Psychosen (Fach) / Schizophrenie allgemein (Lektion)
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Was ist eine Schizophrenie
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- Was ist eine Schizophrenie Eine exogene Psychose mit Wahn, Halluzinationen, motorischen Symptomen, Affekt- und Ich-Störungen
- Was sind die Frühwarn-Symptome einer Schizophrenie Misstrauen grundlose Nervosität Schlafstörungen unbestimmte Angst
- Was sind die Plus-Symptome einer Schizophrenie Wahn Halluzinationen Formale Denkstörungen Affektstörungen Psychomotorische Störungen Ich-Störungen
- Was sind die Minus-Symptome einer Schizophrenie Sozialer Rückzug (Autismus) Affektverflachung, psychisches Erleben ist verarmt Sprachverarmung Antriebsarmut Interessenverlust
- Symptome 1. Ranges nach Schneider (5) Ich-Störung = Erllegen wird nicht zur eigenen Person gehörig erlebt Gedankenbeeinflussung Wahn Stimmenhören in Form von Rede und Gegenrede (meist abwertend) Beeinflussungserlebnisse (fühlt sich bestrahlt, verfolgt, beeinflusst)
- Symptome 2. Ranges nach Schneider (4) Wahn Halluzinationen Gefühlsarmut Verstimmungen
- Grundsymptome nach Beuler (4 A's) Assoziationsstörungen = Zerfahrenheit, Gedankensperre Affektstörungen = Ängste, Parathymie, Affektinkontinenz Autismus = Verlust der Beziehung zur Realität Ambivalenz der Gefühle
- Akzessorische (beigefügte) Symptome nach Beuler Halluzination Wahn Katatoniesymptome (Bewegungsstarre oder Unruhe)
- Was sind die Ursachen für eine Schizophrenie genetische Ursachen werden angenommen in der Familie werden starke negative oder positive Gefühle für den Patienten ausgedrückt (High-expressed-emotion) P. erhält widersprüchliche Botschaften aus der Familie, alles ist falsch. Gleichzeitig ergibt sich eine emotionale Abhängigkeit gegenüber der Person, die diese Botschaften gibt. Vulnerabilität-Stress-Modell = Vulnerabilität + Stress = Psychose
- Wie verlaufen schizophrene Erkrankungen sehr unterschiedlich Frühühase, Plusphase, Minusphase in Schüben außer Schizophrenia simplex Schübe dauern ca. 3 Monate, danach oft Remissionsphase zwischen den Schüben sind die Patienten gesund evtl. nach mehreren Schüben Residualzustände, d. h. Patient verändert sich, bleibt antriebsarm, niedergeschlagen, Leistung verändert sich
- ICD-10 Allgemeine Kriterien der Schizophrenie 1 Merkmal über mind. 1 Monat 1 Merkmal Gedankenlautwerden-, entzug-, eingebung-, ausbreitung Kontroll-, Beeinflussungswahn, Gefühl des Gemachten, Wahnwahrnehmungen Kommentierende oder dialogisierende Stimmen anhaltender kulturell unangemessener bizarrer Wahn
- ICD-10 Allgemeine Kriterien der Schizophrenie 2 Merkmale Anhaltende Halluzination jeglicher Sinnesmodalität, begleitet von flüchtigen Wahnideen Neologismen, Gedankenabreißen, Zerfahrenheit Katatone Symptome "Negativ"-Symptome wie Apathie, Sprachverarmung, verflachter Affekt
- Welche Therapie gibt es bei Schizophrenie 3 Säulen Pharmakotherapie Psychotherapie Soziotherapie
- Pharmakotherapie bei Schizophrenie Neuroleptika haben eine dämpfende Wirkung auf Erregtheit, Aggressivität, Wahn, Katatonie und Ich-Störungen Neuroleptika wirken antipsychotisch und vegetativ sedierend Machen NICHT süchtig
- Psychotherapie bei Schizophrenie Pharmakotherapie steht an 1. Stelle. Der HP darf keine Schizophrenie-Patienten behandeln. nur in der nicht-psychotischen Phase Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit Erlernen von Methoden der Stressreduktion Durchführung eines Frühwarnsymptom-Trainings Der Patient soll immer in psychiatrischer und neurologischer Behandlung sein
- Welche psychotherapeutischen Techniken sind bei Sch. kontraindiziert Alle Techniken, die den Bezug zur Realität verringern wie Hypnose Katathymes Bilderleben Autogenes Training Phantasiereisen Bei Schizophrenen ist der Realitätsbezug durch die Krankheit gefährdet.
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- Was soll die Soziotherapie bei Sch.-Patienten bewirken Der Patient soll wieder in sein soziales Umfeld integriert werden. z. B. betreutes Wohnen oder Arbeiten. Mit der Familie können Möglichkeiten der Stressreduzierung erarbeitet werden
- Wodurch können bei Schizophrenie-Patienten Rückfälle ausgelöst werden belastende Ereignisse Spannungen im alltäglichen Leben das Absetzen der Medikamente. Dies geschieht häufiger, weil der Patient die Nebenwirkungen (Akathisie, Dyskinesien, Tremor, Antriebsarmut) nicht mehr hinnehmen will.
- Richtiges Verhalten bei auftretenden Frühwarn-Zeichen Therapeuten kontaktieren evtl. erhöht der Arzt die Medikation Schwierigkeiten mit der Familie besprechen Mittel zur Stressbewältigung finden Fortführen alltäglicher Aktivitäten
