63
Chemie für Naturwissenschaftler (Fach) / Chemie bei Fasting (Lektion)
Chemie für Biologen, FU Berlin, alle Infos aus "Chemie für Mediziner" von Schmuck, Engels, Schulmeister und Fink
Diese Lektion wurde von carlosophas erstellt.
Anzeige
- Dispersionskräfte Induktion eines Dipolmomentes durch Bewegungen innerhalb der Elektronenhülle Je größer die Elektronenhülle ist, desto größer ist diese Wechselwirkung (Polarisierbarkeit)
- Wasserstoffbrücken - Wechselwirkungen zwischen aciden H-Atomen eines Moleküls und freien Elektronen- paaren stark elektronegativer Atome (F, O, N) - Wasserstoffbrücken können intramolekular (Beispiel: Maleinsäure) oder intermolekular (Beispiel: Wasser) auftreten. - Sie sind für viele Eigenschaften chemischer Verbindungen verantwortlich (hoher Siede- punkt des Wassers im Vergleich zu H2S, in dem kaum H-Brücken ausgebildet werden). - Stärke von Wasserstoffbrückenbindungen liegt im Bereich bis zu 40 kJ mol-1. - Die Löslichkeit einer Reihe von Stickstoff- und Sauerstoffverbindungen beruht auf der Ausbildung von Wasserstoffbrücken.
- Bedeutung von Wasserstoffbrücken - Bestimmen die räumliche Struktur von Proteinen und Enzymen - Helixstruktur der DNA wird durch Wasserstoffbrücken bestimmt - Knüpfen und Öffnen von H-Brücken sind chemische Grundprozesse biologischer Vor- gänge wie Zellteilung und Proteinsynthese.
- Hydrophobe Wechselwirkungen - Assoziierung hydrophober Moleküle in polarer Umgebung (Mizellenbildung) - sehr kleine Wechselwirkungen (Bindungsenergien um 10 kJ/mol) - sind u.a. für die Konformation von Proteinen verantwortlich (hydrophile Gruppen nach außen, hydrophobe nach innen) - hydrophobe Wechselwirkungen können mit Hilfe der Gibbs-Helmholtz-Gleichung quantitativ erfaßt werden - Mizellen stellen einen Zustand höherer Ordnung im Gesamtsystem dar, d.h. die Entropie nimmt ab (Entropie = Maß für den Grad der "Unordnung" in einem System). - Konsequenz: "Verbrauch" freier Energie - biologische Bedeutung: Ausbildung von Lipid-Membran-Doppelschichten, Emulgatoren (Stoffe mit hydrophilen und lipophilen Gruppen), neben H-Brücken verantwortlich für die Tertiärstruktur von Proteinen
- Metallische Bindung - ist nur im festen oder flüssigem Aggregatzustand möglich - wird von Elementen mit wenig Valenzelektronen gebildet (unbesetzte Atomorbitale sind vorhanden) - für die Erklärung werden Gitter aus positiv geladenen Atomrümpfen angenommen, wäh- rend die Valenzelektronen nicht mehr einzelnen Atomen zugeordnet werden können - Die Valenzelektronen halten sich in Molekülorbitalen auf, die durch Linearkombination vieler Atomorbitale entstehen. Sie sind über den gesamten Kristall delokalisiert. - Die Wechselwirkungen sind nicht gerichtet. - Die Vielzahl der energetisch eng beieinander liegenden Energieniveaus ist meßtechnisch nicht mehr unterscheidbar, man spricht von Energiebändern. - Bei Metallen überlagern sich die Bänder eines Hauptquantenzustandes.
- Katalysatorwirkung Katalysatoren haben keinerlei Einfluß auf die Gleichgewichtslage. Katalysatoren führen nur zu einer schnelleren Einstellung des Gleichgewichts. Sie begüns- tigen Hin- und Rückreaktion gleichermaßen.
- Oxidation Prozeß, bei dem einem Atom Elektronen entzogen werden Reaktion, bei der die Oxidationzahl eines Atoms erhöht wird
- Reduktion Prozeß, bei dem einem Atom Elektronen zugeführt werden Reaktion, bei der die Oxidationszahl eines Atoms erniedrigt wird
- Oxidationsmittel Substanz, die dem Reaktionspartner Elektronen entzieht und damit selbst reduziert wird
- Reduktionsmittel Substanz, die an den Reaktionspartner Elektronen abgibt und damit selbst oxidiert wird.
- Anzeige
- Oxidationszahlen - Ladungen oder fiktive Ladungen, die den Atomen einer Verbindung nach bestimmten Regeln zugewiesen werden. Sie werden durch römi- sche Ziffern gekennzeichnet. In einatomigen Ionen ist die Ionenladung gleich der Oxidationszahl des Elementes
- Unterschied zwischen Formatladung und Oxidationszahl Formalladung: Teilung des Elektronenpaares zwischen den Reaktionspartnern Oxidationszahl: Zuordnung der Bindungs- elektronen zum elektonegativeren Partner
- Was sind Alkane? Verbindungen die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen, u.A. Methan