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Diffenetielle Psychologie (Fach) / 3a Motivationaler/Humanistischer Ansatz: Henry Murry (Lektion)
1893-1988 - Die Bedürfnistheorie von Henry Murry
Diese Lektion wurde von ybreitkopf erstellt.
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- Welche 3 Humanistische und Motivationale Ansätze gibt es? Henry Murrys Bedürfnistheorie Maslows Bedürfnishirarchie und KOnzept der Selbstverwirklichung Carl Rogers Konzeption des Selbst und der Selbstaktualisierungstendenz
- Was hat Murry weiterentwickelt? er hat das Strukturmodell und das dynamische Modell von Freud Weiterentwickelt
- Wie hat Murry Freuds Strukturmodell weiterentwickelt? Freud: Es = Triebe: Sexual u Agressionstrieb ich = Vermittelt zwischen Es u Über ich Über-Ich = Ideal-ich, Verbote, Gewissen Murry: Es = Bedürfnisse, sozialisierbar u veränderbar Ich = Planung u Steuerung von Verhalten Über-Ich = Gesellschaftliche Werte u Normen Ergänzung: Ich-Ideal : Ziele-> langfristige Handlungsplanung
- wie hat Murry Freuds Dynamosches Modell weiterentwickelt= Freud beschrieb einen spannungslosen Zustandals befriedigend VS. Murray beschrieb den Prozessder Spannungsreduktion als befriedigend und die Möglichkeit zur bewussten Spannungssteigerung → größere Befriedigung
- in welche Bedürfnisse unterschiedet Murry? Primäre Bedürfnisse: → primär körperliche BefriedigungAngeboren, Überleben der Art z.B. Sexualität, Nahrungs-und Flüssigkeitsaufnahme, Sekundäre Bedürfnisse:→ primär psychische Befriedigungz.B. Leistung, Macht, Ordnung, Selbstdarstellung oder Sinnhaftigkeit Offene Bedürfnisse: werden über das Verhalten ausgedrückt. z.B. Bedürfnis nach Nahrungs-und Flüssigkeitsaufnahme → Essen und Trinken Verdeckte Bedürfnisse: nicht konkret im Verhalten ausgedrückt, unterdrückt oder aufgeschoben, teilweise in Träumen und Fantasien ausgelebt. z.B. Bedürfnis nach Sexualität → verführerisches Kleiden, Flirten Fokale Bedürfnisse: sind auf spezifische Umweltobjekte begrenzt. z.B. sozialem Anschluss → geselliges und aufgeschlossenes Verhalten Diffuse Bedürfnisse: sind auf fast jedes Umweltobjekt anwendbar z.B. Bedürfnis nach Aggression → aggressives, feindseliges und kämpferisches Verhalten Proaktive Bedürfnisse: sind weitgehend aus der Person selbst heraus determiniert z.B. Bedürfnis nach Leistung und Erfolg → ehrgeiziges, fleißiges Verhalten Reaktive Bedürfnisse: sind weitgehend Ergebnis/Antwort/Reaktion auf Umwelteinflüsse. z.B. Zurückweisung → abweisendes, distanziertes Verhalten
- Wie ist die Persönlichkeitspsychologische Bedeutung von Murrys Ansatz? Anlage: Primäre Bedürfnisse (interindividuelle Unterschiede in Ausprägung) Umwelt: Sekundäre Bedürfnisse ((interindividuelle Unterschiede in Ausprägung) Diese führen in einer spezidischen Situation zu Needs x Press Interations: Konkrete Bedürfnisse in einer bestimmten Situation
- was wird unter needs und press Interaktion verstanden? Anders Formuliert: wie ist der Zusammenhag von Situativen Bedingungen und Verhalten? Verhalten kann nur aus der Interaktion von Personenmerkmalen (needs) und Merkmalen der Situation (presses) erklärt werden (need×press interaction). α-press: objektive Merkmale einer Situation, die eine Bedürfnisbefriedigung ermöglichen oder verhindern z.B. Bedürfnis nach Machtausübungerfordert Anwesenheit anderer Personen β-press: subjektive Wahrnehmung und Interpretation einer Situation durch die Personz.B. Bedürfnis nach Sexualität in einer Partnerschaft, wo jeder der beiden erwartet von dem anderen verführt zu werden als Zeichen des Bedürfnisses
- Mit welchen Kriterien wird ein Bedürfniss bestimmt? Ein Bedürfnis… …führt zur selektiven Wahrnehmung von Reizen in der Umwelt und zu einer spezifischen Reaktion auf diese Reize. …äußert sich in der Art und Weise des Verhaltens. …kann aus dem Resultat von Verhalten abgeleitet werden. …wird von bestimmten Emotionen begleitet. …führt zu Befriedigung, wenn ein bestimmtes Resultat erreicht ist, oder zu einer Enttäuschung, wenn dies nicht der Fall ist.
- Welche Diagnostischen verfahren hat Murry verwendet? Thematischer Apperationstest (TAT): Geschichten zu Bildern erzählen Personality Research Fprm (PRF):
- Bewerte Murrys Bedürfnistheorie Beschriebung: breites system von Bedürfnissen zur beschriebung von intraindividuellen Unterschieden. Reduktion der Persönlichkeit auf Bedürfnisse, keine kognitiven/Affektiven Aspekte Erklärung: gut für beobachtbares Verhalten in Abhängigkeit von needs u persses Interaktion Vollständigkeit u Sparsamkeit: ist sparsam aber nicht vollständig Nahezu alle Konzepte (needs und presses) von MurraysAnsatz sind operationalisierbar und daher empirisch prüfbar (bestätigt). Grundannahmen des TAT nicht bestätigt Produktivität u Praxiswert: Beeinflussung weiterer motivationsbezogener Theorieentwicklungen (→ Maslow und Rogers) Anregungen zur Entwicklung weiterer projektiver Testverfahren z.B. Impliziter Assoziationstest
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- Fassen Sie die Bedürfnisstheorie von Murry zusammen Weiterentwicklung von psychodynamische Ansätze weiter zu einem ausdifferenzierten Beschreibungssystem menschlicher Bedürfnisse (primäre vs. sekundäre, offene vs. verdeckte, fokale vs. diffuse, proaktive vs. reaktive) interindividuelle Unterschiede in der Persönlichkeit auf der Basis angeborener und über Sozialisation entwickelte Bedürfnisse berücksichtigung von Wechselwirkungen aus persönlichen Bedürfnissen und situationalen(subjektive und objektive) Einflüssen bei der Beschreibung und Erklärung des Verhaltens 5 Kriterien zur Bestimmung individueller Bedürfnisse Zur Erfassung der Stärke individueller Bedürfnisse entwickelte er den Thematischen Apperzeptionstest