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Politische Theorie (Fach) / 5. Sitzung (Lektion)

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  • Warum gilt das struktur-individualistische Erklärungsprogramm als Integration der verstehenden und erklärenden Tradition in den Sozialwissenschaften? (Einordnung und Erläuterung) a)    Verstehende Ebene = erster Schritt des Programms Definition der Situation: Nachvollziehen, wie Akteur eine Situation wahrnimmt   b)   Erklärende Ebene = alle anderen à Logik der Selektion: stellt Zusammenhang zwischen Situationswahrnehmung des Akteurs und der Handlung her à Logik der Aggregation: stellt Verbindung zwischen individuellen Handlungen und kollektivem Explanandum her
  • Was sind Brückenhypothesen? Und was sollen sie leisten? Verbindung zwischen Makro- und Mikroebene ·      Dient verstehender Tradition der Sozialwissenschaften ·      Für ersten Schritt im struktur- individualistischen Erklärungsprogramm: Definition der Situation stellt Bezug zwischen situativen Bedingungen und Akteur her
  • Was versteht man unter der Aussage ‚Ein Phänomen ist Ergebnis der nicht-intendierten Effekte rationalen Handelns‘? -       Im struktur- individualistischen Erklärungsprogramm lässt sich erkennen, wie individuelle Handlungen sich zu Ereignissen/ Phänomenen aggregieren, die nicht beabsichtigt und nicht sozial erwünscht sind -       (Bsp. Alle fahren gleichzeitig los und wollen schnell ankommen -> Stau)
  • Stellen Sie das struktur-individualistische Erklärungsprogramm vor (Abbildung und Erläuterung). 1. Schritt: Definition der Situation bzw. Makro –Mikro-Verbindung: • Def. der Situation = Bezug situativer Bedingung und Akteur • Verbindung über Brückenhypothese • Zu klären: o Welche Aspekte der Handlungssituation für Akteur relevant? o Welche Handlungsbeschränkungen für Akteur? o Wie stellen sich verfügbare Ressourcen, institutionelle Regeln oder soziales Umfeld dar? o Welche Handlungsmöglichkeiten verfügbar? 2. Schritt: Logik der Selektion bzw. Mikro-Miro-Verbindung: • Stellt Zusammenhang zwischen Situationswahrnehmung des Akteurs und Handlung her • Wie führen Wahrnehmungen, Kognitionen, Bewertungen oder andere individuelle Variablen zu Handlungen des Akteuers? • In Rational Choice Analysen hierfür Rückgriff auf Gesetz der Nutzenmaximierung 3. Schritt: Logik der Aggregation bzw. Mikro-Makro-Verbindung: • Verbindung zwischen individuellen Handlungen und kollektivem Explanandum • Wie sind diese zu verknüpfen? • Nicht immer sind Ergebnisse individuellen Handelns sozial erwünscht (z.B. Stau) ⇒ Nichtintendierte Effekte rationalen Handelns
  • Erläutern Sie die SEU-Theorie mit Entscheidungsregel an einem selbst gewählten Beispiel SEU-Theorie als empirisches Theoriemodell des ökonomischen Forschungsprogramms ·      Modell zur Erklärung und Prognose menschlichen Handelns ·      Handeln = Resultat einer rationalen Wahl, bei der Akteure versuchen, ihre Ziele im größtmöglichen Ausmaß zu realisieren   SEU Formel: SEU(Hi) = pil*U1+pi2*U2+pi3*U3+...pin*Un = ∑j pij*Uj   ·      SEU = subjektiv erwarteter Nutzen der Handlungsalternative (Nettonutzen) ·      H = Handlungsalternative ·      p = subjektive Erwartung (Wahrscheinlichkeit) der Handlungskonsequenz der Handlungsalternative (100% = 1, d.h. Die Ereignisse sind erschöpfend und schließen sich gegenseitig aus) ·      U = subjektive Bewertung der Handlungskonsequenz     Studienwahl: Bamberg: tolles Studium: 90%, langweiliges 10% München: cool 30%, langweilig 70%   Cool: +5 Langweilig: -3   Bamberg: 0,9 x 5 + 0,1 x (-3) = 4,2 München: 0,3 x 5 + 0,7 x (-3) = -0,6   Formel zeigt, das Bamberg bessere Wahl ist     Handlungsalternativen H1 Handlungskonsequenzen Bewertung der Konsequenzen (subjektiv) Erwartung (Bewertung)
  • Für welche Art von Fragen stellen Simulationen ein geeignetes Instrument zur Bearbeitung dar? ·      -Präferenzen (A vor B vor C) ·      -Restriktionen ·      -Nutzenmaximierung ·      -Methodologischer Individualismus
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