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Optimierung von Distributionsnetzwerken (Fach) / Vorlesung Abschnitt 1 (Lektion)
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- Was sind die drei zentralen Funktionen des Distributionssystems? a) Lagerung von Artikelnb) Transport (über Lager und Umschlagspunkte)c) Abwicklung von Bestellungen (Durchführung)
- Zielsystem der Distribution: • Lieferservice• Kosten des Systems• Kundenberatung → Akquisition
- Lieferservice: Nenne vier Elemente: - Lieferzeit - Lieferzuverlässigkeit (Termintreue) - Lieferungsbeschaffenheit (Genauigkeit, Zustand) - Lieferflexibilität
- Verschiedene Distributionsformen (/ Distributionskanäle) (3 Stk. - erläutern) : Direkt: Verkauf findet über Callcenter, Internet u.a. statt. Kunden treten in direkten Kontakt mit Hersteller. Direkte Belieferung der Kunden (auch Service) meist durch Dienstleister. Beispiel: Versandhäuser, Dell Indirekt (eigene Handelsstufe): Kunden erwerben Produkte bei zwischengeschalteten Händlern. Die Händler verteilen exklusiv die Produkte des Herstellers und übernehmen den Service für die Produkte. Belieferung über 1,...,n Distributionsstufen (z.B. Zentrallager → Regionallager → Händler). Distribution häufig durch Dienstleister. Beispiel: Autohäuser Indirekt (fremde Handelsstufe): Kunden kaufen bei zwischengeschalteten Händlern, die die Produkte mehrerer Hersteller vertreiben. Service (wenn relevant) durch Handelsstufe, Belieferung über 1,...,n Distributionsstufen Beispiel: Supermärkte
- Spezielle Distributionsstrukturen sind (3Stk.): zentrale Organisation: alle Kunden werden von einem zentralen Standort aus beliefert (Transportaufwand zum Kunden ist hoch, aber minimale Bestände bei hoher Lieferfähigkeit) dezentrale Organisation: mehrere Standorte zur Belieferung der Kunden (Transportaufwand zum Kunden geringer, höhere Bestände in der Summe) Mischform (mehrstufige Organisation): (häufig im Ersatzteilwesen verwendet). Zentral- und Regionallager
- Einsparpotenziale bei Zusammenfassung von Standorten (generell gilt (qualitativ)) - 3 Stk.: - Transportkosten steigen- Fixkosten für den einen Standort sind kleiner- Bestände im Distributionssystem können reduziert werden, da sich Ausgleichseffekte bei den Kundenbestellungen ergeben.
- Unterschiedliche Strategien zur Versorgung der Stufen des Distributionssystems (3Stk.): a) Direkte Belieferung (1:1 or 1:n) Bsp.: JiT (Automobilzulieferer) b) Crossdocking: bestandsloser Umschlagpunkt (Hub). Bestand einmal pro Tag ausgetauscht. Bsp: Paletten auf Behälter verteilt) c) Herkömmliche Lagerung (Lagerhaltung) – zentral / dezentral – Entkopplung Herstellung ui Nachfrage
- Gründe für zentralen Standort (3Stk.): falls Kunde lange Lieferzeiten akzeptiert, hoher Produktwert, Tendenz zum Ladenhüter
- Gründe für dezentrale Struktur (3Stk): wenn kurze Lieferzeiten erwartet werden, niedriger Produktwert, Bestseller (hoher Umsatz)
