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Examen GSP (Fach) / Heterogenität (Lektion)

Heterogenität in der GS

Diese Lektion wurde von jekijeca82 erstellt.

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  • Definition Heterogenität nach Prengel Heterogenität kann deskriptiv benutzt werden, um Verschiedenartigkeit zu beschreiben oder präskriptiv als Kategorie für den wünschenswerten Umgang mit Heterogenität. Es liegt dem Begriff ein Verständnis zu Grunde, das Unterschiedliches nicht in Rangfolgen einander unter- oder überordnet, sondern gleichwertig nebeneinander bestehen lässt und als bereichernde Chance sieht. Spricht man von Heterogenität, muss man präzisieren, in welcher Hinsicht ein Unterschied konstatiert wird (s.u.: Facetten der Heterogenität). Wichtig ist auch, nicht nur dualistisch zu unterscheiden (z.B. zwischen Jungen und Mädchen, Ausländern und Deutschen, Behinderten und Nicht-Behinderten usw.), sondern zu beachten, dass Heterogenitätsdimensionen nicht statisch, sondern veränderlich sind→ Ansonsten Gefahr von Klischees und Vorurteilen!
  • Facetten der Heterogenität nach Bartnitzky Um die Heterogenität besser erfassen zu können, muss sie in mehreren Facetten beschrieben werden.ABER: Nicht auf alle Mitglieder einer Gruppe müssen alle Merkmale zutreffen; Variationen können auch kombiniert auftreten.Einige Aspekte von Heterogenität sind relevanter als anderemanche haben direkte oder indirekte Folgen für das Lernen oder Leisten, manche wirken sich auf das gesamte schulische Leisten aus, manche nur auf bestimmte Lernbereichemanche sind auch völlig irrelevant In diesem Zusammenhang unterscheidet Bartnitzky verschiedene Facetten von Heterogenität: Mädchen und Jungen Heterogenität der individuellen Lerndisposition (Lernen und Leisten) Heterogenität des sozioökonomischen Hintergrunds Ethnische und kulturelle Heterogenität Sprachliche Heterogenität Religiöse/Weltanschauliche Heterogenität Spezielle Bedürfnisse (special needs: LRS, ADHS, Hochbegabte, Behinderte,.....)
  • Heterogenität zwischen Mädchen und Jungen Kinder haben ihre Geschlechtsidentität bereits vor der Schule erworben und bestimmte Geschlechtsschemata entwickelt, die während der Schulzeit durch Spiele und soziale Praktiken weiter ausdifferenziert werden. Nach Kaiser sind individuelle Unterschiede innerhalb der Geschlechtergruppen eigentlich größer als zwischen den Geschlechtergruppen, aber durch geschlechtsspezifische Erwartungen und Handlungsmuster der Gesellschaft kommt es zu einer Geschlechtersozialisierung.Beispiele hierfür sind:stereotype Lebensentwürfe der Kinder nach Geschlechtgeschlechtspolare Spielsachen...→ Dies führt zu Verhaltensunterschieden zwischen Jungen und Mädchen in verschiedenen Bereichen, z.B. Spiel, Sprache... Schulische Unterschiede (Leistungen und Interessen) zwischen Mädchen und Jungen nach Kaiser:Mädchen zeigen weniger Interesse an NaturwissenschaftenMädchen haben größere Schwächen im räumlichen DenkenMädchen zeigen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich schlechtere Leistungen in VergleichsstudienMädchen schneiden aber besser ab, wenn es in einer Aufgabe darum geht, begriffliche Konzepte zu verknüpfenMädchen zeigen bessere Leistungen bzgl. Leseverständnis und Rechtschreibung(Ergebnisse der IGLU-Studie; nach Bartnitzky)Mädchen zeigen bessere Leistungen wenn es um Standardverfahren geht (d.h. um das sicher und systematisches Abarbeiten von Verfahren) Jungen zeigen im Durchschnitt die schlechteren SchulleistungenJungen zeigen eine unterdurchschnittliche Lesekompetenz in Vergleichsstudienaber: bessere Leistungen in Mathematik und SU(Ergebnisse der IGLU-Studie; nach Bartnitzky)Jungen fällt es leichter, eigenständige Lösungsstrategien zu entwickelnJungen sind im Bildungsgang öfter von Ausgrenzungen betroffenJungen werden öfter in der Einschulung zurückgestelltder Anteil an Jungen in Sonder- und Sprachheilschulen