126
allg. Ernährungsepidemiologie (Fach) / VL + Fragen (Lektion)
das wichtigste aus der Vorlesung
Diese Lektion wurde von s7jeeker erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Vor- und Nachteile von krankenhausbezogenen Fall-Kontrollstudien (Krankenhaus-Kontrollen) Vorteile: Leicht zu identifizieren und schnell verfügbar Mehr ‚Bewusstsein‘ für die Exposition, da sie (an einer anderen als der Zielerkrankung) erkrankt sind Ähnliche Faktoren (Selektionsfaktoren), die auch Fälle dieses Krankenhaus haben auswählen lassen Bereitschaft, an einer Studie teilzunehmen generell höher als in der Gesamtbevölkerung Nachteile: Erkrankt, d.h. von Gesunden verschieden in evtl. wichtigen Faktoren Generell höhere Wahrscheinlichkeit zu rauchen und Alkohol zu trinken Ähnliche Faktoren (Selektionsfaktoren), die auch Fälle dieses Krankenhaus haben auswählen lassen abhängig von der Erkrankung (Spezialkliniken für bestimmte Erkrankungen?)
- Nenne Quellen für Populations-Kontrollen (populationsbezogene Fall-Kontrollstudien). Worin liegen die Nachteile dieser Art von Studien im Gegensatz zu krankenhausbezogenen Fall-Kontrollstudien? Quellen: Einwohnermeldeämter Telefonbefragungen (random-digit-dialing) Nachteile: Kosten- und zeitaufwändiger als Krankenhaus-Kontrollen Niedrige Responseproportionen Qualität der Expositionsinformationen unterschiedlich Non-responder Bias
- was ist unter dem Begriff "Matching" in Bezug auf Fall-Kontroll-Studien zu verstehen? Wie kann es zur Confounder Kontrolle genutzt werden? Auswahl von Kontrollen zur gezielten Übereinstimmung bestimmter Merkmale zwischen Fällen und Kontrollen Jedem Fall wird eine oder mehrere Kontrollpersonen zugeordnet, die hinsichtlich bestimmter Merkmale mit dem Fall übereinstimmen (= Individuelles Matching) Die jeweiligen Anteile von Fällen und Kontrollen stimmen in bestimmten Merkmalen überein (=Gruppenmatching) Auswahl der Studienteilnehmer so, dass potentielle Confounder über die Studiengruppen gleich verteilt sindz.B. für Alter und Geschlecht
- Möglichkeiten zur Informationserhebung bezüglich von Erkrankungen im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie Register Totenscheine Krankenakten Krankenhaus-Entlassungsdiagnosen Pathologieunterlagen
- Wie erfolgt die Erhebung der Exposition in Fall-Kontroll-Studien? Bei Fällen: Erhebung der Exposition vor Entstehung der Erkrankung Bei Kontrollen: Erhebung der Exposition in der Vergangenheit Über Studienteilnehmer Über Angehörige, Freunde (Proxy-, Next-of-kin-) Aus Medizinischen Unterlagen
- Vor- und Nachteile von Fall-Kontroll-Studien Vorteile: Weniger teuer (weniger Studienteilnehmer) keine Beobachtungszeit (schneller) Identifizierung mehrerer Expositionen möglich Design für seltene Erkrankungen, da Auswahl nach Erkrankungsstatus Gut geeignet für Erkrankungen, welche medizinische Hilfe erfordern Bei guter Durchführung geeignetes Studiendesign bei der Aufklärung der Ätiologie Nachteile: Verzerrungsanfällig (Bias) Informationen zu anderenRisikofaktoren können nicht verfügbar sein Zeitliche Sequenz von Exposition und Erkrankung nicht sicher (Kausalität?) Nicht geeignet für seltene Expositionen Kein direktes Maß für Risiko ableitbar Auf Untersuchung einer Erkrankung beschränkt
