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Medienwissenschaft (Fach) / Konzepte der Medienwissenschaft (Lektion)

Konzepte

Diese Lektion wurde von aussie007 erstellt.

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  • Geschichte des Medienbegriffs Der wahrnehmungsorientierte Medienbegriff Der Medienbegriff in der frühen Optik & Akustik Der naturphilosophische Medienbegriff Der kommunikationstechnologische Medienbegriff Speritistik
  • Weiter Medienbegriff Marshall McLuhan: Medien sind Werkzeuge, The extensions of men Niklas Luhmann: Medien sind Möglichkeiten für wirkliche Formen (Drei Unwahrscheinlichkeiten der Kommunikation)
  • Enger Medienbegriff U.a. Jean Baudrillard (Naturwissenschaftliche Sicht), Friedrich Kittler (Datenverarbeitung), Hartmut Winkler (Prozess der Zeichenbildung) & Knut Hickethier (Prozess der Kommunikation)
  • Kommunikationsorientierter Medienbegriff Konzentration auf Medien der individuellen & gesellschaftlichen Kommunikation Enges Verhältnis von Medien & Kommunikation (s. Zitat Hickethier) Medium/Medien = Sammelbegriff v.a. für technisch-apparative Medien (Film, Fernsehen, Radio, PC) Medien = gesellschaftlich institutionalisierte Kommunikationseinrichtungen
  • informelle Medien natürliche Verständigungssysteme (Sprache, Literatur, Musik)
  • formelle Medien organisiert in gesellschaftlichen Institutionen (Briefpost, Telefon, TV, Radio, Presse, Kino)
  • Massenkommunikation (Maletzke 1998) Unter Massenkommunikation verstehen wir jene Form, die öffentlich, durch techn. Verbreitungsmittel indirekt & einseitig an ein disperses Publikum vermittelt werden.
  • Medientypen (Bentele/Beck 1994) Materielle Medien (Luft, Licht, Wasser, Ton, Stein, Zelluloid) Kommunikative Medien o. Zeichensysteme (Sprache, Bilder, Töne) Technische Medien (Mikrofone, Kameras, Sende- & Empfangseinrichtungen) Medien als Instituitionen: einzelne Medienbetriebe sowie die Gesamtmedien
  • Medientypen nach Einsatz von Geräten (Harry Pross 1970) Primäre Medien: Mittel des menschl. Elementarkontakts ohne Gerät (Bsp. Sprache) Sekundäre Medien: Bedürfen zu ihrer Hervorbringung, nicht jedoch zu ihrer Wahrnehmung, Gerät (Bsp. Rauchsignale, Schrift) Tertiäre Medien: Setzen auf beiden Seiten Gerät voraus (Bsp. Radio, TV, Pc) Ergänzung um Typ 4: Quartiäre Medien: Setzen auf beiden Seiten Gerät voraus, dienen jedoch nicht ausschließlich massenmedialer Kommunikation (Bsp. Internet)
  • Medientypen nach Funktionen (Hickethier 2004) Medien der Beobachtung der Speicherung der Übertragung der Kommunikation
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  • Push & Pull Medien Push: Hörfunk, TV Pull: Internet, WWW ->Pc vereinigt beides
  • Vielfalt der Kulturbegriffe Kroeber & Kluckohn: The Concept of Culture (1952): 164 Def. von Kultur nahezu jedes geistes- & sozialwissenschaftliches Fach entwickelt diverse eigene Konzepte von Kultur für kulturwiss. Disziplinen wie die Medienwissenschaft identitätsstiftend & problematisch zugleich
  • Anthroplogischer Kulturbegriff Grundlegene Opposition: Kultur versus Natur Kultur als Bestandteil des Wesen des Menschen Philosophische Anthropologie (Scheler, Gehlen, Plessner): der Mensch als instinktarmes Wesen ist ein Kulturwesen Exzentrische Positionalität des Menschen (Plessner)
  • Kulturvergleichender Kulturbegriff Kulturen als je kollektiver Besitz oder Eigenschaft von Völkern Vielfalt der Kulturen Geschichtliche Szenarien von Fortschritt (primitive Kulturen vs. moderne Zivilisationen, Modernisierungstheorien) oder Verfall (guter Naturzustand vs. entfremdete Zivilisation, Rousseau & spätere Autoren) Kultur als Kampfbegriff: Kultur vs. Zivilisation, "Händler & Helden"
  • Normativer Kulturbegriff Hochkultur vs. Populäre Trivialkultur / Massenkultur Konservative Ansätze (z.B. Postman): Verfallsszenarien, "Wir amüsieren uns zu Tode" Marxistisch-gesellschaftskrit. Ansätze (Horkheimer & Adorno): Kulturindustrie als Instrumente der Herrschenden, um die Massen dumm & gehorsam zu halten: "Vergnügt sein heßt einverstanden sein"
