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Psychologie 2 (Fach) / Das humanistische Paradigma (Lektion)

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  • Humanismus •betont im Gegensatz zu den psychoanalytischen Theorien die „höheren“ Motive des Menschen nach Selbstverwirklichung und der Ausschöpfung des individuellen Wachstumspotenzials•Ziele motivieren zum Handelnwichtigstes Ziel: Selbstverwirklichung (Selbstaktualisierung)
  • Maslowsche Bedürfnishierarchie Selbst-verwirklichungSelbstwertgefühlZugehörigkeitsgefühlSicherheitphysiologische Bedürfnisse (unten)
  • Humanismus: Menschenbild Streben nach:•Selbstverwirklichung: ständige Aktualisierung von Fähigkeiten und Talenten, die im Menschen verborgen liegen•Autonomie/Unabhängigkeit von äußerer Kon-trolle•Sinnfindung: Verwirklichung selbstgewählter Aufgaben, die sich zentrieren um die Werte der Freiheit, der Gerechtigkeit und der Menschen-würde
  • Prominenter Vertreter des Humanismus: Carl Rogers (1902-1987) •der Mensch ist von Natur aus positiv und strebt nach der Verwirklichung seiner Potenziale (= angeborenes Bedürf-nis nach Selbstaktualisierung)•der Mensch hat ein Bedürfnis nach positiver Wertschätz-ung durch andere•dauerhafte unbedingte Wertschätzung durch wichtige Be-zugspersonen führt zu dauerhafter unbedingter Selbst-wertschätzung•es entstehen keine Fehlentwicklungen, wenn man unab-hängig von seinem Verhalten von wichtigen Bezugsperso-nen unbedingte Wertschätzung erfährt
  • Konsistenz und Kongruenz nach Rogers Konsistenz: bezieht sich auf die verschiedenen Aspekte des eigenen Selbst (Abwesenheit von Konflikten) Kongruenz: bezieht sich auf die Wahrnehmung des Selbst und seinen Erfahrungen >>das Individuum ist motiviert, Konsistenz und Kongruenz herzustellen Ziel einer Therapie:Erlebnisse und Erfahrungen in einem integrativen Ganzen symbolisieren (Konsistenz) sowie alte und neue Erfahrun- gen in das Selbst(bild) aufnehmen können (Kongruenz)
  • Carl Rogers Begründer der Gesprächspsychologie •klientenzentriert, non-direktiv:Therapeut verzichtet auf Ratschläge und Anweisungen•der Ratsuchende (Klient) kennt seine Probleme selbst am besten, auch wenn er sie vielleicht nicht klar formulieren kann•Therapeut dient eher als Vermittler•notwendige Therapeutenvariablen:Kongruenz/Echtheitunbedingte positive Wertschätzung/AkzeptanzEmpathie/einfühlendes Verstehen>Klient soll selbst auf die geeignete Lösung kommen
  • Die therapeutische Grundhaltung nach Rogers Kongruenz/Echtheit:Therapeut soll er selbst sein und keine Fassade zeigen. Akzeptanz/bedingungsfreie Wertschätzung Empathie/einfühlendes Verstehen:Brille des Klienten aufsetzen
  • Real- und Idealselbst •Idealselbst: das Selbstkonzept, das die Person am liebsten besitzen möchte• Q-Sort als Methode zur Erfassung von Real- und Idealselbst:Personen erhalten ca. 100 Kärtchen mit selbstbeschreiben-den Eigenschaftsaussagen (z.B. „Ich bin voller Selbstvertrau-en“)sie sollen dann in zwei Sortiervorgängen ihr reales bzw. ideales Selbstkonzept beschreiben, indem sie jede Aussage nach ihrem Zutreffen („trifft überhaupt nicht zu“ -„trifft sehr zu“) beurteilenDiskrepanz zwischen Real- und Idealselbst kann ermittelt werden
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