ist höherder Großteil der Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen ist männlichöfter Verhaltensprobleme und emotionale Defizite als Begabungsprobleme CAVE:heute gelten Jungen als Risikogruppe in der Schule: schneiden mit 15 schlechter beim Lesen ab, bei Schulabbrechern, Sitzenbleibern, Sonderschülern höher repräsentiertUngleichbehandlung: Mädchen werden nach Valtin/Wagner/Schwippert systematisch besser benotet; Jungen haben weniger männliche Bezugspersonen, Schule eher auf Mädchen zugeschnittenExistenz eines „heimlichen Lehrplans der Geschlechtererziehung“ (Heinzel/Prengel 2001), der dafür sorgt, dass Mädchen und Jungen Bildungsangebote unterschiedlich nutzen können→ auch Kaiser spricht von einem „feministischen Curriculum“
  • Altersheterogenität Bezüglich dem Alter lassen sich zwischen den einzelnen Klassen große Unterschiede feststellen:Bildung von Jahrgangsklassen führt nur bedingt zu altershomogenen KlassenDurch Einschulungsregeln ergibt sich im Normalfall eine Spanne von einem JahrDurch Früheinschulungen, Zurückstellungen und Wiederholungen vergrößert sich aber die SpanneRoßbach und Tietze (1996) fanden bei Schülern der zweiten und vierten Jahrgangsstufe auf der Individualebene jeweils Altersstreuungen von gut 6 Monaten (Abweichungen vom Mittelwert im Alter)Aber: in altershomogensten Klassen betragen sie z.B. nur 3 Monate und in altersheterogensten fast 10 Monate Allerdings sagt das Alter alleine nicht unbedingt viel über die tatsächliche Heterogenität in den Schulklassen aus, viel entscheidender ist das eigentliche Entwicklungsalter (Kind verfügt über die durchschnittliche Kompetenz eines Kindes im entsprechenden Alter):Oerter: zu Schulbeginn haben die Schulanfänger einen Entwicklungsunterschied von bis zu 2 JahrenVariabilität des Entwicklungsalters bei Kinder des selben Alters in Lebensjahren ist groß: nach Largo/Beglinger sind bei 20 Kindern nur 6 genau auf dem Standpunkt eines 7-jährigen wenn sie 7 Jahre alt sind, die anderen sind darunter oder darüberes lassen sich Entwicklungsunterschiede in Lernvoraussetzungen von bis zu 3 Jahren feststellen innerhalb einer Klasse (Neuhaus-Siemon 1993)
  • Definition Lernvoraussetzungen (Seibert) Lernvoraussetzungen „sind all die Bedingungen und Faktoren, die den Schüler in seiner Entwicklung, in seiner Lern- und Lebensgeschichte fördern, aber auch hemmen können – die unbedingte Grundlage für das differenzierende Bemühen des Lehrers sein müssen.“Seibert teilt die LV in verschiedene Bereiche ein:kognitive LVsprachliche LVemotionale LVmotivationale LVindividuelle LV
  • Kognitive Lernvoraussetzungen Intelligenz, Lerntyp, Abstraktionsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistung, Vorwissen, LRS, DyskalkulieDie Fähigkeit eines Schülers, den Lerninhalt sachlich zu durchdringen und zu verarbeiten. Dabei wird der Lerninhalt in Sinnzusammenhänge eingeordnet und es werden neue Anwendungsgebiete erschlossen, Bekanntes wird auf Neues transferiert.Der Schüler benötigt dazu z.B. Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, schlussfolgerndes und abstrahierendes Denkvermögen, Logik und Kreativität. Der Lehrer muss sich hier die Frage stellen, welche kognitiven Faktoren beim Unterricht ausschlaggebend sind in Bezug auf Lerntyp, Abstraktionsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistung.
  • Sprachliche Lernvoraussetzungen - Notwendige Maßnahmen in der Schule Der Weiterentwicklung und Pflege der Sprache kommt gerade im Unterricht entscheidende Bedeutung zu, nachdem durch Überangebote in der Medienlandschaft mehr das passive Sprachverhalten gefördert wird, als zur tätigen und aktiven Auseinandersetzung mit der Umwelt anzuleiten. => ErfahrungsverlustEs ist daher wichtig, für den Unterricht zu beachten, dass genügend Zeiträume geschaffen werden, um Erlebnisinhalte zu versprachlichen und Wörter und Floskeln auf ihren Bedeutungsgehalt hin zu prüfen.