  • Semiotischer Kulturbegriff "cultural turn" der Geistes- und Sozialwissenschaften "Die Welt als Text" - Akteure & Gegenstände als Zeichenträger Handeln & Interaktion sind sinnhaft Alfred Schütz: Um zu-Motive & Weil-Motive Konstruktionen erster & zweiter Ordnung
  • Britisch Cultural Studies: Die Anfänge Bezugsgröße Arbeiterkultur (von Identitätsstiftung & Widerständigkeit bis zum drohenden Verfall durch Massenmedien Rundfunk & TV) kulturalistisch gewendeter Marxismus normativ: Erwachsenenbildung
  • Richard Hoggart: The Use of Literacy (1957) Methodisch: Lietraturanalyse & Ethnografie Inhaltlich: Verfall der brit. Arbeiterkultur von den 1930er-50er Jahren; Zerstörung der authentischen Kultur mit Blaskapellen & Stranduasflügen; durch amerikanische "Massenkultur" (JUkebox, TV, Liebesromane) Normative Zielsetzung: Schutz der Arbeiterkultur Kritik: nostalgische Stilisierung der alten Arbeiterkultur; Fehlschluss von Kulturprodukten auf Akteure
  • Edward R. Thompson: The Making of the English Working Class (1963) 1. "Making" heißt aktiver Prozess 2. Wendung gegen jeden Strukturdeterminismus 3. Zentralbegriff: Erfahrung - wie werden objektive Bedingungen wahrgenommen & verarbeitet 4. Zentrale Rolle von Werten, Einstellungen, Ideen & Institutionen 5. Handeln ist keine Folge von objektiven, sondern von interpretierten Bedingungen
  • Raymond Williams: Culture & Society (1958) 1. Begriffsgeschichte von "Culture" als Grundlegung von Kulturtheorie 2. Kritik des negativen Massenbegriffs 3. Hinwendung zur Alltagskultur 4. normativ: Ziel einer klassenübergreifenden gemeinsamen Kultur
  • Raymond Williams: The Long Revolution (1961) 1. Gesellschaftsgeschichte (ökonomisch, politisch, kulturell) 2. Kultur als "ganze Lebensweise" 3. weiter, anthropologischer Kulturbegriff 4. empirischer Zugang auf 3 Ebenen: alltäglich gelebte Kultur; aufgezeichnete Kultur; Kultur der selektiven Tradition (Kanonisierung)
  • Fazit der Pionierstudien 1. kulturalistische Perspektive 2. Beziehung zum matriellen Kontext 3. handlungstheoretische Perspektive 4. Aufwertung der Alltagskultur 5. Aufwertung der populären Kultur (hier vor allem: Arbeiterkultur)
  • Der Kulturbegriff der Cultural Studies 1. weiter Kulturbegriff - inklusive Alltags & Konsumpraxis (Körper, Kleidung...); Populärkultur 2. dynamischer, handlungstheoretischer Kulturbegriff 3. semiotischer Kulturbegriff - symbol. Ordnung, Struktur (Saussure); Handeln mit Zeichen (Peirce) 4. konfliktorientierter Kulturbegriff 5. politisch dimensionierter Kulturbegriff (Kulturelle Fragen hängen mit Macht zusammen; Zusammenhang mit normativem Kulturbegriff)
  • Die Entdeckung der Medientechnik als Entdeckung der Medien Entdeckung der Technik macht Medienwissenschaft aus Laut Winkler: Humanwissenschaften sind für techn. Seite "blind" Medien nicht nur Mittel/Werkzeug, sondern auch Inhalt
  • Warum nimmt die MeWi Technik so wichtig? Typische Prämissen Die Identität eines Mediums liegt in seiner Technik/Materialität, die in jeder einzelnen realisierten Form, jeder Praxis & in jeder Rezeptionsweise konstant bleibt Mit der Technik wird der Eigenewert der Medien in Kommunikation & Wahrnehmung betont. Die Technik prägt sich den Inhalten, Nutzungen usw. ein Die Geschichte der Medien wird vornagetrieben durch die Geschichte der Medientechnik- neue Techniken bilden die Grundlage neuer Medien
  • Was ist technik? Begriff nach Rammert Gesamtheit derjenigen kreativ hervorgebrachteb Verfahren Handlungszusammenhänge als Mittler Wirksamkeit/Wahrnehmungen gesamtheit: Kollektivsingular
  • Ordnungen der Techniktheorien (Fohler) 1. Technik als menschl. Mittel (Klassisch) 2. Omnipotenz der Technik 3. Spielräume der Technik (aktuell)
  • Das Konzept des Technikdeterminismus Behauptung einer machtvollen Autonomie der Technik 1. Technik entwickelt sich nach einer eigenen quasi-natürlichen Logik, die unabhängig von Mensch, Gesellschaft & Kultur verläuft 2. Diese Entwicklung der Technik zwingt Mensch, Gesellschaft und Kultur sich anzupassen bzw. prägt ihnen ihre Bedingungen auf In reiner Form findet sich Technikdeterminismus selten, doch gerade in der klassichen Medientheorie lässt sich zumindest teilweise eine bewusst radikale Formulierung finden
