6
Einführung in die Welternährungswirtschaft (Fach) / Produktion und Umwelt (Lektion)
- Zusammenhänge Wirtschaft und Umwelt Bildchen Skript S. 2 Wirktschaft und Umwelt Güter und Dienstleistungen, HH, Umweltvorzüge, Rohstoffe, Firmen, Inputs,Rückstande
- Umweltwirkungen der Landwirtschaft Degradierung, Folgen der Flächenausweitung, Wasserqualität, Klimawandel Bodendegradation (Veränderung am Boden => schränken Leistung für Ökosystem ein) Bodenerosion Chemische Bodendegradation Physische Bodendegradation =>Veränderung: Bodenabtrag, Versauerung, Versalzung, Versiegelung, Kontamination Extensivierung = Flächenausweitung => Entwaldung, Verlust von Feuchtgebieten, Savanne => Abnahme der Biodiversität (steigert Anfälligkeit für Krankheiten) Kontamination der Umwelt mit Chemikalien (Herbizide, Fungizide, Insektizide, Dünger) Nutzung von Oberflächenwasser hat Auswirkungen auf Flüsse, Seen & sogar Ozeane Gesundheit der Arbeiter, Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität durch Chemikalien
- Umwelt: Auswikrungen von Extensivierung versus Intensivierung Umweltwirkungen von Extensivierung durch Flächenausweitung · Entwaldung (v.a. in Lateinamerika, Asien & SSA) à erhöhter CO2-Ausstoß· Verlust von Feuchtgebieten & Savannen· Bedeutung von der Politik (Vgl. Brasilien)· Positiv: Boden pro Fläche wird weniger ausgebeutet Umweltwirkungen von Intensivierung a) Bewässerung Umweltschäden durch zusätzliche Bewässerung von Ackerland (z.B.absinkender Grundwasserspiegel z.B Aral-See) Versalzung Staunässe Grundwasserabsenkung Verlagerung von Schadstoffen in Gewässer Landwirtschaft kann die Wasserqualität beeinflussen à Absinken der Wasserpegel bei zu intensiver Wassernutzung b) Dünger und Pflanzenschutzmittel Böden werden mit Chemikalien belastet Ökosystem wird gestört (Tiere, Pflanzen beeinträchtigt) Wasser wird kontaminiert c) Neue Technologien neue Sorten => Biodiversität sinkt Ackermaschinen zerstörten Bodenleistung (wird fest, verliert Luftigkeit, Wasserhaltefähigkeit) Positiv: neue Anbaumethoden, chemische Produkte, die Feuchtigkeit im Boden halten
- Klimawandel: wahrscheinliche regionale Muster der Erwärmung LWS großer Produzent von Treibhausgasen (Kohlendioxid, Methan, Stickstoffoxid) Globale Erwärmung ist weltweit nicht gleichmäßig verteilt Niederschläge erhöhen sich in polnahen Gegenden; in den Tropen Rückgang von bis zu 20% Erwärmung v.a. in nördlicher Hemisphäre verlängerte Anbauzeiten durch Temperaturanstieg: „double“/„tripple-cropping“ mancherorts Anbaugrenzenausweitung Richtung Pole
- Folgen des Klimawandels für kontinentale und globale Produktion Anstieg der Meeresspiegel => Versalzung von Süßwasser CO2-Anstieg fördert Pflanzenwachstum (bes. Weizen, Soja & Reis); steigende Temperaturen: länger mögliche Anbauzeit; Anbaugrenzen weiter in Polrichtung (Nährstoffarmut in diesen Regionen=> letztendlich doch Ertragsrückgang); Pflanzen reifen schneller (geringere Erträge); „double“/„triple-cropping“ in manchen Regionen möglich andere Getreide (v.a. Reis) wachsen schlechter bei zu hohen Temperaturen, Pflanzen-KH veränderter Niederschlag: Erhöhung in den Polregionen; Abnahme bis zu 20% in Tropen extreme meteorologische Ereignisse: Tornados, Regenstürmen & Dürren à Ertragsausfälle Anstieg von troposphärischem Ozon: mehr UV-Strahlung; beeinträchtigt z.B. Soja stark Plagen & Krankheiten: warme Temperaturen fördern Wachstum von Krankheitserregern Möglich: Rückgang in einer Region & Zuwachs in einer anderen; Lokales Problem: Infrastrukturen müssen in bisher unbewirtschafteten Regionen geschaffen werden Klimawandel wird die Erträge in den meisten Regionen 2050 verringern (v.a. Nordafrika, Südamerika, Australien, Südasien), klare Prognosen sind jedoch kaum möglich!!!!
- Environmental Kuznets Curve: Erklärung der postulierten Wirkmechanismen Grafik Seite 22 the Environmental Kuznets-Curve Hypothese aus der Umweltökonomie auf Basis der Kuznets-Kurve Zusammenhang zwischen Pro-Kopf-Einkommen und Grad der Umweltverschmutzung(Verringerung der Umweltqualität) umgekehrte U-Form Umweltzerstörung steigt mit zunehmendem Wachstum bis zum Gipfel fällt dann wieder im Laufe der Zeit Steigende Umweltschäden mit Wirtschaftswachstum Wachstum führt zu höherem Verbrauch von Ressourcen Ressourcensparende sowie umweltschonende Technologien noch nicht entwickelt oder noch zu teuer Relativ geringes Interesse von Verbrauchern/Wählern an Umwelt Oft noch demokratische Defizite in armen und Schwellenländern Sinkende Umweltschäden bei weiter steigendem Wachstum Bessere Technologien verfügbar Höhere Einkommen steigern Zahlungsbereitschaft für Umweltgüter Demokratisierung ermöglicht Durchsetzung von Umweltgesetzgebung FAZIT Wachsende Nachfrage nach Nahrungsmitteln benötigtIntensivierung Wachstum muss nicht zu immer schlechterer Umweltqualität führen Ernährung der Weltbevölkerung in 50 Jahren ist auch unter ökologischen Aspekten möglich Frage bleibt, wo wir uns auf der Kuznets-Kurve befinden?
Anzeige