- Was ist eine nested case-control study? Welchen Vorteil hat sie gegenüber anderen Fall-Kontrollstudien? Fälle und Kontrollen aus einer Kohortenstudie „gezogen“ Stärkere Evidenzkraft, weil zeitliche Sequenz keine Schwäche darstellt meist bei Studien mit Biomarkern
- Was ist das Odds-Ratio? Wie wird es berechnet? Welche Eigenschaften hat es? Odds-Ratio = Chancenverhältnis Vergleich der Chancen (Odds) der Exposition unter den Fällen (A/C)* mit derjenigen unter den Kontrollen (B/D)* OR = Odds, dass Fall exponiert war (A/C) / Odds, dass Kontrolle Exponiert war (B/D) Werte von 0 bis unendlich OR = 1 --> kein Zusammenhang zwischen Exposition und OutcomeOR < 1 --> Inverser Zusammenhang zwischen Exposition und Outcome (Risiko↓)OR > 1 --> Positiver Zusammenhang zwischen Exposition und Outcome (Risiko↑) * A = Exposition und Fall, B = Exposition und Kontroll, C = Keine Exposition und Fall, D = Keine Exposition und Kontrolle
- Welche Aussagekraft hat das OR im Gegensatz zum RR? Odds Ratio gut angenäherte Schätzung für das relative Risiko einer Bevölkerung, wenn es sich bei der untersuchten Erkrankung um eine seltene Erkrankung (Prävalenz < 5%) handelt OR = Chancenverhältnise --> "Chance" RR = "Risiko"
- Was ist unter dem Begriff BIAS in der Epidemiologie zu verstehen? Welche 2 Arten von BIAS werden unterschieden? Verzerrung der wahren Tatsachen, die auf einen systematischen Fehler bei der Erhebung der Daten zurückzuführen ist Ein Effektschätzer weicht systematisch vom wahren Schätzer ab (im Gegensatz zu zufälligen Fehlern) Unterschätzung oder Überschätzung Selektions-Bias Informations-Bias
- Anzeige
- Wie kommt es zu Selektions-Bias? Resultiert aus der Auswahl der Studienteilnehmer für eine Studie! Systematische Unterschiede zwischen Studienteilnehmern und Nicht-Teilnehmern --> keine Generalisierbarkeit der Aussagen Selektives Überleben (selective survival): Sterberate innerhalb einer Gruppe unterschiedlich --> verzerrter Effektschätzer möglich Loss to follow-up: vorzeitiges Ausscheiden aus einer Studie unproportional
- Wie kommt es zu Informationsbias? Recall bias: z.B. kritische Betrachtung des bisherigen Lebensstils, ausgelöst durch die Erkrankung; overreporting, underreporting Interviewer bias: Einfluss des Interviewers auf Antwortverhalten Misclassification bias: fehlerhafte Zuordnung von Studienteilnehmern zu Vergleichgruppen die sowohl Exposition als auch Erkrankung betreffen kann
- Erkläre das Prinzip einer Interventionsstudie? Nenne auch einige Vor- und Nachteile dieses Studiendesigns. Die Effekte einer bestimmten Maßnahme (Intervention) werden unter kontrollierten, d.h. vorher genau festgelegten Bedingungen, beobachtet. Studienpopulation wird in einer Behandlungs- (Interventions-) Gruppe und eine Kontroll- (Placebo-) Gruppe eingeteilt Vorteil: Direkte Kontrolle: Untersucher bestimmt den Einflussfaktor einschließlich osierung, Zeitpunkt, Dauer, Art der Applikation Nachteil: Kostenintensiv, ethische Überlegungen (zu Anwendung, aber auch nterlassung einer Intervention), „feasability“
