Schlafstörungen (Fach) / Schlafstörungen allgemein (Lektion)
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Welche Dyssomnien gibt es Welche Parasomnien gibt es
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- Stadien des normalen Schlafes Stadium 1 Einschlafstadium, ca. 10 % der Nacht Stadium 2 Leichter Schlaft, ca. 50 % der Nacht Stadium 3/4 Tiefschlaf, ca. 20 % der Nacht, nimmt im Alter ab, Körper ist auf "Sparflamme" eingestellt Stadium REM Traumphase mit emotionalen Träumen 20 % der Nacht Wachphasen Kurze Wachphasen sind normal, treten jede Nacht auf.
- Welche Schlafstörungen gibt es Nichtorganische Schlafstörungen werden aufgeteilt in Dyssomnien Parasomnien
- Dyssomnien nach ICD10 F51 F51.0 Insomnie Ungenügende Dauer u. Qualität d. Schlafes, Ein- u/o Durchschlafstörungen F51.1 Hypersomnie Übermäßige Schlafneigung Schlafapnoe (Atempause) u. Narkolepsie (plötzliches Einschlafen) gehören NICHT dazu F51.2 Störungen des-Schlaf-Wach-Rhythmus Umkehrung des normalen Zyklus (Schichtarbeiter)
- Parasomnien F51.3 Schlafwandeln Nächtliches Umherirren ohne wach zu werden, morgens Amnesie, 1. Drittel der Nacht F51.4 Pavor nocturnus Nachtangst. Plötzliches Aufwachen mit heftigen Schreien, massiver Erregung, Schweiß, Herzrasen, Desorientierung von mehreren Min. Dauer gesamt unter 10 Min. 1. Drittel der Nacht F51.5 Alpträume meist 2. Nachthälfte
- Insomnie häufigste Schlafstörung 15-30 % der Bevölkerung, 1,5 % nehmen Schlafmittel Klinisch relevante Schlafstörung: mind. 1 Monat, tagsüber Leistungsdefizite Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Früherwachen.
- Exploration der 5 P's einer Insomnie Physikalisch: Folge eines organischen Faktors (Erkrankung), störende Außenreize (Lärm, Licht) Physiologisch: gestörte Schlafhygiene, anregende Abendveranstaltung, wechselnde Schlafenszeit Psychologisch: in Folge einer belastenden Lebensvorgeschichte, aktuelle Problematik, Stress, Psychiatrisch: manifeste psychiatrische Erkrankung Pharmakologisch: Stimulantien, Diuretika usw. abendlicher Genuss von Kaffe, Tee, Cola, Schlafmittelabhängigkeit mit Wirkungsverlust des Präparats, Alkohol-, Drogen- od. Nikotinmissbrauch
- Checkliste zur Anamnese bei Insomnie 1) Form der Schlafstörung 2) Symptomatik der Schlafperiode 3) Tagesbefindlichkeit 4) Schlafverhalten 5) Verlauf und Dauer der Schlafstörung 6) Biographie mit Berücksichtigung lebensgeschichtlicher Ereignisse 7) Organische und psychiatrische Krankheitsvorgeschichte 8) Vorbehandlung 9) ursachen der Schlafstörung (Erklärungsmodell des Patienten)
- Wie wird Insomnie therapiert Durch Kognitive Verfahren / Paradoxe Intention Schlafhygiene Schlaf-Restriktion (teilweiser Schlafentzug) Aktivitätenaufbau Entspannungsverfahren Stimuluskontrolle Schlafedukation soll der Teufelskreis durchbrochen und normales Schlafverhalten erreicht werden
- Was ist Schlafedukation Vermittlung von Wissen über gesunden Schlaf Schlafmythen werden hinterfragt, z. B. ein gesunder Schlaf dauert 8 Std., ist tief und durchgängig, ein gesunder Schläfer wacht nachts nicht auf, wer nicht schläft, wird krank, verrückt usw.
- Was ist Stimuluskontrolle "Bett" wird wieder mit Schlafen konditioniert, d. h. keine anderen Aktivitäten im Bett.
- Regeln für gesunden Schlaf 1) Erst zu Bett gehen, wenn man ausreichend müde ist und das Gefühl hat, einschlafen zu können 2) Das Bett ist nur zum Schlafen da, kein Fernsehn, kein Essen, kein Telefonieren, kein Grübeln, kein Streit. Ausnahme: Sexuelle Aktivität 3) Wenn man zu Bett gegangen ist, sofort das Licht ausschalten. Wenn man nach 10 Min. noch nicht schläft, wieder aufstehn, in einen anderen Raum gehen, dort eine ruhige Aktivität ausüben und erst wieder ins Bett gehen, wenn man schläfrig ist. 4) Wenn dann der Schlaf immer noch nicht kommt, wieder aufstehn und die Übung 3) wiederholen so oft wie nötig, auch wenn man mitten in der Nacht aufwacht und nach 10 Min. noch nicht wieder eingeschlafen ist. Trotzdem morgens immer zur gleichen Zeit aufstehn.
- Was ist Schlafhygiene Regelmäßigkeit Verzicht auf Mittagsschlaf Beschränkung der Bettliegezeit auf 7 Std. Verzicht auf Alkohol, Kaffee, Nikotin Ernährung Vermeidung körperlicher Überaktivität am Abend "Pufferzone" zwischen Alltag und Schlafen Zubettgehrituale Verzicht auf nächtliches Essen Keine Uhr in der Nacht Ausreichende Lichtexposition am Morgen Kein Leben "auf Sparflamme"
- Was ist Paradoxe Intervention bei Insomnie Verordnung von Nicht-Einschlafen.
- Was können kognitive Techniken bei Insomnie bewirken Schlafbehindernde Gedanken und negative Überzeugungen können identifiziert und bearbeitet werden.
- Medikamentöse Behandlung mit Hypnotika in Form von Barbituraten Klassische Schlafmittel erzwingen den Schlaf, Tranquilizer stoßen ihn nur an. können abhängig machen, da sie euphorisierend wirken Einnahme sollte zeitlich befristet sein auf 2-4 Wochen, sollten durch fraktionierten Entzug abgesetzt werden.
- Hypnotika in Form von Tranquilizern Wirken angstlösend und entspannend stoßen den Schlaf an können kurzzeitig in Form von Benzodiazepinen eingesetzt werden machen abhängig Fraktioneller Entzug
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- Entzugssymptome bei Benzodiazepinen und Barbituraten Krämpfe (auch Wochen später) Tremor, Schwindel, Kreislaufstörungen. Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, motorische Unruhe Auftreten: Stunden bis Tage danach wegen Einlagerung ins Fettgewebe (rebound-effect) Notfall! Stationäre Entgiftungsbehandlung, sonst Lebensgefahr
