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Virologie (Fach) / spezieller Teil (Lektion)

spezieller Teil

Diese Lektion wurde von mary2rade erstellt.

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  • Parvovirose ( panleukopenie) Hund Nachweis: PCR bei Hunden zwischen 2 Wochen und 4 monaten sehr häufig auch bei nerzen, katzen  bleibt bei raumtemperatur ein jahr infektioes (uebertragung durch kontakt mit personal und oberflaechen moeglich) kann nur handelsuebliche desinfektionsmittel nicht inaktiviert werden breitet sich ueber schleimhaeute aus, vermehrt sich in schnell teilenden zellen ( darm, km, lnn)  ausscheidung ueber kot kot riecht suesslich , faulig symptome: fieber, diarrhoe (  teilweise in fetzen) kryptenatrophie) dehydratation, lethargie, karditis, Enteritis KM- rote zerfliessiende Konsistenz,starke infektion fuehrt zu leukopenie heftige entzuendung duenndarm, Zottenathropie
  • Equines Herpesvirus (EHV 1+2) Vorkommen: Weltweit, aber oft enzootisch,  Empfänglichkeit: Pferde Übetragung: oral, Milch , Abortmaterial , Feten, Fruchtwasser, wird meist über den Respirationstrakt aufgenommen,  EHV1: Aborte bei Stuten im 7.-10. Trächtigkeitsmonat, neurologische Symptome der Fohlen  EHV3: Coitalexanthem  EHV4: katarrhalisch-eitrige, teils abszedierende Bronchopneumonie/ Nekrosen, hohes Fieber,  Prophylaxe: Impfung  Nachweiß: IHC, PCR
  • Ordnung Picornaviridae Aphthovirus:  - Maul und Klauenseuchevirus- Equines Rhinitis-A-Virus- Bovines Rhinitis-A- und B-Virus Cardiovirus - Enzephalomyokarditis-Virus Enterovirus - Virus d. vesikul. Schweinekrankh. - Porzines Enterovirus A und B Erbovirus - Equines Rhinitis-B-Virus Kobuvirus  - Bovines Kobuvirus Teschovirus- Porzines Teschovirus Tremovirus  - Aviäres-Enzephalomyelitisvirus 
  • Maul und Klauenseuche = Apthovirus (picornavirus ) Hochkontagiöse, akute Erkrankung mit zyklischem Verlauf  Extrem hohe Tenazität in Geweben, PH- labil,  Infektiösität wird kaum beeinflusst durch Austrocknung, Kälte oder hohe Salzkonzentrationen (Pökeln)  Empfängliche Tierarten - Wiederkäuer (Ruminantia)- Schweine (Suina)- Schwielensohler (Tylopoda, Kameliden)  Übertragung durch direkten Kontakt u. Aerogen über 100km Dauerausscheider = Übertragung, Reservoir, auch bei geimpften Tieren möglich Schwein Virusausscheidung über die Lunge Klinik: Fieber bis Auftreten Sekundärapthen an Maul, Klauen und Zitzen, Speicheln, Schmatzen, starker Milchrückgang, Rind = Indikatortier (deutl. Symptome), Schwein= Vermehrungstier, Klauenseuche; Schaf/Ziege= Reservoirtier Vermehrung im Herzmuskel bei Kälbern = Tigerherz !!!! anzeigepflichtig Diagnostik: Nachweis (ELISA; RT-PCR, Zellkultur) von Antigen, Nukleinsäure, Erreger aus Apthen
  • Vesikuläre Schweinekrankheit (Swine Vesicular Disease [SVD] ) Bläschenkrankheit = Enterovirus (picornavirus) - anzeigepflichtig, hohe tenazität,  - akut bis abortiv verlaufende zyklische Allgemeininfektion - (Primäraphte, Virämie, Fieber, Sekundärapthe (Maul, Klauen und Zitzen ) - Apthen klinisch nicht von MKS/ stomatitis Vesikularis/ zu unterscheiden -keine weitere Ausbreitung durch klinisch inapparent infizierte Tiere (Buchten-, Abteilkrankheit) - wenig Letal ( lediglich Ferkel bei verminderter Milchproduktion der Sau) - Nachweiß: ELISA, PCR; 
  • Teschener Krankheit / Talfan = teschovirus  Talfan milde Form von teschener Krankheit  Saug- und Absetzferkel Fieber, Nachhandschwäche ( Hundesitzige Stellung) Gutartiger Verlauf mit rascher Rekonvaleszenz  ( wiederherstellung der Gesundheit) Haus- und Wildschwein milde Form: Talfan  Bei trächtigen Sauen können Aborte, Totgeburten, und Mumifikationen auftreten Sehr selten, Dlt. Zuletzt 1957, laut Buch Anzeigepflichtig Deutschland hochgradig durchseucht mit schwach Virulenten Stämmen,  Letalität 20-100%, innerhalb von 3-4 Tagen Aufnhame Oronasal, Vermehrung in Reitkulären Gewebe, Ausscheidung über Kot,  Charakter: Fieberhafte Allgemenerkrankung mit ZNS symptomatik, Inappetenz, Inkoordination, Tremor, Paralyse der Nachhand, Festliegen, vorallem Lähmungen, 
  • Aviäres Enzephalomyelitis Virus = Tremovirus  bei Huhn, Pute (Wachtel, Fasan) Übertragung Horizontal und Vertikal, Mortalität bis zu 70 % Parese, Tremor, Kükenverluste, Augen geschlossen , "Zitterkrankheit", Erblindung (Linsentrübung)  Diarrhoe, Verklebte Kloake je früher der Krankheitsausbruch desto drastischer der Verlauf pathologie:  Perivaskuläre Infiltrate ZNS, Lymphozytäre Infiltrate in der Muskularis den MDT  Impfung: Muttervakzine, Lebendimpfstoff (über Trinkwasser) 
  • Ordnung Calciviridae unterteilt in 5 Genera: - Vesivirus - Lagovirus - Norovirus - Sapovirus - Nebovirus nicht-klassifiziert: - "Amyelosis chronic stunt virus" (Insekten) - Bovines Entero-Calicivirus, Stamm NB - Canines Calicivirus - Geflügel-Calicivirus (Aviäres Calicivirus) 