- Welche beiden Fälle ergeben sich, wenn die Nachfrage den Bestand übersteigt?: Backlog: Kunde gibt sich mit späterem Auslieferungszeitpunkt zufrieden (Unternehmen versucht, möglichst schnell zu liefern → es entstehen Kosten: zusätzlicher Aufwand, eventuell Fremdbeschaffung etc.) Lost Sales: Bei austauschbaren Produkten (vorrangig im Konsumgüterbereich) wartet der Kunde nicht auf Nachlieferung, sondern weicht auf vergleichbares Produkt aus. Zusätzliche Kosten, um die Markenbindung des Kunden nicht zu verlieren. z.B. Nahrungsmittel
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- Welche Kennzahlen zur Bestimmung des Servicelevels gibt es? + Formel! Alpha-Servicegrad: Die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Periode keine Fehlmengen auftreten. Alpha = P(d<I) Bsp.: 7 von 10 Perioden ohne Fehlmengen: Alpha = 70% Beta-Servicegrad: Anteil der Gesamtnachfragemenge, der in einer Periode direkt vom Lager gedeckt werden kann.Beta = Erfüllte Menge / Gesamtnachfrage = 1 – Backlog(nicht kumuliert) / Gesamtnachfrage Gamma-Servicegrad: Enthält implizit durch Kumulierung die Wartezeit der Kunden, die im Beta-Servicegrad nicht berücksichtigt wird.Gamma = 1 – kumuliert Backlog / Gesamtnachfrage
- Welche 4 Bestellpolitiken gibt es? (t, q): Konstanter Bestellzyklus, kein Bestellpunkt, fixe Bestellmenge (t, S) : Konstanter Bestellzyklus, kein Bestellpunkt, variable Bestellmenge (s, q) : Variabler Bestellzyklus, variabler Bestellpunkt, fixe Bestellmenge (s, S) : Variabler Bestellzyklus, variabler Bestellpunkt, variable Bestellmenge
- Was bedeuten KEP, NLP, BZ, ZSP, SZ, ZBez? KEP: Kuruer-Express-Paket NLP: Nacht-Luft-Post BZ: Briefzentrum ZSP: ZustellstützpunktSZ: Sortier-ZentrenZBez: Zustell-Bezirk
- Wie lässt sich der Transport von Sendungen vom Versender zum Empfänger einteilen? 1) Vorlauf: Einsammeln mittels Touren und zum Depot + Sortieren nach Zieldepot. 2) Hauptlauf: Transport der Sendungen zwischen Quell- und Zielgebiet 3) Nachlauf: Sortieren auf Verteilrouten & Verteilung an Empfänger.
- Optimierungsprobleme in der Post Logistik Planung (Brief & Paketpost) - (2 Phasen): Phase 1: Service Qualitätslevel ist vorgegeben (harte Restriktion) -> zulässige Services werden ausgewählt Phase 2: Finde Distributionsnetzwerk mit minimalen Gesamtkosten (weiche Restriktion / Ziel), die die Bedingungen aus Phase 1 erfüllen.Andere Methoden: Tradeoff (Service <-> Kosten), MCDA Methoden
- 4 Klassen von Optimierungsproblemen PK1: Facility Location Probleme: Problem: Bestimme die Anzahl, den Typ, die Kapazität und den Standort von Einrichtungen und die Zuordnung der „Kunden“ unter Servicequalität-Bedingungen bei minimalen Gesamtkosten. PK2: Location Routing Probleme: Problem: Bestimmung von Standorten und Versorgungs-/Entsorgungs-Routen simultan. PK3: SND – Service Network Design Probleme: Gegeben sind die Einrichtungen durch Anzahl, Typ, Kapazität, Standort u.s.w. Problem: Bestimme das Service Netzwerk (SND), z.B. das Transportnetzwerk, mit minimalen Kosten. PK4: Vehicle Routing and Scheduling Probleme Einrichtungen (facilities) sind z.B. BZ, PZ, Hubs, ZST, Konsolidierungspunkte. Bei allen Planungsproblemen benötigt man sowohl Neuplanung als auch Änderungsplanung.
- Was definiert einen Flug (NLP-Relationen) Flugzeugtyp aStartflughafen kZielflughafen lAbflugzeit tzulässige Zuordnung von Relation R*Potentieller Flug (a,k,l); terminiert Flug (a,k,l,t); Flug (a,k,l,t,R*)