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Sozialpsychologie (Fach) / Vorlesung Zusammenfassung (Lektion)

Foliensatz 1-11

Diese Lektion wurde von gorksta erstellt.

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  • Psychologiefelder Organisationspsychologie Verhalten in Gruppen, Identifikation mit der Organisation, Diversität, Führung Klinische Psychologie Auswirken von Stigma und Diskriminierung, Paarbeziehungen Persönlichkeitspsychologie Zusammenhang sozialer Prozesse und individueller Unterschiede Entwicklungspsychologie Entwicklung sozialer Einstellungen, bspw. Vorurteile
  • Themenkomplexe Vorlesungsgliederung Einführung und Forschungsmethoden Soziale Wahrnehmung und Attribution Das Selbst Kognition Einstellungen und Einstellungsänderungen Gruppendynamik und Führung Aggression und prosoziales Verhalten Affiliation und zwischenmenschliche Beziehungen Sozialer Einfluss I: Einfluss durch Mehrheiten und Minderheiten Sozialer Einfluss II: Gehorsam Deindividuation und kollektives Verhalten Vorurteile und Intergruppenbeziehungen I: Erklärungsansätze Vorurteile und Intergruppenkonflikte II: individuelle Unterschiede und Intergruppenkontakt
  • Korrelation (beschreibend) Variable A korreliert (hängt zusammen mit) Variable B Beispiele: Häufigkeit der Nutzung aggressiver Medien hängt positiv mit aggressivem Verhalten zusammen Kontakt zu Fremdgruppen hängt negativ mit Vorurteilen zusammen Umfragestudien: Korrelative Zusammenhänge zwischen den Konstrukten Evtl. repräsentative Stichprobe -> Generalisierbarkeit Aber: keine Kausalaussagen, keine Entwicklung über die Zeit!
  • Erklärung (A bedingt B) unabhängige Variable A bedingt abhängige Variable B Beispiele: Frustration führt zu Aggression Symbolische Bedrohung führt zu Vorurteilen Aufbau Laborexperimente: Manipulation einer Unabhängigen Variable (UV) Messung der Abhängigen Variable (AV) Kontrolle möglicher Störvariable Randomisierung der Versuchspersonen-Zuweisung Validität: Interne (hoch): Veränderung in der AV kann auf Manipulation der UV zurückgeführt werden Externe (eingeschränkt): Generalisierbarkeit auf die Untersuchungspopulation möglich? Versuchspersonen meist Psychologiestudierende
  • Prognose von zukünftigem Verhalten oder Erleben Sachverhalte (Prädiktoren) sagen weiteren Sachverhalt (Kriterium) voraus Beispiel: Vorhersage von aggressivem Verhalten bei Konsum gewalthaltiger Medien Ablauf deduktiv-hypothesentestendes Forschens: Problemstellung-Theorie-Hypothesen-Operationalisierung-Untersuchung-statistische Auswertung-Interpretation (Rückkopplung zu Theorie) Alltagswissen, Hintergrundwissen, Werte haben zusätzlichen Einfluss
  • soziale Wahrnehmung Leitfragen Beispiel: „I don‘t like You!““ Leitfragen: Wie bilden wir uns Eindrücke von anderen Menschen? Wie versuchen wir uns die Handlungen anderer Menschen zu erklären? Welche Arten von Attributionsverzerrungen gibt es? soziale Wahrnehmung: Was möchten Sie als erstes über eine Person wissen, die sie zum ersten Mal sehen? Welche Information ist für Sie relevant?
  • Wärme als zentrales Persönlichkeitsmerkmal Adjektivlisten zur Beschreibung von Personen: (Asch, 1946) a)      intelligent, geschickt, fleißig, warm, entschlossen, praktisch, vorsichtig b)      intelligent, geschickt, fleißig, kalt, entschlossen, praktisch, vorsichtig Wärme als zentrales Personenmerkmal Wärme als zentrales Persönlichkeitsmerkmal Wichtige Information über andere Personen Wärme-Information evolutionär sinnvoll Kein Effekt bei der Differenzierung höflich ↔ ungehobelt -> Peripheres Persönlichkeitsmerkmal Soziale Wahrnehmung ist kein einfaches Aufaddieren von Merkmalen! zentrale Annahmen: Wärme ist zentrale Dimension bei der Wahrnehmung von distanzierten Personen oder Unbekannten Wesentliche Information über Absichten Abschwächung bzw. Umkehrung des Primacy-of-warmth-Effekts bei eigener Person und engen Freunden, Kompetenz ist zentral Absichten sind bekannt
