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Emotionspsychologie (Fach) / VL Prof. Dr. Rudolph SS'15 (Lektion)

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  • Ziel der "evolutionären Psychologie" nach McDougall "... eine vollständige und zutreffende Beschreibunf der fundamentalsten Bausteine unserer Konstitution zu liefern, nämlich der angeborenen Tendenzen zum Denken und Handeln, die die ererbten Grundlagen der Psyche ausmachen."
  • Anwendung der evolutionären Psychologie nach McDougall Anwendung in der Motivations- und Emotionspsychologie, da beide Gebiete nach Aussage von McDougall nicht sinnvoll von einander zu trennen sind.
  • Was versteht McDougall unter "Fühlen und Handeln"? Was ist sein Verständnis von Emotion? "Emotionen erleben, heißt, zu bestimmten Tätigkeiten angeregt, gedrängt zu werden. Und je intensiver wir angeregt werden (das heißt, je stärker es uns zur Handlung drängt), desto betonter emotional ist unser Erlebnis."
  • Was ist ein Instinkt? eine innerliche Disposition eines Individuums, die es in einer gegebenen Stiuation zu einer bestimmten Reaktion/Handlung prädestiniert.Diese Handlungen sind durch Lernprozesse, die Umwelt und andere Prinzipien beeinflusst. Beispiele:(für Tiere) reproduktives Verhalten, Nestbau, Fütterung, Kampfverhalten, Balz, Flucht, ...(Mensch) Bindungstheorie
  • Instinktbegriff nach McDougall angeborene bereichsspezifische Dispositionenbei allen Mitgliedern einer Art gleichresultieren aus evolutionären Lernprozessenweder erlernbar noch verlernbarhohe Bereichsspezifitäthohen motivationalen BezugFazit: Angeborene mentale Strukturen und "Mechanismen" bestimmten McDougall zufoge verschiedene (große) Teilbereiche unseres Denkens, Fühlens und Handelns.
  • Komponenten des Instinktverhaltens - instrumentelles, zielgerichtetes Verhalten- vegetative Reaktionen (nicht dem Willen unterliegend)- emotionaler Ausdruck (dies aber nicht als notwendiges Kriterium)
  • Wichtige Unterscheidung zwischen Instinktverhalten und ...? - dem eigentlichen (sichtbaren) Verhalten- den zugrunde liegenden psychophysischen Prozessen- Disposition, dieses Instinktverhlten zu zeigen
  • Fluchtinstinkt Auslöser, Emotion, Handlungsimpuls, biologische Funktion? Auslöser Plötzliche laute Geräusche, plötzlicher Verlust von Halt, extreme Abweichungen vom Gewohnten Emotion Furcht Handlungsimpuls Davonlaufen, sich verstecken Biologische Funktion Verletzungen/gefährliche Situationen vermeiden
  • Instinktprozess "Psychophysischer Prozess" mit psychischen wie auch physischen Komponenten.A. Kognitiver Teilprozess - Erkennen eines ObjektsB. Affektiver Teilprozess - Spezifische GefühlsqualitätC. Konativer Teilprozess - Handlungen oder HandlungstendenzAnalogie:Angeborene oder natürliche Auslöser als "Schlüssel", ...... die in das "Schloss" des jeweiligen Instinktmechanismus passen ...... und den Prozess auslösen.
  • Instinktmechanismus Afferentes, zentrales und efferentes Teilsystem (analog zu den Prozessbestandteilen), die jeweils instinktspezifisch sind. Zitat: "Wir definieren einen Instinkt als eine ererbte oder angeborene psychophysische Disposition, die dafür verantwortlich ist, dass ihre Besitzer ..." - Objekte einer bestimmten Klasse [bevorzugt] wahrnimmt und ihnen Aufmerksamkeit schenkt- im Falle der Wahrnehmung eines solchen Objektes eine emotionale Erregung ganz bestimmer Qualität erlebt.- und [in Bezug auf das Objekt] in ganz bestimmer Weise gandelt oder zumindest den Impuls zu einer solchen Handlung erlebt." (McDougall, 1908)
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