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organisationssoziologie (Fach) / 5 VL V (9) Meyer/Rowan (Lektion)
Meyer/Rowan
DiMaggio/Powell
Edelmann
Jang
Hafner Burton
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- Formalstrukturen in Organisationen (= feste Regeln über innerbetriebliche Abläufe und Strukturen)
- Entstehung dieser bestimmten formalen Strukturen Im Zuge der Modernisierung kamen zunehmend mehr Rechte, Werte und Prinzipien in der Organisationsumwelt auf. Direse R, W; T enthalten Auffassungen darüber, wie die soziale Realität beschaffen sein soll In Reaktion darauf entstanden ganz neue Organisationsformen mit formalen Strukturen oder bereits vorhandene Strukturen differenzierten ihre bestehenden formalen Strukturen aus Dieser Aufbau von formalen Strukturen verschafft Organisationen Legitimität, allerdings sind sie von der Umsetzung der Rechte, Werte und Prinzipien häufig entkoppelt
- Formalstrukturen sind dazu da... Im gebräuchlichen Sinne: um die immer weier steigende Komplexität der Organisationen zu vewältigen und im neuerlichen Sinne um Legitimität in ihrer Umwelt zu erlangen und dadurch einen besseren zugang zu Ressourcen zu erhalten
- Umsetzungsproblem: Formalstruktur als Mythos In vielen Organisationen gibt es formale Strukturen die jedoch gar nicht realisiert, umgesetzt werden können. Daher bleiben diese RWP die in den formalen Strukturen verankert sind häufig ein MYTHOS! Sie werden nämlich häufig nur in die Formalstruktur aufgenommen um den Umwelterwartungen die an die gerichtet sind zu entsprechen – sie bringen keinerlei Steigerung von Effektivität und Effizienz, im Gegenteil sie verursachen sogar hohe Kosten.
- Wie gehen Unternehmen mit diesen inkonsistenten Umwelterwartungen um? Indem sie Formal- und Handlungsstrukturen entkoppeln, dh: Reduzierte/mehrdeutige Zielformulierung (versprechen von Parteien im Wahlkampf) Abwälzung von Konsistenzerfordernissen auf informale Rollen Verwendung von Fiktionen und Versprechen von Reformen (in KH wird behandelt und nicht mehr geheilt) Indem sie Fassaden und Zeremonien aufbauen (je weniger ein Unternehmen in der Lage ist zu realisieren, desto mehr versucht es seine Fassade nach außen hin aufrecht zu erhalten)
- Welchen Einfluss hat der jeweilige Entwicklungsstand einer Gesellschaft auf die Rationalität und Gründung von Organisationen? In weniger entwickelten Gesellschaften: Gründung von Organisation: schwierig, wenn nur unter staatl. Schutz Rationalität: hoch, weil von Umwelt keine hohen Erwartungen an sie gerichtet werden in entwickelten/modernen Gesellschaften: Gründung von Org. ist einfach und unabhängig/außerhalb vom Staat Rationalität: begrenzt, müssen aufgrund Modernisierung und hohen Erwarteungen Leistungsversprechen machen die nur zusätzliche Kosten verursachen aber nicht für eine Steigerung der Effizient und Effektivität sorgen)
- Was gehört zur Umwelt der Organisation Andere Organisationen die zusammen ein organisationales Feld bieten. (also z.B. Lieferanten, Drittanbieter, Vertriebler, Kunden, aber auch Organisationen die ähnliche Produkte oder Dienstleistungen anbieten quasi Konkurrenten)
- Di Maggio /Powell Welche Mechanismen sind dafür verantwortlich, dass sich bestimmte formale Strukturen innerhalb eines organisationalen Feldes ausbreiten? Drei außerwettbewerbliche Mechanismen führen zu isomorphen (gleichgestalteten) Formalstrukturen in Organisationsfeldern: 1. Zwang: staatl. Akteure entwickeln gesetzlich bewehrte Normen, die von den Untergebenen eingehalten werden müssen 2. Normativer Druck: Professionen entwickeln Standards, denen sich in einem Organisationsfeld befindliche Akteure nicht entziehen können. 3. Imitation: Erfolgreiche Organisationen werden von anderen Organisationen nachgeahmt bzw. kopiert.
- Isomorphie in organisationalen Feldern, drei Thesen Je mehr organisationen eines Feldes mit staatlichen Einrichtungen interagieren, desto ähnlicher sind sie Je umfändlicher die Beteiligung von Organisationseliten in Professionen, destä ähnlicher je mehrdeutiger die Ziele von Organisationen sind, desto ähnlicher sind sie (weil sie sich an erfolgreichen Org. des Feldes orientieren)
- 1. Bsp. für ein Mythos einer Formalstruktur: Gleichbehandlung --> ist gesetzlich vebrrieft Problem: über die Auslegung solcher Gesetze darüber entscheidet jedes Unternehmen selbst, dh. die Adressaten des Gesetzes wirken selber bei der Auslegung des Gesetztes mit (Endogenität des Rechts) wird bei manchen Organisationen umgesetzt durch: organisationsinterne Beschwerdeverfahren --> Das diese Art von Umsetzung der INtention der Gleichbehandlung am ehsten enstspricht ist jedoch ein Mythos. Hier sorgt man evtl sogar für mehr Diskriminierung weil man nicht wissen kann ob es wirklich im Interesse der Mitarbeiter ist, immehrin wird ihnen hierbei das Recht genommen sich direkt an das Gericht zu wenden
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- Folgestudie Jang: Mit welchem Beispiel stützt er die These dass in entwickelten Gesellschaften schneller Organisationen gegründet werden und was ebenfalls auch ein Beispiel für diese Imitation und den normativen Druck ist weshalb Gesellschaften andere imitieren nur um legitimität zu erhalten? die Gründung von Wissenschaftsministerien · Entwickelte Nationalstaaten etablieren häufiger Wissenschaftsministerien als weniger entwickelte Länder, insbesondere im Zeitraum 1950-1970. · Weniger entwickelte Länder ahmen die erfolgreichen Nationalstaaten nach · Isomorphie, bzw diese Nachahmung wird im Zeitraum zunehmend von einem globalen Diskurs rationaler Wissenschaft überlagert (normativer Druck).
- Hafner/Burton Warum unterzeichnen Staaten Menschenrechtskonventionen, aber halten diese nicht ein? Studien haben gezeigt, dass die die am meisten gegen Menschenrechte verstoßen (repressive, autonome Regimes), diese am ehesten unterschreiben aber nicht praktisch umsetzen dh die autonomen repressiven Regimes entkoppeln die formale Rechtspflicht von ihrer praktischen Umsetzung --> hier wird nur wieder aufgrund der Erwartungen die an sie gerichtet wird gehandelt, um LEGITIMITÄT zu erlangen!