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Psychologie (Fach) / Psycho Folie 3 (Lektion)
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- endogene Entwicklungsmechanismen oWachstum: Zunahme im Zeitverlauf oReifung: gengesteuerte Entfaltung biologischer Strukturen oPrägung: sensible Phasen der Verhaltensmodifikation
- exogene Entwicklungsmechanismen oLernen: durch Erfahrung entstandene Verhaltensänderungen und -möglichkeiten oSozialisation: Prozess der Einordnung des (heranwachsenden) Individuums in die Gesellschaft und die damit verbundene Übernahme gesellschaftlich bedingter Verhaltensweisen oDifferenzierung: eine zunehmende Ausbildung (Ausgestaltung) psychischer Merkmale aus einem „einfachen" Anfangszustand
- endogene Entwicklungsmechanismen: Wachstum •Zunahme im Zeitverlauf •„Wachstum ist die rein quantitative Zunahme, Vergrößerung oder Vermehrung eines Gebildes." (Metzinger, 2011, S. 11) •Beispiel: Körperwachstum eines Kindes
- endogene Entwicklungsmechanismen: Reifung •Zustandekommen eines Verhaltensmerkmals aufgrund ererbter Dispositionen •ein von Erbfaktoren gesteuerter, zielgerichteter und irreversibler, d.h. nicht rückgängig zu machender Vorgang •Beispiel: Änderung körperlicher Merkmale im Rahmen der Pubertät
- endogene Entwicklungsmechanismen: Prägung •grundlegende Annahmen gehen auf den Verhaltensforscher Konrad Lorenz zurück •Prägung ist auf bestimmte Lebensphasen beschränkt osensible Phasen der Verhaltensmodifikation •kann nur schwer rückgängig gemacht werden •bestimmte Verhaltensweisen bleiben auch langfristig an ursprüngliche Reize geknüpft •Beispiel: Nachfolgeprägung bei Enten
- exogene Entwicklungsmechanismen: Lernen •„relativ überdauernde Veränderung der Verhaltensmöglichkeit aufgrund von Übung oder Beobachtung" (Bredenkamp & Wippich, 1977, S. 19) •interaktiver Prozess zwischen dem Individuum und seiner Umwelt •durch Erfahrung entstandene Verhaltensänderungen und -möglichkeiten •kumulatives Lernen: obaut auf bereits erworbenes Wissen und Kenntnisse auf (bspw. erst zählen lernen, dann rechnen) •kompartmentalisiertes Lernen: oInhalte knüpfen kaum oder gar nicht an bereits erworbenes Wissen und Kenntnisse an (bspw. Lernen von Vokabeln) >>Lernen ist umso effektiver, je kumulativer es aufgebaut ist
- exogene Entwicklungsmechanismen: Sozialisation •„Sozialisation ist ein Prozess, durch den in wechselseitiger Interdependenz zwischen der biophysischen Grundstruktur individueller Akteure und ihrer sozialen und physischen Umwelt relativ dauerhafte Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungs-dispositionen auf persönlicher ebenso wie auf kollektiver Ebene entstehen." •Unterscheidungen in der aktuellen Sozialisationsforschung n. Gudjons (2012): oSozialisationsinstanzen •Familie, Schule, Organisationen, Berufsmarkt, Medien usw. oSozialisationseffekte • politische Sozialisation, Identitätsentwicklung usw. oSozialisationsphasen •primäre Sozialisation (Familienbeziehungen, Kindergarten, Erziehung usw.) •sekundäre Sozialisation (Peers, Schule usw.) •tertiäre Sozialisation (Beruf, Weiterbildung usw.)
- exogene Entwicklungsmechanismen: Differenzierung •eine zunehmenden Ausbildung (Ausgestaltung) psychischer Merkmale aus einem „einfachen" Anfangszustand •Beispiel: Puzzle für Kleinkinder beinhalten nur wenige große Teile. Erst im Lauf der Entwicklung gestalten sich die motorischen Fähigkeiten weiter aus, sodass auch kleinere Puzzleteile zusammen-gesetzt werden können.
- kontinuierliche oder diskontinuierliche Entwicklung „Kontinuierliche Entwicklungsveränderungen sind durch quantitative Veränderungen über die Zeit hinweg charakterisiert, während bei diskontinuierlichen Ent-wicklungsveränderungen auch qualitative Zustands-änderungen auftreten."
