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Theatergeschichte (Fach) / Tanztheater (Lektion)

Teil 6

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  • Was ist mit der Tanz als Sprache-Metapher gemeint und ist diese sinnvoll? Nur bedingt: nicht jede Tanz-Sprache will wie Sprache des Alltags über ein Thema sprechen, ist aber schon eine Sprache, jede Tanzsprache hat eigenes Alphabet, Grammatik etc. abhängig von Körper und Bewegungskonzeepten -> braucht angeemssene Beschreibungsmodelle
  • Bedeutung von Tanz zeute? Pluralität der Formen und Inhalte Pluralität der Ausbildungsmöglichkeiten Veränderte Produktionsstrukturen (Festivals, internat. Kooperationen etc.) Wichtig: Tänzer als Forscher (pratice as researche) -> statt Aufführung von Werken Präsentation von "work in progress"
  • Wer steht für Neuanfänge des Tanzes im 20. Jhd? Isadora Duncan Emile Jaques-Dalcroze Rudolf Steiner Rudolf von Laban Mary Wigman Kurt Jooss Ruth St. Denis Martha Graham
  • Wer ist der Erfinder der Eurythmie? Rudolf Steiner
  • Wer ist der Erfinder der Rhythmischen Gymnastik? Emile Jaques-Dalcroze
  • Was wollte'n der Rudolf von Laban? (Zitat) "Jeder Mensch ist ein Tänzer" -> Gesetzmäßigkeiten der freien Bewegung Umfassendes Analyse- und Lehrsystem, das Tänzer in die Mitte des umgebenden Raum stellt und in ein Gefüge von Richtungen, Skalen und Schwungebenen stellt -> Eukinetik (Ausdruckslehre)-> Choreutik (Raumharmonielehre)-> Labanotationen -> Kinespähre (Bewegungskugel, mit ausgestreckten Gliedmaßen erreichbar)
  • Was wollte Mary Wigman? Ausdruck: "Durchbruch ungewusster seelischer Vorgänge zu körperlich bewusstem Zustand." -> Tanz = Ausgestaltunge iner individuell befundenen Bewegung
  • Was wollte Kurt Jooss? politisch engagierten Tanz kombiniert klass. Tanz, Ausdruckstanz, Gesellschaftstanz Expressionismus + Neue Sachlichkeit Typologie des Tanzes: absoluter Tanz (Tanz ohne inhaltliche Bezüge) + Theater tanz (dienender Tanz) = Tanztheater "Der grüne Tisch" (1932)
  • Was wollte Ruth St. Denis? Entwicklerin des Modern dance (neue Form von Bühnentanz in USA, orientiert am europ. Ausdruckstanz) spirituell aufgeladene Tänze, opulente Tableaus, Exotik Denishawn Dancers -> Hollywood-Fillm Schülerinnen: Doris Humphrey, Martha Graham
  • Was wollte Martha Graham? ausdrucksbetonter, narrativer Tanz psychoanalytischer Zugriff auf US-amerik. Geschichte + Motive griech. Mythologie trainierter, diszipliniert Körper verleiht Tanz in seiner wahrhaftigen Natur ausdruck CONTRACTION (Zusammenziehen, Anpsannung) und RELEASE (Lösen, Entspannen) -> zentrale, antagonistsche Bewegungsprinzipien  -> bis heute als Trainingstechnik
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  • Postmodern Dance Abgrenzung vom etablierten Modern Dance Eigengesetzlichkeit der Bewegung klassische Technik + Graham-Technik Aleatorik: Zufall in künstlerischem Prozess -> John cage, Robert Rauschenberg Vorläufer: Merce Cunningham
  • Was ist Aleatorik? Einbeziehung des Zufalls in künstlerischen Prozess
  • Was wollte Isadora Duncan? Befreiung des Körpers (keine Schuhe, kein Korsett) stattdessen Orientierung an Antike (Tunika) expressiver, unmittelbarer Tanz Visualisierung innerer Empfindungen Tanz als harmonische Verbindung von Mensch und Kosmos
  • Theaterbegriff seit den 1970er Jahren? (gibt es da einen Bestimmten?) Gegebwegegung zum Klassischen Tanz weite Definition von tanz -> Infragstellung von Spartengrenzen Themen: Identität, Geschlechter, deutsche Geschichte Strukturprinzip: nicht-linear, Collage, Montage rückgriff auf Ausdruckstanz Rückgriff auf Modern Dance
  • Was ist Modern Dance? Von Ruth St. Denis entwickelt -> neue Form von Bühnentanz (orientiert an europ. Ausdruckstanz)
  • Was wollte Johann Kresnik? Choreographisches Theater (ab 1968) Tanz steht im Dienst des zu vermittelnden Inhalts Verhandlung gesamtgesellschaftlicher Themen am Bsp. individueller Biografien (Meinhof, Kahlo, Hannelore Kohl) Biografie als dramaturgischer Leitfaden -> bildet pol. Struktur ab -> Mensch auf Bühne umsetzen Theater kann nicht unmittelbar Gesellschaft oder Pol. ändern, aber Zuschauer zum Diskutieren bringen Motto: "Ballett kann kämpfen"
  • Was wollte Pina Bausch? Ansatzpunkt: Individuelle Erlebnisse der Tänzer Improvisationstaktik: fragen Komik & Slapstick, tänzerische Verhandlungen existenzieller Fragen Verbindung von allgemein-menschlichen mit konkret-gesellschaftshistorischen Themen Cafe Müller (1978)
  • Von wem war das Tanztheater Cafe Müller (1978) und worum ging's? keine lineare Narration Themen: Beziehung Zwischenmenschlichkeit Frage: Was ist Tanz? -> Pina Bausch
  • Was wollte William Forsythe? Tanz als Bewegungsforschung Nutzung + Dekonstruktion klassischer Tanztechniken: tanzend erforschen, hinterfragen, weiterentwickeln Improvisationsstrategien machen Tänzer zu Koautoren mit Sprache, Objekt, Lichtdesign, elektr. Musik Tanz + Mathemaitk: Entwicklung des Tanzes wie Lösung einer Gleichung cary Rick: Bewegungsveränderungen sind Entwicklung Gerald Siegmund: Forsythe macht eigenen gieriigen Blick auf Bühne bewusst  (unvollende Tanzstücke storen (positiv) Gestaltabschlussversprechen
  • Wie geht William Forsythe mit dem Gestaltabschlussversprechen um? Tänzer nimmt Bewegung af und transformiert sie, Grundparameter bleiben, alle anderen werden nach und nach varriert -> Vertanzen bekannter Bewegungsmuster fordern biem Rezipienten Zuendedenken der Tanzphrase heraus, Zuendedenken erfolgt jedoch nicht -> One Flat Thing Reproduced 2000
  • Anne Teresa De Keersmaeker yoo? Rosa danst Rosas (1983) Postmodern Dance + Alltagsgesten Individuelle Bewegungsführung als Konzept anders als Bausch: Bewegungs- statt Bedeutungsanalse anders als Forsythe: Dekonstruktion von Bewegungsmustern durch Austellung der Brüche statt Gestaltabschlussversprechen
  • Zeitgenössischer Tanz? Contemporary Dance Passepartout-Begriff: alles, das hier und jetzt stattfindet (Susanne Traub) Diffusion heterogener Tanzstile