- Was ist in der Epidemiologie unter Randomisierung zu verstehen? Wozu dient sie bzw. wofür ist sie gut? Zufällige Zuordnung der Teilnehmer zur Interventions- und KontrollgruppeJeder Studienteilnehmer hat die gleiche Wahrscheinlichkeit in Interventions- oder Kontrollarm der Studie zu sein Gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung möglicher anderer Merkmale (bekannte und unbekannte), die das Krankheitsgeschehen beeinflussen könnten
- Was ist unter einem faktoriellen Design bei Interventionsstudien zu verstehen? Untersuchung mehrerer verschiedener Expositionen in einer Interventionsstudie Randomisierung der Studienteilnehmer in mehreren Schritten zu mehreren Interventionen
- Was ist unter einfacher und doppelter Blindung zu verstehen und wozu dient sie? Einfache Blindung= Nur Studienteilnehmer wissen nicht, zu welchem Studienarm sie gehören Doppelte Blindung= Auch die Untersucher kennen die Zugehörigkeit der Teilnehmer zu den Studienarmen nicht---> Erhöht die Validität der Ergebnisse
- Was ist unter "Compliance" zu verstehen und kann sie erfasst werden? Kontrolle ob die Intervention wirklich durchgeführt wurde Selbstangaben Anzahl nicht-verwendeter „Tabletten“ Biochemische Parameter
- Nenne einige Aspekte, die bei der Durchführung einer Interventionsstudie Compliance Effektivität der Randomisierung Vergleichbarkeit beider Gruppen „Verblindung“ Nebenwirkungen? Abbruchkriterien – ethische Überlegungen (monitoring board); Ethikkommissionen Richtlinien: Good Clinical Practice
- Vor- und Nachteile von Interventionsstudien Vorteile:Prospektive AusrichtungMöglichkeit zur Randomisierung der StudienteilnehmerZeitliche Sequenz von Ursache und WirkungKontrolle externer FaktorenHohe Beweiskraft im Hinblick auf einen kausalen Zusammenhang Nachteile:Nicht reale SituationUnmöglichkeit, menschliches Verhalten vollständig zu kontrollierenEthische EinschränkungenExterne Validität fraglichZeit- und kostenintensiv
- Nenne die verschiedenen Arten von Übersichtsarbeiten und ihre Eigenschaften Übersichtsarbeiten = Zusammenfassende Analyse von Ergebnissen versch. Studien Narrative Reviews= reine Beschreibung (Liste/Darstellung) der Daten aus den Studien Meta-Analyse= auf Basis publizierter Ergebnisse, d.h. das RR aus den einzelnen Studien wird „gepoolt“ Gepoolte Analyse= Individualdaten aus verschiedenen Studien werden gemeinsam analysiert (neues RR)
- Welche Punkte müssen beachtet werden um zu prüfen ob eine wahre Assoziation vorliegt? Zufall --> statistische Tests Bias --> sorgfälltiges Design Confounding --> Adjustierung/Kontrolle in der Analyse
- Wie unterscheiden sich Confounding und Bias? Confounding entsteht durch das komplexe Zusammenspiel verschiedener Expositionen und der Erkrankung --> Kein Fehler sondern ein tatsächliches Phänomen Bias ist hingegen hauptsächlich auf Studiendurchführung/Studienteilnehmer zurückzuführen --> Systematischer Fehler
- Wann liegt confounding vor? Wenn die Beziehung zwischen einer Exposition und einem Outcome ganz oder teilweise durch die Wirkung einer dritten Größe erklärt werden kann
- Bedingungen für Confounder Die Größe muss selbst in Abwesenheit von der interessierenden Exposition mit der Erkrankung assoziiert sein (ursächlich) Die Größe muss nicht kausal mit der interessierenden Exposition assoziiert sein Die Größe darf kein Zwischenschritt in der kausalen Kette zwischen Exposition und Outcome sein.