- Grundannahme des Behaviorismus: Black-Box-Prinzip - Der Behaviorismus strebt eine möglichst objektive Betrachtungsweise der beobachtbaren Reaktionen an. •bewusste Prozesse werden ausgeklammert •Persönlichkeit = Summe von Erlebens- und Verhaltensweisen S (Reiz, Stimulus) >>> MENSCH >>> R (Reaktion, response)
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- 3 zentrale behavioristische Lerntheorien •zentrale behavioristische Lerntheorien oklassisches Konditionieren oinstrumentelles / operantes / respondentes Konditionieren o(sozial-kognitive Lerntheorie) •Lernen = überdauernde Verhaltensänderung aufgrund von Erfahrung und damit Teilaspekt von Entwicklung •Entwicklung = überdauernde Veränderung über die Zeit
- Klassisches Konditionieren - Pawlow - Hundeexperiment Vor der Konditionierung 1. Futter (Unkonditionierter Stimulus/ UCS) > löst automatisch aus > Speichelfluss (Unkonditionierte Reaktion/ UCR) 2. Ton (Neutraler Stimulus/NS) > Kein Speichelfluss/ keine Reaktion Während der Konditionierung 1. Ton (Konditionierter Stimulus/CS) > gefolgt von > Futter (Unkonditionierter Stimulus/UCS) > löst aus > Speichelfluss (Unkonditionierte Reaktion/UCR) Nach der Konditionierung 1. Ton (Konditionierter Stimulus/CS) > löst aus > Speichelfluss (Konditionierte Reaktion/CR)
- 5 Elemente klassischen Konditionierens unkonditionierter Reiz / Stimulus (UCS) ein Reiz, der automatisch - normalerweise auf der Basis eines Reflexes - eine Reaktion auslöst, ohne vorherige Konditionierung unkonditionierte Reaktion (UCR) die ursprüngliche (nicht gelernte) Reaktion auf den unkonditionierten Reiz, die als Grundlage für die Ausbildung einer konditionierten Reaktion auf einen zuvor neutralen Reiz eingesetzt wird konditionierter Reiz / Stimulus (CS) ein zuvor neutraler Reiz, der infolge der Assoziation mit einem unkonditionierten Reiz mit der Zeit eine konditionierte Reaktion auslöst konditionierte Reaktion (CR) die erlernte (schwächere) Reaktion auf einen Reiz, der diese Reaktion ursprünglich nicht hervorgerufen hat (d.h. auf einen konditionierten Reiz) Kontiguität das zeitliche oder räumliche Zusammentreffen von UCS und CS
- synonyme Begriffe - Lernen durch Stimulus-Substitution, Signallernen onach mehrmaliger Paarung von UCS und CS löst der CS als Signal die (wenn auch schwächere) Reaktion aus und ersetzt somit den UCS oReflexe als unbeabsichtigte, ungelernte Verhaltens-weisen als Basis klassischer Konditionierung (bereits existierende Stimulus-Reaktions-Einheiten) oReflexe: bspw. Rückzugsreflex, Hustenreflex, Niesreflex, Lidschlussreflex, Fluchtreflex, sexuelle Erregung
- zentrale Phänomene klassischer Konditionierung •Erwerb (Akquisition) oBildung einer Assoziation zwischen Stimulus und Reaktion durch gewisse Anzahl von CS-UCS Paarungen in ihrer Kontiguität •Löschung (Extinktion) und Erholung oLöschung: klassisch konditionierte Reaktionen können eliminiert werden (dauerhaftes Darbieten des CS ohne UCS) oErholung: spontane CR, wenn CS (nach Löschung) erneut dargeboten wird •Generalisierung und Diskrimination oStimulusgeneralisierung: ähnliche Reaktion auf eine Vielzahl verschiedener, verwandter Stimuli (auch eine Klingel löst den Speichelfluss aus) oStimulusdiskrimination: unterschiedliche Reaktion auf verwandte, aber klar unterscheidbare Stimuli (ein Flötenton löst den Speichelfluss nicht aus) •Konditionierung höherer Ordnung oPaarung des CS mit weiterem Stimulus, der dann auch die CR initiiert (Paarung der Glocke mit einem schwarzen Quadrat)
- das psychodynamische / tiefenpsychologische Paradigma •Aussagen aus Psychotherapien werden interpretiert und auf Nicht-Klienten verallgemeinert. •Es werden globale Beschreibungsbegriffe (bspw. orale oder gehemmte Persönlichkeit) verwendet. •Triebe und Motive werden aus dem Verhalten (Träume, Assoziationen usw.) deutend erschlossen. •Die Frühkindheit ist entscheidend für die Persönlichkeits-entwicklung (nach Freud ist die Persönlichkeitsentwick-lung mit dem 5. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen).