  • Felines Calicivirus (FCV) = Vesivirus - akute respiratorische Erkrankung, gehört zum Katzenschnupfenkomplex - eher selten DD: Eosinophiles granulom- direkt von Katze zu Katze, die auf engem Raum auf Artgenossen treffen (Mehrkatzenhaushalte, Tierpensionen, Tierheime, Katzenzuchten, Ausstellungen) - kein Impfstatus - Sollten sich Symptome entwickeln, zeigen sie sich innerhalb weniger Tage nach der Infektion - Mattigkeit, Fressunlust, Fieber und kurz darauf durch Augen- und Nasenausfluss. - Bläschen und Verletzungen am  harten Gaumen und Zungenrand, da das Virus die Zellen im Mundbereich zerstört.- Weiterhin gelegentlich Durchfall, Erbrechen, Lungenentzündungenm, Muskel- und       Gelenkschmerzen auf.- meist persistente Infektion das ganze Leben ( Tiere entwickeln oft keine Symptome) - neue Stämme aufgetreten,  Probleme bei erwachsenen Katzen, ähnelt KatzenseucheImpfung RCP
  • felines Herpesvirus (FHV) = HerpesvirusKlinik: oronasale Aufnahme, Virus vermehrt sich im Mund und RachenraumTeil des Katzenschnupfenkomplexes, betrifft vorallem Jungtiere ohne Impfung, Respiratorisch/ Opthalmologisch Augen- und NasenausflussEntzündungen der KonjunktivenHustenDyspnoeGingivitis Ulzera auf der Zunge: selten, meist eher kleinStarke Nekrose der Schleimhäute oder Nasenmuscheln mit morphologischen Veränderungen prädisponieren für eine sekundäre bakterielle Rhinitis und SinusitisNiesenSalivation Rhinitis / Sinusitis Bei jungen und immunsupprimierten Katzen können Ulzera und Nekrosen an Schleimhäuten von Pharynx und Trachea auftreten, die zu hochgradiger Störung des Allgemeinbefindens führen können.Durch FHV-1 hervorgerufene Infektionen an den Augen können zu ulzerativen Keratokonjunktivitiden führen. Die Katzen zeigen Epiphora und Blepharospasmus. Hornhautläsionen entstehen durch Zelluntergang und Ulzerationen von Hornhautepithelzellen bei der viralen Replikation. Korneaperforationen und Hornhautvernarbungen können zu bakterieller Sekundärbesiedlung und zum Verlust der Sehkraft führen. Manchmal tritt auch eine Keratokonjunktivitis sicca auf.Sonstige InappetenzAborte nach FHV-1-Infektionen sind möglich.Hautmanifestationen von FHV-1-Infektionen sind selten beschrieben. Sie sind durch großflächige Entzündungen mit Vesikeln, Ulzerationen und Krusten im Gesicht und an der Nase charakterisierteFieber, selten Pneumonien Meist tritt nach spätestens 3 Wochen eine Heilung einkeine Leukopenie ! Therapie: Zylexis, AB; Feliserin, L-Lysin, Lactoferrin Famciclovir als Virostatikum Famciclovir Tabletten125 mg Tbl.: 1 Tablette 2 × täglich für 10 Tage, dann 1 Tablette 1 × täglich für 10 Tage (Jungkatzen ½ Dosierung) 3 Wochen Famciclovir = Virustatikum, welches ausschliesslich die aktive Virusreplikationsphase hemmt und daher nur zu Beginn der Infektion wirksamEinige genesene Tiere können dauerhaft Viren ausscheiden, etwa 80 Prozent aller erkrankten Tiere bleiben nach überstandener Infektion Träger des Erregers, der sich in die Ganglien des Nervus trigeminus zurückzieht
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  • Rabbit haemorrhagic disease virus (RHDV) Lagovirus gehört zu den Caliciviren, is sehr widerstandsähigChinaseucheNur KaninchenÜbertragung: direkt und indirekt, kontaminiertes Futter oder Einstreu, Kleidung, Fäkal-orale Übertragung, Insekten: Fliegen, Mücken, Flöhe, MilbenSymptome: Akutes versterben ohne Symptoome möglich, Perakuter Verlauf, blutende Schleimhäute, Morbidität 90%, Mortalität 100%, Tiere stoßen oft einen schrillen Schrei aus und verfallen in Opitotonus, Splenomegalie, nekrotisierende Hepatitis, DIC, Blutungen aus Nase und Anus (weniger bei RHD 2) Inaktivierte Impfstoffe, Hauptstrukturprotein VP60, teils AG aus Pflanzen1995: Zur Vernichtung von Kaninchen in Australien Nachweiß:Antikörper mitteld PCR seit 2014 RHD 2 auf dem Vormarsch, hat RHD 1 verdrängt 
  • Ordnung Astrovirus - Genus Mamastroviren: Mammalia Astroviren, ubiquitär, viele Serotypen, subklinisch bis milde Diarrhoe bei Jungtieren, Virusvermehrung in Dünndarmzotten, fäkal-orale Übertragung, Mischinfektion mit Rotaviren schwere Diarrhoe - Genus Avastrovirus: -Aviäre Astroviren, häufig extraintestinale Manifestation (Niere, Leber, Thymus),  in Zusammenhang mit Enteritiden, Nephritiden, Hepatitiden - Aviäres Nephritis Virus, Kümmerwuchs und einem Mangel an Hautpigmentierung bei wachsenden Tieren (Runting Stunting Syndrome [RSS]) und Nephropathien auf 
  • Ordnung Flaviviridae - Flavivirus = - Frühsommer- Meningoenzephalitis-Virus (FSME) - West Nil-Virus - Louping ill Virus - Gelbfiber-Virus - Dengue-Virus - Usutu-Virus  - Pestivirus = - Virus der bovinen Diarrhoe (BVD) - Virus der klass. Schweinepest - Border-Disease-Virus  - Hepacivirus = - Hepatitis-C Virus 
  • West Nil Virus = Falvivirdae Anzeigepflichtig Übertragung innerhalb von Wildvögeln (Reservoir) durch Vektoren = Culex, Fehlwirte Pferd und Mensch Vogel: ZNS Symptome, Erblindung,  bei Greifvögeln Pferd:entwickelt hochgradige Virämie, andere Säuger unbedeutend, bei Vögeln meist symptomlos, bei Menschen zu 80% asymptomatisch, 20% West-Nil-Fieber Klinik- Pferd: Ataxie, Gliedmaßenschwäche, Verhaltensänderungen, Tremor, Fieber = Symptome einer Meningo-Enzephalomyelitis, 40 % Letalität, DD: Tollwut, EHV-1, EHV-4 Diagnose: direkter Virusnachweiß: Sekrete/Exkrete, Goldstandard ist NT, PCR,  Verbreitung in Europa schreitet voran, zwei Linien (1 Europa, . 2 = ursprünglich Afrika) Impfstoffe verfügbar