  • Emotionale Lernvoraussetzungen Dazu zählen: Frustrationstoleranz, Umgang mit Leistungssituationen, Sozialer Vergleich (Attribuierung), PrüfungsangstEmotionale LV sind wichtig, denn der Mensch wird nicht nur durch Einsicht sondern vor allem durch Gefühle bestimmt. Auch beim Lernen spielen rationale und emotionale Faktoren eine Rolle.Konsequenzen für den Unterricht:Eine angenehme Atmosphäre (Vertrauen, Geborgenheit, Erfolgserlebnisse) bedingt in großem Maße den Lernerfolg.Der Lehrer sollte die Emotionalität im Unterricht berücksichtigen in Form von: Hilfe für sozial schwierige Schüler, Auffangen von Misserfolgen, persönlicher Bezug zu den Schülern, anregen von Denken durch EmotionLerninhalte, die mit Emotionen verknüpft sind, werden besonders langfristig gespeichert.Die emotionalen Lernvoraussetzungen sind engverbunden mit motivationalen LV.
  • Motivationale Lernvoraussetzungen Anstrengungsbereitschaft, Interesse, Einstellung zum Lernen, Lernmotivation, Selbstwirksamkeitserwartung z.B. durch die Familie und das soziale Umfeld beeinflusstMotivationale und emotionale Lernvoraussetzungen sind eng miteinander verbunden.Bedingungen, die dazu beitragen, dass Schüler sich für Lerninhalt interessiertMotivation in Verbindung mit Leistungsbereitschaft entsteht vornehmlich dann, wenn Anforderungs- und Anspruchsniveau etwa deckungsgleich sind.Motivationale Lernvoraussetzungen des Schülers spiegeln seine Bedürfnisse wider. Der Lehrer muss sich fragen, wie er Schüler für Lerninhalte interessieren kann, so dass sie bereit sind, sich anzustrengen und Durchhaltevermögen zu zeigen. Möglichkeiten hierfür sind z.B. originale Begegnung, Eigentätigkeit, etc.
  • Individuelle Lernvoraussetzungen Können nur schwer von den übrigen Bedingungen des Lehrens und Lernens getrennt werden, da sie alle Bereiche tangieren, die Unterricht und Erziehung betreffenDie persönlichen Fähigkeiten und Voraussetzungen des Schülers, die alle Bedingungen des Lehrens und Lernens berühren.Der Schüler muss in seiner Gesamtheit gesehen werden. Der Lehrer muss hierzu persönliche Neigungen, Fähigkeiten, den Entwicklungsstand und die Entwicklungsgeschichte so wie das soziale Umfeld (Klasse, Familie, ...) mit berücksichtigen.
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  • Differenzierung der Lernvoraussetzungen nach Glöckel Glöckel unterscheidet zwischen Lernvoraussetzungen ersten Grades (die Fähigkeiten und Fertigkeiten,die der Schüler mitbringt) und Lernvoraussetzungen zweiten Grades(Fähigkeiten und Fertigkeiten, die der Schüler durch Unterstützung des Lehrers erlangen kann).Außerdem gibt es immer nur Lernvoraussetzungen im Hinblick auf ein bestimmtes Lernvorhaben bzw. Lernziel, und es gibt sie nur für einen bestimmten Moment im lebenslangen Lernprozess; denn Lernen schafft stets Voraussetzungen für neue Lernvorgänge.→ Es gibt unterschiedliche Lernvoraussetzungen, die wiederum von verschiedenen Einflüssen und Bedingungen abhängig sind
  • Lerndispositionen nach Carr Interesse zeigensich Dingen und Personen aufmerksam zuwendenBereitschaft und Fähigkeit, sich für eine bestimmte Zeit auf etwas einzulassenFähigkeit, auch bei Schwierigkeiten und Unsicherheiten eine Tätigkeit auszuführenBereitschaft, sich mit anderen auszutauschen, sich ihnen mitzuteilen, sowie die Übernahme von Verantwortung Diese Lerndispositionen sollten noch um den Faktor Vorwissen ergänzt werden:Die LOGIK-Studie zeigte, dass bereichsspezifische Vorkenntnisse bedeutsamer für den Lernerfolg waren, als die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit.
