Abrechnungsperioden Wesentlichkeit