  • klassische Schweinepest = Flavivirus (pestivirus)  Anzeigepflicht- Klinik: Virusstämme mit unterschiedlicher Virulenz- Akute=klassische und chronische Form- Akut: Inkubationszeit wenige Tage, Fieberhafte Allgemeinerkrankung, punktförmige Rötungen und Blutungen in der Haut, Niere und Lnn.  plötzliche Todesfälle- Chronisch: Inkubationszeit gleich, Krankheitsverlauf über mehrere Wochen, wenig ausgeprägtes Fieber, Wechsel zw. Durchfall und Verstopfung, Atembeschwerden, ZNS-Problematik, Tot trotz Immunantwort nach 1-3 Monaten- Diagnostik über direkten und indirekten ErregernachweißÜbertragung: Tierkontakt, Personenverkehr, Küchenabfälle, infizierte Wildschweine (Reservoir!)Orale Immunisierung nur bei Schwarzwild, FallwilduntersuchungAnsonsten Nichtimpfpolitik = konsequentes Keulen, den Seuchenfreihheit durch Antikörperfreiheit definiert, Antikörpernachweiß steht im Vordergrund
  • Ordnung Coronaviren - Coronavirinae Genus Alphacoronavirus Genus Betacoronavirus Genus Gammacoronavirus (Vogel) - Torovirinae Genus Torovirus 
  • Transmissible Gastroenteritis (TGEV) = Oldenburger Schweineseuche, Virusenteritis = Coronavirus  Mit FIP verwandt, in Ländern mit nennenswerter Schweineproduktion, seit 1986 Hauptwirt Schwein, Hd. Ktz. Fuchs klinisch inapparent Inf.Bei Ferkeln hohe Morbidität und Mortalität, direkte Übertragung Klinik: Ferkel: Erbrechen, Zittern; Durst, Diarrhoe mit sehr fauligem Geruch, Dehydrierung und Azidose führen nach 3-6- Tagen zum Tod, schwere nimmt mit steigendem Alter ab Prophylaxe: Hygiene, Einstellen rein TGEV-freiet TiereNachweis mittels IF von Organschnitten, Virusanzüchtung, PCR bei Sauen: abort, diarrhoe, agalaktie, erbrechen rapider verlust des zottenepithels
  • Felines Coronavirus / FIP = Coronavirus, Fip Viruszwei verschiedene Virentypen: Das wenig pathogene, sogenannte „Feline Enterale Coronavirus“ (FECV) und das stark pathogene „Feline Infektiöse Peritonitis-Virus“ (FIPV). Letzteres ist aber lediglich eine Mutation des „FECV“ innerhalb des TrägertiersBei Ausbruch mittlere Überlebenschance 9 TageDas FCoV kommt weltweit vor, aber nur bei etwa fünf bis zehn Prozent der seropositiven (infizierten) Hauskatzen bricht die FIP-Erkrankung ausin Mehrkatzenhaushalten eine Seroprävalenz von über 90 % Problem ist die Bildung von kleinen, löslichen Immunkomplexen (Überempfindlichkeitsreaktion Typ 3)Übertragung durch: Kontakt, Speichel, Kot, von Mutter auf Fetus,Hauptinfektionsquelle sind Katzentoiletten, wo das FCoV in fäkalem Material über einen Zeitraum von bis zu sieben Wochen überleben kann lange Tenazität und auch lebenslange Ausscheidung möglich !!!! ( nur FECV nicht die mutierte Form)Katzen können sich beispielsweise an kontaminierten Futterschalen, Spielsachen, Ausscheidungen oder auch Transportkörben anstecken, genauso wie im direkten Kontakt mit einer infizierten KatzeKatzenwelpen werden in der Regel in der Phase infiziert, in der das Absinken der mütterlichen Antikörper beginnt, also meist im Alter von 5-6 Wochen Drei Hauptmuster der Virusausscheidung über die Fäzes wurden identifiziert. Ein kleiner prozentualer Anteil der Katzen (3-9 %) scheint resistent gegen die Infektion zu sein und das Virus entweder nie oder nur kurzzeitig auszuscheiden; 10-15 % scheiden das Virus langzeitig oder persistierend aus, während die Mehrzahl aller infizierten Katzen (70-80 %) das Virus intermittierend auszuscheiden scheint. allerdings kann man es sehr einfach durch Haushaltsreiniger oder Desinfektionsmittel eliminieren.keine direkte, horizontale Übertragung von FIP möglich (fehlende Ausscheidung) Übertragung lediglich vertikal möglich (intrauterin)durch Mutation Verlust des Tropismuses zum Darm stattdessen: massive Vermehrung in MakrophagenKlink generell: Vomitus, Diarrhoe, Kachexie, Fieber !!!sehr oft auch Augenproblematik da Ablagerung von Entzündungssekreten gefährdet sind Katzen die schon FELV infiziert sind Am häufigsten befällt die Erkrankung Tiere im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren und ältere Tiere ab 14 Jahren auf Diagnose: Fieber welches nicht auf AB ansprichtLaborVeränderungen des Blutbildes: mittlere bis schwere Anämie, Neutrophilie mit Kernlinksverschiebung, und Leukopenie, Lymphopenie und leukozytose, hohes Gesamteiweiß (TP), geringes Albumin,erhöhte Serumglobuline (v.a. der α2- und γ-Globuline) in Verbindung mit einem erniedrigten Albuminspiegel führen zu einem erniedrigten Albumin/Globulin-Quotienten von < 0,6 (Grenze Labor abhängig); dieser Quotient ist bei wenigen anderen Erkrankungen erniedrigthohes Billirubin, freie Flüssigkeit im Peritoneum, ALT erhöht, Die