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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Fach) / Produktionsfaktoren Land und Wasser: (Lektion)
- Agrarische Revolution Manipulation biologischer Prozesse (Tiere, Boden, Pflanzen, Schadorganismen, Bewässerung) Weniger Ressourcenbedarf Produktion von Überschüssen und Spezialisierung Dadurch erste städtische Siedlungen möglich
- Produktionsbedingungen in unterschiedlichen globalen Klimazonen Tropen, Subtroben, gemäßigte Zone Gemäßigte Zone: gute Böden, z.T. kalte Winter, viel Licht=>humides Klima Feuchte Tropen: genug Wasser, problematische Böden, Druck durch Schadorganismen Subtropen: häufig Arid, ansonsten oft zwischen Tropen & gemäßigter Zone verschiedene Stufen der Aridität (=trockenes Klima) weltweit bei Aridität übersteigt die potenzielle Verdunstung einer Region den dortigen Niederschlag; Flüsse verdunsten physische Wasserknappheit ww steigt In tropischen Regionen spielt das Auftreten von Malaria ebenfalls eine Rolle.
- Nahrungsproduktionstrends nach Kontinenten, absolut und pro Kopf (keine Zahlen pauken) Europa, Nordamerika, Ozeanien, Asien, SSA Nordafrika Nordamerika: sehr hohe NM-Produktion, besonders bei Cerealien & Mais; hohe Milch- und Fleischproduktion, wenig Reisproduktion; Europa: hohe Milchproduktion Ozeanien: hohe Cerealien-Produktion & viel Weizen (höchste Produktion); sehr hohe Milchproduktion, viel Fleisch asiatischer Raum: viel Reis wird produziert; wenig Fleisch & Milch SSA: Wurzelgemüse vorwiegend angebaut (höchster Wert); sehr wenig Weizen, wenig Cerealien; allgemein geringes Produktionsniveau Nordafrika: allgemein relativ geringe Produktion In allen Kontinenten: Anstieg der LM-Produktion, v.a. in Asien; Europa konstante Produktion (1961-2013)
- Wachstum der Anbaufläche versus Steigerung des Nahrungsangebots Einflussfaktoren auf den Output: (1)Menge der verfügbaren Ressourcen –Land und Wasser (2)Qualität der landwirtschaftlichen Ressourcen (3)Inputintensität pro Landfläche (4)Technologische Veränderungen LWS Anbauflächen stetig gestiegen (60er 2,7%; 70er 2,1%; 80er 4%; 90er 2,6%) Getreideanbau sinkt, genutzte Landfläche steigt, zunehmender Fleisch/Milchkonsum Hohe Prozentzahl des potentiellen Anbaulands ist von schlechter Qualität, zur Zeit unrentabel dieses Land zu nutzen, nur 30% des potentiellen Anbaulands wird genutzt Verlust von Anbaufläche: Degradierung, Überflutung, Urbanisierung Forschung hin zu Anbausorten, mit hohem Ertrag hohe Ausbeute auf geringer Fläche =>Grüne Revolution (neue Hochertragssorten führte zu Verdopplung des Weizenertrages in Pakistan & Indien 1965-70; auch Anstieg des Reisertrages) Multiple Cropping: auf gleicher Anbaufläche wird pro Jahr mehrmals angebaut/geerntet nicht-landbasierte LM-Produktion (Aquakultur, Fischerei, Hydrokulturen, Ozeane, Weltall)
- Extensivierung, Intensivierung, kontinentale Bedeutung weitere Extensivierung in Entwicklungsländern Intensivierung bei Getreide seit 1970; besonders in Afrika & Asien; Extensivierung des Getreideanbaus in Europa, aber: ertragssteigernd, bessere Flächennutzung Intensivierung: abnehmende prozentuale Ertragszuwächse FAO-Schätzung: 2,57 Mrd. ha an Land mit Bewirtschaftungspotenzial bestehen noch in Entwicklungsländern (ohne China) à davon werden nur 0,75-0,85 Mrd. ha genutzt 67% des potenziellen Anbaulandes hat eine schlechte Qualität (unebener Boden, schlechter Boden, Drainage) Südasien, Naher Osten & Nordafrika haben ein geringes Expansionspotenzial Brasilien, Kongo & Nachbarländer haben hohes Potenzial der Expansion; außerdem hohe Wasserreserven 80 Mio. potenzielle Anbauflächen im Kongo; davon nur 1/10 genutzt Stagnation der Intensivierung: Rückgang der Forschungsausgaben, Umwelt und Gesundheitsschäden durch Pestizide/Düngemittel, erhöhter Ressourcenverbrauch, va. Wasser nochmal überarbeiten
- Bedeutung der Bewässerung (Zahlen zu Wasserverbrauch und Nahrungsproduktion) Landwirtschaft verbraucht große Wasserressourcen, besonders in Entwicklungsländern Entwicklungsländer 81% High Incom OECD Länder 41% Weltweit 69% bewässerte Landflächen haben stetig zugenommen bewässerte Flächen produzieren 40% der LM weltweit (je nach Region unterschiedlicher (z.B. im Reisanbau wird wesentlich mehr Wasser benötigt)) Ertrag auf bewässerten Flächen ist 30-200% höher als auf unbewässerten Flächen weitere 100 Mio. ha könnten bewässert werden LM für 1,5-2 Mrd. Menschen
- Probleme der Bewässerung Wassermangel (nicht global, sondern regionales Relokationsproblem) verfügbare Wasserreserven seien kleiner als geschätzt (Postel 1997) Umweltschäden durch zusätzliche Bewässerung von Ackerland (z.B. absinkender Grundwasserspiegel à Aral-See) Versalzung Staunässe Grundwasserabsenkung Verlagerung von Schadstoffen in Gewässer Im Allg.: Erosion, chemische Belastung des Wassers & des Bodens mit Herbiziden, Insektiziden=>hohe Investitionskosten (Schadensbegrenzung) Dammprojekte stoßen auf Widerstände => bewässerte Flächen nehmen langsamer zu Effektive Wassernutzung „schafft“neue Wasserquellen Auffangung von Regenwasser, effiziente Bewässerung, Züchtung neuer dürreresistenter Pflanzen usw
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