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Diffenetielle Psychologie (Fach) / 5b. Eigenschaftstheorien u biologische Ansätze: Temperamentstheorien (Lektion)

Begriffe, historische Wurzeln, Pavlov, neue Modelle

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  • definiere Temperament Ebenso wie der Begriff „Persönlichkeit“ ist der Begriff „Temperament“ nicht eindeutig definiert Temperament bezieht sich auf interindividuelle Unterschiede im Verhaltensstil (→ Thomas & Chess) in erblichen, früh in der Entwicklung auftretenden Persönlichkeitseigenschaften (→ Buss& Plomin) in biologisch bedingten Merkmalen der emotions-und verhaltensbezogenen Reaktivitätsowie in der autonomen Regulation psychophysiologischer Systeme (→ Pavlov, Rothbart, Eysenck) Temperament kann also als      …ein Teil der Persönlichkeitbetrachtet werden,      …der sich auf verhaltensstilistische und regulatorische Merkmale bezieht      …und eine genetische bzw. biologische Grundlagebesitzt.
  • Grenze Persönlichkeit von Temperament ab T ist das Ergebnis biologischer Evolution, P ist die Summe aus T und Charakter, welcher sich durch soziokulturelle Erfahrungen entwickelt T ist die P des Kindes, das stabile und genetische Rohmaterial von P, aus dem sich durch Lern-und Umwelterfahrungen die komplexeren Persönlichkeitsmerkmale eines Erwachsenen entwickeln (→ Eysenck) T ist ein Teilaspekt von P, der sich auf stilistische und regulatorische Verhaltensmerkmale oder emotionale Reaktionsweisen bezieht (→ Rothbart, Cattell)
  • Klassische Temperamentstypen: Die Lehre der vier Körpersäfte von Hippokrates (460-370 v. Chr.) Konstitution und die Gesundheit des Körpers hänge von der Mischung der vier Körpersäfte (Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle) ab Die vier Temperamentstypen nach Galen (129-216) Je nach Dominanz einer der Säfte vier Temperamentstypen Immanuel Kant (1724-1804) hat die Typen detailliert beschrieben
  • Wie sha Wundts einteilung der Temperamentdimensionen aus? Wundt arbeitete die antiken Temperamentstypen in zwei Dimensionen der Emotionalität und Veränderbarkeit (des Gemüts) um: Melancholiker Choleriker Phlegmatiker Sanguiniker
  • Beschreibe Pavlovs Themperamentsmodell Ivan P. Pavlov (1849-1936): sah in den Eigenschaften des Nervensystems und in den biochemischen Prozessen die biologische Grundlage der klassischen Temperamentstypologie Stärke nervöser Erregung → Choleriker („leicht reizbar“) Stärke nervöser Hemmung → Melancholiker („stark gehemmt“) Gleichgewicht nervöser Prozesse → Phlegmatiker („gleichmütig“) Mobilität nervöser Prozesse → Sanguiniker („lebhaft“)
  • neuere Temperamentsmodelle: Der psycho-pathologische Ansatz: Was wurde gemacht? • Thomas & Chessleiteten verschiedene Temperamentsprofile ab• Buss& Plomin erweiterten das Spektrum um eine soziale Dimension (Soziabilität)• Rothbart identifizierte Effort fulControl als eine weitere Dimension
  • Welche Personen haben das Temperamentmodell in ihre Theorie Integriert? Der integrative Ansatz Hans Eysenck(1916-1997): Integration des typologischen Temperamentsmodells in ein Modell mit zwei Kerndimensionen der Persönlichkeit Raymond Cattell(1905-1998): Integration des Temperamentsbegriffs in ein breites Modell der Persönlichkeit (Temperament, Fähigkeiten, Motivation)
  • Fasse die Themperamentstheorien Zusammen Temperament bezieht sich auf einen Teil der Persönlichkeit, der sich auf verhaltensstilistische und regulatorische Merkmale bezieht und eine genetische bzw. biologische Grundlage besitzt Klassische Temperamentstypen vs. dimensionale Ansätze Alle Temperamentskonzeptionen haben zwei Dimensionen gemeinsam: Stimmungslage/Emotionalität/Emotionale Reaktivität/Negative Affektivität Aktivität/Extraversion/Lebhaftigkeit/Veränderbarkeit Thomas & Chessleiteten verschiedene Temperamentsprofile ab Buss& Plomin erweiterten das Spektrum um eine soziale Dimension (Soziabilität) Rothbartidentifizierte EffortfulControlals eine weitere Dimension Eysenckund Cattellintegrierten den Temperamentsbegriff ganz unterschiedlich in ihre Konzeptionen
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