Serumproteinelektrophorese (SPE) zeigt in der Regel einen verminderten Albuminwert, eine erhöhte α2-Fraktion und eine polyklonale Gammopathie, wobei letztere weniger stark ausgeprägt sein kann, wenn die SPE in einem frühen Stadium der Erkrankung durchgeführt wirdAls sehr wahrscheinlich gilt die Diagnose FIP bei einem A:G < 0,4 und als unwahrscheinlich bei einem A:G > 0,8Unterscheidung feucht und trockene Form eigentlich obsolet „Feuchte Form“:Symptome:Entzündung seröser Häute, Aszites, Atemnot, Ergüsse: hochgradige Peritonitis, Pleuritis, Perikarditis, Aszitesflüssigkeit stark viskös, gelb, fadenziehend; (bernsteinfarben) -> Exudat Proteingehalt hoch aber wenig Entzündungszellen, „Trockene Form“:Symptome infolge von Immunkomplexen: polygranulomatöse Verdickung von Serosa und Organen (Milz/Leber/Lunge), Anämie, Ikterus, Nieren-/Pankreasinsuffizienz, ZNS-Symptome, Uveitis, Zittern, Diagnostik: Antikörpernachweis/Serologie, Rivalta-Probe (Punktat in H20 mit Eisessig, Tropfen sinkt nach unten) Die Impfung ist nur bei FCoV seronegativen Katzen bzw. bei Katzen mit einem niedrigen FCoV-Titer (< 100, getestet mit IFA) möglichMit Hilfe der beigefügten Pipette das Lyophilisat mit dem gesamten Lösungsmittel (0.5 ml) rekonstituieren. Jeweils eine Hälfte der Dosis (0.25 ml) in jedes Nasenloch applizieren.Bei der Verabreichung der Vakzine die Nase der Katze nicht mit der Pipette berühren.Impfschema:1. Impfung: ab der 16. Lebenswoche.2. Impfung: 3 Wochen nach der Erstimpfung.Eine jährliche Auffrischimpfung wird empfohlen. Stiko Leitlinie:   Die Impfung gegen FIP wird nicht empfohlen ,da die Wirksamkeit der Impfung äußerst eingeschränkt ist. Es ist ein intranasal zu applizierender Lebendimpfstoff gegen die feline infektiöse Peritonitis in Deutschland zugelassen Therapieversuch: Depot medrate BehandlungGS441524: Medikament aus China,wird oral verabreichtsehr gutes Ansprechen auf Therapieist Prodrug von Remidisivirin Frankreich jetzt legalBezug: FIP Support Germany, Hero User Group 
  • Canines Coronavirus (CCV) Bovines Coronavirus = Coronavirus  - geringe Tenazität Hund= Darmentzündung mit übelriechendem, wässrig, blutigem Durchfall, ähnlich Parvo bzw. bei sehr schweren Enteriten Mischung aus Corona und Parvo, Außerdem respiratorische Syndrome, ZNS, Peritonitis, granulomatöse Entzündung der inneren OrganeDD: Parvovirose (aber keine Leukopenie bei Corona) Rind= Durchfallerreger bei neugeborenen KälbernLokale Infektion der Dünndarmzotten, häufig Mischinfektion mit Rota und E.coliProphylaxe durch Muttertierimpfung
  • Infektiöse bronchitis = nur Huhn = Coronavirus  Akut verlaufend und Hochansteckend vorallem Küken Masthähnchen und und Junghennen  Von Tier zu Tier, aerogen, Tenazität gering Infektion nach 18-36 h, bei maternalen AK nach 6 Tagen pathologie= (1) Atmungsgeräusche durch Trachea- und Bronchienentzündung, seröses Exudat, getrübte Luftsäcke,  Klinik Küken: Mattigkeit, Atemnot, Schnappatmung, Nasenausfluss, Tod in Folge von Erschöpfung, Unterernährung od. Ersticken, Schädigung der Nieren und des Legeapparates (2) Klinik Legehenne: Rückgang Legeleistung !, Dünnschaligkeit, Deformation ( sind hell, weiß !!! dünn und rauh, wässiriges Eiklar) zystische Erweiterung des Ovars (=> spätere „Falschleger“) Nierenschäden (mit Uratablagerungen) Schwellungen und Blässe, seltener Atemwegssymptome, variables Krankheitsbild je nach Serotyp Prophylaxe über Lebendimpfung möglich (Trinkwasser oder Spray) nachweiß: ELISA;RT- PCR.HAH, 
  • Coronavirus Enteritis der Puten = Coronavirus - Akut, hochkontagiös, vor allem Jungputen, Enterale Symptome, Morbidität bis 100%, Mortalität 5-50% - keine Vakzine  - Nachweiß ELISA, IFT
  • Ordnung Arteriviridae - Equines Arteritis Virus (EAV)  - Laktat Dehydrogenase- Elevating Virus (LDV) - Porcines Respiratorisches und  Reproduktives Syndrome Virus (PRRSV) - Simian Hemorrhagic Fever Virus (SHFV) 
  • PRRS =Porzines Respiratorischen und Reproduktives Syndrom = Arteriviridae, Nidovirales Zwei Stämme Typ 1 in Europa, Typ 2- Amerika (unterschiedliche Virulenz) Hohe Kontagiösität, geringe Tenazität, aerogene Übertragung über 5-10 km,  Große Virulenzunterschiede Infektion: Oronasale Infektion, lang anhaltende Virämie, über Kot, Milch, Sperma, Speichel,  Replikation: Alverolarmakrophagen CD163 Molekül,  persistierende Infektion möglich Vermehrung: In Lymphlnoten, Milz  Klinik: Sau: Reproduktionstörung, Tod von Ferkeln intrauterin infolge Hypoxie, Geburt zw. 100 und 110. Trächtigkeitstag, Mumien, Umrauschen,  Sau: Fieber, gestörtes Allgemeinbefinden,  Absetzferkel:Pneumonie und Wachstumsreduktion,  Lebensschwach, untergewichtig  Läufer: Pneumonie, Blaurote Ohren, Konjunktivitis, Rhinitis, Leistungsdepression Kümmern, Auseinanderwachsen, Anfälligkeit, Sekundärinfektionen, interstetielle pneumonie,  Durchseuchung: keine komplette Bestandsimmunität,  Nachweis indirekt über Antikörpernachweiß (ELISA) bzw. direkt über PCR, Proben: Blut, Tonsillen-Bioptat, Fleischsaft Neutralisierende Antikörper erst 2-4 Wochen nach Infektion, Virämie persistiert trotz AK Impfstoffe vorhanden Nachweiß: Indirekt= ELISA, Direkt: PCR PRRS-Kontrolle: geschlossene Herdenerneuerung, nur negative Tiere in negative Bestände, Herden mit Infektionsgeschehen müssen geschlossen gehalten werden, Biosicherheit muss Priorität haben, Samen auf PRRS testen, Zukauf nur aus bekannten Betriebe Impfstoff vorhanden (Sauen und Absatzferkel)