- Nenne Methoden zur Kontrolle von Confounding Randomisierung und Restriktion (Ebene: Studiendesign) Matching (Ebene: Studiendesign und Analyse) Stratifizierung und multivariate Analyseverfahren (Adjustierung) (Ebene: Analyse)
- Was ist unter dem Begriff Restriktion im Bezug auf Confounder zu verstehen? Methode zur Confounder Kontrolle Begrenzung der Studienteilnahme auf Personen, welche sich in Bezug auf den Confounder nicht unterscheiden (Bsp. nur Männer, wenn Geschlecht ein potentieller Confounder ist) Problematisch:Zahl möglicher Studienteilnehmer↓„Restconfounding“: wenn der Confounder nicht vollständig eliminiert istGeneralisierbarkeit ↓Verhindert Untersuchung der Assoziationen in der unterschiedlichen Ausprägungen des Confounders (z.B. bei Männer und Frauen)
- Was ist beim Matching als Methode zur Confounder Kontrolle problematisch? Schwierig/kostenintensiv Studienteilnehmer mit den gesuchten Kriterien zu finden (z.B. unpraktikabel in großen Kohortenstudien) Schwieriger je mehr potentielle Confounder berücksichtigt werden sollen Assoziation mit Confounder kann nicht untersucht werden
- Was ist unter dem Begriff "Stratifizierung" zu verstehen? Wozu dient sie? Methode zur Confounder Kontrolle in Analysen Einteilung der Studienpopulation in homogene Gruppen (Bsp. Männer, Frauen) Berechnung der Assoziation in diesen Gruppen, versch. Möglichkeiten zur Kombination der einzelnen Risikoschätzer zu einem „adjustierten“ Risikoschätzer (pooling) Problematisch bei gleichzeitiger Kontrolle vieler potentieller Confounder
- Schritte einer stratifizierten Analyse Erstelle Strata Berechne stratum-spezifische Schätzer Abschätzung der Ähnlichkeit der stratum-spez. Schätzer Sind Schätzer „gleich“, Berechnung eines adjustierten Schätzers Sind Schätzer „unterschiedlich“, gebe stratumspezifische Schätzer an
- Was ist unter multivariater Analysis im Zusammenhang mit Confoundern zu verstehen? Welche Vorteile bietet sie? Wovon ist das jeweilige Modell abhängig? Mathematisches Modell, welches die Assoziation zwischen Exposition und Outcome beschreibt und potentielle Confounder einschliesst Einfache lineare Regression Multiple Regression Vorteil: Gleichzeitige Kontrolle vieler potentieller Confounder Modell abhängig vom Studiendesign, Art der Variablen, Art der Assoziation
- Anzeige
- Was kann man tun um festzustellen, ob eine Größe ein Confounder ist? rohe und adjustierte Risikoschätzer berechnen und miteinander vergleichen
- Wozu kann die Nicht-Beachtung von Confoundern in Studien führen? Über- oder Unterschätzung der Assoziation
- Wann liegt Effektmodifikation bzw. Interaktion vor? Effektmodifikation liegt vor, wenn der Risikoschätzer für eine Assoziation vom Zustand einer dritten Variable abhängt
- Unterschied zwischen Confounding und Effektmodifikation Bei Confounding... weichen die stratumspezifischen Risikoschätzer vom rohen Schätzer, nicht jedoch voneinander ab Mittels eines adjustierten Risikoschätzers lässt sich der Effekt des Confounders auf die zu untersuchenden Assoziation kontrollieren Bei Effektmodifikation... weichen die stratumspezifischen Risikoschätzer stark voneinander ab Es sollte kein gemeinsamer Risikoschätzer angegeben werden. (Keine Adjustierung.)