- die psychoanalytische Persönlichkeitstheorie Psyche als Auseinandersetzung zwischen den "Instanzen": Über-Ich: Repräsentant der sozialen Normen; Moralitätsprinzip; Gewissen und Ich-Ideal Ich: Regulationssystem; vermittelnde Instanz; Realitätsprinzip Es: "alles, was ererbt, bei Geburt mitgebracht, [...] ist, vor allem also die aus der Körperorganisation stammenden Triebe"; Lustprinzip
- Bewusstes und Unbewusstes nach Freud Das Bewusste: Seine verschiedenen Inhalte können nach Belieben in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und beiseitegelegt werden (Vorstellungen, Gedanken und Wahrnehmungen). Das Vorbewusste: Dies sind seelische Inhalte, auf die das Bewusstsein nicht sofort zugreifen kann, die jedoch durch Suchen nach Zusammenhängen auftauchen oder einem „einfallen“ (wie der Name eines länger nicht gesehenen Bekannten, den man auf der Straße trifft). Diese Inhalte sind relativ leicht zugängliche Gedächtnisinhalte. Das Unbewusste: Trotz willentlicher Anstrengung kann ein seelischer Inhalt nicht direkt bewusst gemacht werden; es bedarf hierzu des Handwerkszeugs bestimmter Methoden wie der psychoanalytischen Technik oder auch der in der Freud'schen Psychoanalyse jedoch nicht mehr praktizierten Hypnose.
- Freud - Triebe •Freud begreift das menschliche Verhalten als triebgesteuert. •Triebe verlangen nach sofortiger Befriedigung und dulden keinen Aufschub. •Die Triebbefriedigung erfolgt über erogene Zonen. –Erogene Zonen sind besonders sensible Körperöffnungen, an denen viele Nervenzellen zusammentreffen. •Die Triebbefriedigung muss angemessen erfolgen, ein inad-äquater Umgang mit den Bedürfnissen kann im Erwachsenen-alter zu Störungen führen.
- Eros und Thanatos - Freud Eros = Lebenstrieb, Liebestrieb Thanatos = Aggressionstrieb, Todestrieb
- Freud - Verdrängung Nach Freuds Definition ist Verdrängung … "jener Vorgang, durch welchen ein bewußtseinsfähiger Akt, also einer, der dem System VbW. [Vorbewusstes] angehört, unbewusst gemacht wird, also in das System Ubw. [Unbewusstes] zurückgeschoben wird. Und ebenso nennen wir es Verdrängung, wenn der unbewusste seelische Akt überhaupt nicht ins nächste vorbewusste System zugelassen, sondern an der Schwelle von der Zensur zurückgewiesen wird."