  • Equines Arteritis Virus (EAV) = Arteriviridae  Infektion auf Equiden beschränkt, MeldepflichtSerologisch einheitlich, aber versch. Virulenz, weltweit verbreitet ( Amerikanischer/ Europäischer Stamm) Virusreservoir sind Persistent Infizierte Hengste (entstehen bei 50% der Infektionen) = Carrier-Status, Übertragung beim Deckakt oder KB Oronasale Infektion mit Vermehrung in Lungenmakrophagen, 1 Woche Virämie, Vermehrung in Endothelzellen des Respirations-,Reproduktions- und Digestionstrakt,  Vakulitis, Arteriitis, entzündliche Ödeme und Hämorrhagien, Virusausscheidung über 2-3 Wochen Klinik: meist subklinisch, ansonsten variabel: Fieber, entzündliche Ödeme an Brust/Bauch/Euter/Präputium, Entzündung und Ödeme an Lidbindehaut (Pink eye) mit Tränenfluss ev. Ikterische Verfärbung, petechale Blutungen in Unterhaut , bei Fohlen schwere interstitielle Pneumonien oder Enteritiden, spätaborte bei Stuten,  Bekämpfung: Isolierung kranker und verdächtiger Tiere, Sperrung von Gehöften, Quarantäne bei Zukauf, Untersuchung Hengst auf Antikörper und Sperma auf VirusIn Dtl. Inaktivierte Impfstoffe zugelassen
  • Bornavirus (BDV) Neuropathische Drüsenmagenerweiterung (PDD) = Bornaviridae Bornasche Krankheit/ Borna Disease Virus (BDV) Infektiöse Erkrankung mit neurologischen Symptomen bei Pferd und Schaf inzwischen auch bei Bunthörnchen nachgewiesen  Anzeigepflichtig, Zoonose !!! ( außer Vogelborna )  Primär Vermehrung in Neuronen und Gliazellen IM NUKLEUS, ohne cytopathischen Effekt, führt zu Persistenz des Virus, Transkription mit Splicing Klinik: in der Regel asymptomatisch, Inkubationszeit variabel, Verlauf akut bis protrahiert, nach Allgemeinsymptomen zunehmend neurologische Veränderungen: Verhaltensänderung, Depression, motorische Defizite Enzephalomyelitis durch zelluläre Immunantwort, Infiltrate in makrophagen und Lymphozyten,  Einschlußkörperchen in Nuklei von Neuronen als pathognomonisches Zeichen, aber intra vitam Diagnostik schwierig, Nachweiß über ICH !! 2. Aviäres Bornavirus (ABV) Übertragung durch Kot Neuropathische Drüsenmagendilatation (PDD),  Bei Psittaciformes, und anderen, ursprünglich bei Aras beobachtet = Arakrankheit Ursache: Beeinträchtigung des ZNS beeinträchtigt die Verdauung, massive Entzündung,  neben Hauptsymptom: Gewichtsverlust, Encephalitis, Myelitis, Depression, Ataxie, auch subklinische Verläufe möglich, oft sekundärinfektionen,  Virusausscheidung über Kot, Federn, Choane, Kloake,  Nachweiß: Kropfbiopsie, PCR ( Kloakentupfer ) Western Blot, ICH nach 3 Monaten nochmal testen  = keine Vakzine 
  • Ordnung Paramyxoviridae  Bovines Parainfluenzavirus, Humanes Parainfluenza virus 1 und 3,  Mumps Virus,  Canines Parainfluenzavirus 5,  Menangle Virus,  Newcastle Disease Virus,   Staupevirus Rinderpestvirus,  Pest-des-petits-ruminants Virus Masernvirus,  Hendravirus Nipahvirus,  Bovines resp. Syntytial Virus   Rhinotracheitis Virus humanes Metapneumovirus 
  • bovine Parainfluenza 3 ( Rindergrippe) = Paramyxoviridae Bovines parainfluenzavirus 3:  Beteiligung am Symptomkomplex der Rindergrippe  Monoinfektion: nur geringe Symptome, Seroprävalenz 60-90%, viele Wiederkäuer Aerogene Übertragung, Vermehrung nur  im Respirationtrakt Klinik: gering: Nasenausfluss, Fieber, Husten schwer (YOGI): purulenter Nasenausfluss, Kurzatmigkeit, Anorexie, Akute fibrinöse Bronchiopneumonie Pathogenese: Nekrose u. Entzündung von Lungenepithel, teils mit Pneumozyten II und Makrophagen Infektion, sekundärinfektion,  Diagnose: SNT, HAH, IHC, Impfung vorhanden 2. Humanes Parainfluenza-Virus 1&3 = Grippe des Menschen 3. Canines Parainfluenzavirus 5:  Symptomkomplex Zwingerhusten und Enzephalitis des HundesMonoinfektion: geringe respiratorische Symptomatik, häufig inapparentImmunsuppression: Nasenausfluß, Fieber, Husten 3-14 TageAufgrund hoher Anzahl an klini. DD Virusisolierung über RT-PCR für Diagnostik wichtigImpfstoffkombi zugelassen   
  • Rubulavirus = Paramyxoviridae Porcines Rubulavirus  Neurologische Symptome, Konjunktivitis, Korneaveränderungen mit zum Teil hoher Mortalitätsrate insbesondere bei Jungtieren,  nicht-eitrige MeningoenzephalitisAdulte Tiere zeigten lediglich Korneaveränderungen (‘pink eye’)  Hohe Sequenzhomologie mit Paramyxovirus (Mapuera Virus) bei Fledermäusen Menangle Virus  Mumifizierung, deformierte Totgeburten Keine Klinik bei Sauen Zoonotische Übertragung des Virus auf Farmmitarbeiter mit Allgemeinsymptomatik (Fieber, Inappetenz) Hohe Sequenzhomologie mit Paramyxovirus bei Fledermäusen (!) 
