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Politische Soziologie (Fach) / 8 (Lektion)
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- Die Erfolgsgeschichte des Staatsmodell Staat als Schutzfunktionen für die Bürger und Resultat einer „Zivilisierung wider Willen“. (Zivilisation musste im historischen Prozess hart erkämpft werden aber jetzt muss der einzelne Bürger keine Gewalt mehr anwenden, Staat sorgt dafür das alles friedlich abläuft) Durchsetzung von moderner Staatlichkeit aufgrund einer Reihe historisch kontingenter Bedingungen in Westeuropa Konnex zu Rechtsstaat, Gewaltenteilung, moderner Bürokratie und Verwaltung Von Europa aus verbreitet sich die „Idee des Staates“ in alle Welt, „Realität des Staates“ jedoch sehr verschieden (wir sind an Rechtsstaat gewöhnt, aber das ist nicht die Normalität) Staat als Zwangsinstrument, um die Machtbeziehungen zwischen ungleichen Menschen und Gruppen zu regeln (-->Staat kann auch die Ungleichheiten setzen, dh absichtlich dafür sorgen, dass es ungleiche Verhältnisse gibt)
- Was sorgte für den Aufstieg vom Staat? (5 pkt.) Der Zerfall der feudalen Herrschaftsverhältnisse und dir darauffolgende Zentralisierung wichtiger Herrschaftsfunktionen bei EINER Herrschaftsinstanz Krieg (wichtigste Triebkraft für Entwicklung moderner Staatlichkeit) Soziale Kämpfe (für Zivilisierung und Demokratisierung) Historische Entwicklung in DE Machtsaat (weimarer Rep.) zum totalen Staat (Nationalsoz.) und nun zum demokratischen Rechtsstaat Positive Erfahrungen mit Herrschaft, dadurch geben wir Staat einen Vertrauensvorschuss
- zwei Sichtweisen auf den Staat Weber (vertritt das ideale Bild vom staat, wie er sein sollte!, positive Sichtweise) Marx (Gegenentwurf zu Weber, realistisches Bild, eher negativ)
- Weber's Vorstellung vom Staat • Einheitliches Staatsgebiet als exklusiver Herrschaftsraum• Staat ist selbstbestimmt und von anderen Staaten unabhängig (besitzt Souveränitätsrechte)• Staat ist verfestigtes Gebilde, Staatsvolk als dauerhafter Mitgliedschaftsverband• Staat hat Steuermonopol• Monopol legitimer psychischer Gewaltsamkeit nach innen und außen• Staat sollte ein rationaler, bürokratischer Verwaltungsstaat sein• Moderner Staat als demokratischer Verfassungs- und Nationalstaat
- Marx Vorstellung vom Staat (5 Pkt) 1) Staat als historisches Gebilde, es kommt und geht 2) Staat entsteht mit grundlegenden Ungleichheiten parallel zum Privateigentum und Familie (da wo alle arm sind wird kein Staat benötigt) 3) Staat ist KEINE neutrale Instanz über den Klassen, sondern eher selbst ein Klassenstaat 4) Staat sichert sich als Herrschaftsinstanz Produktionsverhältnisse und Reproduktion des Kapitalismus ab 4) Staat als mehrdeutiges Phänomen, man kann nicht sagen ob er gut oder böse ist
- Welche Phänomene deuten auf Niedergang des Staates hin? (5) Missverhältnisse von Staat und Nation, nicht eingelöste Versprechen von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie Neoliberale (Arme sind egal) Globalisierung: Abbau von Sozialstaatlichkeit, Privatisierung von Sicherheit, Verringerung der Eingriffs und Gestaltungsmöglichkeiten des Staates Wandel vom Nationaler Versorgungs- und Interventionsstaat zum globalen Wettbewerbsstaat Transnationalisierung der Politik verdrängt traditionelle Staatlichkeit: es findet eine Machtverlagerung auf supranationele Organisationen statt Dekolonisation im 20. Jhr. führt zu fragiler Staatlichkeit und Staatszerfall mit dramatischen Folgen für Bevölkerung
- Aktueller Stand, kritische Sichtweise zu dem Thema das der Staat "untergeht" · Niedergangssymptome sind widersprüchlich,es gibt keine einheitliche Entwicklung, eher Funktionsveränderungen des Staates. Delegitimierungs- und Relegitimierungstendenzen gehen Hand in Hand · Gesellschaften ohne Staat sind heute realpolitisch nicht mehr denkbar · wenn die geordnete Staatlichkeit einer Nation bedroht ist, si stellt das gleichzeitig auch eine Bedrohung der Bürger da weil such neue Machtverhältnisse auftun.
- Staat in der dritten Welt · vollkommen andere Konstitutionsbedingungen · Implantierung der „Idee von Staatlichkeit“ in Form von Kolonialstaaten im Zuge der Kolonialisierung · Kolonialstaat heißt, dass fremde Gesellschaften Beherrscht werden durch Zwang, sozialpsychologische Zurichtung der Bevölkerung, Abrichtung des Volkswillen usw. · Nach Beendung der Kolonialstaatn entsteht unvollkommene Staatlichkeit: defekte Staats- und Verwaltungsstrukturen, fragile Staatlichkeit, begrenztes Gewalt- und Steuermonopol, Staat ist ehr eine Beute gesellschaftlicher Machtgruppen · Kein Staat wie im westlich-demokratischem Sinne, eher Formen wie „Rentierstaaten, „schwache Staaten“
- Beispiel Elfenbeinküste zu Hier ist die größte Kakaoproduktion der Welt, Kleinbauern verdienen daran jedoch nichts. Exporthandel liegt in staatlicher Hand (Rentierstaat nur durch Export wird Geld gemacht nicht durch eigene Wirtschaftsleistung)
- Beispiel Nigeria Export von Rohstoffen hier Erdöl. (Rentiertstaat). Hihes Wirtschaftswachstum aber davon profitiert nur die korrupte Elite, die meisten bleiben Arm. Wer diese Vorgansgweise in Frage stellt wird aus dem Weg geräumt (sozialpsychologische Zurichtung). Demütigung durch einen fernen korrupten Staat (kolonialstaat?) mit absoluter Perspektivlosigkeit (defekte Staats nd Verwaltungsstrukturen), Staat wendet Gewalt auch gegen Zivilisten an.
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- Resümee zum Thema Staatlichkeit (Entwicklung, Demokratie, Weltgesellschaft, stark/schwach) Staat als Herrschaftsform und Herrschaftsinstrument par excellence Sehr unterschiedliche Ausformungen von Staatlichkeit Funktionen und Aufgaben des Staates variieren mit historischen Konstitutions- und Entwicklungsbedingungen Demokratisierung des Staates als Ausnahme, deren Gelingen an Sonderbedingungen geknüpft ist Gleichwohl: Weltgesellschaft als Staatengesellschaft „Starke Staaten“ / „schwache Staaten“ und die Rolle und Bedeutung der Zivilgesellschaft