- Freuds Entwicklungstheorie - psychosexuelle Entwicklungsstufen orale Phase (1. Lebensjahr): erogene Zone: Mund Befriedigung: über Saugen, Kauen, Schlucken, Trinken Nichtbefriedigung: kann sich bspw. äußern in übermäßigem Essen, Rauchen, Trinken und führt u.U. bspw. zu einer dominanten oder introvertierten Persönlichkeit anale Phase (2.-3. Lebensjahr): erogene Zone: Anus Befriedigung: durch Entleerung des Darms oder Zurückhalten Nichtbefriedigung: kann u.a. sowohl zu Geiz als auch zu Großzügigkeit führen phallische Phase (3.-6. Lebensjahr): erogene Zone: Genitalien Befriedigung: Spiel mit den Genitalien, Urinieren Nichtbefriedigung: kann zu Wissbegierde oder auch gestörten sozialen Beziehungen zu den Eltern oder späteren Partner/innen führen Besonderheiten: Ödipus-/Elektrakomplex Latenzzeit (5./6. Lebensjahr bis Pubertät): erogene Zone: keine besondere erogene Zone, Sexualität ruht, Zeit, sich Wissen anzueignen genitale Phase (Pubertät): erogene Zone: frühere erogene Zonen werden wieder aktualisiert Befriedigung: durch Geschlechtsverkehr
- Kennzeichen von Phasenmodellen Kennzeichen von Phasenmodellen •Sie gehen davon aus, dass Entwicklung in verschiedenen Phasen abläuft. •Die Phasen sind an ein bestimmtes Alter gebunden, wobei individuelle Spannweiten zu beachten sind. •Die Entwicklung vollzieht sich in der Reihenfolge der Phasen. Es werden alle Phasen durchlaufen, ein Überspringen ist nicht möglich. •Ein Zurückfallen auf eine niedrigere Stufe ist ebenfalls nicht möglich. - Ausnahme: In der Entwicklungstheorie von Kohlberg ist ein Zurückfallen auf eine niedrigere Stufe möglich. Ebenso erreichen in seinem Modell nicht alle Personen die höchste Entwicklungsstufe.
- zeitliche Abfolge der Entwicklung der psychischen Instanzen nach Freud Die Entwicklung über die fünf psychosexuellen Entwicklungsstufen leistet gleichzeitig den Aufbau der Persönlichkeitsarchitektur: Am Anfang gibt es für Freud nur das „Es", dann kommt in der oralen Phase das „Ich" dazu und schließlich das „Über-Ich" in der phallische Phase. -Es: Triebsteuerung bereits seit Geburt -Ich: entsteht über die Ich-Umwelt-Differenzierung in der oralen Phase (1. Lebensjahr) -Über-Ich: ca. ab dem 3.-4. Lebensjahr (Beginn der phallischen Phase)
- Konflikt in der phallischen Phase - Freud Grundkonflikt in der phallischen Phase: Erkennen der Geschlechtsunterschiede und gleichzeitiges Aufkommen erster sexueller Impulse: •Jungen durchlaufen den Ödipuskomplex: Der Junge liebt die Mutter und erlebt feindselige Gefühle dem Vater gegenüber. •Mädchen durchlaufen den Elektrakomplex: Das Mädchen liebt den Vater und versucht, die Mutter von dessen Seite zu verdrängen. Lösung: Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil und Übernahme der eigenen Geschlechterrolle.
- Ödipus- und Elektrakomplex •Jungen und Mädchen haben Angst vor dem strafenden Vater. •Aufgrund der Geschlechtsunterschiede haben beide Angst vor der Kastration als Folge (verbotener) sexueller Wünsche: der Junge entwickelt folglich Kastrationsängste das Mädchen glaubt, der nicht existente Penis sei das Resultat einer früheren Bestrafung und entwickelt einen Kastrationskomplex mit nachfolgendem Penisneid
- operantes und instrumentelles Konditionieren operantes K. Ein beliebiges spontanes Verhalten (das bspw. auch unabsichtlich oder zufällig gezeigt wurde) wird (ohne weitere Bedingungen) verstärkt. Bei der Versuchsanordnung (bspw. Tierversuch) hat der Organismus ein hohes Maß an Freiheit, das Verhalten, das verstärkt werden soll, auszuüben oder es zu unterlassen und beliebig oft zu wiederholen. Der Versuchsleiter nimmt keinen Einfluss darauf, dass die gewünschte Verhaltensweise auftritt und wann sie auftritt. Wenn sie jedoch ausgeübt wird, folgt (sofort) ein verstärkender Reiz. Experimentelle Verhaltensanalyse: Die Intention des gezeigten Verhaltens ist unerheblich. früher