  • Newcastle Virus (NDV) = Atypische Geflügelpest ( PMV-1) = Paramyxoviridae (PMV) Anzeigepflichtig Zoonose Hochkontagiös, akut oder Chronischer Verlauf, Hohe Hühnerverluste Übertragung horizontal, aerogen, Wildvögel, Gerätschaften,  Symptome: ZNS= Torticollis, im Kreis drehen, hohe nestlingssterblichkeit, Diarrhoe, Polydipsie, Polyurie, Zyanose des Kammes, Schnabelatmung, Ödeme im Kopfbereich,  Zoonose = Konjuktividen beim Mensch, auch Ausbruch bei Reptilien möglich   bei Greifvögeln - Falke dann Habicht, Bussard dann Eule,  Virulenzstämme: Lentogen (schwach bis avirulent), Mesogen (mittelgradig virulent) , Velogen (stark virulent) Newcastle Disease Virus sind nur die Virulenten Viren (= intracerebraler Pathogenitätsindex <0,7 und Polybasisch) im Genus Avulavirus der aviären Paramyxoviren avirulente bzw. schwach virulente werden nur Aviäre Paramyxoviren 2-9 genannt, können mehr als 240 Vogelarten infizieren Ausbreitung durch Geflügelhandel, Junghennen und Küken neuronale Symptome, Cave= besonderes Problem bei Tauben, können sich anstecken (Fleischtauben Anzeigepflicht) Impfung vorgschreiben: lentogene Lebendvakzine, Vektor für Impfung gegen HPAI, Markerimpstoff, 1x jährlich vorallem bei Jungtauben,  Cave: ZNS Symptome wie bei Salmonellen, patholgie wie bei Aviärer Influenza ( aber Dort nicht immer respiratorische Symptome)  sonst keine Therapie, 
  • Staupe = Distemper = Paramyxoviridae (Morbilivirus) Empfänglich sind vor allem Hunde und Frettchen (auch Robbe, Wolf, Fuchs, Panda, Marder, Waschbär, (Groß)katzen) Katzen erkranken nicht aber können Überträger sein Beim Hund Jungtiere unter 6 Mon. Epidemien werden durch hohe Seroprävalenz der Population beendet, Reservoir Wildtiere Hochkontagiös, akut verlaufend, bis Einführung der Impfung verlustreichste Virusinfektion der Hunde Zyklische Allgemeininfektion: Primäre Replikation: Nasopharynx, Konjunktiva Primäre Virämie, Replikation im lymphoretikulären Gewebe,  Virämie, sekundär affine Organe (Lunge, Darm, ZNS) Klinik: Inkubationszeit: 1-4 Wochen, Nasenausfluss, Konjunktivitis, Leukopenie, ev. ZNS-Symptome, Gefahr bakt. Sekundärinfektion Gastrointestinale Form: Durchfall, Erbrechen, rasche Abmagerung, Staupegebiss; Respiratorische Form: eitriger Schnupfen, Bronchitis, Lungenentzündung, Atemnot; Auge: Augenveränderung: Entzün. Regenbogenhaut, Lichtscheue, Hornhautdefekte, Erblindung Hautform: Bläschen, Pusteln, Hochgradige Rötung am Bauch, Schenkelinnenfläche und Ohren; Nervale Staupe: (meist) nach respiratorischer Form, Wochen bis Monate nach Genesung, Enzephalitis, epileptische Anfälle, Kieferkrämpfe, Wesensänderung, alle Altersgruppen ; Hartballenform: "hard Pad Disease"  selten, Verdickung Nasenspiegel und Ballen, mit nervaler Form , endet tödlichDiagnose: Klinik, Impfstatus, IF von Korneaabklatschpräparaten zu Beginn der Erkrankung, Virusnachweiß im Urin Prophylaxe: ab 8.LW attenuierte Lebendvakzine
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  • Peste de Petits Ruminants (PPRV)- Pest der kleinen Wiederkäuer Paramyxoviridae (Morbilivirus) Ziegen ( Schafe ) , vor allem Afrika und Naher Osten (Türkei, Indien) Über Kontakt oder Aerogen übertragenKlinik: Fieber, Stomatitis, Erosionen, Diarrhoe, resp. Symptome, Anorexie, perakuter – chronischer Verlauf
  • Rinderpest = Paramyxovirus (Morbilivirus) Rinder und Wasserbüffel, andere Wdk., afrikanische Schweine, Reservoir: Wildtiere Hochkontagiös, akut verlaufend, Kontakt- und Tröpfcheninfektion, hohes Fieber, Nasen-, Augenausfluss, Katarrhe, Erosionen und Nekrosen der Schleimhäute, Durchfall, Dehydrierung Diagnose: Klinik, ELISA (Antigen und Antikörper) Prophylaxe: Importverbot, attenuierte Lebendvakzine, Global Rinderpest Eradication Program seit 2007 die letzten Staaten für frei erklärt
  • Hendravirus = Paramyxovirus (hendraviridae) Pferde und Menschen, natürlicher Wirt Fledermausgattung Pteropus, bisher nur in AustralienZoonotische Übertragung : Mensch durch direkten Kontakt mit Nasensekret oder Urin von infizierten Pferden SELTEN (bisher nur 3 Erkrankungen bekannt), Pferd: Infektion der oberen Atemwege, schwere Pneumonie, teils Nierenversagen, neurologische Ausfälle (Enzephalitis)   
