59
Grundlagen der Ökonomie (Fach) / VWL (Lektion)
- Erkläre die naive Quantitästheorie. wenn das Geldmengenwachstum gleich dem Wachstum des realen Sozialprodukts ist, steigt die Geldmenge stärker, wodurch die Preise steigen.
- Erkläre die Instrumente der Geldmengenpolitik, Mindestrervepolitik, Offenmarktgeschäfte, Zinspolitik. Mindestreservepolitik: setzt Mindestreserve der Banken an Zentralbankgeld fest (heute 0,1% des Giralgeldes der Kunden) Offenmarktgeschäfte: kauft und verkauft „Wertpapiere“ an Banken Zinspolitik: legt den Zins fest, zu dem Banken Kredite bekommen
- Was passiert bei der Erhöhung des Mindestreservesatzes? Überschussreserve der Banken sinkt Banken geben weniger (und teurere) Kredite, Geldmenge M1 sinkt
- Was passiert bei Zinssenkung? Kredite der Banken bei der ZB erhöhen die Überschussreserve, lohnen sich weniger bei hohen Zinssätzen. Hauptsächliches Instrument der EZB (Leitzinssatz). Sinkender Leitzinssatz ⇒liquidere Banken,⇒mehr und billigere Kredite.
- Nenne Probleme der Geldmengenpolitik • kontraktiveWirkungenrelativdeutlich, • expansive Wirkungen nur wenig steuerbar, • Auswirkung auf reales Wachstum, • ein Zinssatz insbesondere problematisch bei inhomogenem Wirtschaftsraum: – in boomenden Volkswirtschaften heizt niedriger Realzins Nachfrage an – in „kränkelnden“ Volkswirtschaften würgt hoher Realzins Nachfrage ab.
- Erkläre die Neutralität des Geldes. Geldmenge und Preise ohne Einfluss auf die realen Verhältnisse →Inflation rührt immer aus einer zu starken Steigerung der Geldmenge! →Inflationsbekämpfung durch Geldmengensteuerung
- Nenne die Grundpfeiler der neoklassischen Theorie. Annahme völlig mobiler Produktionsfaktoren Annahme völlig flexibler Preise, Löhne und Zinsen Annahme der Neutralität des Geldes Annahme der „Nicht-Sättigung“
- Erkläre das Say'sche Teorem. Das Angebot schafft sich seine Nachfrage. Gespart nur, wenn später zusätzlicher Konsum. Sparen nur bei positivem Realzins Zinsen bietet nur, wer das Geld (für Investitionen) braucht. alles Einkommen wird ausgegeben, für Konsum oder Investition; Einkommen entspricht Wert der Güter (L, Q,G) Q.e.d.
- Nenne Gründe für Arbeitslosigkeit aus neoklassischer Sicht. Inflexible Löhne (v.a. wegen Gewerkschaften oder Sozialleistungen) Inflexible Preise senken Beschäftigung in einem Sektor => Sucharbeitslosigkeit Einstellungsbarrieren (z. B. Kündigungsschutz) Unvollständige Mobilität (u.a. wegenSozialleistungen) Mangelnde Anpassung der Qualifikationen an den Bedarf (u.a. wegen Sozialleistungen)
Anzeige