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Pädagogische Diagnostik (Fach) / Frage 11 (Lektion)
Schriftl. , mündl. Prüfungen und ihre Alternativen (Fokus Prozess)
Diese Lektion wurde von Sveechen erstellt.
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- 1. Nennen Sie ein empirisches Beispiel, welches belegt, dass es schriftlichen Prüfungen an Objektivität mangelt! Auswertungs-/ Beurteilungsobjektivität: Starch & Elliot, 1912, 1913: unterschiedlichste Punktevergabe bei der gleich Arbeit (selbe Arbeit zwischen 28 und 92 von 100 Punkten) Birkel & Birkel, 2002: Aufsätze mit vielen Rechtschreibfehlern um ca. 1/3 schlechter bewertet
- 2. Dieselbe Note bedeutet in unterschiedlichen Klassen nicht dasselbe. Welches Phänomen liegt dem zugrunde? grading on a curve -> immer im Vergleich zur Klasse, soziale Bezugsnorm
- 3. Wie würden Sie grundsätzlich bei der Beurteilung komplexer Leistungen (z. B. einem Aufsatz) vorgehen? klare Kriterien definieren (Kriterienkatalog), Musterlösung erarbeiten, klare Bewertungsrichtlinien definieren Den Aufsatz gliedern Teile gemäß den Kriterien bewerten Punkte addieren anfänglich undifferenzierter Gesamteindruck -> vorher festgelegte Kriterien und ad hoc formulierte Kriterien mit entsprechenden Ausprägungsgraden über verschiedene Analyseeinheiten prüfen-> abschließender differenzierter Gesamteindruck
- 4. Nennen und erläutern Sie die zwei zentralen Merkmale mündlicher Prüfungen nach Sacher! 1) interaktiv -> ständiger Austausch von Beziehungsbotschaften 2) adaptiv -> Möglichkeit, Frageverhalten an den Prüfling anzupassen
- 5. Nennen Sie zwei Einflussfaktoren, die die Güte mündlicher Prüfungen beeinträchtigen! Kontrasteffekte Wissen über Vorzensur höheres Sprechtempo Erfahrung des Beurteilers
- 6. Erläutern Sie mindestens zwei Möglichkeiten, wie Sie die Qualität mündlicher Prüfungen verbessern können! Prüfer/innen sollten sich besser vorbereiten: Kriterien, welche Gedankengeänge repräsentieren welche Stufe des Lernerfolgs; Prüfungsgespräch strukturieren, angenehme und angstreduzierende Atmosphäre schaffen, Faktenwissen ggf. über vorbereitete Fragenkarten
- 7. Was ist ein Transparenzpapier, und was beinhaltet es? Ein Übersichtsblatt zur Prüfungsvorbereitung Es beinhaltet Informationen, was die Prüfung beinhaltet, d.h. zu welchen Thema Aufgaben gestellt werden und wie und wo die zu lernenden Inhalte zu finden sind
- 8. Was ist ein Portfolio? Eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten, die die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/ des Lernenden zeigt. Sie zeigt die Beteiligung des Lernenden am Prozess (Inhalte, Kriterien etc.) sowie eine Selbstreflexion
- 9. Was sind Vorteile von Portfolios im Vergleich zu “klassischen” Methoden der Leistungsbeurteilung? Nennen Sie mindestens zwei. Liefern Informationen zum Lernprozess, Lernfortschritten und Lernproblemen beziehen die SuS aktiver in den Beurteilungs- und Bewertungsprozess mit ein erweitern und bereichern das Repertoire traditioneller Beurteilungsverfahren
- 10. Was unterscheidet ein Präsentationsportfolio von einem Prozessportfolio? a) es zeigt die besten Arbeiten des Lernenden b) Demonstration d. individuellen Lern- und Entwicklungsprozesses
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- 11. Wieso sollte man Selbstbeurteilungen bei der Bewertung von Portfolios berücksichtigen? Förderung metakognitiver Kompetenzen Einbezug des Lernenden Lernprozesse und innere GEdankengänge werden sichtbar
- 12. Warum sind Verbalbeurteilungen qualitativ (noch) nicht besser als das klassische Ziffernzeugnis, und wie könnte man das ändern? das Potenzial ist noch nicht ausgeschöpft Gefahr stereotyper, normativer oder beschönigender Formulierungen, die pädagogisch nicht sinnvoll sind
- 13. Was ist die “Sandwich-Technik”? Im Bezug auf Zeugnisformulierungen: positives zu Beginn, dann negatives und mit etwas Positiven abschließen