  • Nipahvirus = Paramyxoviridae (Henipavirus) Schweine + Halter in Malaysia und Singapur (Hd. und Ktz. möglich), natürlicher Wirt wieder Pteropus (Fledermaus) Schwein: milde respiratorische Symptome, Menschen: Enzephalitis u. respiratorische Symptome
  • Bovines Respiratorisches Synzytial Virus =Paramyxoviridae (Pneumovirus)  -> Enzootische Bronchopneumonie der Rinder Monoinfektion: nur geringe KrankheitssymptomeWeltweit verbreitet, unterschiedliche Stämme (A,B,AB), Seroprävalenz in Dtl. 60-80%Vermehrung nur im Respirationstrakt, Verlust des Flimmerepithels aerogene Übertragung Tod bei immunsupprimmierten Tieren bzw. Mischinfektion: durch akute fibrinöse BronchiopneumonieNachweis: RT-PCR, IFT, 
  • Aviäres Metapneumovirus = Paramyxoviridae Pute, Huhn, Ente, Fasan weltweitSynonym: „Turkey rhinotracheitis virus“ bzw. „swollen head syndrom“ bei Hühnern Vier Subtypen A,B,C,DSchnelle aerogene Übertragung, Morbidität: 10-100%, Mortalität: 1-30%Symptome: alle Altersgruppen, Gewichtsverlust, reduzierte Futteraufnahme, Nasen- und Augenausfluss, Abnahme der Legeleistung, dünnschalige u. depigmentierte Eier Nachweiß: ELISA, RT-PCR  Impfung verfügbar, Prophylaxe mit all in all out 
  • ferlavirus = Paramyxovirus (  Fer de Lance Virus )  bei Reptilien (Vorallem Schlangen )  Nasenausfluss, Dyspnoe, rezidivierende, therapieresistente Pneumonien Störungen des ZNS ( Umkehrreflex kaputt) Nachweiß: HAH, PCR, IFT, IHC, 
  • Ordnung Orthomyxoviridae influenza A Virus / influenza B Virus / Influenza C VirusThogotovirus Isavirus
  • Aviäre Influenza Anzeigepflichtig alle Vögel empfänglich ( aber nur Typ A infiziert)  bei Wildvögeln meist apathogen (reservoir), oder Greifvögeln,  übertragung horizontal über Kot, aerogen, Wasser, indirekt,  hohe kontagiosität, geringe tenazität,  Übertragung zwischen Truthan- (Wild) Schwein- Mensch  Avia und humane Stämme binden an unterschiedliche Rezeptoren, das Schwein hat Rezeptoren für beide " Mischgefäß"  durch Antigenic shift Zoonse möglich  Meldepflichtig(H1N1/H5N1/H5N3)  Hoch Pathogen: (besonders für Hühnergeflügel) Polybasische Schnittstelle HA, IVPI >1,2 (>2,5) = Klassische Geflügelpest, perakute Todesfälle, schwere respiratorische und neurologische und gastrointestinale Symptome, durchfall, petechale Blutungen, Fibrinschleier, Nekrosen, Zyanose (!) Pathologie=  Hämorrhagien, Atrophien, Ödeme im Kopfbereich, Pankreasnekrosen,  fast 100% Mortalität, Keulung IVPI = Intravenöser Pathogenitätstest Low Pathogen: Monobasische Schnittstelle HA, IVPI <1,2 (meist 0), milde respiratorische Symptome, Rückgang der Legeleistung, Reservoir Wasservögel, Keulung?? Intervention: Kontaktminimierung zu Wildvögeln, engmaschige Überwachung, Impfung, verbot Asiatischer Importe,  HPAIV nur aus LPAIV ( H5/7Nx) hervorgehend, Auslöser für Mutation unklar, Molekular (HA-Proteinmodifikation HA1,2 und mutiertes H5, H7 HA (Serinproteasen)) HPAI auf Menschen übertragbar (H5N1/H7N7): asymptomatisch bis ARDS (acute respiratory distress syndrom), Hepatitis, ZNS
  • Porcine Influenza/ Schweinegrippe = Orthomyxoviridae  Schwein ist empfänglich für aviäre influenza und humane inflenza, im schwein kommt es dann oft zur neukombination beider Viren (gefahr) Morbidität: 100% Mortalität 1% Meist H1N1 oder H3N2, Schwein als Reservoir für Humane Influenza Meist kalte Jahreszeit oronasale aufnahme  zerstört bronchialepithel, Klinik: Fieber, Lethargie, verringerte Futteraufnahme, milde respiratorische Symptome, Husten, Nasenausfluss, sekundäre infektionen,  Aborte, kümmerer,  Impfung mit inaktivierten HN Stämmen. Sauen und Ferkel,
  • Pferdeinfluenza/ Canine Influenza/ ISAV =Orthomyxoviridae Pferdeinfluenza: Depression, anorexie, husten, ataxie, Nasenausfluss, Sekundärinfektionen sind häufig, Ursache ist oft umgebungswechsel,  Canine Influenza H3N8 - bei Beagels getestet, Fieber, tracheitis, bronchopneumonie, Besonders Amerika, UKVirus der infektiösen Anämie der Lachse (ISAV) Blutung auf der Haut, Exophthalmus, Blutung, Milzschwellung, LebernekroseBisher nicht in Dtl., wenig Lachse in Dtl.   