  • Entwicklung von Begabungen Bronfenbrenner (1983): Kind, das in einer Familie mit engem Handlungsspielraum lebt und mit dem wenig kommuniziert wird, entwickelt weniger Begabungen als ein Kind, das in einem aktivem Umfeld aufwächst Laut dem „Münchner“ Begabungsmodell von Heller (Einsatz u.a.zur Feststellung von Hochbegabung) ist Begabungsentwicklung eine Interaktion von personeninternen Anlagefaktoren und personenexternen SozialisationsbedingungenBegabungsfaktoren (intellektuelle Fähigkeiten, Kreativität, sozialeKompetenz, Musikalität, Psychomotorik)nicht-kognitive Persönlichkeitsmerkmale (Stressbewältigung,Leistungsmotivation, Arbeits-/Lernstrategien, (Prüfungs-)Angst, Kontrollüberzeugungen)Umweltmerkmale (Familienklima, Klassenklima, kritische Lebensereignisse)Leistungsbereiche (Sport, Sprachen, Naturwissenschaften, Kunst/Musik/Malen, Technik, abstraktes Denken, Mathematik, soziale Beziehungen) Problem: das oft bereits in der ersten Klasse sehr ausdifferenzierte Weltwissen wird rigoros auf schmales Schulwissen eingeschränkt→ Interessen und Begabungen einiger Kinder bleiben auf der Strecke→ notwendig ist Akzeptanz der Heterogenität der Begabungen und die Einsicht, dass sich Begabungen entwickeln können
  • Untersuchungen zur Heterogenität der Schulleistungen ROßBACH & TIETZE (1996):untersuchten die Variabilität der Schülerleistungen & Lernvoraussetzungen an 2. & 4. Klassensie fanden erhebliche Unterschiede in den Schulleistungs- und Intelligenztests: Z.B. im Zahlenrechnen weicht 1/3 der Schüler 20% oder mehr vom Klassendurchschnitt abfür die 2. Klasse zeigte sich zudem: je niedriger das Leistungsniveau ist, desto heterogener ist sie. SCHOLASTIK-Studie (1997):erhebliche interindividuelle Unterschiede z.B. im Leseverständnis und im Rechtschreiben.In nahezu allen untersuchten Entwicklungsbereichen bleiben die relativen Leistungspositionen der Schüler über die Grundschulzeit konstant.Schereneffekte (d.h. anfänglich schlechte Rechtschreiber verlieren mit der Zeit immer mehr an Boden) wurden nicht gefunden RABENSTEIN, SCHORCH & TREINIES (1998):Überprüfung des Leistungsstands am Ende des ersten Schuljahres in 10 KlassenIn ihrem Test zur Rechtschreibung, zu Mathematik und zum Lesen konnten die Kinder maximal 31 Punkte erreichen. In den homogensten Klassen liegen der schlechteste und der beste Schüler um 19 Punkte auseinander, in den heterogensten Klassen um 31 Punkte. MARTSCHINKE & KAMMERMEYER (2003):Schulanfang: erhebliche Unterschiede in der phonologischen Bewusstheit (wie auch im Selbstkonzept und im Schriftspracherwerb) zwischen den Klassen als auch innerhalb der Klassen.Bei einer Höchstpunktzahl von 48 Punkten liegen die klassenspezifischen Durchschnitte für die schlechteste und die beste Klasse um fast 10 Punkte auseinander.In der homogensten Klasse beträgt die Spannweite zwischen dem schlechtesten und dem besten Schüler 25,5 Punkte, in der heterogensten aber 39,5 Punkte. HASEMANN (2003):deutliche Unterschiede in der Zahlbegriffsentwicklung zum SchulanfangIm Maximum können bei seinen Tests 40 Aufgaben richtig gelöst werden. Viele Kinder gelang es allerdings nur 5 Aufgaben richtig zu lösen.Fazit: erhebliche Leistungsstreuung, allerdings zeigt IGLU 2006, dass Leistungsstreuung im internationalen Vergleich nicht sonderlich auffällig ist (im internationalen Vgl. eher homogene Schülerschaft)
