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Psychologie (Fach) / Psycho 8 (Lektion)
Entwicklung des Selbstkonzepts
Das Phänomen erlernter Hilflosigkeit
Diese Lektion wurde von fruddi erstellt.
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- Selbstkonzept „Selbstkonzept (self-concept): alle Gedanken und Gefühle, die bei der Beantwortung der Frage »Wer bin ich?« aufkommen." (Myers, 2008, S. 605) „Vorstellung und Wissen über sich selbst" (Oerter, 2008) zahlreiche angrenzende Begriffe wie etwa Selbstschemata, Selbsttheorie, Selbstbild Selbstkonzept als kognitiv-beschreibendes Konzept wird zum Teil getrennt vom Selbstwertgefühl als affektiv-bewertendes Konzept
- zur Entwicklung des Selbstkonzepts: Kleinkind- und Vorschulalter Bindungsverhalten (u.a. Trennungsangst) als erste Äußerungen des Selbst (im Alter von ca. 8 Monaten) Spiegelbild als Reflexion der eigenen Person erkennen (im Alter von ca. 15- 18 Monaten, sog. „ouge-Test") Kleinkind bis ca. 5 Jahre: Konstruktion über Aktivitäten und anschauliche körper-liche Merkmale (Augenfarbe), die noch nicht miteinander verknüpft werden unrealistisch positive Selbstbewertungen, ideales und rea-les Selbst werden noch nicht differenziert Zuordnung zu Kategorien (u.a. Geschlecht)
- zur Entwicklung des Selbstkonzepts: Grundschulalter und späte Kindheit es entwickelt sich nun deutlich: Verständnis, dass dritte Personen andere Standpunkte und Überzeugungen einnehmen Verständnis, bewertet zu werden Sicht der Anderen wird daher bedeutsam für die Konstruk-tion des Selbstkonzepts späte Kindheit bis ca. 12 Jahre: Selbstkonzept wird komplexer und koordinierter, Persön-lichkeitsmerkmale werden konstruiert („umm") Selbsteinschätzung aufgrund sozialer Vergleiche (u.a. Beliebtheit)
- zur Entwicklung des Selbstkonzepts: Jugend- und Erwachsenenalter erhöhte Selbstaufmerksamkeit und hohes Maß an Selbst-reflexion Konstruktion eines kohärenten Selbstbildes aus vergan-genen, gegenwärtigen und (antizipierten) zukünftigen Erfahrungen führt zu Ausbildung eines Persönlichkeitskon-zeptes (ab dem 12. Lebensjahr) unterschiedliche Bezugsgruppen werden für die Konstruktion des Selbstkonzepts wichtig: –Wechsel der Bezugsgruppe im Schulübergang –Jugendalter: über die Eltern hinaus die Gleichaltrigen –Kommiliton/innen im Studium, Arbeitskolleg/innen
- erlernte Hilflosigkeit +EXPERIMENT kennen! „wenn ein Tier oder ein Mensch mit einer Konsequenz konfrontiert wird, die unabhängig von seinen Reaktionen ist, lernt es bzw. er, dass die Konsequenz von seinen Reaktionen unabhängig ist." (Seligman, 2011, S. 42) Als Folge daraus wird der Versuch, das Ergebnis zu kon-trollieren, aufgegeben. Das Phänomen verweist darauf, dass die Erfahrung man-gelnder Einflussmöglichkeiten auf etwaige Bestrafungen zu einer Reduktion der grundsätzlichen Verhaltensbereit-schaft führt bzw. führen kann. Im Anschluss daran werden die Chancen, neues (Vermei-dungs-)Verhalten zu lernen, generell vermindert, sofern weder Flucht- noch Vermeidungsverhaltensweisen gegen-über aversiven Reizen möglich sind.
- Folgen erlernter Hilflosigkeit kognitive Folgen: Schwierigkeiten, neue Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und eintretenden Ereignissen zu erkennen emotionale Folgen: negative affektive Reaktionen in Form von Ärger, Resigna-tion oder niedergeschlagenen Zuständen, die sich in ernsthaften psychischen Erkrankungen manifestieren können (bspw. depressive Erkrankungen) motivationale Folgen: mangelnde Motivation, Ereignisse in ihrer Umgebung zu kontrollieren, Passivität
- operantes Konditionieren als Basis der lerntheoretischen Erklärung Lerneffekt beim operanten Konditionieren: die als angenehm bzw. unangenehm erlebte Konsequenz wird als Folge des eigenen Verhaltens wahrgenommen über die Steuerung des eigenen Verhaltens werden auch die resultierenden Folgen als prinzipiell kontrollierbar erlebt Erlernte Hilflosigkeit etabliert sich in Situationen … …in denen Flucht- bzw. Vermeidungsverhalten nicht möglich ist (bzw. nicht möglich erscheint) …in denen der Zusammenhang (Kontingenz) zwischen dem eigenen Verhalten und den Konsequenzen nicht hergestellt werden kann …entscheidend ist, ob die Hilflosigkeitserwartung auf andere Situationen generalisiert wird
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