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Theatergeschichte (Fach) / Was ist Theater? (Lektion)

Teil 1

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  • Womit beschäftigt sich die Theaterwissenschaft - Geschichte- Theorie- Ästhetik - Aufführung (Akteure, Publikum, live-Charakter, Transitorik) - Vielfalt künstlerischer Mittel (Wort, Körper, Stimme, Raum, Licht etc.) - Theaterformen und deren Zusammenwirken
  • Arbeitsfelder der Theaterwissenschaft Theater als ...- Kunstform (Kunstwissenschaftliche Perspektive)- kulturelles Phänomen (kulturwissenschaftliche Perspektive)- Theater als Medium (medienwissenschaftl. Perspektive
  • Theaterbegriffe (Andreas Kotte) Theater als opake Kugel, auf die nur vereinzelt Lichtstrahlen treffen -> Theaterbegriff wandelt sich, epochenabhängig
  • Etymologie Theater Griech. théatron: - thea = die Schau- theasthai = schauen- theatron = Platz, von dem man schaut
  • Theaterbedeutung griech. Antike? theatron "Ort zum Schauen", Veranstaltungsort für festliche, kultische, politische oder sportliche Veranstalungen innerhalb der Polis
  • Theaterbegriff im 16./17 Jhd Schauplatz/Ort der Demonstration oder Ostenation -> in Deutsch eingeführt: Orte an denen sich etwas Zeigenswürdiges ereignet
  • Theaterbegriff in der 2. Hälfte des 18. Jhd. Kunsttheater (Aufführung von Dramen, Opern, Balletten) -> Trennung zwischen hochkultur und Unterhaltungskultur (zirkus, variete etc. gehören nicht zu Theaterbegriff)
  • Theaterbegriff 1900-35 Theateravantgarde-Bewegung Eingrenzung: Theater als eigenständige autonome Kunst Ausweitung: Forderung, Kluft zwischen Kunst und Leben zu schließen
  • Theaterbegriff der 60er Jahre negation des Bürgerlichen literaturbetriebs/Hauses Ausweitung: Theatralität im Alltag, neue Gattungen: Happening, Aktions- und Performance-Kunst
  • Zitat Jerzey Grotowski Theaterdefiniton "Theater ist, was zwischen Zuschauer und Schauspieler stattfindet."
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  • Theaterdefinition Fischer-Lichte 1983 "A-X-S-Formel" (A stellt X dar, während S zuschaut)
  • Theaterdefinition Eric Bentley 1964 "The theatrical situation, reduced to a minimum, is that A impersonates B while C looks on."
  • Theaterdefinition Peter Brook (1963) Man kann jeden leeren Raum als Bühne betrachen und sobald jemand durch diesen raum läuft und dabei beobachtet wrid, besteht ein theatraler Akt.
  • Theater als szenische Vorgänge? Theater sind...- ort-- zeit-- gewohnheitsabhängige spezifische Beziehungen zwischen Agierenden und schauenden, die in szenischen Vorgängen realisiert werden-> variiert nach Zeit, Ort, persönlicher Auffassung
  • Hervorgehoben & Konsequenzvermindert (mit Beispielen Hervorgehoben:- örtlich- gestisch- akustisch- mittels Material (Kleidung, Requisite) Konsequenzvermindert:- lebensgefährlich, abbildend, lustvoll Ritterturnier: hervorgehoben aber nicht konsequenzvermindertTableaus: hervorgehoben und konsequenzvermindert
  • Leipziger Theatralitätskonzept nach Rudolf Münz 1) Theaterkunst/Kunsttheater2) Theater im Alltag (z.B. Selbstdarstellung, soziales Rollenspiel3) Nichttheater (theaterfeindliches Denken und Handeln)4) "Anderes Theaer" (spielerisch-reflexives Theater, aufmischend und reorganisierend (z.B. Karneval, politisches Theater)
  • Leipziger Theatralitätskonzept anhand von Christoph Schlingensiefs "Hamlet" am Schauspielhaus Zürich 2001 1) Kunsttheater: Inszenierung des Stücks 2) Lebenstheater: Resozialisiserungsprojekt für Nazis 3) Nicht-Theater: Forderung nach Zensur, um Ausschreitungen und rassistische Äußerungen zu verhindern (Brief an Stadt) 4) "Anderes Theater": Straßenaktion des Hamlet-Ensembles, Schweiz als Nation ohne nationalsoz. Last zu feiern und Schließung des Theaters zu foredern -> Theatralität als Verhältnis dieser vier Punkte