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Entwicklungspsychologie (Fach) / Erwachsenenalter 2015 (Lektion)

Entwicklungspsychologie Marburg

Diese Lektion wurde von Denisec erstellt.

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  • 1.1. Was versteht man unter dem Begriff Entwicklung? 1. Was versteht man unter dem Begriff Entwicklung? - Auf Zeitdimension bezogen, gerichtet, nachhaltig enthält Elemente der Kontinuität, lebenslanger und differentieller Prozess- Im Satz: Eine geordnete, gerichtete und längerfristige Veränderung des Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne
  • 1.2. Welche Arten von Veränderung/Stabilitäten gibt es 2. Welche Arten von Veränderung/Stabilitäten gibt es  Niveau Stabilität -> Stabilität des Mittelwerts, absolute Stabilität Korrelative Stabilität -> Positionsstabilität, Stabilität individueller Unterschiede  Ipsative Stabilität -> Rangreihe von Merkmalen innerhalb eines Individuums Struktuale Stabilität -> Stabilität der Faktorstruktur eines Individuums
  • 1.3. Was sind die Aufgaben der Entwicklungspsychologie 3. Was sind die Aufgaben der Entwicklungspsychologie Beschreibung+ Prognose+ Erklärung von Entwicklungsvorgängen Förderung der menschlichen Entwicklung (Modifikation/Optimierung)
  • 1.4. Welchen Einfluss haben Umweltfaktoren/Gene auf die Entwicklung 4. Welchen Einfluss haben Umweltfaktoren/Gene auf die Entwicklung 3 Gruppen: 1. Biologische; 2. Soziale; 3. Psychische/behaviorale  Gene + Umwelten sind nicht völlig unabhängig voneinander, bestimmte Kombinationen treten zufällig gemeinsam auf (Genom-Umwelt-Kovariationen) Nach Scarr & Weinberg gibt es 3 Formen der Genom-Umwelt-Kovariation= Passiv: Elternhaus/Umwelt vorgefunden Evokativ: Verhaltensäußerungen der Anlagen  Umwelt verändern Aktiv: Umwelt aktiv auswählen Zunahme des Einflusses der Erbanlage in Kindheit und Jugend  Genom Umwelt Kovariationen: Anstieg der Fähigkeit, Umwelt entsprechend genetischen Potentials zu gestalten -> bessere Entfaltung der Erbanlage
  • 2.1. Welche Rolle spielt das Lebensalter?  sie ist einer von den drei potentiellen Einflussfaktoren auf die Messung des Verhaltens das Alter allein kann nicht Entwicklungsprozesse begründen aber es gibt bestimmte soziale & biologische Lebensabschnitte, die mit dem Alter korrelieren (z.B. Pubertät, erste Einschulung u.s.w.)
  • 2.2 Vor und Nachteile der Längsschnittstudie Methode: Vor und Nachteile der LängsschnittstudieVorteile 1.Intraindividuelle Veränderungen (also Entwicklungsprozesse) werden direkt erfasst 2.Untersuchung der korrelativen Stabilität von Merkmalen                                               3.Zusammenhang der Veränderung mehrerer Variablen ist untersuchbar 4. Höhere statistische Effizienz als Querschnittstudie (d.h. es ist leichter, signifikante altersassoziierte Veränderungen zu finden) 5. Interindividuelle Unterschiede in intraindividuellen Veränderungen sind erfassbar (verschiedene Entwicklungspfade) Nachteile: 1.Konfundierung von Alter und Messzeitpunkt 2.Selektivität der Ausgangsstichprobe (größere Motivation zur Teilnahme nötig) 3.Selektive Stichprobenveränderungen 4.Wiederholtes Testen kann spätere Messungen beeinflussen (z.B. Übungseffekte) 5.Generalisierung auf andere Kohorten ist fraglich 6.Man ist an das einmal gewählte Untersuchungsverfahren weitgehend gebunden 7.Die Methode ist zeit- und kostenaufwendig