- Nenne indirekte und direkte Ernährungserhebungsmethoden Direkt24h-ErinnerungsprotokollFragenbogenmethode (FFQ, SFFQ)Ernährungsgeschichte----> Retrospektiv WiegeprotokollErnährungsprotokollDuplikatanalyseInventurmethodeBeobachtung----> Prospektiv IndirektErnährungsökonomische RahmendatenNahrungsbilanzen
- Wie ist ein FFQ aufgebaut bzw. was beinhaltet er LebensmittellisteAuf Basis detaillierter Verzehrsdaten (z.B. Protokolle) der Studienpopulation; Auswahl mit Hilfe von statistischen Methoden Verzehrshäufigkeit über einen definierten Zeitraum i.d. Vergangenheit (retrospektiv)Obligatorisch; Liefert den überwiegenden Anteil der Information zum Lebensmittelverzehr im Vergleich zur Portionsgröße, d.h. die individuelle Verzehrshäufigkeit unterscheidet Personen besser als die individuelle Portionsgröße Portionsgrößen variabel oder Standardisiert (semiquantitativ)Optional; Haushaltsmaße, Einheiten, Photos Zusatzfragen über Fettgehalt, Zusätze, Supplementeinnahme, best. LM-Gruppen...Optional; Fragen nach der Verzehrhäufigkeit von Lebensmitteln einer Lebensmittelgruppe (z.B. „Wie oft pro Woche verzehren Sie Obst?“); Zur Korrektur
- Vor- und Nachteile eines FFQ als Erhebungsmethode Vorteile Übliche Aufnahme erfragt Informationen über die ‚gesamte‘ Ernährung erhalten Kostengünstig beeinflusst nicht das Essverhalten Kann Studienteilnehmer nach ihrer Aufnahme klassifizieren Nachteile Quantifizierung unpräzise Abschätzung der Portionsgrößen und Verzehrshäufigkeiten für den Studienteilnehmer häufig schwierig retrospektiv - Erinnerungsvermögen der Teilnehmer
- Was wird mit Kurzfragebögen "Screenern" hinsichtlich des Verzehrs erfasst Erfassen nicht den gesamten LM-Verzehr, sonder z.B den Verzehr von LM die hauptsächlich zur Aufnahme eines bestimmten Nährstoffs beitragen oder konzentriert sich auf bestimmte Gewohnheiten jenseits der Häufigkeit und Portionsgröße
- Was wird mit einem 24h-Dietary Recall erfasst? Welche Formen gibt es? LM-Aufnahme am Vortag (24h) Quantifizierung der konsumierten Menge Aufgebaut mit "bohrenden" Fragen Interview administered Self administered (z.B. via Internet)
- Nenne ein Indiz für Effektmodifikation Effektschätzer (OR/RR) gehen bei Stratifizierung in verschiedene Richtungen
- Vor- und Nachteile eines 24h-Erinnerungsprotokolls Vorteile: Proband muss bei Interviewer nicht lesen können Probanden können sich normalerweise gut erinnern Teilnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit repräsentativer für die Bevülkerung als solche die damit einverstanden sind ein Ernährungsprotokoll zu führen Neue LM können hinzugefügt werden Nachteile: Under-/Overreporting Mehrere Recalls nötig
- Was beinhaltet die Validität und die Reproduzierbarkeit eines Mess- oder Erfassungsinstrumentes Validität = Richtigkeit, Genauigkeit Eigenschaft im Mittel den ‚wahren‘ Wert zu messen Vergleich gegenüber einer externen Referenzmethode („Goldstandard“) Aussage über den systematischen Fehler des Messinstrumentes Reproduzierbarkeit = Präzision, Reliabilität, Wiederholbarkeit Eigenschaft bei wiederholter Messung eines Merkmals den zuvor erhaltenen Messwert annähernd wieder zu erhalten Wiederholte Messung eines Merkmals mit einem Erfassungsinstrument Aussage über den zufälligen Fehler des Messinstrumentes
- Ziele von Validierungsstudien Messung der tatsächlichen inter-individuellen Variation Qualitative Beschreibung der Fähigkeit des Erhebungsinstrumentes, Unterschiede in der Ernährungsweise von Personen(gruppen) abzubilden Quantitative Beschreibung des Messfehlers des Erhebungsinstrumentes, um ggf. Risikoschätzungen zu korrigieren Kalibrierung eines Erhebungsinstrumentes