Vertreter: Burrhus F. Skinner instrumentelles K. Ein instrumentelles Verhalten (auf die Erreichung eines bestimmten Ziels gerichtetes Verhalten) wird bei Erfolg verstärkt. Die Freiheit des Organismus in der Versuchsanordnung (bspw. Tierversuch) ist eingeschränkt. Das Verhalten, das verstärkt werden soll, kann nicht beliebig oft wiederholt oder unterlassen werden. Der Versuchsleiter nimmt Einfluss darauf, wann der Organismus die Möglichkeit hat das gewünschte Verhalten auszuüben oder zu unterlassen. Bspw. muss der Versuchsleiter den Versuchsablauf erst erneut initiieren. Lernen am Erfolg: Die Intention (eine Befriedigung oder ein Erfolgserlebnis) des Verhaltens steht im Fokus. früher Vertreter: Edward L. Thorndike
- 3 Fakten über operantes und instrumentelles Konditionieren •In beiden Formen des Konditionierens geht es um die Aktivität als Mittel zur Erreichung einer bestimmten Konsequenz, weshalb inzwischen die Begriffe häufig synonym verwendet werden. •Bei der instrumentellen Konditionierung erfolgt der Einsatz von Verhaltensweisen zur zielgerichteten Herbeiführung einer angenehmen bzw. Vermeidung einer unangenehmen Konsequenz. •Die operante Konditionierung lehnt (streng behavioristisch) die Annahme über eine „Befriedigung" aus der gelernten S-R-Beziehung oder Rückschlüsse auf die Intentionen eines Organismus ab. Was ein Tier will, ist für die operante Konditionierung unerheblich.
- Verstärkungspläne •kontinuierliche Verstärkung: Verstärkung jeder erwünschten Reaktion •partielle Verstärkung: Verstärkung einer erwünschten Reaktion erfolgt in (un-)regelmäßigen Abständen
- Einteilung der Verstärker (im)materielle Verstärkerarten Beispiele essbare Verstärker Süßigkeiten soziale Verstärker (Verstärkung durch zwischen-menschlichen Kontakt) Lob, Lächeln, Beifall, Zärtlichkeit Token (symbolische Verstärkung) Münzen oder Wertmarken, die man gegen andere Verstärker einlösen kann visuelle und akustische Reize (symbolische Verstärkung) Stempel, Noten, Signalgeräusche, bspw. bei einem Computerspiel
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- Voraussetzungen für die Wirksamkeit operanten Konditionierens •Kontingenz (Darbietung von Verstärkung/Bestrafung ausschließlich als Folge des zu beeinflussenden Verhaltens) •Kontiguität (zeitliche Nähe zwischen Verhalten und Konsequenz) •häufige Wiederholungen •Einhalten der Reihenfolge (erst Verhalten, dann Konsequenz) •Folgerichtigkeit (Herstellung eines klaren Zusammenhangs) Verstärkungspläne dienen zur Festlegung der Häufigkeit und Regelmäßigkeit von Konsequenzen.
- Verhaltensmodifikation: Aufbau erwünschter Verhaltensweisen •Shaping (Verhaltensformung): Verstärkung von Reaktionen, die in die gewünschte Richtung gehen, bis letztendlich die Zielreaktion konditioniert ist (wie etwa die Methoden eines Sportlehrers oder Tiertrainers) •Chaining (Verkettung von Verhaltensweisen): Verknüpfung von Reaktionssequenzen (etwa die Handlungsabfolge beim Haarkämmen) •Prompting (Unterstützung): verbale oder verhaltensmäßige Hilfestellungen, die die Aufmerksamkeit auf das gewünschte Verhalten lenken sollen (etwa durch Erinnerung an Regeln oder Vormachen gewünschten Verhaltens)
- Verhaltensmodifikation: Abbau unerwünschter Verhaltensweisen •Bestrafung •Löschen (Beseitigung der aufrechterhaltenden Bedingungen) •Time-Out (Auszeit)
- Zwei-Faktoren-Theorie Verbindung klassischen und operanten Konditionierens: 1. Phase: als Folge klassischer Konditionierung erlernt der Organismus emotionale Reaktionen (Zeichenlernen) Beispiel: Erwerb einer Phobie (etwa Angst in vollen Hörsälen) 2. Phase: emotionale Zustände führen zu Auslösern für instrumentelles Verhalten (Lösungslernen) Beispiel: Verfestigung der Phobie durch Vermeidungsverhalten (Person entgeht unangenehmen Zuständen, indem sie „us der Situation geht", das Vermeidungsverhalten wird also negativ verstärkt)