  • 2.3 Was ist Sequenzdesign? Was ist SequenzdesignSequenzmodelle von Schaie (1965): Kombination von zeitversetzten Längs- und Querschnitten Kohorten-Sequenz-Analyse  mindestens 2 Kohorten, die zu mindestens zwei Zeitpunkten untersucht werden  Effekte von Alter und Kohorte berechnet  Annahme dass der Effekt des Messzeitpunkts null ist (sonst ist keine adäquate Schätzung möglich  Nachteil: Sehr kostenaufwendig Testzeit-Sequenz-Analyse mindestens 2 Altersgruppen werden zu mindestens 2 aufeinander folgenden Zeitpunkten untersucht Effekte von Messzeitzeitpunkt und Alter bestimmt  Befunde sind nur eindeutig zu interpretieren, wenn die Kohortendifferenz null ist. Quer-Sequenz-Analyse  mindestens 2 Kohorten werden zu mindestens 2 aufeinander folgenden Zeitpunkten untersucht  berechnet werden Testzeit- und Kohorteneffekte nur eindeutig wenn Alterseffekt null ist
  • 4.1 Wie schaffen es Kinder trotz geringer kognitiver Fähigkeiten, so schnell Wortschatz zu erwerben?  Wie schaffen es Kinder trotz geringer kognitiver Fähigkeiten, so schnell Wortschatz zu erwerben?Anwendung von Regeln/Contraints (Merkman et.al):a) Ganzheitsannahme: Worte beziehen sich auf ganze Objekte und nicht auf Teile davon, oder auf Eigenschaften des Objektsb) Taxonomieannahme: Wörter beziehen sich auf Dinge gleicher Art (können damit auf weitere gleiche Objekte ausgedehnt werden c) Disjunktivitätsannahme: Ein Objekt kann nur einen Namen habenAb 18. Lebensmonat verstärkte „was“-Fragen -> Kinder stellen selbst aktiv Fragen nach Namen von Objekten -> Bennenungsspurt
  • 4.2 Mit welchen Verhaltensweisen können Eltern Spracherwerb unterstützen? Mit welchen Verhaltensweisen können Eltern Spracherwerb unterstützen? Babytalk (Ammensprache): überzogene Intonationskontur, hoher Tonfall, lange Pausen an Phrasenstrukturgrenze, einfache Sätze Stützende Sprache (scaffolding): gemeinsamer Aufmerksamkeitsfokus, Routine, Formate, Worteinführung  Lehrende Sprache(motherese): Modellsprache mit korrigierender Rückmeldung, Sprachanregung durch Ja-Nein, W-Fragen, Wiederholungen der kindlichen Äußerung
  • 4.3 Wie entwickelt sich der 2. Spracherwerb mit Abhängigkeit des Beginns der 2. Sprache 3. Wie entwickelt sich der 2. Spracherwerb mit Abhängigkeit des Beginns der 2. Sprache Umso eher man mit dem Erweb der 2. Sprache beginnt, umso besser wird man sie beherrschen  Signifikant schlechter entwickelt sich die Semantik ab 16. Lebensjahr ab 4. Lebensjahr, alle 2-3 Jahre signifikante Verschlechterung beim Erwerb der Syntax
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  • 6.1 Wie entwickeln Kinder Verständnis für Erfolg/Misserfolg 1. Wie entwickeln Kinder Verständnis für Erfolg/Misserfolg  Freude am Effekt: egal wer ihn erzielt ( Säuglingsalter)  Selbermachenwollen: (Ende des 1. Jahres) Selbstbewertung der eigenen Leistungen: Differentielle Reaktionen auf Erfolg/Misserfolg zB. Stolz bei Erfolg (ab 3,5 Jahren)  Unterscheidung zwischen Aufgabenschwierigkeit und Tüchtigkeit als Einflüsse auf die Leistung (ab 5 Jahren)  Aufspaltung des Tüchtigkeitskonzepts in die Komponenten Anstrengung und Fähigkeit (Grundschulalter)
  • 6.2. Warum sinkt die Lernfreude in der Schulzeit? 2. Warum sinkt die Lernfreude in der Schulzeit?  Zunehmende Empfänglichkeit für oftmals negative Leistungsrückmeldung Wachsender Leistungsdruck Steigendes Interesse an außerschulischen Betätigungen, wie dem Aufbau von Peer und später Partnerschaftsbeziehungen
  • 6.3. Welche Art Leistungsrückmeldung kann Ärger/Freude hervorrufen 3. Welche Art Leistungsrückmeldung kann Ärger/Freude hervorrufen Wärme versus Zurückweisung  Struktur: altersgemessene Forderungen stellen Vermittlung an Information wie Ziel erreicht werden kann  Unterstützung der Autonomie versus Zwangsausübung  Schulischer Einfluss: Individuelle versus soziale Bezugsorientierung                                              Soziale BZO ist für Motivationsentwicklung ungünstig Gleichaltrige: Sozialisation