  • Marshall McLuhan zu Technikdeterminismus Gesellschafts- & Wahrnehmungsgeschichte als (Medien-)Technikgeschichte
  • Friedrich Kittler zu Technikdeterminismus Medien zu verstehen bleibt eine Unmöglichkeit Anti-humanistische Techniktheorie
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  • Technikgenese als Antwort auf die These der Informationsrevolution Technikgenese = techniksoziologische Forschungsrichtung, die sich mit der Entstehung/Genese technischer Innovation beschäftigt Ryan Winston (brit. Filmwissenschaftler): Technik entsteht als Teil gesellschaftl. Enwicklung Winstons Modell der Genese von "communication technologies"
  • Spielräume & Wechselwirkungen Technikzentrierung - Für & Wieder Positiv - nehmen Härter der Technik ernst, limitiert einen offenen Horizont Negativ - Entstehung der Technik bleibt Leerstelle, Technik fungiert oftmals als quasi-autonome Erscheinung
  • Anthropologische Ansätze (Technik) Positiv - Rückführung aus ursprünglich. Praxen Negativ - Reduktion der Medien Winklers Synthese - Zyklus
  • Ästhetik/Aisthesis in Kunst Schöne - Zusammenhang zum Göttlichen deshalb: Künste spiegelten die göttliche Logik wieder jedoch: Mensch erlangt mit der Zeit an Autonomie daher: Kunst nicht mehr nur "göttlich"
  • Einzelmedienästhetik (André Bazin) Medien snd unterscheidbar & klar definiert, jedoch durch z.B. Netflix o.ä. sind die Grenzen nicht mehr klar deutlich André Bazin (1918-58): Filmkritiker, Cahiers du Cinema -Realismus; Globales Bewusstsein; Wirklichkeit als unteilbarer Block Materielle Verbindung zur Welt
  • Phänomenologie (Vivian Sobchack) philospohische Stimme in MeWi Erscheinung der Welt ist zugänglich Edmund Husserl (1859-1938): Intentionalität Martin Heidegger (1889-1976): Sein -> "Einsinken" in Medien Maurice Merleau-Ponty (1908-61): Leib -> Mitfühlen, Körperlich Vivian Sobchack (1940, Brooklyn, prof. UCLA) greift dies auf Große Unterschiede in Phänemonologie
  • Immanenzphilosophie (Gilles Deleuze) Deleuze (1925-95) Prof. in Paris Immanenz; Anti-ödipus; Rhizom -Bezug auf Bergson
  • Semiotik Theorie der Zeichen Wissenschaft von den Zeichen, den Zeichensystemen & den Prozessen der Zeichenverarbeitung (Semiose) in Natur & Kultur
  • Zeichen sind Stellvertreter stehen für etwas anderes: aliquid stat pro aliquo Zeichen lesen/verstehen ist erworbene Fähigkeit 3 versch. Gruppen von Zeichen
  • Primäre Zeichen Zeichen, die nur aus Zeichen bestehen (Bsp. Buchstaben, Ziffern)
  • Sekundäre Zeichen Zeichen, die unabhängig von einer Zeichenfunktion auch noch reale Dinge sein & als solche genutzt werden können (Gewächse, Gebäude, Tiere...)
  • Mediale Zeichen Foto, Wort o.ä. mittels der Sinnesorgane (Auge, Ohr,...)
  • Dyadisches Zeichenmodell nach Ferdinand de Saussure beschäftigt sich nur mit Sprache Vereinigung einer Vorstellung(Signifikat, Bezeichnete) & eines Lautbildes(Signifikant, Bezeichnende) sprachl. Zeichen sind arbiträr (willkürlich) sprachl. Zeichen müssen immer in seinen Beziehungen zu anderen Zeichen gesehen werden
  • Triadische Zeichenmodelle Zeichenträger Bedeutung Referenzobjekt -> Begriff-Gegensatnd-Zeichen
  • Zeichen nach Charles Sanders Peirce Für P. liegt ein Zeichen dann vor, wenn die Beziehungsrealtion von Präsentamen & Objekt von einem Interpretanten interpretiert wird. Präsentamen = Zeichenträger Interpretant = vermittelnde Instanz zw. Präsentamen & Objekt
  • Index Kontinguität Zeichen, das physisch mit seinem Objekt verbunden ist, Bsp. Nass werden = Zeichen für Regen
  • Ikon Similarität Reduktion des Objekts, ist Objekt sehr ähnlich Bsp. Straßenschild, Ampelmann
  • Symbol Arbitrarität Keine Ähnlichkeit zum Objekt Bsp. VW Zeichen
  • Ikonizität (audio-)visueller Zeichen Graduell bestimmte Eigenschaft Bilder sind Zeichen Bsp. Schafsdecke: Wieso nimmt man Zeichen als Objekt war?
  • Denotation Primäre, wörtliche Bedeutung