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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Fach) / Produktionsau sweitung durch technischen Fortschritt: (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Tobbe9191 erstellt.

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  • Wichtigstes Technologieelement der Grünen Revolution (nicht Grüne Gentechnik!) Was ist die grüne Revolution Kritik •Beginn der Grünen Revolution in den 1940ern in Mexiko (Borlaug)•Steigende Erträge durch neue Arten (Technologie) oder einfach mehr Inputs?=>Kombination aus beidem: neue Sorten sprechen stärker auf Dünger     an, brauchen mehr Bewässerung Verschiedene Weizensorten erfolgreich miteinander gekreuzt; verschiedene positive Eigenschaften in einer Sorte integriert: Krankheitsresistenz Effizienz der Düngernutzung Kürzerer Wuchs, dadurch weniger Lager Höherer ‚harvest index‘ (= Verhältnis Korn : Restliche Trockenmasse) Kritik: Umweltschädigung? -Einsatz von Dünger, Bewässerung und Pestiziden stieg Artenverlust? –Traditionelle Sorten von neuen verdrängt Ungleichere Verteilung der Einkommen? –Benachteiligung kleiner Bauern oder bestimmter Regionen=>Größtenteils haben sich Ängste nicht bewahrheitet 
  • Warum kam die Grüne Revolution auch Kleinbauern entgegen? Tatsächlich profitieren Bauern unabhängig von Größe und Besitzverhältnis der Farm sehr gleichmäßig (Studie, Nordindien, 1982) Kapitaleinsatz ist gering (Saatgut der Grünen Revolution muss nicht jährlich neu erworben werden) Kaum teurer als traditionelles Saatgut Zwar mehr Dünger nötig (ist aber in kleinen Mengen erhältlich, im Gegensatz zu Maschinen) Technologie der Grünen Revolution spart keine Arbeit - pro Fläche -ein, im Gegenteil (mehr Erntehelfer, Unkrautjäten) Arme profitieren in größerem Maße von sinkenden Lebensmittelpreisen (im Zuge gesteigerter Produktion) als Reiche Gewinne von Produzenten sinken (fallende Preise) Für die Gesamtwohlfahrt ergibt sich ein positiver Effekt Kleine Bauern, die vor allem für Eigenbedarf produzieren,können trotz fallender Preise Geldeinnahmen steigern, denn ...=> ... von den erhöhten Ernteerträgen kann ein größerer Anteil auf dem Markt verkauft werden
  • Totale Faktorproduktivität: Definition, und was misst sie? Ein Maß für die Produktivität (technischer Fortschritt) Wachstum der Produktion, das nicht auf erhöhten Einsatz von Produktionsfaktoren (Inputs) zurückgeführt werden kann Messung: Verhältnis der Wachstumsraten von Output und Input bei konstanten Preisen (Grüne Revolution=mehr Output pro Input)
  • Mögliche Nutzen von Grüner Gentechnologie für die Welternährung (nicht Grüne Revolution) Genetich Verändert! Erhöhte Erträge Einbau von natürlichen Pestiziden Resistenz gegen unkrautvernichtende Chemikalien Anreicherung mit (Mikro-) Nährstoffen (z.B. Golden Rice) Resistenz gegen Frost, Dürre, Salz, KrankheitenVeränderung vom Fressverhalten von Lachsen Erhöhung der Milchproduktion, effizientere Futterverwertung, Reduktion von Ausscheidungen Herstellung von Arzneimitteln in genveränderten Pflanzen und Tieren
  • Sinnige und unsinnige Argumente gegen Grüne Gentechnik (nicht Grüne Revolution) Gesundheitsrisiken für den Menschen Allergische Reaktionen auf „eingebaute“ Substanzen aus anderenLebensmitteln (bisher keine dokumentierten Fälle, dennoch nicht vollends zu entkräften) Geschwächtes Immunsystem (besagte Studie in der Kritik, japanische Studie fand keine entsprechenden Hinweise) Entwicklung von antibiotika- resistenten Krankheiten durch Verwendung von antibiotika- resistenten Markergenen beim Gentransfer (allerdings sehr geringe Wahrscheinlichkeit horizontalen Gentransfers von Pflanze zu Bakterium) Umweltrisiken Integrierung von natürlichen Pestiziden (Bt) könnte nicht schädliche Insekten schädigen (Studien zeigen mögliche Schädigung) Schadinsekten entwickeln Resistenzen (z.B. Stengelbohrer bei Bt-Mais) Entwicklung von „Superunkraut“, resistent gegen Insekten und Herbizide Störung des ökologischen Gleichgewichts Verlust von Agro-Biodiversität Aber: sind diese Kritikpunkte spezifisch für GM-crops? Wichtig zur Beurteilung: was ist das Referenzsystem (bzw. Vergleichssituation)? Politische und ethische Bedenken Misstrauen gegenüber großen Konzernen Benachteiligung kleiner Bauern Sollte eine Gensequenz „besessen“, patentiert und verkauft werden dürfen? Religiöse Gründe, „Gott spielen“
  • Bedeutung von GM-Crops für die weltweite Ernährungssicherung Direkte Bedeutung bisher eher gering: Maximal-Erträge (harvest Index) bei GM-Crops nicht höher Bisher keine angepassten Züchtungen für die Entwicklungsländer(z.B. mit besserer Hitze- und Trockenheitsresistenz) Ausnahme: Golden Rice (Reis mit erhöhtem Vitamin-A-Gehalt Indirekte Effekte: GM sparen Inputkosten => bessere Einkommen für Landwirte Verringerter bzw. vereinfachter Pestizideinsatz reduziert Umweltbelastungen Fazit: GM-Crops sind weder der Untergang noch die Rettung der Welt!
  • Unterschiede in den Gründen für Nachernteverluste in armen und reichen Ländern Verluste zwischen Feld & Konsument betragen geschätzt 30% Entwicklungsländer: wegen Krankheiten, mangelhaftem Lagerung & Transport, Handhabung auf Farmen Industrienationen: 25% gehen im Einzelhandel, in Restaurants & zu Hause verloren
  • Zweite grüne Revolution Seit 1990ern Fokus auf Reduzierung der Umweltbelastung stattSteigerung der Erträge Neue Techniken reduzieren Erosion, nutzen Wasser effizienter Nicht unbedingt High-Tech-Lösung notwendig (Beispiel China: Ausbreitung eines Pilzes gestoppt durch abwechselnde Setzung von Reispflanzen mit hohen Erträgen und solchen mit niedrigen Erträgen aber Resistenz gegen den Pilz Höhere Erträge bei reduzierter Umweltbelastung (kein Mehreinsatz von Pestiziden nötig)
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