  • Attribution Ziel: Ursachen für Handlungen und Ereignisse finden Warum handeln wir so, wie wir handeln? Attributionstheorie: Erklärung von Verhalten anderer Personen Kausalattribution: Prozess, durch den Beobachter zu Schlussfolgerungen über die Ursachen des Verhaltens anderer Personen kommen (Bobachter als „naive Psychologen“) Attribution von Verhalten auf Dispositionen: (Heider, 1958) Kann viele Verhaltensweisen erklären Vorhersage zukünftigen Verhaltens möglich Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerung: (Jones & Davis, 1965) Beobachter versuchen, Verhalten auf Dispositionen zu attribuieren Schluss auf Dispositionen, die mit dem Verhalten korrespondieren Nur bei freier Entscheidung Rückschluss auf Einstellung! Korrespondenzverzerrung durch Überschätzung persönlicher Ursachen Grundannahmen der Theorie: Berücksichtigung der Verhaltensmöglichkeiten und wünschenswerter und nicht wünschenswerter Ergebnisse Vergleich der Auswirkungen der ausgewählten mit denen nicht ausgewählter Handlungen Annahme, dass Handlung aufgrund von nur dadurch möglichen Konsequenzen gewählt wurde -> Analyse nicht gemeinsamer Auswirkungen (Beispiel Wohnortswahl aufgrund von Großstadtwunsch) Kovariationstheorie: Als Ursache wird Person, Situation oder Entität (Objekt) gesehen, die mit beobachtetem Effekt kovariiert Kausalschemata: (Kelley 1972) bei Attribution Zurückgreifen auf Wissen oder Vorannahmen, wie ein Effekt zustande kommt Ausschluss von Ursachen durch Beobachtung Konsensus, Konsistenz, Distinktheit Informationen werden selten spontan angewendet häufig zielführend, auf Vorwissen zurückzugreifen Erwartungen leiten Attributionen Abwertungsprinzip: wenn eine Ursache gefunden wird, werden alternative Ursachen ausgeschlossen Aufwertungsprinzip: Ursache muss stark sein, wenn sie trotz eines entgegenwirkenden Einflusses wirkt Theorie der leistungsbezogenen Attribution: Attribution von Erfolg und Misserfolg und die Konsequenzen Betonung der Anstrengung für Erfolg führt zu mehr Anstrengung Bei interner kontrollierbarer Ursache zukünftig weiter Anstrengung Fehlattribution von Emotionen und von Erregung: Frage: Ist es immer eindeutig, welche Emotion wir empfinden? Emotionen haben nicht immer eindeutige Profile bspw. kann physiologische Erregung auf Angst oder Ärger hinweisen Schachter, 1964: Emotionen hängen von Attributionen ab Emotionsrelevante Kognitionen führen zu emotionalem Erleben, wenn physiologische Erregung vorhanden Beispiel: Personen mit leichten Schlafproblemen schlafen nach Placebo (Erregung) schneller ein (Attribution der Schlafprobleme auf externe Ursachen) -> Änderung der Attribution als therapeutisches Mittel Attributionsverzerrungen: Systematische Verzerrungen bei der Sammlung von Daten zur Erklärung von Verhalten Attributionen von Verhalten stärker auf Dispositionen als auf Situationen Ursachen: situative Einflüsse schwer zu bemerken, falscher Konsensus, Dispositionen als Erklärung einfacher Attribution als Handelnder: Rückmeldung über Erfolg/Misserfolg (Erfolg: Begabung, Anstrengung; Misserfolg: schwierige Aufgabe) -> positives Selbstbild
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