  • Ordnung Retroviren- persistente Infektion ! Orthoretrovirinae 6 Genera=  Alpha-Retrovirus:  Aviäres Leukosevirus (ALV),  Aviäres Myeloblastosisvirus, Rous Sarcoma Virus (RSV) Gamma-Retrovirus:  Aviäres Retikuloendotheliosisvirus, Felines Leukämievirus (FeLV) Felines Sarkomvirus (FeSV), Murines Leukämievirus (MuLV)  Spumavirinae 1 Genus = Synzytiumbildendes Virus (FeSFV) Lentivirus: Bovines Immundefizienz-Virus (BIV) Virus der equinen infektiösen Anämie (EIAV)Felines Immundefizienz-Virus (FIV) Maedi-Visna-Virus (MVV) der SchafeCaprines Arthritis-Enzephalitis-Virus (CAEV) der ZiegenHumanes Immundefizienz-Virus (HIV) mit den beiden Arten HIV-1 und HIV-2Simianes Immundefizienz-Virus (SIV) bei verschiedenen Affen, mit verschiedenen Unterformen
  • FELV, (Feline Leukose) = Retroviren Felinen Leukämie-Virus (FeLV)Prävalenz in Deutschland 1% Horizontale Übertragung (Speichel, Tränenflüssigkeit, Fäzes, Urin) kann 48 h in feuchter Umgebung ÜberlebenUrsache: Bisse, Bluttransfusionen, sexuelle Kontakte, in Utero, während der Geburt, durch Milch, -> injektion Virus ins Blutbesonders in Ländern mit vielen KatzenSymptome: Neurologisch: Verhaltensänderungen, Neuropathie, epileptische Anfälle durch Virusantigen in Nervenfasern, Hinterhandschwäche, Plegie, Parese, Inkontinenz, KopierensAborte, FertiliätsstörungenGingivitis, Stomatitis,Hauthörner anden Pfoten, Fieber, Atemnot, Erbrechen, Durchfall, Lymphknotenschwellung, Inappetenz, Gewichtsverlust . Auch reduzierte oder gesteigerte Zellzahlen verschiedener Blutzellen, Augen-, Nieren- oder LeberveränderungenIridozyklitis, Glomeronephriden, Otitis, Labor: transiente oder zyklische Neutropenie, Thrombozytopenie, aplastische Anämien (Panzytopenien) Leukopenie, Leukämie (sehr selten)schlecht heilende Wunden, virale und bakterielle Koinfektionen) primäre Virusvermehrung in den Lymphknoten des Oropharynx Zellgebundene Virämie sekundäre Virusvermehrung in lymphatischen Organen (Thymus, Lymphknoten, Peyerscher Platten) im Knochenmark (Granulozyten, Thrombozyten) Myeloproliferative Tumoren ( durch Expression von Onkogenen, Hemmung Tumorsuppressorgene, Formen: Tumoröse Form: Isoliertes Lymphom  ( meistens  Zelllymphom) z.B. NierenleukoseMultizentrische FormLymphadenopathieMagen-Darm-Form                                                          Thymusform LeukämieNachweiß: Elisa snapSchlägt aber erst 3-6 Wochen nach der Infektion an Therapie:keine kausale Therapie  Zylexis, rekombinantes felines Interferon Omega sonst keine Therapie zur VerfügungProphylaxeImpfung ( dieser interferiert nicht mit der Impfung)diese Tiere sollten sogar häufiger gegen andere Erkrankungen geimpft werden   
  • FELV -> FESV = Felines Sarkomvirus Entstehung in FeLV- infizierten, virämischen Katzen durch Rekombination von Wirts-Genom mit FeLV-Genom -> helfervirus keine horizontale Übertragung durch aktivierung von onkogenen bzw. hemmung von Tumorsuppressorgenen Fibrosarkome, Osteo, Chondro- oder Rhabdomyosarkome beschrieben  Cave: Injektionen nur an Stellen, bei denen eine chirurgische Entfernung bei Entwicklung eines FISS möglich ist, Kein Einsatz reizender entzündungsfördernder Substanzen, Impfstoffe sinnvoll einsetzen und unnötige Immunisierungen vermeiden  durch impfung von Tollwut, traumatisch bedingt  
  • Ordnung Arenaviren  Lymphozytäres Choriomeningitis Virus (LCMV) - Lassafieber Virus (LFV)  - Junin Virus - Machupo Virus  - Guanarito Virus (Hämorrhagisches Fieber) - Sabia Virus 
  • Lymphozytäres Choriomeningitis Virus (LCMV) = Arenavirus  - vorwiegend nager, weltweit, Zoonose !! bei Nagern meist inapparent bzw. grippale SymptomeMensch: grippale Symptome, aseptische Meningitis Meningoenzephalomyelitits = immunpathologische Erkrankung
  • Lassavirus = Arenavirus  - Vorwiegend bei Nagern in West-Afrika vorkommende Infektion - Chronisch infizierte Tiere stellen das Erregerreservoir dar  - Mensch: - kann sich durch infektiöse Aerosole der Nagerexkremente oder –blut infizieren  - klinik:  - Häufig klinisch inapparente Infektionen - Schwere systemische Infektion mit progredientem Verlauf - Vaskulärer Dysregulation, Erhöhung der Gefäßpermeabilität - Blutungen - Inkubationszeit 6-21 Tage - Symptomatik zu Beginn mit Fieber, Kopf- und Halsschmerzen                                                  - Die Thrombozytenfunktion, weniger die Thrombozytenzahl bei schweren Verlaufsfällen stark gestört - Lethalität ca. 5-20% der hospitalisierten Fälle 
  • Ordnung Bunyaviren Orthobunyavirus Phlebovirus Nairovirus Hantavirus Tospovirus 
  • Rift Valley Fieber (RVFV) = Bunyavirus (Phlebovirus)  Perakut und akut verlaufende Allgemeinerkrankung bei Rind, Schaf und Ziegen, in Ost- und SüdafrikaLetalität bei Kälbern und Lämmer bis 100% , schwere lebernemrose, diarrhoe, abort, fieber, anorexie,  Beim Menschen grippeähnliche Symptome, vektoren (Stechmücken) auch außerhalb Afrikas, Verbreitung möglich, Humane Epidemie 1977) 
  • Hantavirus/ CCHF = Bunyavirus Aus Korea, Reservoir Mäuse u. Ratten, Zoonose (Mensch ist Fehlwirt)  Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS) =Asien  Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Pharyngitis, Kopfschmerzen, Myalgien, Sehstörungen, abdominale Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Proteinurie, Niereninsuffizienz mit Oligurie Hantavirus Pulmonary Syndrome (HPS) =USASymptome: Klinischer Verlauf ohne Nierenbeteiligung mit Fieber, Husten, Lungenödem, Myalgien, Auftreten von Thrombopenie, Leukozytose mit Linksverschiebung, Hämorrhagien  Diagnostik:  RT-PCR, IFT, ELISA,  = Bunyavirus/ Genus Nairovirus Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber: Reservoir: Rind, Schaf, Hd., Hase, Übertragung durch Zecken u. Mensch zu Mensch Symptome. Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen. Typisch ist eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung, Bei einem Teil der Erkrankten stellt sich als Komplikation ab dem 3.-5. Tag eine hämorrhagischer Verlaufsform ein: Darmblutungen, Bluterbrechen, Hautblutungen, hämorrhagische Diathese  Nachweiß: RT PCR; ELISA,