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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Fach) / Demographie und Ernährung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von Tobbe9191 erstellt.

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  • Malthus und Neo-Malthusianismus: Grundidee, und warum treten die Vorhersagen meist nicht ein? Malthus (Ökonom): Vice &Misery (Laster & Elend); “Malthusianismus”(Bevölkerungsfalle) Somit würde die Lebensmittelversorgung zunehmend unter Druckgeraten Der Mensch sei unfähig die eigene Fortpflanzung zu steuern, dieAnziehungskraft zwischen den Geschlechtern sei zu groß Aufhalten könne das Bevölkerungswachstum nur z.B. Krieg,Krankheiten und Hungersnöte (Grafik) Food vs. Population: „die Menschheit wächst schneller (exponentiell), als ihre Lebensgrundlagen (linear) => Lebensmittelversorgung zunehmend unter Druck, Nahrungsmittelangebot & -nachfrage entwickeln sich auseinander“ Was ist draus geworden: Nahrungsversorgung, Lebenserwartung und Einkommen sind angestiegen, Fertilität dagegen nicht Was Malthus nicht wissen konnte: Trend von Groß- zu Kleinfamilie Erfindung einfacher, aber sehr effektiver Verhütungsmittel Enormer Fortschritt im Agrarsektor Einzug der Wissenschaft in die Lebensmittelproduktion Außerdem: Demographischer Übergang statt unbegrenztem Bevölkerungswachstum! Neo-Malthusianismus: diese Entwicklungstheorie argumentiert, dass die Fruchtbarkeit einer Population steigt, wenn die Population nicht durch Ressourcenknappheit begrenzt ist bei Annahme mehrerer Gruppen mit unterschiedlicher Fertilität, wird die Fruchtbarkeit der Gesamtgruppe sich der am schnellsten wachsenden Gruppe annähern Gruppen die eine höhere Fertilität ausweisen sind nach der Neo-Malthusianischen Theorie evolutionär begünstigt, da sie mehr Kinder haben & so einen immer größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung darstellen
  • Die Theorie des demographischen Übergangs, Phasen und Ursachen Phase 1 Vorindustrielle Zeit: hohe Geburtsraten, Fortpflanzung unkontrolliert Geburtsraten, entsprechen etwa Todesraten (zw. 25-45 auf 1000) Bevölkerungswachstumsraten um null, über die Zeit konstant Kriege, Hungersnöte etc. lassen Bevölkerung kurzzeitig schrumpfen Phase 2 Geburtsraten bleiben konstant, Sterblichkeitsraten nehmen ab Verbessertes Gesundheitswesen und Versorgung mit Lebensmitteln Lebenserwartung nimmt zu Bevölkerung wächst schneller und schneller Phase 3 Fortpflanzung verlangsamt sich Geburtenraten nehmen ab als Reaktion auf veränderte Familienplanung Industrialisierung und Urbanisierung Kurzfristig wächst Bevölkerung noch schnell, mit der Zeit gehenWachstumsraten bis auf null zurück Phase 4 Moderne: niedrige Geburten- und Sterberaten, entsprechen sich Bevölkerung stabilisiert sich Lebenserwartung ist stabil über Generationen so wie Bevölkerung (2,1 Kinder auf eine Frau) (Phase 5): die Gegenwart in Europa zeigt, dass die Fruchtbarkeitsrate das Reproduktionsniveau von 2,1, das Bevölkerung konstant hält, unterschreitet Die Bevölkerung schrumpft statt zu wachsen Die durchschnittliche Fruchtbarkeitsrate in Osteuropa liegt bei 1,37, in Westeuropa bei 1,55 Teilweise erheblich niedriger bei 1,3 in Italien, Spanien,... Deutlich zu niedrig um Bevölkerung ohne Zuwanderung stabil zu halte
  • Demographic momentum „Eigenschaft von Populationen, die Tendenz von Bevölkerungswachstum oder - rückgang auch noch nach Eintritt des Ersatzniveaus beizubehalten.“ Eigendynamik des Bevölkerungswachstums selbst bei plötzlichem, starken Abfall der Reproduktionsrate stoppt das Bevölkerungswachstum nicht Bevölkerung, die in den Vorjahren hohe Fertilitätsraten hatte, hat eine deutlich jüngere Altersstruktur (s. Bevölkerungspyramide) durch große Anzahl junger Menschen, die dann ins zeugungsfähige Alter kommen, sinkt die Reproduktion nicht hohes Verhältnis von jungen zu alten Menschen („Dependencyratio“) FAO: Selbst wenn ein plötzlicher Rückgang der Fertilitätsrate aufkommt, würde die Weltbevölkerung trotzdem noch um 2 Mrd. Menschen ansteigen bis ins Jahr 2050
  • Faktoren, die die Änderung der Fertilität beeinflussen Bevölkerungsstruktur: in Industriestaaten kommen etwa gleich viele Frauen ins gebärfähige Alter, wie auch wieder hinaustreten=> Anzahl von Frauen im gebärfähigen Alter bleibt konstant;  in Entwicklungsländern: Bevölkerung sehr viel jünger, mehr Frauen treten ins gebärfähige Alter, als wieder hinaustreten => Anzahl von gebärfähigen Frauen steigt an Verbreitung von AIDS Lebenserwartung (sinkende Kindersterblichkeit könnte Grund für Familienplanung sein) Einkommen => arme Länder haben höhere Fertilitätsraten Entwicklungsstand des Landes: Bevölkerungswachstum ist höher in weniger entwickelten Ländern; ökonomischer Reichtum führt zu absinkender Fertilitätsrate Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen, Politik (z.B. „Great Leap Forward“ führte zum starken Geburtenrückgang)
  • Zusammenhang Bevölkerungswachstum und Einkommensniveau (im globalen Querschnitt) Zusammenhang zwischen Einkommen und Bevölkerungswachstum nachweisbar Arme Länder haben hohes Bevölkerungswachstum Steigerung der Nachfrage nach Lebensmitteln geringer als Bevölkerungswachstum, da Bevölkerung am schnellsten in armen Schichten wächst (50%Bevölkerungswachstum ‡ 50% Nachfragesteigerung) Weitentwickelte Industrienationen, z.B. in Europa haben eine sehr niedrige Geburtenrate (teilweise 1,3) und eine sehr hohe Lebenserwartung  (Bevölkerung schrumpft noch nicht) allerdings findet der demographische Wandel in Entwicklungsländern sehr rasch statt
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