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Psychologie 2 (Fach) / Ausdruckspsychologie und Eigenschaftstheorien (Lektion)
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- Def. Typologien Zuordnung von Menschen aufgrund bestimmter physiologischer Merkmale zu einem bestimmten Typus => auf die Persönlichkeit eines Menschen kann aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einem Typus geschlossen werden
- Eigenschaftstheorien Zuordnung von Menschen aufgrund bestimmter Verhaltens-weisen zu zeitstabilen Dispositionen => auf die Persönlichkeit eines Menschen kann durch die Feststellung der individuellen Ausprägung stabiler Persönlichkeitseigenschaften geschlossen werden
- Temperamentstypologie des Hippokrates (etwa 460-377 v. Chr.) dominante Körpersäfte Temperamentstypen Blut >Sanguiniker Schwarze Galle >Melancholiker Gelbe Galle >Choleriker Phlegma (Schleim) >Phlegmatiker
- Lehre vom Ausdruck in seiner Erscheinung und psychologischen Bedeutung –Mimik (Bewegungsabläufe im Gesicht) –Gestik (Ausdrucksbewegungen der Hände) –Motorik (Bewegungen des übrigen Körpers, z.B. der Gang) –Physiognomik / Physiognomie (Ausdrucksgehalt von Stimme und Sprechweise) –Handschrift (Graphologie)
- Konstitutionspsychologie von Ernst Kretschmer (1921) Kretschmer ging von einem Zusammenhang zwischen Körperbaumerkmalen und Temperament aus: –Pykniker zeigen Affektschwankungen (dicker Typ) /endomorph (Sheldon) –Leptosome sind reizempfindlich, misstrauisch, paranoid, scheu, gemütskalt (dünner Typ) /ektomorph (Sheldon) –Athletiker schwanken zwischen „Explosivität" und „Schwerfälligkeit" und sind zäh, schwerfällig, beständig, umständlich /mesomorph (Sheldon) Kritik an diesem Ansatz: Scheinkorrelationen bedingt durch Geschlecht, Mischtypen, Urteilsverzerrungen, Stichprobenverzerrung
- Disposition Def. Merkmal einer Person, das eine mittelfristige zeitliche Stabilität aufweist; nicht direkt beobachtbar –disponiert die Person dazu, in bestimmten Situationen ein bestimmtes Verhalten zu zeigen •Dispositionen ╪ Verhalten
- Eigenschaftstheorien gehen u.a. davon aus, dass –Menschen zeitstabile Dispositionen zu bestimmten Verhaltensweisen aufweisen –das Verhalten von Personen durch diese Dispositionen erklärt werden kann –sich die Persönlichkeit in Eigenschaftssystemen beschrei-ben lässt
- die idiographische Eigenschaftstheorie von Allport (1937) •Eigenschaften als zentrale Einheit der Persönlichkeit (Reiz-Reaktions-Theorien) •Persönlichkeit und Eigenschaft weisen eine neurophysiologische Grundlage auf (angeboren) •persönliche Eigenschaften unterscheidet Allport in: –Kardinal-Eigenschaften (fast im gesamten Verhalten einer Person erkennbar) z.B. Machtstreben, Opferbereitschaft –zentrale Eigenschaften (in vielen Verhaltensweisen erkennbar) z.B. Fleiß, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Bestimmtheit –sekundäre Eigenschaften (selten auftretend) z.B. politische Präferenzen –Attitüden (situationsabhängig gelernte Gewohnheiten) z.B. Licht ausmachen beim Verlassen des Zimmers
- Faktorielle Eigenschaftstheorie von Cattell (1957) Persönlichkeit = identisch mit allen Faktoren, die eine Vorhersage darüber erlauben, was eine Person in einer bestimmten Situation wahrscheinlich tun wird •das Verhalten in einer Situation ergibt sich als Summe aus –Fähigkeitseigenschaften, Fertigkeiten –Temperamentseigenschaften –biologisch fundierten Motivsystemen –Gesinnungen, Einstellungen –Merkmalen, die mit einer sozialen Rolle einhergehen –momentanen Zuständen, Stimmungen •Grundannahme: Zusammenhänge im beobachtbaren Verhalten lassen sich zu einer kleineren Zahl von grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften zusammenfassen. •zentral: allgemeine Persönlichkeitseigenschaften •Bestimmung der grundlegenden allgemeinen Eigenschaften mit Hilfe der Faktorenanalyse
- 16 Personality Inventory von Cattell (16-PF) •Fragebogen zu 16 grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften (Persönlichkeitsdimensionen) •die Persönlichkeitsstruktur einer Person ist in einem Profil darstellbar niedriger Ausprägungsgrad Unterwürfigkeit unbeugsam, kalt naiv weniger intelligent bescheiden nüchtern, solide, ernst gutgläubig hoher Ausprägungsgrad Dominanz, bestimmt heiter, warmherzig gewitzt, scharfsinnig intelligent unbekümmert, sorglos misstrauisch
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- faktorielle Persönlichkeitstheorie von Eysenck (1973) drei Dimensionen: •Psychotizismus: kalt, unpersönlich, Mangel an Einfühlung, wenig verlässlich, grob .... •Neurotizismus: Emotionale Labilität, Schwierigkeiten, nach emotionalen Erfahrungen zur Normallage zurückzukehren, viele Sorgen, Ängste ... •Extraversion: gesellig, mag Veranstaltungen, sehnt sich nach Anregungen, Neigungen zu unkontrolliertem Handeln ... –Introversion: ruhig, zurückhaltend, liebt Bücher mehr als Menschen, wenig impulsiv ...