- Anforderungen an Referenzmethoden Andere Fehlerstruktur als bei der zu validierenden Methode ‚präziser‘ als die zu validierende Methode
- Prinzip, Vor- und Nachteile eines Ernährungsprotokolls als Erhebungsmethode Prinzip: Dokumentation der über den Tag verzehrten LM- und Getränke-Mengen Vorteile: Quantifizierung der Nahrungsaufnahme möglich Nachteile: Selektions-Bias Validität nimmt mit längerer Dauer ab Auswirkungen der Dokumentation auf die Nahrungsaufnahme (Art und Menge) aufwendig wenn nicht elektronisch
- Welche unterschiedlichen Typen von Variablen lassen sich unterscheiden? Quantitative Variablen (Bsp.: Alter, Größe, Einkommen, Zigarettenmenge...)Kann man Objekte im Hinblick auf eine bestimmte Eigenschaft der Größe nach unterscheiden, d.h. können Objekte hoch oder niedrig, größer oder kleiner, mehr oder weniger sein, so spricht man von einer quantitativen Variablen. Diese Variablen können mit mannigfaltigen Messeinheiten in Verbindung gebracht werden. kontinuierliche (kann jeden beliebigen Wert aus der Menge der reellen Zahlen annehmen) diskrete (kann nur ganz bestimmte Werte annehmen Bsp. nicht 3,5 Familenmitglieder) Qualitative Variablen (Bsp.: Geschelcht, Familienstand, Raucherstatus,...)Kann man Objekte im Hinblick auf eine bestimmte Eigenschaft der Art nach unterscheiden, so spricht man von einer qualitativen Variablen binäre Variable (Ja/Nein z.B. Raucher) kategoriale Variable (starke, mittlere, schwache Raucher)
- Welche Aussage kann anhand des Pearson Korrelations-Koeffizienten gemacht werden? Welche Art von Variablen muss vorliegen um ihn berechnen zu können? Welche Werte kann er annehmen und welche Aussage kann anhand dieser Werte getroffen werden? Schätzt/Misst die Stärke einer linearen Assoziation zwischen 2 kontinuierlichen Variablen r > 0 --> positiver linearer Zusammenhangr < 0 --> negativer linearer Zusammenhangr = 0 --> kein linearer Zusammenhangr = 1 --> perfekter positiver Zusammenhangr = -1 --> perfekter negativer Zusammenhang
- Was ist unter molekularer Epidemiologie zu verstehen? Verknüpfung epidemiologischer Forschung mit biochemischer bzw. molekularbiologischer Forschung Verwendung biologischer Marker („Biomarker“) zur Untersuchung molekularer Mechanismen von Krankheiten "omics" Fragestellungen: Ist eine Exposition mit einem Biomarker assoziiert?, Ist ein Biomarker mit einer Erkrankung assoziiert?; Sind Exposition und ihre Biomarker mit Erkrankungen und ihren Biomarkern assoziiert?
- Erkläre das Kontinuum zwischen Exposition und Erkrankung in der molekularen Epidemiologie an einem Beispiel. Beispiel Cholesterin und KHKExposition = NahrungscholesterolInterne Dosis = Gesamtcholersterol im BlutBiologisch relevante Dosis = LDL-CholesterolFrüher biologischer Effekt = Verschiebung zum LDLVeränderung in Struktur/Funktion = AtheroskleroseErkrankung = KHKPrognoseTraditionelle Epidemiologie: Exposition --> Black-Box (=Zwischenschritte unklar) ---> Erkrankung
- Ziele der molekularen Epidemiologie Darstellung des Kontinuums zwischen Exposition und ErkrankungIdentifizierung von Mechanismen, die Exposition und Erkrankung verbindenIdentifikation früher Ereignisse bei der Entstehung von ErkrankungenReduzierung von MissklassifikationBessere Möglichkeit, Variabilität und Effektmodifikation zu berücksichtigen