  • Sprachliche Heterogenität → kann sich aufgrund eines Migrationshintergrunds ergeben (s.o.)ca. 1/3 aller Kinder wächst mit mehr als einer Sprache auf→ bilinguale Familien→ Kinder die im Kindergarten Deutsch gelernt haben→ Kinder die erst in der GS Deutsch lernenMehrsprachigkeit sollte als Gewinn gesehen werden:List: „ Von früh an mit mehr als einer Sprache aufzuwachsen, bedeutet also eine Chance für den Intellekt auch für soziale Flexibilität, Empathie und Neugier auf Vielfältigkeit. Mehrsprachigkeit birgt daher ein wertvolles Potential, das sich keineswegs in dem offenkundigem Vorurteil erschöpft, dass sie Verständigung über die Landessprache ermöglicht.“Herkunftssprache ist Teil der Identität→ keine Verbote z.B. auf Pausenhof, wegen Wegnahme der Identität => Recht auf eigene Sprache ( „Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte vom 19. Dezember 1967“)→ Möglichkeiten der Einbeziehung in den Unterricht gebenbei mehrsprachigen Kinder, die Probleme mit der deutschen Sprache haben, sollte dies nicht auf die Mehrsprachigkeit an sich zurückgeführt werden, sondern auf die nicht ausreichende Vertrautheit mit der Schulsprache Deutsch→ v.a. Schriftsprache hat eine komplexere Struktur und eine höherelexikalische und grammatikalische Dichte→ Gogolin: Sprachentwicklungsstörungen/verzögerungen bei Kindernmit Migrationshintergrund im üblichen Umfang von 5-6% der Kinder
  • Religiöse und weltanschauliche Heterogenität unterschiedliche Weltanschauungen und Ausleben der ReligiositätFrage nach Pluralisierung im Religionsunterricht: Diskussionen für und wider IslamunterrichtKinder und Jugendliche sollen lernen eigene Überzeugungen zu entwickeln und die der anderen zu respektieren => AustauschWeltdeutung und Sinnstiftung durch religiöse und nicht-religiöse ÜberzeugungenKonfliktfälle bei unterschiedlichen Überzeugungen (Ausschlüsse von Kindern aus Aktivitäten wegen religiösen Gründen,....)
  • Unterschiede zwischen Kindern (neben Bartnitzkys Facetten der Heterogenität) - Übersicht somatische Unterschiedeemotionale Unterschiede
  • Somatische Unterschiede zwischen Kindern → körperliche Merkmale und Erscheinungsbild des Schülers bereiten dem Lehrer wahrscheinlich am wenigsten Probleme→ ABER: Das äußere Erscheinungsbild eines Kindes kann auf Lehrer und Mitschüler im Sinne einer impliziten Persönlichkeitstheorie wirken und den sozialen Status eines Kindes beeinflussen→ Die Entwicklung von Sympathie oder Antipathie basiert in der Regel auf spontanen, unreflektierten Bewertungen einzelner äußerer Merkmale (Halo- Effekt)→ Neben diesen äußeren Merkmalen gibt es auch Merkmale, die erheblich zum Gelingen des Schulalltags beitragen und die deshalb auch als Voraussetzungen für die Schulfähigkeit angesehen werden:Gesundheit, körperl. Belastbarkeit, Kraft, Ausdauer, gesamter körperl. Entwicklungsstand, Motorik, Feinmotorik, Koordinationsfähigkeit
  • Emotionale Unterschiede zwischen Kindern → Langzeitstudien weisen nach, dass der Lebenslauf eines Menschen von Kindheit an durch seine emotionalen Fähigkeiten beeinflusst wird.→ „Die emotionale Intelligenz ist eine Meta- Fähigkeit, von der es abhängt, wie gut wir unsere sonstigen Fähigkeit, darunter auch den reinen Intellekt, zu nutzen verstehen.“→ Dem Lehrer muss die Bedeutsamkeit der emot. Entwicklung bei Kindern bewusst sein. Emotionen der Kinder beobachten und ernst nehmen!→ Lernziele: Schüler ermutigen, ihre Gefühle wahrnehmen & sozialverträglich zum Ausdruck bringen, Gefühle anderer zu deuten und zu respektieren (Lehrervorbild)→ Emotionen beeinflussen die Stimmungen, das Temperament sowie das Erscheinungsbild (implizite Persönlichkeitstheorie bei Lehrer und Mitschüler) eines Menschen und gleichzeitig dessen Entwicklung und Lebenslauf→ GOLEMANN:→ durch eine schülerorientierte Unterrichtsgestaltung und akzeptierende Beziehungen zwischen Lehrer und Schüler können positive Bedingungen für die emot. Entwicklung der Kinder geschaffen werden